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Mit dem Mietwagen durch den Süden von Peru – 2024

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Susan:
Eine tolle Wanderung! Doch nichts für mich - Stufen und dann so am Abgrund  :schreck:

Da hattet ihr ja noch halbwegs Glück mit dem Wetter

Christina:
Das waren ja zum Teil extrem steile Treppen, das stelle ich mir abwärts schlimmer vor, als bergauf, und dann auch noch bei Nässe. Aber der Ausblick hat die Anstrengung belohnt, das wäre extrem ärgerlich gewesen, wenn Wolken und Nebel den Blick hinunter verhindert hätten.

Paula:
Mit meiner Höhenangst hätte ich teilweise schon Probleme gehabt mit den steilen Stufen, aber auf den Fotos sieht es einfach fantastisch aus!
Zugfahren in fremden Ländern wenn man die Sprache nicht kann ist echt Stress. Fliegen funktioniert ja überall ungefähr gleich, der Zugverkehr ist in Deutschland aber  deutlich anders organisiert, das haben wir z.B. in China erlebt wo wir deshalb auch fast einen Zug verpasst hätten, das habt ihr gut hinbekommen!

Heike Heimo:

--- Zitat von: Paula am 27. November 2024, 15:25:11 ---Zugfahren in fremden Ländern wenn man die Sprache nicht kann ist echt Stress. Fliegen funktioniert ja überall ungefähr gleich, der Zugverkehr ist in Deutschland aber  deutlich anders organisiert, das haben wir z.B. in China erlebt wo wir deshalb auch fast einen Zug verpasst hätten, das habt ihr gut hinbekommen!

--- Ende Zitat ---

Von der Organisation her war bei der Zugfahrt alles sehr professionell, von der Buchung bis zur Fahrt. Da läuft das bei unserer ÖBB nicht immer so klaglos. Nervig sind, nicht nur bei der Zugfahrt, die ständigen genauen Identitätskontrollen. Bei keiner Reise hatte ich noch so oft den Reisepass herzeigen müssen.

Heike Heimo:
09.05.2024      Ollantaytambo - Cusco

Wir müssen das schöne Städtchen Ollantaytambo verlassen und machten uns auf den Weg durch das sogenannte Heilige Tal nach Cusco. Unser erstes Ziel an diesem Tag ist Moray auf 3.500m. Bei der Anfahrt hinauf auf die Hochebene regnete es leicht. Da Selbstfahrer die Ausnahme sind, ist die Beschilderung in Peru generell sehr schlecht. Im vorgelagerten Ort Maras verfuhren wir uns, da es keine Hinweisschilder gab. Auch das Navi schickte uns irgendwo hin. Nach einem Blick auf die Karte fand ich einen Weg durch die engen Gassen.



Es war noch sehr früh und die Busse aus Cusco noch nicht da, daher waren wir fast allein. Die letzten Nebelfetzen verzogen sich und die großen runden Terrassen lagen vor uns.



Es wird vermutet, dass diese Anlagen eine landwirtschaftliche Versuchsanstalt waren. Auf den Terrassen soll mit den verschiedenen klimatischen Bedingungen experimentiert worden sein. Dazu wurde Erde aus den verschiedenen Zone Perus herbeigeschafft.



Die Anlage hatte natürlich auch ein Bewässerungssystem.



Die schönen Terrassen sind restauriert. Im Originalzustand sehen sie so aus:



Als wir wieder beim Parkplatz waren, waren die ersten Busse eingetroffen und ein erster Schwall von Besuchern ergoss sich auf das Gelände. Ein letzter Blick auf die interessante Anlage.



Gleich nach dem Verlassen des Ortes kamen wir an mehreren Einheimischen vorbei, die Gegenstände mit Eseln transportierten.



Wir fuhren wieder zurück nach Maras und wieder verfuhren wir uns, fanden dann aber doch den Weg hinaus. In den engen Gassen der Ortschaften ist es nicht einfach zu fahren, da der Querverkehr erst im letzten Moment zu sehen ist. Viele Straßen sind auch mit Fahrzeugen oder Tieren verstellt usw.

Auf dem Weg zurück zur Hauptstraße im Heiligen Tal machten wir noch einen Abstecher zu den Salinen von Maras. Sie liegen auf rund 3.000m. Die Salinen werden von den Einheimischen betrieben und sind nicht im Boleto Turistico enthalten. Wenn ich mich richtig erinnere, hat der Eintritt über 20€ gekostet. Die Straße war nicht asphaltiert und durch den Regen schlammig. Unser Fahrzeug wurde dadurch vom roten Schlamm paniert. Als der Schlamm auftrocknete, klebte er wie Beton am Fahrzeug. Bis zur Fahrzeugrückgabe wurde wir ihn nicht mehr los. Zusätzlich verhielt sich der Schlamm auf der Straße wie Schneematsch. Dementsprechend glitschig war die Fahrt hinunter zum Parkplatz. Gegenüber gibt es einen Aussichtspunkt, von dem die gesamte Anlage überblickt werden kann.



Vor dem kleinen Parkplatz der Salinen wartete bereits eine Kleinbuskolone. Wir parkten daher außerhalb, neben der Straße.

Nach dem Parkplatz wird das Ticket nochmals kontrolliert und wir bekommen 2 Säckchen mit rötlichem Salz. Die Salinen selbst sind sehr touristisch geprägt. Mit Livemusik, sauberen Toiletten, Verkaufsständen und Gastronomie. Die Frauen, die für die laufende Reinigung der Toiletten zuständig waren, waren an diesem schlammigen Tag nicht zu beneiden.

Die Salzgewinnung findet hier seit Ewigkeiten statt. Sie Sole kommt mit dieser Quelle aus dem Berg.



Die Sole wird über Kanäle zum gewünschten Becken geleitet.



Dort verdunstet das Wasser und das Salz wird danach händisch in Säcken abgefüllt. Die verschiedenen Rottöne sind schön anzusehen.







Die Salzproduktion läuft noch immer. Es sind Leute beim Arbeiten zu sehen.



Die Fahrt hinauf zurück zur Hauptstraße ging besser, da der Schlamm schon etwas angetrocknet war.

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