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Mit dem Mietwagen durch den Süden von Peru – 2024

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Silvia:
Das mit den Trichtersteinen ist ja echt interessant, die Frage ist nun in welcher Richtung sie genutzt wurden.... als Lautsprecher um die Menschen zu beeindrucken oder für Spione um zu hören, was auf dem Platz gesprochen wird  ;)

Christina:
Ziemlich aufwändiger Grenzübertritt, aber immerhin hat sich für euch alles so ergeben wie es sollte, wäre blöd gewesen, wenn ihr in Bolivien ohne Führerin oder gar Auto/Fahrer dagestanden hättet.

Heike Heimo:

--- Zitat von: Silvia am 27. Dezember 2024, 13:54:39 ---Das mit den Trichtersteinen ist ja echt interessant, die Frage ist nun in welcher Richtung sie genutzt wurden.... als Lautsprecher um die Menschen zu beeindrucken oder für Spione um zu hören, was auf dem Platz gesprochen wird  ;)

--- Ende Zitat ---

Ja, dass haben wir uns auch gedacht >:D



--- Zitat von: Christina am 27. Dezember 2024, 18:16:33 ---Ziemlich aufwändiger Grenzübertritt, aber immerhin hat sich für euch alles so ergeben wie es sollte, wäre blöd gewesen, wenn ihr in Bolivien ohne Führerin oder gar Auto/Fahrer dagestanden hättet.

--- Ende Zitat ---

Was wir so mitbekommen haben, arbeiten die Touranbieter in Peru sehr zuverlässig, bzw. sind Lösungsorientiert. Während Corona und den Unruhen im Frühjahr 2023 haben sie bemerkt welchen finanziellen Stellenwert der Tourismus in dieser verarmten Region hat. Die Menschen hier sind sehr froh, dass die Touristen vor allem nach den Unruhen, wieder kommen.

Heike Heimo:
14.05.2024      Puma Punku – Rätsel der Geschichtsschreibung

Nach dieser sehr interessanten Ausgrabungsstätte wurden wir von unserem Fahrer zum gleich ums Eck liegenden Puma Punku gebracht. Puma Punku ist eines der großen Rätsel der Geschichte, ähnlich Göbekli Tepe in der Türkei usw. Viele Fragen, die noch auf eine Antwort warten. Die Technologie war jedenfalls noch deutlich hochwertiger. Die Ausnehmungen sind so exakt, dass sie nicht mit einem bekannten Werkzeug aus dieser Zeit hergestellt worden sein können. Die Herstellungstheorien reichen von Schneidwerkzeugen, über Steinerweichungstechniken bis zum Einsatz von Geopolymären.

Durch ein eher unscheinbares Tor geht es in die Anlage.



Der Ausgrabungsbereich ist, bis auf kleine Bereiche, nicht rekonstruiert. Die Artefakte liegen herum, bzw. wurden zusammengetragen. Sofort stechen einem die Steine ins Auge, die wie Gebilde aus einem Baukasten aussehen. Sie sind alle exakt gleich.











Die Steine wurden auf mächtigen Bodenplatten aufgebaut, die mehrere 100 Tonnen schwer sind.







Beim Zusammenbau der Steine wurden Metallkrampen aus einer Kupfer-Arsen-Nickel-Bronze-Legierung verwendet. Was eine hohe Kenntnis der Metallurgie erforderte. Zwischen den Steinen wurde auch eine Art Kleber gefunden.



Auf dem Rundweg sind laufend verschiedene Findlinge zu sehen, die von der hohen Kunst der Erschaffenden zeugen.









Besonders interessant sind die Steine mit vielen feinen Bohrungen. Wie wurden sie ohne Bohrmaschine hergestellt?





Wir gelangten zum ehemaligen Hafen von Puma Punku. Der Titicaca See reichte früher bis zum Tempel. Heute ist das Seeufer knapp 20 km entfernt und von hier nicht mehr zu sehen. Auf LIDAR-Aufnahmen ist die alte Küstenlinie gut zu erkennen.



Die Anlage ist in weiten Teilen noch nicht ausgegraben. Bei manchen Stellen stehen die Steine noch aus dem Erdboden.





Weiter geht es durch die Anlage. Gewitter rumoren im Bergland um den Ort. Regen bringen sie bei uns keinen.









Es wird angenommen, dass ein umfangreiches Wasserspiel im Tempel verbaut gewesen sein muss.



Am Ende werden wieder die H-Steine erreicht.



Als letztes besuchten wir das Hauptmuseum mit seinen großen Monolithen. Leider sieht es schon etwas heruntergekommen aus. Es darf auch nicht mehr alles wegen Einsturzgefahr betreten werden. Auch hier darf nicht überall fotografiert werden.





Unsere Führerin war sehr gut und wir verabschiedeten uns schweren Herzens, da es sicherlich noch einiges zu sehn gegeben hätte.

Bevor wir uns auf den Rückweg machten, besuchten wir noch ein Restaurant für ein vorbestelltes Mittagessen. Heute war ein Lama-Stake angesagt.

Zurück zur und über die Grenze nach Peru ging es mit der gleichen Prozedur wie bei der Herfahrt. Auf der Strecke begegneten uns mehrere hochbeladene Busse, die Richtung La Paz fuhren.





Bei der Einreise nach Peru wurde uns auch klar warum gefragt wurde wohin es geht. Die Einreisenden und die Ausreisenden mussten sich bei den gleichen Schaltern anstellen. Als wir das Grenzgebäude verließen, wartete schon der peruanische Begleiter auf uns. Auf der Rückfahrt kamen wir nur wenige Kilometer vor unserem Hotel zu einem Stau. Nach einer Stunde zeigte uns der Fahrer eine Internetseite, auf der zu sehen war, dass die Straße 2-3 Stunden für Bauarbeiten gesperrt und dann für rund 30 Minuten geöffnet wird. Nach knapp 2 Stunden ging es endlich weiter, aber nur kurz, danach wieder eine ¾ Stunde Wartezeit.

Als es wieder los ging, konnten wir wieder beobachten, dass die Peruaner nicht die Hellsten beim Autofahren sind. Von hinten kamen die Fahrzeuge nach vorne alle wollten die ersten sein, bis wir 3 spurig im Schritttempo unterwegs waren. Als der Gegenverkehr ankam, natürlich auch mehrspurig, begann das übliche Hupkonzert, als sich die Fahrzeuge gegenüberstanden. Irgendwie löste sich das Knäul sehr zäh unter ständigen Hupen langsam auf. Nach 20 Uhr erreichten wir sehr müde unser Hotel am Ende der Baustelle.

Christina:
Sehr faszinierend diese exakt behauenen Steine - wirklich schade, dass man da nicht mehr darüber weiß.

2 Stunden Stau und das auch noch kurz vor dem Ziel, sehr unangenehm, immerhin musstet ihr nicht selbst fahren.

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