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Mit dem Mietwagen durch den Süden von Peru – 2024

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Silvia:
So eine Übernachtung auf einer der Schilfinseln hätte mir auch gefallen  :beifall:   - trotz Kälte

Heike Heimo:

--- Zitat von: Silvia am 11. Januar 2025, 13:11:33 ---So eine Übernachtung auf einer der Schilfinseln hätte mir auch gefallen  :beifall:   - trotz Kälte

--- Ende Zitat ---

Diese Abgeschiedenheit war sehr entspannend 8)

Heike Heimo:
17.05.2024      Puno – Colca Canyon (Yanque)  Teil 2

Nun geht es über viele Serpentinen rasch hinunter nach Chivay auf rund 3.700m, mit schöner Aussicht auf das Tal, umrahmt von Regenschauern.





Vor der Stadt musste der Eintrittskartenblock für den Colca Canyon gekauft werden. Der Block war mit 50€ relativ teuer. Am späten Nachmittag erreichten wir unsere Unterkunft für diese Nacht, das Miskiwasi Bed & Breakfast in Yanque. Wir wurden von der Tochter des Hauses sehr freundlich empfangen. Nachdem die Abendessenmodalitäten geklärt waren, bestellt sie uns ein Taxi. Es soll uns zur noch wenig erforschten prähistorischen Siedlung Uyo Uyo bringen. Zurück wollten wir zu Fuß gehen.

Wir stiegen beim Visitor Center aus, das gerade neu errichtet wird. Vom Visitor Center führt ein Weg hinauf zu den Ruinen. Auffällig sind die vielen großen Kakteen.







Der Berghang war übersäht von ihnen. Auch vor den alten Steinmauern machten sie keinen Halt.







Ein Raubvogel lässt sich von den Stacheln nicht stören.



Vom Weg gibt es einen schönen Ausblick auf das weite Tal des Colca.



An den Hängen gibt es wieder viele Terrassen. Sie werden hier noch bewirtschaftet.



Wir gingen zuerst nicht zu den Ruinen, sondern weiter zu einem kleinen Wasserfall.





Auf dem Rückweg zweigten wir zur archäologischen Stätte ab. Vorher kamen wir bei weiteren kakteenartigen Bäumen vorbei. Sie sind ein optimaler Ort für einen sicheren Nistplatz.





Die Anlage ist sehr verwachsen. Nur wenige Wege führen durch die Stätte.





Die Wasserfassung war wieder besonders wichtig.





Die Bautechnik war eine ganz andere als an den Stätten, die wir bisher besucht hatten. Es gab keine exakten Steinsetzungen, sondern Mauerwerke aus rundlichen Steinen.







Eine Besonderheit sind die schmalen hohen Türen. Der Unterschied zwischen der Rekonstruktion und des Originalbaus ist deutlich zu erkennen.





Die Wolken verdichteten sich und bald fielen erste Tropfen und es begann auch schon dunkel zu werden. Wir machten uns daher rasch auf den Rückweg nach Yanque. Der Weg führte über eine Brück über den Canyon des Colca Flusses. Vor der Brücke stießen wir auf ein junges Mädchen, dass in einem großen Tuch eine große Menge Gras in die Stadt trug.



Sie schien schon müde zu sein und musste sich sehr anstrengen. Wir blieben etwas zurück, da sie sich anscheinend schämte, dass sie nicht schnell gehen konnte. Immer wieder setzte sie das Bündel ab, um sich zu erholen.

Die Brücke führt über einen Einschnitt des Colcas in das Tal. Im steilen Anstieg ist das Mädchen mit dem Grastuch zusehen.









Im Miskiwasi Bed & Breakfast wurde von Mutter und Tochter schon das Abendessen gekocht. Wir waren die einzigen Gäste im Bed & Breakfast. Es wurde also nur für uns gekocht. Das Essen war wieder hervorragend.

Paula:
was für eine faszinierende Landschaft  8) die Schilfinseln erinnern mich an die schwimmenden Dörfer in Vietnam und die Kakteen sehen aus wie im Südwesten der USA, wenn es nur nicht so hoch wäre...4900 Meter, ich mag mir gar nicht vorstellen wie es mir da gegangen wäre, vermutlich genauso weiß im Gesicht wie die Touristin die ihr getroffen habt

Ich bin in letzter Zeit ein paar Mal per Zufall über Videos gestolpert in denen diskutiert wurde dass es schon mal eine menschliche Hochkultur gab die vermutlich durch eine Naturkatastrophe ausgelöscht wurde (im Film wurde eine Eiszeit genannt), das haben vermutlich nur wenige Menschen weltweit überlebt (genetisch kann man die heutigen Menschen wohl auf eine sehr sehr kleine Zahl verschiedener Individuen zurückverfolgen). Es gibt sogar Theorien dass es schon mehr als zwei Menschheits/Kulturzyklen gab. Sollte unsere Kultur untergehen würde man vermutlich nur noch auf den Abfall von Atomkraftwerken stoßen, ich glaube nicht dass sonst etwas die Jahrtausende überstehen wird.

Heike Heimo:

--- Zitat von: Paula am 12. Januar 2025, 18:22:38 --- Sollte unsere Kultur untergehen würde man vermutlich nur noch auf den Abfall von Atomkraftwerken stoßen, ich glaube nicht dass sonst etwas die Jahrtausende überstehen wird.

--- Ende Zitat ---

Dazu kommt, dass wir mit unseren langlebigen Chemikalien (zB PFAS) künftige Lagerstätten, zB für Salz, praktisch auf ewig nachhaltig verunreinigen. Über diese Rückstände werden sich Archäologen nach unserer Zeit die Köpfe zerbrechen und rätseln wie wir heute über die vergangenen Kulturen. Anscheinend hat keine Kultur vor uns in der Chemie unseren Entwicklungsstand erreicht. Zumindest wurde bisher nichts gefunden.

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