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Mit dem WoMo nach Norwegen - Juni/Juli 2024
Silv:
24.6.2024 Bondhusvatnet
Wir sind tatsächlich heute "früh" aufgestanden. Es ist so schön, wenn man die Augen aufmacht und man sieht durch die kleinen Schlitze am Fenster die Sonne durchkommen ^-^. Nach dem Frühstück und einem Foto am Ufer
haben wir um 9.00 Uhr den Campingplatz verlassen und sind zum nahegelegenen Parkplatz gefahren. Von hier starten einige Wanderwege, wir wollen zum See Bondhusvatnet. Die Strecke ist mit 5 km (hin und zurück) angegeben, also nicht wirklich weit.
Auf dem geschotterten Weg geht es leicht bergan und die Aussichten hier sind schon ein Traum. Ich freue mich wie Bolle, dass wir so schönes Wetter erwischt haben.
Es geht am Fluß Bondhuselva entlang
bis man dann vor dem einfach wunderschönen Bergsee steht
Das Boot liegt wahrscheinlich auch nur da für die vielen Fotos ;D
Wir haben uns kurz hingesetzt und einfach den Blick auf den See und das perfekte Wetter genossen. So langsam kamen auch andere Leute und wir sind ein Stück den Weg entlang gegangen. Andy hat sich ein Plätzchen gesucht, an dem er die Drohne ausgepackt hat. Ich bin noch ein Stück weiter gegangen.
Das klare Wasser und die angenehmen Temperaturen würden dazu einladen, in den See zu hüpfen. Allerdings ist Baden verboten, hier ist Trinkwasserschutzgebiet. Ist auch gut so!
(Drohne)
Der Weg führt weiter bis zu einem Wasserfall und die Nähe eines Gletscherarms des Folgefonnas.
(Drohne)
Er wird jedoch so steinig, dass ich dann auch wieder zurückgehe.
Andy war gerade am Zusammenpacken der Drohne und wir haben den Rückweg angetreten, auf dem sich wieder andere Ansichten ergeben ^-^
Ein Selfie muss natürlich auch sein ;)
Diese kleine Wanderung ist sehr zu empfehlen!
Am Tag zuvor habe ich das Wetter gecheckt, auch morgen soll es schön werden. Also perfekt für unser Vorhaben in Flåm ^-^. Die Fahrt dorthin führt uns am Sørfjord entlang zum im Jahr 2022 eröffneten Rastplatz Espenes, zwischen Kinsarvik und Odda. Hier machten wir einen kurzen Toilettenstopp (wir haben zwar eine an Bord, aber diese neu errichteten Rastplätze an den norwegischen Landschaftsrouten sind sehr schön).
Ansonsten kann es immer mal eng werden in Norwegen
Es gibt hier aber weder Gehupe, böse Worte oder sonst etwas. Einer steigt aus und hilft. Das ist auch etwas, was uns hier immer wieder positiv auffällt. Vielleicht haben die Norweger auch keine Hupen? :gruebel:
Und Tunnel können sie ja auch bauen
Zwischendurch schaue ich immer wieder mal auf google, wo wir gerade sind. Kurz vor uns ist ein Wasserfall, der nur einen minimalen Umweg erfordert - der Skjervsfossen. Unten ist zum Halten sehr wenig Platz, vor allem für Wohnmobile. Oben gibt es einen Parkplatz, den wir dann angefahren sind.
Es führt ein kleiner Pfad mit vielen Treppen nach unten. Ich hab gedacht, ich geh mal eben schnell ein Stück - aber es war so steil und da ich da ja wieder hoch musste, bin ich doch wieder zurück. Auf der Rückfahrt auf die Hauptstraße wurde glücklicherweise ein Platz frei, so dass wir hier noch anhielten. Ein kurzer Weg führte direkt zum Wasser.
In Flåm fahren wir den dortigen Campingplatz an, suchen uns einen Platz, stellen die Stühle raus und genießen ^-^. Nach dem Abendessen sind wir noch kurz an den Fjord und damit auch zum Ortskern und Hafen gelaufen. Hier lag gerade ein Kreuzfahrtschiff.
gefahrene km: 185, Kosten CP: 40,61 €
Silv:
25.6.2024
Unser „Programm“ heute startet um 13.30 Uhr. Ich habe für uns 2 Tage zuvor ein Paket gebucht mit der
Also haben wir ausgeschlafen, gemütlich gefrühstückt, Andy hat Wasser nachgefüllt
und gegen halb eins haben wir uns startklar gemacht.
Am Bahnhof von Flåm haben wir unser Ticket geholt und sind zum Bahnsteig. Es war recht viel los, der Zug war voll. Die Bahnfart mit der Flåmbahn gilt als eine der schönsten Zugreisen der Welt und ist eine der steilsten Standardschmalspurbahnen. Die Strecke von Flåm bis zur Bergstation Myrdal ist 20km lang und der Höhenunterschied liegt bei 867 m.
Ein Stopp wird am Kjosfossen gemacht. Hier kann man kurz aussteigen und den Wasserfall besichtigen. Steht man dann inmitten der Touris ertönt plötzlich Musik (übrigens ein super Sound) und es erscheint eine „Huldra“ im Berg. Wenn ihr genau hinseht, könnt ihr sie in der oberen Hälfte auf der rechten Seite sehen.
Wikipedia:
Die Huldra (auch Hulder) ist ein Naturgeist der skandinavischen Folklore. Meist eine wunderschöne Waldfee mit langen blonden Haaren, betört sie Männer mit ihrem Gesang und bringt sie vom Weg ab. Dabei versteckt sie ihren Schweif, der je nach Region dem einer Kuh oder eines Fuchses ähnelt.
Gewöhnlich werden weibliche Gestalten genannt, die als außerordentlich schön und verführerisch gelten. Männliche Exemplare hingegen, die Huldrekall, werden als abstoßend beschrieben. Huldras zählen mythologisch zu den Rå, Naturgeistern, wie man sie in vielen Kulturen wiederfindet (z. B. Dryaden). Huldras galten als Schutzgeister der Köhler. Dabei wachten sie über die Kohlenmeiler und weckten die schlafenden Köhler bei Gefahr, etwa einem Brand.
Wirft oder schießt ein Mann eiserne Gegenstände über den Kopf einer Huldra, muss er sie heiraten. Bei liebevoller Behandlung bringt sie Kindersegen und Reichtum, bei schlechter Behandlung verwandelt sich die Huldra in eine hässliche und boshafte Furie. Huldras werden meist als freundlich und wohlwollend beschrieben, jedoch gibt es auch andere Beispiele. Manche Sagen berichten von Huldras, die Männer verführen und jene, die sie sexuell befriedigen konnten, belohnen, die anderen jedoch töten. Vor allem in Norwegen werden Huldras als grausamer beschrieben, die auch Menschenkinder rauben und mit ihren eigenen Wechselbälgern ersetzen.
Tatsächlich sind dies heutzutage Studentinnen der norwegischen Ballettschule. ::)
Schnell wieder rein in den Zug und kurz vor der Endstation an der Haltestelle Vatnahalsen ausgestiegen. Von hier geht es wieder retour, zuerst mit der
Mein erstes Mal. Es ist mit knapp 1.400m die längste Zipline in Skandinavien und kann bis zu 100 km/h erreichen. Bei einem Höhenunterschied von 305m ist das echt ein Erlebnis!
Da geht’s runter
In Kårdalen wird man ganz schön heftig ausgebremst. Hier steigen wir um auf Fahrräder, holen uns zuvor jedoch einen Kaffee an der kleinen Hütte. Es gibt auch Waffeln und Ziegenkäse.
Nach der Einweisung geht es an den Ziegen vorbei
gut 18km durch das Tal zurück nach Flåm. Wir müssen immer wieder für Fotostopps anhalten.
An diesem Halt
haben wir Morten getroffen, ein junger Mann aus Deutschland, der 3 Wochen mit dem Fahrrad durch Norwegen reist. Wir haben uns sehr nett mit ihm unterhalten und sind ihm auch noch weitere Male begegnet, hierzu später mehr.
Holzkirche in Flåm
Gegen 17.30 Uhr haben wir an der Rückgabestation das Fahrrad abgeliefert und uns noch kurz an den Fjord gesetzt (ist übrigens der Aurlandsfjord) - auch heute wieder mit Schiff. Morten ist uns nochmals winkend "über den Weg gefahren".
Den Campingplatz hatte ich morgens für eine weitere Nacht gebucht.
Gefahrene km: 0, Kosten CP: 36,86 €
Paula:
Hallo Silvia,
ich bin auch noch zugestiegen :adieu:
der gesamte Norden (außer Holland, zählt das?) steht bei uns noch auf der todo Liste, ich bin sehr gerne dabei!
Toutistisch kann man von den Norwegern noch was lernen: was hindert uns daran Ballettschülerinnen auf die Loreley zu setzen? :toothy9:
Susan:
Oh, der Bergsee hat sofort mein Herz gewonnen :herz: Aber auch die Wasserfälle sind beeindruckend. Zipline ist nun so gar nicht mein Fall, außer zum Zugucken. Dann lieber Zug und/oder Rad.
Christina:
--- Zitat von: Silv am 11. Januar 2025, 12:17:00 ---
Nicht ganz. Beim Wohnmobil hat man eine gewisse Zuladung, die man nicht überschreiten sollte, das kann nämlich auch teuer werden. Also eine Drohne macht da jetzt nix, aber man muss schon schauen. Stühle, Tisch, evtl. Fahrrad, E-Scooter, Frischwasser usw. hat auch alles sein Gewicht. Aber bisher sind wir immer gut klargekommen.
--- Ende Zitat ---
Ok, interessant, an sowas hätte ich nicht gedacht, also einfach alles vollstopfen ist nicht ;D
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