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Mit dem Mietwagen durch den Süden von Peru – 2024
Heike Heimo:
12.05.2024 Raqch'i - Palccoyo Rainbow Mountain
Nachdem reichhaltigen Frühstück, dass wie ein Mittagessen war, fuhren wir gleich los zu den Palccoyo Rainbow Mountain. Sie sind noch eher ein Geheimtipp. Der bekanntere Rainbow Mountain deutlich näher an Cusco soll sehr überlaufen sein. Gleich nach der Brücke von Combapata geht es rechts weg auf eine Schotterstraße. Zuerst führt die Straße durch ein Tal. Nach rund 10km geht es links weg, die 1.200 Höhenmeter hinauf zu den Palccoyo Rainbow Mountain.
Nach der Waldgrenze wird es schon richtig bunt. Die Straße zieht sich den Berg hinauf. Immer wieder sind Lama und Alpakaherden zu sehen.
In rd. 4.500 wird ein Dorf erreicht, wo bei einem Schranken ist der Eintritt zu bezahlen ist und man sich wie überall in ein Besucherbuch eintragen muss. Selbst in dieser Höhe wird noch Landwirtschaft betrieben und Pflanzen angebaut.
Auf etwas mehr als 4.750m wird ein kleiner Parkplatz erreicht. Es war zu sehen, dass die Infrastruktur gerade ausgebaut wird. Nach einem frischen Coca Tee beginnen wir die kurze Wanderung zu den Aussichtspunkten. Mit dem Wetter hatten wir großes Glück. Bei uns würde man Kaiserwetter sagen. Zum uneingeschränkten Sonnenschein, war es Windstill und für die Höhe sehr warm.
Der Weg steigt langsam an, aber die Füße sind schneller als es das Atmen erlaubt. So werden wir immer wieder zu Pausen gezwungen. Als Entschädigung gibt es eine grandiose Landschaft.
Am Weges Rand stehen Lamas. Das macht die ganze Szenerie schon fast kitschig.
Die Farben kommen so richtig in Fahrt. Sie werden immer kräftiger je höher sie Sonne steht.
Beim ersten Sattel angekommen tauchen am Horizont die weißen vergletscherten Berge der Anden auf.
Wir wenden uns zuerst nach rechts und kommen zu einem Mann mit einem Alpaka. Gegen ein Trinkgeld können Fotos gemacht werden. Es war aber gerade eine Gruppe am Fotografieren und das Warten war mir zu blöd. Die Farben waren hier aber besonders intensiv.
Wir gingen über den Hügel zum Aufstieg auf den Berg.
Über Serpentinen geht es hinauf zum Bosque de Piedras auf knapp 5.000m.
Die Aussicht war hier vom Feinsten.
Unten am Hang fiel uns eine einheimische Frau auf, die über den Hügel lief. Dann lief sie zu uns herüber und im schnellen Schritt den Berg hinauf. Als sie oben angekommen war, sah ich, dass sie einen Erste Hilfe Koffer in der Hand hatte. In ihrem Tragetuch hat sie wahrscheinlich die Sauerstoffflasche, falls wer umkippt. Die Fau war vielleicht einen Meterfünfzig groß. Ich glaube aber, wenn es notwendig ist, nimmt sie einen in die Tragetasche und trägt die Person hinunter.
Wir genossen die Aussicht und die Ruhe.
Nach einiger Zeit machten wir uns wieder auf den Weg zum Mann mit dem Alpaka. Jetzt hatten wir ausreichend Zeit für Fotos und um mit den weichen Tieren zu knuddeln.
Die Höhe machte sich nun langsam bemerkbar. Wir beschlossen daher den Rückweg anzutreten.
Am Parkplatz war ich schon froh beim Auto zu sein, da sich leichter Schwindel bemerkbar machte und Kopfschmerzen eingesetzt haben. Mit jedem Meter nach unten wurde das Allgemeinbefinden besser. Nur das Kopfweh blieb wie üblich.
Auch auf der Rückfahrt war es farbenfroh.
Große Lama und Alpakaherden sind an den Hängen zu sehen.
Als wir durch eine kleine Ortschaft fahren wollten, standen und lagen uns einige Tierchen auf der Straße im Weg.
Wir waren dann mitten in der Herde.
Am frühen Nachmittag erreichten wir die Casa und wurden von Fanny herzlich empfangen. Nach einer kurzen Erzählung wie es uns gefallen hat und wie es uns geht, kam ihre Mutter zum Schluss, dass wir zur Stärkung etwas zum Essen brauchen und natürlich einen Muña-Tee zur Beruhigung. Sie luden uns auf das Sonntagsmittagessen ein, das sie mit uns teilten.
Silvia:
:happy: :happy: :happy: Hammer, was für eine tolle Gegend, vor allem mit den schneebedeckten Anden im Hintergrund.
:respekt: bei über 5.000 m auch noch den Berg hoch :beifall: ich kriege bei dem Gedanken schon Schnappatmung und keine Luft mehr :girly:
Ilona:
Genau diesen "ruhigen" Teil der Rainbow Mountains besuchten wir damals auch. Nur zu den Felszacken sind wir nicht mehr hochgewandert, da Heiko die Nacht zuvor mehr auf dem WC als im Bett verbracht hat. Die Kraft fehlte ihm einfach und dazu noch der Sauerstoffmangel.
Christina:
Die Landschaft ist wirklich herrlich, gut, dass ihr schon etwas an die Höhe gewöhnt wart und die Wanderung genießen konntet.
Paula:
gestreifte Berge wie herrlich ^-^ da würde ich wirklich auch gern hinwandern, aber wenn ich bedenke dass ich kaum von 3000 auf 3700 Meter wandern konnte werde ich eine Tour auf 4700 sicher nie versuchen, toll dass ihr das so gut geschafft hat. Ich hätte wohl diese Sauerstoffflasche gebraucht...
die Alpakas sind ja lustig! Ich habe eine Wanderung mit Lamas von meiner Freundin geschenkt bekommen und da heißt es in der Anleitung dass Lamas es gar nicht mögen wenn man sie streichelt, ich hätte jetzt gedacht dass Alpakas vom Verhalten genauso sind.
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