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Mit dem Mietwagen durch den Süden von Peru – 2024
Heike Heimo:
08.05.2024 Aguas Calientes - Ollantaytambo
Das Frühstück war im obersten Stockwerk des Hotels mit Aussicht auf den Ort und die umliegenden Berge.
Gegenüber von unserem Hotel ist ein Lager einer Baufirma.
Pünktlich waren wir an der Mauer. Für die Wanderungen zum Wayna Picchu zwingen sich keine Touristenführer auf. Als der Kontrolleur kam, merkte ich, dass ich mich um eine Stunde vertan hatte. Wir mussten die Reihe verlassen und noch eine Stunde warten. So schlenderten wir durch den Ort. Zuerst zur Banco de la Nación und dann hinauf zum Eingang der Therme. Leider kommt man nicht sehr weit, da bald Eintritt verlangt wird. Das zahlte sich nicht aus. So besichtigten wir einige Kunstwerke, meist Skulpturen, die über die ganze Stadt verteilt sind.
Im zweiten Versuch funktionierte alles und der Bus brachte uns zum Eingang. Zwischen 10 und 11 Uhr mussten wir beim Eingang zum Wayna Picchu sein. Wir haten also längstens 2 Stunden Zeit. Diese Zeit nutzen wir, um Anlagen zu besichtigen, zu denen wir auf der gestrigen Runde nicht gekommen sind.
Wir betraten das Gelände am unteren kleinen Eingang für die Runden 3 und 4. Gleich nach dem Eingang gibt es eine schöne Aussicht auf den Wayna Picchu und auf den unteren Teil der Stadt.
Wir kamen zuerst zum Haupttempel, der auffällig zwischen den Bauwerken auf einem Felsen steht. Betreten kann er leider nicht werden.
Unter dem Felsen ist eine Art Altarraum. Die Bausteine sind exakt dem Felsen verlaufend eingefügt. Im Hohlraum sind Wände mit Nischen zu sehen.
Die Gebäude sind hier deutlich besser gebaut, als oben im Wohnbereich. Auch damals gab es eine Mehrklassengesellschaft, da dieser Bereich für die Priester und Verwaltung gedient haben soll.
Auf den Steinen in der Sonne saßen wieder die hasenartigen Tiere.
In diesem Bereich waren einige Wasserkanäle zu sehen. Das Wasser wird vom Berg über diese verzweigten Kanäle durch das ganze Gelände geleitet.
Wir gingen weiter durch die engen Gassen und Türen.
Auch die Schälchensteine für die Sonnenbeobachtung gibt es hier.
Auch die Lamas nutzen die steilen Stiegen für den Aufstieg.
Lieder stimmte es nicht, dass die Runde auch zum Intihuatana führt. Wir versuchten zwar gegen den Touristenstrom zum Stein zu gelangen. Das war aber leider nicht möglich, da uns immer wieder Führer oder Aufseher entgegenkamen. Ein paarmal taten wir so, als würden wir gerade dringend etwas fotografieren müssen. Es war aber aussichtslos.
Unter dem Intihuatana steht der Tempel mit den 3 Fenstern.
Wir gingen daher zum Eingang des Wanderweges zum Wayna Picchu. Wieder wurde alles genau kontrolliert und wir mussten uns ins Bergbuch eintragen.
Blick vom Weg ins Tal
Ilona:
--- Zitat ---Auf den Steinen in der Sonne saßen wieder die hasenartigen Tiere.
--- Ende Zitat ---
Das sind Hasenmäuse, eine Chinchilla-Art.
Bin schon auf dem Wayna Picchu gespannt. Mit meinem Höhenschwindel hätte ich mir den nicht zugetraut.
Susan:
Wieder tolle Bilder von den beeindruckenden Bauten und die herrliche Landschaft drum herum
Heike Heimo:
--- Zitat von: Ilona am 23. November 2024, 15:20:40 ---
Das sind Hasenmäuse, eine Chinchilla-Art.
--- Ende Zitat ---
Interessant!
Danke für die Info
Heike Heimo:
08.05.2024 Aguas Calientes – Ollantaytambo Teil 2
Der Weg ähnelt wieder einem alpinen Steig ohne große Herausforderungen. Meist geht es in Serpentinen im Regenwald dahin. Rasch sind die 300 Höhenmeter überwunden.
Zuletzt wird es etwas anspruchsvoller, wenn es steil die alten Stufen hinaufgeht. Trittsicherheit ist hier vorteilhaft.
Belohnt wird das mit einem wunderbaren Ausblick auf die Ruinenstätte. Das Wetter verschlechtert sich nun rasch. Tiefe Wolken beginnen hereinzuziehen.
Weiter oben gibt es sogar kurze Stellen, die etwas ausgesetzt sind.
Dann ist fast der höchste Punkt mit der Gipfelmarkierung erreicht.
Oben ist die Aussicht auf Machu Picchu und die Umgebung traumhaft. Leider mischen jetzt immer mehr Wolken mit. Nebelfetzen ziehen rasch herein und werden stetig mehr. Wir konnten aber sie Aussicht noch sehr gut genießen.
Als wir am höchsten Punkt ankamen, waren die letzten Wolken- und Nebellücken geschlossen und gingen nicht mehr auf. Da keine Besserung zu erwarten war, machten wir uns auf den Rückweg, dann hatten wir noch eine Chance das Zeitfenster für den Tempel des Condor zu erwischen, dass sich um 13 Uhr schließt.
Leider ist der Rundweg zum Mondtempel geschlossen, so erreichten wir bald einen Felsschlupf der durchkrochen werden musste. Schlupfe scheinen auch in Südamerika als heilsame Orte verehrt worden zu sein. Fast jeder heilige Ort im Raum Cusco hat zumindest einen Schlupf zur Reinigung von Körper, Geist und Seele. Auch in den Alpen gibt es viele solche Orte mit derselben Bedeutung.
Zurück ging es wieder über die steilen Stufen. Nur selten war die Ausgrabungsstätte noch zu sehen.
Beim Hinuntergehen begann es leicht zu regnen. Der Regen machte die Steine rutschig, was einen sicheren Tritt erforderte. Beim Ausgang mussten wir uns wieder austragen, damit kontrolliert werden konnte ob auch alle den Berg verlassen hatten.
Der Rückweg vom Ausgang des Huayna Picchus zum Ausgang der Anlage ist wie der gestrige. Mit dem Nebel ergab das aber eine ganz andere Stimmung.
Der Altarstein hat durch den Regen viel schärfere Konturen erhalten. Er schien fast einen Schlangenkopf zu haben.
Wir schafften deutlich vor 13 Uhr sie Abzweigung zum Tempel des Condors. Der Tempel ist mit seiner Felsformation im Hintergrund, die wie Schwingen aussehen und dem Condorkopf davor ein ganz besonderer Ort.
Glücklicherweise hatte der Regen aufgehört, Wir blieben bis uns die Aufseher wenig zimperlich vertrieben. Auch die kleinen Tierchen waren hier.
Noch ein Blick zurück, bevor wir diese großartige Anlage verlassen.
Als wir zum Bus kamen, begann es wieder zu regnen. In Aguas Calientes sind wir in ein Restaurant an der Hauptstraße gegangen, um zu Essen und die Wartezeit bis zur Abfahrt des Zuges zu verkürzen. Es regnete mittlerweile sehr stark. Da hatten wir im dem Wetter Glück gehabt.
Wir gingen auch noch die vielen Stände vor dem Bahnhof auf und ab. Fast alle verkauften das Gleiche. Wie das gewinnbringend geht, ist mir schleierhaft.
Bevor wir in den Zug einstiegen, gab es noch eine Schecksekunde. Wir saßen auf dem Bahnhofareal und hörten unsere Namen, im Zusammenhang mit Final Call. Wir sprangen auf und drängten uns zu den Schaltern, da viele Leute auf den Zug warteten. Ich zeigte dem Mann unsere Fahrkarte. Er deutete auf den Bahnsteig und das wir uns beeilen sollten. Wir liefen auf den Bahnsteig. Der auf unserer Seite stehende Zug war aber nicht zum Einstieg bereit. Wir zeigten den Zettel neuerlich einen Mitarbeiter. Er zeigte auf die andere Seite. Wir liefen auf die andere Seite. Aber hier war nur ein ankommender Zug, aus dem die Leute gerade ausstiegen. Wir liefen wieder zurück und kam zu einem anderen Mitarbeiter. Wir zeigten ihm die Fahrkarte. Er deutete, dass wir bei ihm bleiben sollen. Er zückte sein Funkgerät und sprach mit anderen Leuten. Als er fertig war, nahm er uns zu dem Schalter mit, an dem wir zuerst nachgefragt hatten. Nun wurden unsere Tickets und die Personalien kontrolliert. Wir wurden beide auf der Liste abgehackt, das war es. Wir sollten warten, bis das Zugboarding beginnt. Es ging also nur um die Ticketkontrolle. Andere Passagiere, die es gleich ergangen war, waren ziemlich erbost, da auch sie meinten, dass sie den Zug verpassen würden.
Wir saßen im letzten Wagon und sahen zu den hinteren Ausgängen. Bei diesen Ausgängen war ein Mitarbeiter der Eisenbahngesellschaft positioniert, der laufend, einmal auf der einen, dann auf der anderen Seite die Tür öffnete und mit einer Lampe während der Fahrt seitlich nach vorne leuchtete. Das machte er meist dann, wenn der Zug besonders stark schwankte und nach einer engeren Kurve. Es schien, als wollte er schauen, ob die Räder noch in den Schienen sind. Nach meinem Gefühl schwankte der letzte Wagon deutlich mehr als bei der Herfahrt im vorderen Teil des Zuges.
Wir erreichten Ollantaytambo gegen 20 Uhr und vielen müde ins Bett.
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