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Menschenmassen und Tunnel – Madeira 2024
Ilona:
--- Zitat von: Christina am 18. April 2025, 17:52:12 ---Danke Ilona für die Infos zur Bezahlung. Wobei dort ja eine ganze Reihe von Wanderungen auf Madeira aufgezählt sind, die gebührenpflichtig sind, da müsste man am Vortag oder Morgen vor jeder Wanderung erstmal prüfen, ob sie auch darunter fällt und dann bezahlen. Das ist ja irgendwie ein merkwürdiges System.
--- Ende Zitat ---
Sehr gerne, Christina. Zwischenzeitlich habe ich die Infos bzgl. der Einführung von Wandergebühren u. a. hier und hier gefunden.
Lukrativ ist es auf jeden Fall, denn schon im Rother von 2022 steht, dass täglich 1000 - 1500 Wanderer die Halbinsel besuchen. Von den beliebten Levadas, wie die 25 Fontes, mal ganz abgesehen. Auch da kommt täglich was zusammen.
--- Zitat von: Christina am 18. April 2025, 17:52:12 ---Das mit den Kriebelmücken ist ja fies, zeigt aber auch, dass es nicht nur in Finnland bzw. Skandinavien Mücken gibt (das kam ja bei meinem Finnland Bericht auf, ich glaube Paula hatte da gemeint, dass sie deshalb dort nicht hinreisen würde).
--- Ende Zitat ---
Ich glaube, die gibt's mittlerweile überall, wo es feucht-warm ist. Wenn ich daran denke, wie wir vor Jahren von diesen no-see-ums am Salt Lake angegriffen wurden. Die beißwütigen Sandfliegen kommen im Schwärmen, sind kaum zu sehen und fliegen in die Haare, Ohren ... . Das hat genauso fürchterlich gejuckt.
--- Zitat von: Heike Heimo am 18. April 2025, 18:03:49 ---Das es auf Madeira Probleme mit Mücken gibt hatten wir nicht am Schirm. Glücklicherweise hatten wir keinen Kontakt. Steckmücken versuchen wir so gut es geht bei unseren Reisen zu vermeiden.
--- Ende Zitat ---
Wir hatten das zuvor auch nirgends gelesen. Es ist bestimmt von der Jahreszeit abhängig.
Ihr hattet eure Unterkunft im Süden und in der Höhe. In unserer ersten Unterkunft bei Funchal gab es abends nur vereinzelte Schnaken, aber die waren keine Plage.
--- Zitat von: Heike Heimo am 18. April 2025, 18:03:49 ---Leider werden die Tigermücken bei uns zuhause zunehmend ein Problem. Sie haben sich in den letzten Jahren rasch vom Balkan kommend ausgebreitet.
--- Ende Zitat ---
Auch bei uns im Südwesten der BRD gibt es Tigermücken. Mein Chef fing vor 2 Jahren eine und schickte das Bild an eine Registrierstelle. Als Antwort bekam er ein Dankeschön und dass die Tigermücken schon seit 3 Jahren in Deutschland verbreitet sind.
Wir vermeiden es deshalb, Wasser in den Blumenkübeln stehen zu lassen und die Regenfässer sind auch dicht.
--- Zitat von: Susan am 19. April 2025, 12:09:59 ---Ein Ticketautomat wäre sicher eine praktischere Lösung für die Wanderer. Doch wahrscheinlich für die Betreiber nicht; Leerungen, Vandalismus, Aufbruch, ... Gut zu wissen, dass man die auch im Voraus buchen kann.
--- Ende Zitat ---
Es ist schon ein Aufwand, sich wegen derzeit 3 €/Person, registrieren zu müssen. Die Beschädigung der Automaten ist natürlich ein Argument. Mit Sicherheit werden viele die Wege unregistriert gehen, wenn nicht kontrolliert wird.
Heike Heimo:
--- Zitat von: Ilona am 19. April 2025, 14:51:51 ---
--- Zitat von: Heike Heimo am 18. April 2025, 18:03:49 ---Leider werden die Tigermücken bei uns zuhause zunehmend ein Problem. Sie haben sich in den letzten Jahren rasch vom Balkan kommend ausgebreitet.
--- Ende Zitat ---
Auch bei uns im Südwesten der BRD gibt es Tigermücken. Mein Chef fing vor 2 Jahren eine und schickte das Bild an eine Registrierstelle. Als Antwort bekam er ein Dankeschön und dass die Tigermücken schon seit 3 Jahren in Deutschland verbreitet sind.
Wir vermeiden es deshalb, Wasser in den Blumenkübeln stehen zu lassen und die Regenfässer sind auch dicht.
--- Ende Zitat ---
Ja eine Ausbreitung über die Brutstätten zu verhindern ist der beste Weg. Diese Tiere sind so perfekt angepasst, dass sie sich sogar in den Wassertropfen der Pooldächer vermehren können.
Die Tigermücken verfolgen mich am Rande auch beruflich. Es lassen sich nicht überall stehende Gewässer ohne natürliche Feinde verhindern. Es wird daher zur Bekämpfung das Bacillus thuringiensis israelensis getestet. Das ist aufwendig, da alle paar Wochen nachgegeben werden muss.
Ilona:
--- Zitat von: Heike Heimo am 20. April 2025, 08:21:33 ---Ja eine Ausbreitung über die Brutstätten zu verhindern ist der beste Weg. Diese Tiere sind so perfekt angepasst, dass sie sich sogar in den Wassertropfen der Pooldächer vermehren können.
Die Tigermücken verfolgen mich am Rande auch beruflich. Es lassen sich nicht überall stehende Gewässer ohne natürliche Feinde verhindern. Es wird daher zur Bekämpfung das Bacillus thuringiensis israelensis getestet. Das ist aufwendig, da alle paar Wochen nachgegeben werden muss.
--- Ende Zitat ---
Es ist interessant, dass du beruflich am Rande mit den Biestern zu tun hast. Solange die Bekämpfung/Eindämmung mit dem Bacillus funktioniert, sollte man schon alle paar Wochen aktiv werden.
Die Mücke soll ja Dengue-Fieber übertragen. Hierzulande sind mir nur Fälle von Tropenrückkehrern bekannt. Ich hoffe, das bleibt auch so.
Während unserer Kindheit hat sich niemand um Schnaken geschert. Wie oft wurden wir gestochen. Man bekam auch keine großen Quaddeln davon und es juckte nicht lange.
Ilona:
25.09.24 – Levada Faja do Rodrigues
Nachdem wir den Vorabend wieder drinnen verbrachten, fiel mir eine zerfledderte Broschüre im Regal auf. Ich blätterte darin und fand spontan eine Wanderung für diesen Tag. Es handelt sich um eine Levada-Wanderung, die nicht überlaufen schien. Sie ist im Rother Wanderführer als schwarze, somit schwere Wanderung beschrieben und nicht allzu weit von Ponta Delgada entfernt.
Zumindest eine Levada-Wanderung wollten wir machen, denn schließlich hatten wir Stirnlampen im Gepäck. Levadas sind Bewässerungskanäle ähnlich den Waalen, die man aus Südtirol kennt.
Für die Levadas auf Madeira wurden allerdings eigene Tunnel gebaut und sie verlaufen oft ausgesetzt entlang der Steilhänge. Wir waren gespannt.
Die Faja do Rodrigues befindet sich oberhalb von Sao Vicente und wir hatten eine kurze Anfahrt.
Der Parkplatz war wider Erwarten fast voll. Bis zum Beginn geht man noch 200 m den Waldweg hinauf.
Bis zum Ribeira do Inferno, dem Höllenfluss, sind es 3,9 km.
Der Streckenverlauf ist anfangs gemütlich und führt an einer Reihe japanischer Sicheltannen vorbei.
Immer schön an der Wand entlang.
Im Rother Wanderführer steht geschrieben: Eigentlich eine rote Tour, wäre da nicht der erste sehr enge Tunnel, der bei einem Ranking zum "fiesesten Tunnel der Insel" gute Chancen hat :toothy9:.
Hier ist der Eingang und wie vor den anderen Tunnel, die noch folgen würden, warten die Wanderer auf freien Durchgang.
Ich fand den Tunnel gar nicht schlimm, denn er war kurz und man sah das Licht am Ende.
Das war bei zwei der drei folgenden Durchbrüche nicht der Fall. In einem musste/konnte man in der Mitte auf einer Abdeckung stehen, bis der Gegenverkehr vorbei war.
Beim letzten Tunnel vor dem Höllenfluss weigerte ich mich. Der war 1 km lang! Bei Gegenverkehr kann man sich weder darin drehen, noch rückwärtslaufen. Gummistiefel hatte ich auch keine dabei, damit man notfalls ins Wasser steigen kann. Gebückt samt Rucksack und Stirnlampe auf den schmalen Betoneinschalungen balancierend, das war mir zu viel und deshalb kehrten wir (und ich fluchtartig) um.
Jetzt war mir auch klar, warum die Wanderung als schwer eingestuft ist.
Nach dieser abenteuerlichen Levada wollten wir eigentlich ein zweites Ziel in den Bergen ansteuern, doch irgendwie verpassten wir die Straße und landeten im 3 km langen Nord-Süd-Tunnel.
In der Gegend im Süden wüteten einen Monat zuvor heftige Waldbrände. Die Hänge waren deshalb so kahl und braun.
Die geplante Wanderung in den Bergen fiel leider aus, da die Zufahrt infolge der Waldbrände gesperrt war.
Wir fuhren in Richtung Sao Vicente, das vom Feuer verschont geblieben ist.
Kurz vor Sao Vicente sahen wir auf einem Hügel einen Kirchturm, der unser Interesse weckte. Es dauerte etwas, bis wir die richtige Auffahrt fanden.
Vom Parkplatz geht es über viele Stufen zur Fatima-Wallfahrtskapelle, die auf allen vier Seiten eine andere Uhrzeit hatte.
Die alte Orgel lag im Gebüsch.
Da es nur noch ein paar Kilometer bis zum Restaurant O Virgilio sind, kehrten wir dort gleich ein.
Später suchten wir in Ponta Delgada den Aufgang zur alten Straße. Zwischen den Häusern wurden wir fündig. Allerdings war der Weg ziemlich verwuchert und es dämmerte schon. Zumindest fand der abendliche Spaziergang noch statt.
Übernachtung: Casa da Capelinha, Ponta Delgada
Christina:
Das ist ja schon sehr abenteuerlich mit den Tunneln, da wäre ich bei so vielen Leuten auch umgedreht, immerhin hattet ihr eine schöne Wanderung bis zum letzten Tunnel.
Sehr traurig, dass auf dieser grünen Insel mit doch eigentlich viel Regen die Waldbrände so wüteten.
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