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Mit dem Mietwagen durch den Süden von Peru – 2024
Heike Heimo:
04.05.2024 Nazca – Abancay Teil 2
Die Landschaft bleibt abwechslungsreich und nach jeder Kurve gibt es neues zu sehen.
Nach manchen Kurven kann es passieren, dass Alpaka oder Lama auf der Straße stehen.
Laufend mussten wir anhalten, um die Tiere zu beobachten und das eine oder andere Foto zu machen.
Irgendwann erreichten wir den höchsten Punkt unserer Fahrt.
Auch auf dieser Höhe gibt es Ortschaften und es wird Landwirtschaft betrieben.
Und weiter geht es. Der Druck im Kopf nimmt bereits zu.
Heike fährt mit dem Auto und sie möchte interessehalber die Sauerstoffsättigung messen. Ich wollte sie gar nicht wissen. Nach der dritten Messung unmittelbar hintereinander begann sie dann schneller zu fahren. Die Sättigung muss niedrig sein.
Endlich ging es wieder runter. Der Druck im Kopf wurde geringer. Ich dachte wir sind schon unter 4.000. Ein Blich sagte auf den Höhenmesser sagte mir aber, dass wir noch deutlich über 4.000 sind. Hier spürt man wirklich jeden Höhenmeter. Dann ging es aber recht zügig nach unten und das tat dem Allgemeinempfinden gut. Nur das Kopfweh wollte nicht richtig vergehen.
Dem Pachachaca Fluss entlang in einem engen schönen Tal mit schroff aufragenden Bergen geht es Richtung Abancay.
Gut 60km vor Abancay machten wir einen Fahrerwechsel. Am Wegesrand stand eine junge Frau mit ihrem Kind. Sie konnte sich gar nicht genug wundern oder freuen als Heike aus dem Auto stieg. Wir winkten ihr zu und sie winkte mit einem strahlenden Lächeln zurück. Autofahren ist hier noch Männersache.
Als wir den Ort Abancay erreichten, war wieder der viele Verkehr da. Es ging zäh dahin.
Bei einem Bach, der über die Straße durch den Ort fließt, war gerade allgemeines Autowaschen angesagt. Das Autowaschen in den Bächen ist in diesem Land ganz normal.
In den Ortschaften sind die Straßen sehr schlecht. Mit tiefen Löchern, oft ohne Asphalt. Daher brauchen die normalen PKW auch lange. Die müssen durch jede Mulde durchkriechen, damit sie nicht aufsitzen.
In Abancay hatte ich ein Apartment im El Peregrino Apart Hotel 35€/Nacht mit Frühstück gebucht. Natürlich mit einem sicherem Parkplatz. In der Planung war das einer der wichtigsten Punkte.
Wir fühlten uns nicht besonders gut und machten eine kurze Rast, bevor wir zum Abendessen gingen. Ich hatte zwar keinen Hunger und es war mir sehr flau, aber ich zwang mich etwas zu essen. Ich fühlte mich gleich besser. Nur das Kopfweh war noch da. Nach einiger Zeit meinet Heike: „Seit ich etwas gegessen habe geht es mir gleich besser“. Wir haben einen Grundsatz zur Verhinderung der Höhenkrankheit übersehen. Für den Körper ist die Höhe eine große Anstrengung. Er braucht viel Energie. Daher ist das ausreichende Essen sehr wichtig. Wir hatten tagsüber viel zu wenig gegessen.
In den Ort wollten wir nicht mehr. Wir waren viel zu müde. Übrigens war die Sauerstoffsättigung bei Heike auf der Hochebene bei allen 3 Messungen bei 61%. Am Abend im Hotel hatten wir dann knapp 80%.
Es war uns bewusst, dass dieser Tag ein Risiko war. Bei einer Panne, Straßensperre oder Unfall ist man unakklimatisiert unmittelbar in einer lebensbedrohenden Situation und muss zeitnah auf eine Höhe unter 2.500 Meter. Do or Die lautet in diesem Zusammenhang ein weiterer Grundsatz zum Schutz gegen die Höhenkrankheit bei starken Symptomen. Eine Sauerstoffgabe lindert die Symptome, verschafft aber bei schwerer Höhenkrankheit nur Zeit.
Christina:
Die Landschaft der Hocheben gefällt mir gut, schade, dass man wegen der Höhe solche Vorkehrungen treffen muss. Eine vielleicht merkwürdige Frage, aber wie misst man die Sauerstoffsättigung im Blut?
Da werden die Autos direkt im Fluss gewaschen und bei uns darf man sie nicht mal mehr auf dem eigenen Grundstück, wo das Wasser in die Kanalisation fliessen würde, waschen (nicht dass ich das machen würde, da wäre meine Zeit zu schade bzw. ich zu faul, hin und wieder durch die Waschanlage reicht).
Susan:
Immer noch eine herrliche Landschaft :herz: Die Fahrt würde ich uns jedoch nicht zutrauen. Hätte allerdings nicht vermutet, dass die Sauerstoffsättigung tatsächlich so weit herunter geht. :o
--- Zitat von: Christina am 04. November 2024, 18:45:23 --- Eine vielleicht merkwürdige Frage, aber wie misst man die Sauerstoffsättigung im Blut?
--- Ende Zitat ---
Meist mit einem Fingerclip. Kennst du vielleicht von OPs oder dem Belastungs EKG. Kann man auch zum Hausgebrauch kaufen.
Witzig, die Waschanlage am Fluss
Christina:
--- Zitat von: Susan am 05. November 2024, 00:50:32 ---I
--- Zitat von: Christina am 04. November 2024, 18:45:23 --- Eine vielleicht merkwürdige Frage, aber wie misst man die Sauerstoffsättigung im Blut?
--- Ende Zitat ---
Meist mit einem Fingerclip. Kennst du vielleicht von OPs oder dem Belastungs EKG. Kann man auch zum Hausgebrauch kaufen.
--- Ende Zitat ---
Den Fingerclip kenne ich aus dem Krankenhaus, wusste aber nicht, dass man das auch einfach so kaufen und nutzen kann, hatte allerdings auch noch nie Bedarf dafür.
Heike Heimo:
--- Zitat von: Christina am 05. November 2024, 18:09:52 ---Den Fingerclip kenne ich aus dem Krankenhaus, wusste aber nicht, dass man das auch einfach so kaufen und nutzen kann, hatte allerdings auch noch nie Bedarf dafür.
--- Ende Zitat ---
Der Klipp kann ganz einfach gekauft werden und funktioniert mit einer Batterie. Wir haben ihn noch aus der Corona-Zeit. Die Sauerstoffsättigung war und ist ein wichtiges Indiz über die schwere der Krankheit.
--- Zitat von: Susan am 05. November 2024, 00:50:32 ---
Witzig, die Waschanlage am Fluss
--- Ende Zitat ---
Wir haben keinen einzigen Waschplatz gesehen, wie bei uns.
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