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Wild America - eine besondere Reise nach Alaska und in den Yukon
Horst:
--- Zitat von: Heiko am 04. September 2013, 11:13:09 ---Ein schön abwechslungreicher Tag mit tollen Bärenmotiven, aber auch das Adlerbild gefällt mir sehr gut :thumb:.
--- Ende Zitat ---
Ja über den haben wir uns auch sehr gefreut - so schön prominent hatten wir bis dahin keinen. :)
--- Zitat von: Susan am 04. September 2013, 11:25:39 --- Aber man könnte, wenn man wollte - frisch gefangenen Lachs kaufen meine ich?
--- Ende Zitat ---
Ja natürlich - vor allem an den Küstenorten kein Problem. Entweder direkt am Hafen bei den Fischern oder im Supermarkt im Ort.
--- Zitat von: Ilona am 04. September 2013, 11:47:42 ---
--- Zitat von: Horst am 04. September 2013, 09:56:14 ---Da sprichst Du einen wunden Punkt an. ;)
Wir werden in der Reise sogar noch Lachs als Geschenk angeboten bekommen :( - aber das ist dann doch too much in einem Motelzimmer Lachs bruzzeln.
--- Ende Zitat ---
Also doch das nächste Mal mit dem WoMo :cool2:.
--- Ende Zitat ---
Bei einem Lottogewinn in mindestens fünfstelliger Höhe - warum nicht. ;)
--- Zitat von: Silv am 04. September 2013, 13:05:22 ---Auch noch so viele Bären oder auch Adler auf einem Bild! Wir waren letztes Jahr in Kanada schon ganz begeistert, immer mal wieder einen Bären gesehen zu haben. Und dann auch "nur" einen Schwarzbären. Grizzleys find ich ja nochmal einen Zacken imposanter.
--- Ende Zitat ---
Mal abgesehen von Bear Watching was es ja auch z.B. in British Columbia gibt hat man oben vor allem in Alaska natürlich ganz andere Chancen Bären und vor allem Grizzlies zu sehen. Auch deswegen fährt man ja da hin. ;)
soenke:
Hallöle,
ach, ich weiss gar nicht mehr was ich schreiben soll!! :-[
Emerald lake, Desert, Skagway (sehr hübsch), Herbstwälder und diese famosen Bärenaufnahmen, Adler und und und Mir gefällt es weiterhin Hammermäßig!
LG Sönke
Horst:
Das freut mich daß es Dir immer noch gefällt Sönke ! :)
So langsam aber sicher geht die Tour in den Endspurt - wir fahren Richtung Anchorage zurück.
Ein paar Pfeile sind aber noch im Köcher. ;)
Horst:
20.Tag, Donnerstag 15.9.2011
Zum Frühstück nutzen wir heute unsere Küche und es gibt typisch Amerikanisch Eier. Da Eier auf dem Speisezettel während dieser Reise eher eine absolute Ausnahme darstellen, haue ich mir gleich 4 Stück in die Pfanne – womit ich doch mit einem „leichten Völlegefühl" belohnt werde.
Kurz nach 9 Uhr haben wir die Spuren unseres Eierfestivals wieder beseitigt und fahren einmal um den Block zur Kreuzung des Haines Highway mit dem Alaska Highway. Schon gestern war mir aufgefallen, daß hier ein Polizeiauto prominent (aber unbesetzt) parkt um eventuelle Raser zum Bremsen zu verleiten. Manch einer muss wohl bei der Durchfahrt noch schnell in den Rückspiegel sehen um doch noch einen letzten Blick auf Haines Junction zu erhaschen wenn er etwas schneller unterwegs ist. Wirklich groß ist dieser Ort nicht, der, ähnlich wie Tok, unser heutiges Tagesziel, nur eine Art Straßendorf ist.
Leicht skurriler Blickfang im "Ortszentrum" von Haines Junction
Wir sind auf der Suche nach dem Visitor Center. Es gibt sogar ein Hinweisschild aber das ist aufgrund einer kleinen Baustelle mehr irreführend als hilfreich. Wir kreisen zweimal ergebnislos durch den Ort – eine vermeintliche Zufahrt endet auf einer Piste die ins Nirgendwo geht. Schließlich mache ich das was man Männern ja normalerweise völlig abspricht – ich frage in einem Coffee-Shop nach.
Wieder kreisen wir um die Baustelle, kommen wieder an dem leeren Polizeiauto vorbei (nun schon zum vierten Mal) und suchen den Ort ab. Schließlich landen wir wieder bei unserer Cabin und siehe da – hätten wir heute morgen bei der Abfahrt mal in unseren Rückspiegel gesehen wäre uns das Schild „Visitor Center" 10 Meter schräg gegenüber vielleicht aufgefallen….
Eine freundliche Dame versorgt uns mit Karten und einigen Informationen zum Kluane Nationalpark. Wir wollen den sonnigen Morgen für einige Aufnahmen der Berge nutzen und haben nichts dagegen, wenn sich das mit einem kleinen Spaziergang verbinden lässt.
Hinter dem Campingplatz startet ein kleiner Trail den Fluß entlang – den wir aber nach wenigen Metern wieder beenden – er führt in den schattigen Wald und zunächst mal vom Fluß weg – nicht das was wir an diesem „erfrischenden" Morgen wollen.
Unser SUV hat uns heute früh 31° Fahrenheit (knapp unter 0° Celsius) gemeldet und die Scheibe war gefroren. In der Sonne lässt es sich aber schon ganz gut aushalten – wenngleich T-Shirt-Wetter was anderes ist …..
Wir fahren 15 Kilometer auf dem Haines Highway zurück nach Süden, da heute die Berge sehr schön von der Morgensonne angestrahlt werden.
Wir halten an zwei Aussichtspunkten für Fotos und Filmaufnahmen bevor wir wieder nach Haines Junction zurückfahren.
Der weiße Riese
Als wir wieder an dem leeren Polizeiauto vorbeikommen drängt sich der Gedanke auf, daß der Ort ein richtiges Bermuda-Dreieck für uns zu sein scheint, aus dessen Fängen wir uns nicht mehr befreien können.
Noch immer kommen wir nicht von Haines Junction los. Unser Wagen braucht seinen Lieblingssaft und wir den unseren. So trinken wir an der Tankstelle in der Sonne sitzend Kaffee und dann oh Wunder, entlässt uns Haines Junction aus seinen Fängen. Ein letztes Winken an das Polizeiauto und dann geht es endlich auf dem Alaska Highway weiter nach Norden.
Eines von Petras absoluten Lieblingsmotiven - Wollgras am Straßenrand.
Und wieder eine klassische Ansicht dieser Region am Alaska Highway
Zu einer Nordamerikareise gehört für uns normalerweise auch sich mit dem Autoradio während der Fahrt mit aktueller Musik auf den neuesten Stand zu bringen. Gerade lange Strecken machen mit entsprechendem Hörgenuß noch mehr Spaß.
Als wählerische Menschen bleiben wir meist bei melodischem Pop oder Modern Country Sendern hängen – doch wir wären genügsam und würden uns auch mit anderen netten Klängen bescheiden – aber „bescheiden" – ist bezüglich der Radioversorgung außerhalb der größeren Städte auf unserer bisherigen Reise noch untertrieben.
Nicht mal einen Bibelsender findet der Sendersuchlauf den wir immer wieder wenn die Strecke mal keine spektakulären Ansichten bietet, heiß laufen lassen.
Als wir in der Mittagssonne für erste Aufnahmen am Kluane Lake halten, laufen wir zwar nicht gerade heiß, aber angenehm ist es heute schon.
Kein Wölkchen am Himmel – ringsum strahlend schön und auch die Landschaft hier am größten See des Yukon Territoriums ist durchaus ansprechend.
Neben dem See findet man auch die Überreste der alten Ghosttown Silver City.
Man könnte sich hier sicher günstig ein Eigenheim erwerben.
So alte Bretterbuden, die den Eindruck erwecken jeden Moment in sich zusammenzubrechen üben immer einen besonderen Reiz aus.
Bei einigen Hütten ist der Zahn der Zeit bereits fertig mit seiner Arbeit. Sowas nennt man dann wohl eine Bruchbude.
Würde bei Tripadvisor wohl eine ähnliche Bewertung bekommen wie unser Zimmer in der Backpackers Lodge in McCarthy.
Die Geschichten, die mit den verrosteten Nägeln und wurmstichigen Brettern verbunden sind, regen die Phantasie an. Das war damals sicher ein hartes Leben, so ohne iPad, iPod, TomTom und Co.
Kommt wohl nicht mehr durch den TÜV.
Nein - ich war's nicht !
Wir nehmen uns etwas Zeit am See. Inzwischen, nach fast 3 Wochen on the road und nicht nur körperlich weit weg vom deutschen Hamsterrad, lassen wir es auch mal gemütlicher angehen. Wir sind besser „entschleunigt" und „geerdet" wie man heute sagt – zumindest wenn man die deutsche Sprache an das Niveau der verrosteten Nägel der alten Hütten nebenan in Silver City bringen will.
Wir fahren am Ufer des 70km langen Kluane Lake entlang nach Norden.
Auf einem Parkplatz am See halten wir nochmals an und folgen dem Soldier Summit Trail ...
... bis zu einem erhöhten Blick auf den See und die Berge.
Weiter führt uns der Alaska Highway nach Norden.
Dem Beifahrer oder der Beifahrerin kommt während der Fahrt die essentielle Aufgabe zu, unsere Milepost-Bibel zu wälzen und auf lohnend erscheinende Abschnitte und Abstecher eines Highways unaufgefordert hinzuweisen.
So liest Petra von guten Chancen am Kluane River Overlook Wildlife beobachten zu können.
Landschaftlich ein wunderschöner Aussichtspunkt – allerdings ist der Fluß hier oben so weit weg wie George Bush Junior von einem erfolgreichen Präsidenten. Also bräuchte man schon ein Teleskop um auch nur annähernd ein Tier ausmachen zu können.
Da runterzukommen wäre natürlich der Clou.
Wir fahren weiter und kaum 5 Minuten später auf dem dem Alaska Highway, dem Alcan, wie er von den Einheimischen genannt wird, sehe ich eine Straße rechterhand ohne Beschilderung in den Wald abzweigen. Die Richtung würde passen.
Der Milepost erwähnt dazu nichts. Wir beschließen einen Versuch zu unternehmen – vielleicht führt die Straße ja hinab zum Kluane River. Die Straße ist sogar asphaltiert – komisch, daß die unser Milepost überhaupt nicht kennt.
Nach 3 Kilometern durch den Wald, treten die Bäume zurück und – ja – wir sind urplötzlich am Fluß !
Sehr schön die Landschaft hier unten – das hatten wir ja schon von oben gesehen. Bären oder Adler können wir nicht ausmachen – stört uns aber nicht – wir freuen uns über unsere Entdeckung mit der Straße und die schöne Gegend. Die Strecke führt nun ein gutes Stück am Fluß entlang.
Hey – plötzlich stehen vor uns zwei Elche auf der Straße.
Petra zückt ihren Fotoapparat und macht einige Aufnahmen.
Als wir mit dem Auto etwas näher kommen verschwinden die beiden schließlich im Unterholz.
Immer wieder ein tolles Erlebnis so eine überraschende Tiersichtung und unser Abstecher hat sich in jeder Beziehung gelohnt. Die Straße führt sogar wieder hinauf auf den Alaska Highway – wir sind also eine Alternativroute gefahren und müssen nicht retour fahren. Wirklich erstaunlich, daß die Straße nirgendwo erwähnt ist (auch in keinem Reiseführer).
Nun ist Kilometerschrubben auf dem Alaska Highway angesagt.
Der Highway wird nun zusehends schlechter. Immer wieder künden rote Fähnchen am Straßenrand von Schäden (meist Löchern in allen erdenklichen Größen wie ein Schweizer Käse) die diesem berühmten Highway nicht gerade zur Ehre gereichen.
Der Permafrost stellt die Straßenbauingenieure hier allerdings auch vor fast unlösbare Probleme. In früheren Jahren war der Highway in diesem Streckenabschnitt in noch weit schlechterem Zustand. Die Kanadier, die kein Interesse zeigten, eine Straße in Stand zu halten, die hauptsächlich von US-Amerikanern auf dem Weg nach Alaska genutzt wird, ignorierten die Löcher einfach. Inzwischen gibt es ein Abkommen zwischen den USA und Kanada. Seitdem ist der Highway wesentlich besser zu befahren – aber besser ist noch nicht gut.
In Burwash Landing halten wir zum Tanken, kaufen uns French Vanilla Kaffee und wollen eigentlich per Anruf Young's Motel in Tok reservieren – aber das ist wie schon einige Tage zuvor mal wieder ausgebucht. Soll scheinbar nicht sein – müssen wir eben doch vor Ort suchen.
Alaska liefert immer wieder ein Hochgefühl
Wir fahren weiter und erreichen die Grenze in die Vereinigten Staaten.
Wie zuvor auch – mit problemloser Wiedereinreise.
Am "Welcome to Alaska" Schild versuchen wir per Stativ ein Foto mit uns im Sprung aufzunehmen. Das gestaltet sich einerseits schwierig – da entweder einer von uns unscharf ist oder gerade zur falschen Zeit springt (ok, vor allem mein Timing war mies ). Nach einigen „ungültigen" Versuchen bekommen wir es aber doch geschafft und hatten dabei unseren Spaß. Heute morgen nach den 4 Eiern hätte ich das nicht gekonnt ….....
Ein bisschen Spaß muss sein ... hier einige der Versuche die nichts geworden sind. ;)
Gar nicht so einfach gleichzeitig das richtige Timing zu finden und nicht aus dem Schärfebereich der Kamera zu hopsen.
Den final erfolgreichen Hopser unten als Bild des Tages.
On the road - typische Landschaft am Alaska Highway
Die Strecke zieht sich und es ist schon kurz vor 19 Uhr, als wir Tok erreichen.
Wir kaufen eine Kleinigkeit in einem Shop und gehen auf Zimmersuche.
Das Motel, das wir letztes Mal hatten ist bereits "closed for the season".
Das Visitor Center, das manchmal auch eine wertvollen Tip beisteuern kann hat eben Feierabend gemacht. Als ich zurück zum Auto gehen will – öffnet sich aber doch die Tür – die Angestellte hat mich gesehen – und lässt uns nun doch noch herein und ruft sogar wegen einem Zimmer an (das nennt man Service).
Inzwischen verabschiedet sich schon die Sonne für diesen Tag - wird Zeit ein Zimmer zu bekommen.
In den Burnt Paw Cabins gibt es für uns eine Übernachtungsmöglichkeit – die wir aufgrund kaum vorhandener Alternativen gerne nutzen und auch noch Glück haben, daß der Zimmerpreis gestern von 129$ auf 99$ gesenkt wurde.
Die Hütte ...
... ist nett eingerichtet und sehr komfortabel. Mit Nudeln und Salat beschließen wir einen wie immer langen aber schönen Tag.
Übernachtung: Burnt Paw Cabins, Tok
Preis: 95 $ / 99 $ (mit Steuer)
Kommentar: sehr schöne gepflegte Cabin, Frühstück – zu dem Preis top
Bild des Tages:
Back in Alaska - Yeah !
Matze:
Was sind das für Klasse Bären Begegnungen :thumb: :thumb: :thumb: Einfach genial
Wir konnten nur 2 Bären dort beobachten.
Ich merke immer mehr, dass wir doch nicht zur richtigen Zeit in Alaska waren - man sollte wohl dort sein, wenn die Lachse zurück kommen ....Dann bekommt man einfach mehr Bären zu sehen
Dafür wurden wir durch unsere Wal Begegnung "entschädigt" :) Und natürlich auch die Grizzly Mama mit 2 Cubs
Was für ein tolles Foto
Und die mit roten Fähnchen markierten Löcher in der Strasse haben mich oft mehr als genervt - besonders im Camper rumpelte es manchmal heftig alles durcheinander....
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