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Spätsommer auf der "Insel der Schönheiten" - Korsika 2.0
Ilona:
Liebe Susan,
wenigstens habt ihr wieder einen Campingstuhl, auch wenn der Transport für dich eine schweißtreibende Angelegenheit war :thumb:.
Die Badestellen im Fluss sind äußerst verlockend und der Strand von Calvi dazu sehr einladend.
Der Fährpreis nach Sardinien ist schon Wucher. Aber nächstes Jahr muss schließlich auch verplant werden :cool2:.
Susan:
--- Zitat von: Paula am 06. Dezember 2024, 15:13:45 ---vor 40 Jahren hatte ich irgendwie noch keinen Blick für rote Felsen, heute entzücken mich diese Anblicke :)
der kolibriartige Falter ist wahrscheinlich ein Taubenschwänzchen https://de.wikipedia.org/wiki/Taubenschwänzchen, den gibt es in heißen Jahren sogar in Deutschland
--- Ende Zitat ---
Gleich kommen noch ein paar Redrocks ;D
:thumb: der Falter sah genauso aus wie ein Taubenschwänzchen. Danke für's finden.
--- Zitat von: Ilona am 07. Dezember 2024, 15:21:18 ---Der Fährpreis nach Sardinien ist schon Wucher. Aber nächstes Jahr muss schließlich auch verplant werden :cool2:.
--- Ende Zitat ---
Vor allem ist die neunstündige Fährfahrt von Livorno kaum teurer ~ 219 Euro. ::) Das nächste Jahr ist allerdings schon so gut wie ohne Sardinien verplant
Susan:
17. September Calanche di Piana
Heute Morgen ist es leider ziemlich bewölkt. Trotzdem starten wir mit dem Ausflug, wegen dessen wir nochmals nach Porto gekommen sind. Als erstes wird der Roller betankt, dann geht es einfach weiter auf der D81. Die führt nämlich mitten durch die Calanche. Dabei handelt es sich um Felsformationen, die aus vulkanischem, rotem Granit durch Erosion entstanden sind.
Wir halten am Parkplatz vom so genannten Tête du Chien.
Also ich brauch schon viel Fantasie darin einen Hundekopf zu sehen. ^-^ Vielleicht ist jedoch meine Perspektive nicht die beste.
Von hier aus führt eine Wanderung zum Felsgebilde Château Fort. Sie soll relativ kurz und einfach sein. Anfangs gehen wir durch einen kleinen Wald. Schon dort sehen wir einige der kuriosen Felsgebilde.
Geierfelsen (?)
Danach wird der Weg ziemlich steinig und teilweise steil. Ich bin froh, dass ich meine Wanderschuhe trage und Kersten seine Kniebandage.
(Bilder vom Rückweg)
Die Aussichten entschädigen die Mühe
Wir kommen durch eine Senke und müssen dann wieder hinauf zu einem Felsplateau.
Und wo ist nun das Château Fort? Eine freundliche Dame zeigt es uns: der dicke Felsblock gegenüber.
Ich hatte mehr diesen Blick erwartet, doch dafür braucht man wohl eine Drohne ;)
Sportlichere / Wagemutigere Leute können das Château mit Klettereinlagen erreichen.
Der Blick nach Norden zum Capu Castellucciu und zu Scandola ist leider etwas düster.
Kurze Schorlen-Pause, dann geht's wieder zurück hinauf zum Parkplatz. Zwischendurch kommt dann auch die Sonne mal heraus. Wegen des steinigen Weges packe ich Kamera in den Rucksack und fotografiere ich nur noch mit dem Handy.
Ausblick auf Porto
schönerer Ausblick auf Scandola
Schließlich erreichen wir wieder den "Hundekopf". Statt der vom Rother angegebenen 20 Minuten pro Strecke haben wir jeweils rund 45 gebraucht. Zeit und Wetter waren nicht optimal (zum Sonnenuntergang wäre top), wir haben die Wanderung trotzdem genossen.
Fortsetzung folgt ...
Susan:
Weiter geht's ...
mit dem Roller Richtung Piana. Die Strecke durch die Calanche kennen wir schon von 2015. Auch heute ist hier trotz enger Straße einiges los. Wir finden grad so Haltepunkte für den Roller.
Die Blicke zur nördlichen Küste sind auch von hier aus wunderschön
Links im Bild oben könnt ihr, denke ich, übrigens das Château Fort sehen.
Ich hatte eine Liste von sehenswerten Felsformationen gefunden. Leider war die PDF, wo die zu finden wären, falsch verlinkt. Zumindest die beliebteste haben wir auch so erspäht
Herz von Korsika
Im 15. Jahrhundert waren die Felsdurchbrüche der Calanche wohl berüchtigt für Überfälle und als Unterschlupf von Aufständischen. Die Genuesische Herrschaft vertrieb daher die Bewohner und verbot weiteres Siedeln in dem Gebiet. Erst mit dem notwenigkeit Bau der Wachtürme an den Küsten rund 200 Jahre später, kamen wieder Leute in die Gegend. Um 1703 wurde dann Piana als Dorf anerkannt.
Wir parken am Dorfplatz. Der ist übrigens voll belegt; auch drei, vier Reisebusse stehen dort. Die werden auch noch durch die Calanche fahren, sehr zur "Freude" der anderen Verkehrsteilnehmer. Wie es aussieht, gibt es wohl im Sommer ein Durchschleusen von Bussen und Wohnmobilen ähnlich dem im Zion Tunnel.
Endlich ein geöffnetes Postamt, in dem ich die Postkarten für die ältere Verwandschaft loswerde. Danach spazieren wir kurz durch den Ort.
Église de l'Assomption
rechts daneben der Boule-Platz
Dort am Hang
führt oberhalb der Straße noch eine Wanderung einen alten Maultierpfad entlang. Unsere Knie und Knöchel protestieren aber gegen weiteres Wandern. Außerdem kann man von hier aus den Capu d' Orto ersteigen.
Zeit für eine Kaffeepause; Lokale gibt es hier einige. Wir wählen heute Crepes im Casa Corsa.
Da leider schon wieder dunkle Wolken aufziehen, verzichten wir auf die Fahrt über die Panoramastraße D824 zum Strand von Arone. Auf gleicher Strecke rollern wir zurück zum Campingplatz. Natürlich bleibt es entgegen unseren Befürchtungen den Rest des Tages trocken. ::)
Heutige Strecke einfach
Christina:
Das ist ja eine ganz fantastische Landschaft, gerade die Wanderung durch die Felsformationen gefällt mir sehr, das erinnert ja schon ein bisschen an die Landschaften, die Horst gerade zeigt und dazu dann noch die Blicke aufs Meer, wunderbar.
Aber wenn es Mitte September da noch so voll ist, sogar Busse unterwegs sind, müssten wir uns eine spätere Reisezeit aussuchen, vielleicht wäre Anfang Oktober passend, nicht mehr so voll, das Wetter aber noch nicht zu herbstlich.
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