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Mit dem Mietwagen durch den Süden von Peru – 2024

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Heike Heimo:

--- Zitat von: Silvia am 18. Januar 2025, 12:31:39 ---
Weißt du noch wie kalt es eigentlich in etwa tagsüber war? Ich schätze mal wg der Höhe und dem Wind nicht besonders warm.

--- Ende Zitat ---

Tagsüber waren die Temperaturen im Hochland angenehm. Ich würde sagen durchschnittliche April Temperaturen bei uns. Wenn die Sonne weg ist, wird es schnell kalt. Der Wind war auf unserer ganzen Reise kein Thema. In Ollantaytambo und Machu Picchu war es sogar warm.


--- Zitat von: Silv am 18. Januar 2025, 15:48:12 ---Das ist aber ein Fußweg zu der Anbaufläche, oder? Und dieser Streifen oberhalb, ist das eine Straße?  :o Das wär ja gar nix für mich...


--- Ende Zitat ---

Ob das ein Fußweg ist, war nicht zu erkennen. Der Streifen oberhalb ist eine Schotterstraße.

Heike Heimo:
19.05.2024      Colca Canyon - Chala

Kurz nach dem Sonnenaufgang genossen wir bei traumhaftem Ambiente das Frühstück. Wenn noch ein Condor vor dem Fenster vorbeigeflogen wäre, wäre es perfekt gewesen. Wir waren sehr früh auf, da wir einen langen Fahrtag vor uns hatten.



An Cabanaconde vorbei gingen es auf über 4.000m hinauf zu einem Pass. Die Straße war hier mit unzähligen Kurven in einem sehr guten Zustand und die Aussicht hervorragend. Im Hintergrund spitzelten weiße Gipfel hervor.







Bevor es zum abgelegenen Ort Huambo hinunter geht, gab es noch einen schönen Aussichtspunkt auf das Tal.



Nach dem Ort Huambo endete die Asphaltstrecke und es begann für nächsten 120 km eine staubige, kurvenreiche Schotterstraße. Landschaftlich war sie sehr schön. Außer einem Motorradfahrer sahen wir keine weiteren Fahrzeuge.







Auf der linken Seite wurden wir von mehreren schneebedeckten Vulkangipfeln begleitet. Aus einem stieg sogar Rauch auf. Alle sind rund 6.000 Meter hoch.





Die Strecke führte durch weite Hochtäler. Nach gut der Hälfte kam ein rot eingefärbter See an der Straße.









Zum letzten Mal auf unserer Reise geht es auf knapp 4.300m hinauf. Danach führt die Straße in einem Schwung hinab auf Meeresniveau. Begleite wurden wir von den hochaufragenden Vulkanen.



Die Straße wird immer schlechter und die Landschaft wüstenähnlicher. Dafür nahm der Gegenverkehr zu. In der Ferne ist schon der Pazifische Ozean zu erahnen.





Ein letztes Vikunja stand am Wegesrand und blickte zu uns herüber.



Den letzten Teil auf der Schotterstraße geht es in einem Canyon in einer völlig veränderten Wüstenlandschaft dahin.







Am Wegesrand sind die Reste verfallener Terrassen für die Landwirtschaft zu erkennen. Es muss hier einmal wesentlich fruchtbarer gewesen sein.





Vor dem Ort Majes begann wieder das Siedlungsgebiet und es waren wieder die kleinen unfertigen Häuser zu sehen. Ebenso kehrte der Müll in der Landschaft zurück







Verschneite Berge leuchteten in der Ferne über die Wüste.



Bei Majes mündet die Straße in den Ableger der Panamericana Richtung Arequipa. Wir bogen aber Richtung Lima ein. Es war wieder viel LKW-Verkehr mit laufenden Überholmanövern.



Bevor wir die Küste erreichten, tauchte unvermutet eine Nebelwand vor uns auf. In der wir rasch eintauchten. Das bedeutet, dass es an der Küste nicht sonnig sein wird, sondern Küstenhochnebel dominiert.





Beim Kreisverkehr von Matarani wird die originale Panamericana erreicht, die wir nun meist entlang der Küste fast 1.000 km bis Lima folgen werden.

Für mich war diese Straße, bis Tanaka für rund 360 km eine der schönsten Küstenstraßen die ich bisher gefahren bin. Landschaftlich und auch von der Streckenführung ein Genuss. Nachteilig ist leider, dass sie nicht touristisch ausgebaut ist. Es gibt nur ganz wenige Haltemöglichkeiten und der starke LKW-Verkehr fordert die volle Konzentration beim Überholen.







Obwohl es ich um die Hauptverkehrsroute von Nord nach Süd und umgekehrt handelt, sind die Tunnel nur als Steinlöcher ausgebaut.



Manches Mal reißt die Hochnebeldecke auf und es kommt ein wenig die Sonne durch.







Gegen Abend erreichten wir Chala. Wir hatten das El Faro Hotel gebucht. Als wir beim Hotel ankamen, wirkte alles verlassen und es war den Leuten auf der Straße anzusehen, dass sich hier her nicht oft ausländische Touristen verirrten. Ich läutete bei einer Glocke und tatsächlich kam eine Frau und brachte uns zu unserem Zimmer. Das Auto parkten wir hinter einer hohen Stahltür in einem Gebäude gegenüber. Das Zimmer war im oberen Stockwerk und so hatten wir einen schönen Ausblick auf die Stadt und das Meer. Laut dürfte es nicht werden, da hinter dem Haus ein großer Friedhof war.

Wir waren schon sehr müde und es war mittlerweile auch schon finster geworden. Die Rezeptionistin war so nett und organisierte uns ein Abendessen von einem Takeaway Restaurant. 

Heike Heimo:
20.05.2024      Chala - Paracas

Der morgentlicher Ausblick zeigte, dass der Nebel nicht verschwunden war und er gibt die Impressionen einer peruanischen Stadt wieder.





Auch unser Hotel ist im Prinzip noch eine Baustelle.



Der Friedhof schaut wie eine kleine Stadt aus.



Und weiter geht es auf der Panamerica. Der Wind weht Sanddünen auf die Straße.



Als es etwas höher hinaufgeht und der Nebel seine Feuchtigkeit loswerden kann, wird es unvermutet saftig grün. Die Fläche ist mit blauen Blumen übersäht.




Wenige Kilometer nach Chala geht es ins Landesinnere Richtung Nazca, durch die Wüstenlandschaft.





Wir durchquerten viele kleine Straßendörfer, die hauptsächlich aus Verkaufsbuden bestanden.





Gleich neben der Straße befindet sich ein geologisch interessanter Platz. Hier trifft die Nazca Platte auf, bzw. verschwindet unter der Südamerika Platte. Dieser Graben zieht sich länger als sichtbares Zeichen als Teil der pazifischen Feuerrings dahin. Meist verläuft die Bruchlinie vor der Küste. Der konstante Druck der Nazca Platte erzeugt Erdbeben, die zu den schwersten auf der Welt zählen. Ein ganz großes im Limaabschnitt ist schon länger überfällig.



Der Nebel verdichtet sich und je höher wir kamen, desto dichter wurde er. Der Wind vom Meer drückt die feuchte Luft gegen das Landesinnere. Nachdem höchsten Punkt ist der Nebel schlagartig weg und es schien die Sonne vom blauen Himmel.

In Nazca vollenden wir unsere Runde und schließen quasi den Stiel der Dörrbirne ab. Im Ort zogen wir noch schnell 400 Soles von der Nationalbank, die wir ja schon kannten. Danach ging es abermals vorbei an den Aussichtspunkten der Nazca und Palpa Linien.



Beim Museum von Maria Reiche (1903 – 1998) legten wir eine Pause ein. Sie war eine sehr interessante Frau aus Deutschland, der es zu verdanken ist, dass die Linien geschützt sind. Sie war mit ihrer amerikanischen Partnerin Amy Meredith, sowie ihrer Schwester die treibende Kraft an der Erforschung. Der Flughafen in Nazca ist nach ihr benannt und die genießt noch immer hohes Ansehen.



Das Museum ist an jenem Ort errichtet, an dem sie 25 Jahre ohne fließendem Wasser und Strom gelebt hat. Ein Bild aus dem Innenraum der Hütte.





Fortbewegt hat sie sich mit einem VW-Käfer und einem VW-Bus.





Im Museum sind auch interessante Ausstellungstücke zu sehen.



 

Auf der Weiterfahrt benutzen wir leider nicht die die Abkürzung über die alte Straße durch den engen Tunnel, wie bei der Herfahrt. Auf der neuen Straße waren auf der Steigung wieder einige langsame LKW unterwegs, die zu überholen waren.



Das die Strecke gefährlich ist, war an den vielen Gedenkhäuschen für die Verkehrstoten zu sehen.



Das wir uns Ica näherten war zunehmend zu erkenn. Der Müll am Straßenrand nahm deutlich zu und der Verkehr wurde immer chaotischer.





In Ica war das übliche Gehetze des Stadtverkehrs. Wir trieben durch die Stadt bis zum Regional Museum von Adolfo Bermúdez Jenkins.



Hier sind einige bedeutende Artefakte der präkolumbianischen Kultur ausgestellt. Als wir in den Hof einfuhren, kam uns ein Mann entgegen. Er erklärte uns, dass das Museum an den Montagen geschlossen ist. Schade. Wir begaben uns wieder in den Stadtverkehr.



Nach Ica wird die Straße zur zweispurigen Autobahn und es ging hurtig dahin. Bei der Ausfahrt nach Paracas verließen wir die Panamericana und führen hinaus zur Bucht, an der der Ort liegt.

Paula:
Das Autofahren sieht selbst beim Lesen anstrengend aus…diese Tunnel wären mir unheimlich, das muss doch stockdunkel drinnen sein. Und wenn sie nicht verschalt sind können ja jederzeit Brocken von der Decke fallen, da würde ich lieber langsam auf der besseren Straße hinter den LKWs herfahren…
Die Wellblächdächer über den Gräben schauen auch sehr seltsam aus, wofür die wohl sind? Vielleicht damit die Friedhofsbesucher nicht in der prallen Sonne stehen müssen?
Das Museum ist wieder sehr interessant, so eine Figur die eine Geburt zeigt habe ich überhaupt noch nie gesehen.
Ihr habt unglaublich viel erlebt in diesem Urlaub!

Silvia:

--- Zitat von: Heike Heimo am 20. Januar 2025, 18:19:44 ---

--- Ende Zitat ---
Was ist das denn?  Ne Mischung zwischen Hase und Hörnchen?

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