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Mit dem Mietwagen durch den Süden von Peru – 2024

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Heike Heimo:
05.05.2024     Abancay – Ollantaytambo

Am Morgen ging es uns wieder gut. Alle Symptome sind verflogen. Die Sauerstoffsättigung war bei fast 90%. Das Kalkül ist aufgegangen, auch wenn es mit einem Risiko behaftet war, wie beim Stau in Puquio.

Vom Zimmer aus gab es mit dem Ausblick auf die Berge auch wieder einen Einblick in die Hinterhöfe der Orte. Reifen aller Art werden gerne zur Beschwerung benutzt.





Das Frühstück schmeckte hervorragend und wir machten uns gleich auf den Weg nach Ollantaytambo. Die Straßen in Abancay waren steil wie in San Franzisco. Die Handbremsen müssen hier funktionieren. Wie fast überall in den Ortschaften von Peru sind die Straßen auch hier in einem erbärmlichen Zustand.



Zuerst geht es zügig hinauf auf 4.000m. Der Druck im Kopf nahm wieder zu. Immer wieder ist die Stadt unterhalb zusehen.



Der Übergang am höchsten Punkt ist aber eher eine Passstraße und es ging bald wieder stetig bergab. Gleich nach dem Pass liegt der Stein von Saywite. Die archäologische Stätte liegt auf einer Höhe von ca. 3.700m. Als wir ankamen, schien die Anlage geschlossen. Nachdem wir eingeparkt hatten, kam ein Mann aus dem Wächterhaus und sagte uns, dass heute freier Eintritt ist. Wir müssen uns nur in das Gästebuch eintragen. Er sprach etwas Englisch und zeigte uns auf der Karte die Anlage. Der Stein ist gleich nach dem Eingang auf einer kleinen Anhöhe. Beim Gehen spürten wir die Höhe, daher beschränkten wir uns auf den Stein.



Der Zeck des Steines ist nicht klar. Er dürfte mit dem wichtigsten Heiligtum der präkolumbianischen Kulturen im Zusammenhang stehen. Dem Wasser. Es könnte sich aber auch um einen Opferstein handeln oder um etwas ganz anderes. Es sind unzählige Minikanäle eingearbeitet. Die Flüssigkeit floss um Gebäude, Berge, kleinste Skulpturen, in Becken usw.






Alle Kanäle enden an Auslässen. Ob die Flüssigkeit den Stein herunter geronnen ist oder ob er bis zu den Auslässen vergraben war oder irgendwo eingebaut war, weiß niemand.



Etwas weiter befinden sich noch Gebäude, mit einem schönen Ausblick über das Tal.





Unterhalb von dem Hügel lagen bearbeitete Steine. Es wird vermutet, dass es sich um Altarsteine handelt.



Auf dieser Höhenlage waren die Wiesen und er Straßenrand von diesen gelben Blumen übersäht.



Gleich nach Saywite wieder eine Straßensperre. Ein LKW lag in einer Kurve umgekippt im Straßengraben und musste geborgen werden. Wir konnten dadurch die schöne Umgebung genießen.



Nach gut 30 Minuten ging es wieder weiterer.

Nun ging es auf sehr schöner Strecke hinunter ins Tal des Rio Apurimac. Die Straße war stellenweise gezeichnet von den Unwettern der letzten Regensaison. An der Straße begannen Frauen mit großen Kochtöpfen zu kochen. Leider sind wir etwas zu früh. Wäre interessant gewesen, was zu essen gab. Das Tal liegt auf 1.800m. Einmal Zeit richtig durchzuatmen.





Bei einem Aussichtspunkt konnten wir einen größeren Steinschlag beobachten.



Bald geht es wieder hinauf. Die nächste Ausgrabungsstätte Tarawasi liegt schon wieder auf 2.700m. Auch hier war außer dem Aufseher niemand. Bei dieser Stätte kamen wir zum ersten Mal mit den exakten Steinbauten in Kontakt. Unglaublich diese Präzession.







Oberhalb der Steinmauer liegt ein weiteres Bauwerk mit großen Nischen.







Die Steine sind fugenlos, ohne Mörtel verbaut. Jeder Stein ein Unikat.






Susan:
Der Stein von Saywite ist ja mal wieder ein interessantes archäologisches Rätsel  ;D Diesen Riefen knapp unter den Auslasslöchern nach würde ich auf irgendwo eingebaut tippen.  8) Vielleicht wurde damit ja sowas wie ein Weihebecken gefüllt?

Wieder sehr schöne Ausblicke in die Bergwelt  :herz:

Faszinierend auch diese Steinmauern. Das müssen präzise Handwerker gewesen sein.

Heike Heimo:
05.05.2024     Abancay – Ollantaytambo Teil II

Nach diesem Kurzaufenthalt geht es weiter nach Killarumiyoq auf 3.700m. Der Parkplatz ist über eine unwegsame Erdstraße zu erreichen. Auch hier waren wir allein. Zu den Bauwerken geht es einen Fußweg hinauf. Langsam gehen ist hier die Devise. Bevor wir zu den Bauwerken kamen, saß ein älterer Mann unter einer Laube. Er sprach uns an, nur wir verstanden ihn trotz Google-Übersetzter nicht. Erst als ich ihm 10 Sole zeigte, nickte er und ich gab sie ihm. Er setzte sich wieder auf seine Bank.

Die heilige Höhle war uns zu weit. Wir gingen den kleineren Rundweg zu den höchstgelegenen Bauwerken und dann wieder zurück. Der Weg führt durch Terrassenanlagen. Wieder sehr exakt verbaute Steine. Sie waren aber deutlich größer.







Von diesem Ort kann das ganze Tal überblickt werden.





Am höchsten Punkt soll einst ein Militärlager gewesen sein.



Behauene Steine säumen den Weg. Der Zweck ist unbekannt.



Auf dem Rückweg liegt ein Höhepunkt dieser Stätte, der Mondstein. Er ist präzise in den Felsen gehauen. Es wird angenommen, dass es sich um einen Ritualstein handelt.





Weiter unten ist das Quellheiligtum für die weibliche Fruchtbarkeit. Es wird auch heute noch von Ehepaaren mit Kinderwunsch besucht. Rückstände von Opfergaben sind erkennbar.





Welchen Zweck die Nischen haben ist nicht ganz geklärt. Es wird vermutet, dass hier Statuen, Mumien oder Priester gesessen haben sollen.



Wir nachten uns auf den Weg nach Ollantaytambo mit einem Abschneider über Andenes. Die Straße ist als Hauptstraße eingezeichnet, ist aber nach dem Ort ein Feldweg. Trotzdem war es sehr interessant. Hier ist man im tiefsten Peru und das tägliche Leben ist hautnah zu sehen und es gab einen schönen Ausblick über das weite Tal.







Zurück auf der Hauptstraße geht es nun in einem engen Seitental zum Heiligental des Urubamba Flusses.



Nach einer Tagesetappe von 200km erreichten wir am mittleren Nachmittag Ollantaytambo, dass Tor zu Machu Picchu.  Ollantaytambo liegt auf 2.800m. Damit hatten wir einen optimalen Höhenanstieg. Wir checkten in unser Hotel für die nächsten 4 Nächte, der Tunupa Lodge für 97€/Nacht mit Frühstück, ein. Sie liegt optimal in der Nähe des Bahnhofes für den Zug nach Machu Picchu. Das Ortszentrum ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Begrüßt wurden wir von den Lamas des Hauses.





Der Ort Ollantaytambo liegt malerisch am Talboden von hohen Bergen umrahmt. Er ist klein und überschaubar. Von allen Orten, die wir besucht haben, hat uns Ollantaytambo am besten gefallen.



Eines unserer Ziele von morgen, die Lebensmittelspeicher über der Stadt.



Wir gingen gleich in den Ort, um etwas zu essen. Schnell hatten wir etwas gefunden. Alpaka Steak mit gebratenen Bananen, Reis und Gemüse zu einem Spottpreis.



Danach besichtigten wir die schmalen Straßen. Die Grundfesten der alten Gebäude sind noch zu sehen. Ob sie von den Inka stammten oder noch älteren Kulturen wird noch erforscht.





Auch das eine oder andere typische Eingangstor ist erhalten.



Am Plaza de Amars tranken wir noch ein Abendgetränk und beobachteten das Treiben auf dem Platz. Ruhig ist es hier nicht, da die Zufahrt zur Hauptsehenswürdigkeit ein Nadelöhr ist und der Verkehr von Hand mittels der üblichen Pfeifen geregelt wird.

Paula:
61 % Sauerstoffsättigung  :o das ist echt krass, ich glaube wenn du mit dem Wert im Krankenhaus aufschlägst landest du umgehend auf der Intensivstation...ihr habt echt Glück gehabt dass das gut gegangen ist. So schön ich die Bilder finde und Lamas und Alpakas in freier Natur würde ich auch gern mal sehen, aber das ist mir echt zu riskant.
Diese perfekten Mauern sind beeindruckend. Man fragt sich sich wie die Menschen das ohne Maschinen geschafft haben. Keine von den heute gebauten Mauern wird so lange halten...

Heike Heimo:

--- Zitat von: Paula am 10. November 2024, 17:23:39 ---61 % Sauerstoffsättigung  :o das ist echt krass, ich glaube wenn du mit dem Wert im Krankenhaus aufschlägst landest du umgehend auf der Intensivstation...ihr habt echt Glück gehabt dass das gut gegangen ist. So schön ich die Bilder finde und Lamas und Alpakas in freier Natur würde ich auch gern mal sehen, aber das ist mir echt zu riskant.

--- Ende Zitat ---

Für kurze Zeit ist das auszuhalten  :P.
Wir hatten ein Messgerät mit. Die meisten wissen gar nicht wo der Wert liegt. Va jene die direkt von Lima nach Cusco fliegen.

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