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Wild America - eine besondere Reise nach Alaska und in den Yukon
Andrea:
Ach, das zahlt der Horst doch locker aus der PortoReifenkasse ;)
soenke:
Hallo Andrea,
--- Zitat ---Ach, das zahlt der Horst doch locker aus der PortoReifenkasse
--- Ende Zitat ---
Ach Andrea, meinst du, wir sollen Horst mal fragen, ob er uns Beiden einen Alaskaurlaub aus seiner Portokasse spendiert? ;D
Ich traue mich nicht, fragst du ihn? :-*
Andrea:
--- Zitat von: soenke am 20. August 2013, 09:45:52 ---Hallo Andrea,
--- Zitat ---Ach, das zahlt der Horst doch locker aus der PortoReifenkasse
--- Ende Zitat ---
Ach Andrea, meinst du, wir sollen Horst mal fragen, ob er uns Beiden einen Alaskaurlaub aus seiner Portokasse spendiert? ;D
Ich traue mich nicht, fragst du ihn? :-*
--- Ende Zitat ---
Lieber Horst,
Wenn der Sönke und ich die Reifenkosten für die Reise übernehmen, bezahlst du dann den Rest (Flüge, Hotels, Essen...)? Das dürfte schon fast ein guter Deal für dich werden...
Horst:
--- Zitat von: soenke am 20. August 2013, 09:35:09 ---Sag mal. Habt ihr die Kosten für die Reifenreparatur eigentlich von eurer Mietwagenfirma erstattet bekommen?
--- Ende Zitat ---
Hi Sönke,
ja die gab es am Ende wieder. :)
--- Zitat von: Andrea am 20. August 2013, 10:02:12 ---Wenn der Sönke und ich die Reifenkosten für die Reise übernehmen, bezahlst du dann den Rest (Flüge, Hotels, Essen...)? Das dürfte schon fast ein guter Deal für dich werden...
--- Ende Zitat ---
Mutig mutig, für meine Reifenkosten einstehen zu wollen kann einen schnell an den Rand des Ruins bringen. ;)
Ich würde ja gerne alles für Euch bezahlen aaaaaber - jetzt die WAHRE Geschichte wie das mit dem Bären am Russian River gelaufen ist!
In Wirklichkeit hat der uns natürlich eingeholt sich auf die gestürzte Petra gesetzt und dann ging es in die Verhandlungsrunde. >:(
Ich musste ihm mein ganzes Geld geben und ihm zusichern, daß ich ihm auch wirklich so viel gegeben hätte, daß ich auf gar keinen Fall 2 Jahre später Forenmitgliedern aus eumerika eine Alaska-Reise bezahlen könnte.
Ich staune heute noch über die Weitsicht dieses Bären. 8)
Horst:
13.Tag, Donnerstag 8.9.2011
Kurz vor 8 Uhr scheint sich nun als unsere Zeit einzupendeln an der die Lust auf einen erlebnisreichen Reisetag gegenüber der Schwerkraft des Bettes die Oberhand gewinnt.
Nach dem auschecken geht es als Erstes hinüber zu Fred Meyer – aktuell unsere erste Wahl auf dieser Reise - eine Supermarktkette die es wohl nur in Alaska gibt und die im Vergleich zu Walmart & Co etwas gehobene Qualität und mehr Auswahl bei den Produkten aufweist.
Wir füllen unsere Bestände auf und fahren dann auf dem Steese Highway nach Nordwesten und „out of town".
Allerdings nur 8 Meilen.
Dort treffen wir auf eine der besten Möglichkeiten die Alaska Pipeline so richtig aus der Nähe zu bewundern.
Das Infocenter hat jetzt im September zwar schon geschlossen, aber man kann neben der Pipeline auch ein aufgeschnittenes Rohrstück bewundern und versteht so, wie die rotierende Schraube im Inneren des Rohrs das „schwarze Gold" von Prudhoe Bay am nördlichen Eismeer nach Valdez über 1280 Kilometer an den Pazifischen Ozean befördert.
1968 wurde in der Prudhoe Bay Erdöl entdeckt. Die Ölfirmen mit Förderrechten schlossen sich in dem Konsortium der Alyeska Pipeline Service Company zusammen um die Pipeline entwerfen, bauen und betreiben zu können.
Die Pipeline, deren Durchmesser 1,22 m beträgt, wurde zwischen dem 27. März 1975 und dem 31. Mai 1977 für insgesamt 8 Milliarden US-Dollar gebaut.
Die 799 Meilen (etwa 1280 Kilometer) lange Entfernung, die es zu überbrücken galt, barg einige besondere Herausforderungen. Neben der rauhen Umgebung war es unter anderem notwendig drei Gebirgsketten, sowie unzählige Flüsse und Ströme zu überqueren. Außerdem zwang der Permafrostboden Alaskas die Konstrukteure dazu, die Pipeline fast über die Hälfte der Länge auf Stelzen zu bauen, da die Pipeline sonst durch den Temperaturunterschied zwischen dem Erdöl und der Umgebung das Eis geschmolzen hätte und darin versunken wäre.
Am 20. Juni 1977 floss schließlich zum ersten Mal Erdöl durch die Pipeline und erreichte Valdez am 28.Juli. Heute braucht ein Tropfen Öl von Prudhoe Bay bis Valdez 12 Tage.
Im Alaska Permanent Fund ist übrigens geregelt, daß die Einwohner Alaskas an den Gewinnen durch die Einnahme aus Steuern, die die Ölförderungsbetriebe zahlen, beteiligt werden. Die jährlich schwankende Summe betrug im Jahr 2011 immerhin 1174 $ - die jeder Alaskaner auf sein Konto bekam.
Zurück an Fairbanks vorbei fahren wir bei strahlend schönem Sonnenschein auf dem Richardson Highway nach Südosten.
Etwa eine halbe Stunde von Fairbanks entfernt kommt man an einer der größten Kuriositäten Alaskas vorbei – North Pole, Alaska ...
... mit dem „House of Santa Claus".
Der große Laden ist bis unters's Dach vollgestopft mit Weihnachtskram, Spielzeug, und originellen bis unmöglichen Geschenkideen bis der Arzt kommt.
Wir haben Glück und treffen Santa Claus persönlich.
Ansonsten bietet die Strecke bis Delta Junction, außer einer beeindruckenden Brücke neben der die Pipeline über den Fluß schwebt ...
... und schönem Herbstwald, wenig Erbauliches.
Schon gar nicht immer wieder überfahrene Porcupines (Stachelschweine). Würden wir gerne mal mit höherem Puls erleben.
Das ändert sich mit Erreichen von Delta Junction. Der kleine Ort stellt den Beginn (oder besser das Ende) des Alaska Highway dar – der die Lower 48 (also die US-Staaten südlich Kanadas) mit Alaska im Norden per Straße verbindet. Genau genommen beginnt der Alaska Highway in Dawson Creek, British Columbia und endet nach 1422 Meilen (2288 km) hier in Delta Junction, Alaska.
Zur Geschichte des Alaska Highway von wikipedia:
Erste Planungen für eine Straßenverbindung nach Alaska gab es bereits 1930 unter dem US-Präsidenten Herbert Hoover. Mit dem Angriff der Japaner im Dezember 1941 auf Pearl Harbor wurde die Verwundbarkeit Alaskas und damit die militärische Bedeutung einer solchen Straße evident. Am 6. Februar 1942 wurde der Bau durch die US-Armee befürwortet und fünf Tage später von Präsident Roosevelt angeordnet.
Im Juni 1942 besetzten japanische Truppen die westlichen Inseln der Aleuten, Attu und Kiska. Durch diesen Angriff erhielt die Fertigstellung des Alaska Highway eine noch größere Dringlichkeit. Der Bau wurde mit einem massiven Einsatz von Menschen und Material vorangetrieben. Über 10.000 Soldaten wurden eingesetzt. Zelte, Verpflegung, Ausrüstung und Baumaschinen mussten herangeschafft werden. Im April 1942 begannen die Arbeiten, ausgehend von den beiden größten Camps in Whitehorse und Fort St. John. Der konkrete Straßenverlauf wurde durch vorhandene Winterstraßen, Wege der Ureinwohner, Flüsse und mitunter durch Vor-Ort Entscheidungen aufgrund lokaler Gegebenheiten festgelegt.
Nicht zuletzt durch den Druck der japanischen Invasion auf die Aleuten angetrieben, trafen die von Westen kommenden Bautrupps mit den von Osten kommenden bereits am 25. September 1942 aufeinander. Im Oktober konnte die gesamte Strecke durchgehend befahren werden. Die offizielle Einweihung mit dem Zerschneiden eines Eröffnungsbandes erfolgte am 20. November.
Alaska ist ja vor allem im Sommer Mosquito Country. Im September hätte ich nicht mit einer Attacke gerechnet – und da Petra ihr Bärenspray nicht rechtzeitig zur Hand hat falle ich einem großen Brummer zum Opfer.
Eigentlich sollten wir ja auf dem Alaska Highway weiter nach Tok fahren aber bei dem schönen Wetter geht es zunächst ein paar Kilometer auf den Richardson Highway nach Süden.
Die Strecke wird spektakulär und wandelt sich völlig.
Ständig ist die Alaska Range in Sicht ...
... und auch die Landschaft beiderseits der Straße zwingt uns immer wieder für Aufnahmen zu halten.
Wir fahren bis zu einem Aussichtspunkt auf die Alaska Pipeline der im Milepost angekündigt wurde ...
... und drehen dann wieder um.
Der Abstecher hat sich gelohnt.
Kurz vor Delta Junction erleben wir eine weitere Kuriosität dieser Reise. Wir unterhalten uns mal wieder angeregt über unsere Erlebnisse, da philosophiert Petra: „Wir haben auch lange keinen Elch mehr gesehen".
Handgestoppte 2,14 Sekunden später steht direkt vor uns ein Elch auf der Straße und trabt gemütlich ins Gebüsch.
Eine Vollbremsung und einige Fotos später sind wir schon etwas fassungslos über diesen Moment. Das glaubt uns mit Sicherheit niemand.
Glaubhafter ist da schon die weitere Strecke auf dem Alaska Highway die sich in fantastischem Herbstlaub präsentiert. Die Berge werden regelrecht von unendlichen gelben Teppichen beherrscht.
An solchen Schildern fährt man in Alaska ja häufig vorbei. Sie sind als Hinweis aber doch berechtigt denn ...
... unser Tierglück bleibt uns heute hold – direkt am Highway entdecken wir zwei Elche in einem kleinen See.
Da die Straße hier leicht erhöht über dem Gewässer verläuft können wir die beiden Elche in aller Ruhe ablichten ohne daß sie sich von uns gestört fühlen.
Nach diversen weiteren Fotostops ...
... entlang des Alaska Highways ...
... erreichen wir „lovely" Tok.
Ein Nest dessen wenige Gebäude sich fast ausschließlich einen Kilometer entlang des Alaska Highways „erstrecken".
Der einzige Grund, der mir einfällt, hier länger zu verweilen wäre ein Schaden am Auto. Zum Glück schnurrt unser Nissan nach seinem Reifeninferno die letzten Tage brav vor sich hin. Hoffentlich bleibt das so.
Erste Anlaufstelle in Tok ist das bekannte und gemeinhin preiswerte Young's Motel. Herrn Young scheint in und um Tok sowieso alles zu gehören – die Tanke, diverse Betriebe usw...
Eine unterschriebene Kreditkartenquittung bekommt Herr Young von uns heute allerdings nicht – vor dem Motel stehen 3 große Busse und das Motel ist voll.
Nach 2 weiteren Flops landen wir schließlich im Golden Bear Motel – auch Ok.
Morgen geht es nicht nur hinüber in den Yukon und nach Kanada sondern zu einem der historisch aufregendsten Orte Nordamerikas – Dawson City.
Übernachtung: Golden Bear Motel, Tok
Preis: 94 $ (in Tok gibt’s absolut nichts, nicht mal eine Tax)
Kommentar: das Golden Bear Motel ist eine gute Wahl wenn Young's Motel voll ist
Bild des Tages:
Alaska Pipeline
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