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Ein Trip drei Städte - Andalusien im Jan/Feb 2025

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Christina:
4. Tag – Dienstag, 28.01. - 2. Teil

Nach der Pause bin ich wieder fit und möchte nun, bei inzwischen strahlend blauem Himmel, das Innere des Archivo de las Indias anschauen, das Gebäude steht zwischen der Kathedrale und dem Alcázar. In dieser ehemaligen Warenbörse aus dem 17. Jh. werden Millionen von Dokumenten aus der Kolonialzeit aufbewahrt, ein kleiner Teil davon ist Besuchern kostenlos zugänglich und auch das Gebäudeinnere ist wohl sehenswert. Leider ist das Gebäude derzeit für Besucher nicht zugänglich, laut den vor den Zugängen postierten Wachen aus „security reasons“, na immerhin diese beiden können etwas Englisch.

Ein Stückchen weiter komme ich zur Plaza del Cabildo, hier steht ein halbrundes, schön verziertes Gebäude mit Wohnungen, im Erdgeschoss unter den Arkaden sind Geschäfte.


Nochmal ein Blick zurück zur Kathedrale,


dann geht es weiter zum Ufer des Guadalquivir und dort zum Torre del Oro.


Der Goldturm wurde im 13. Jh. als Teil der Stadtbefestigung erbaut, an dieser Stelle wurden alle Schiffe, die über den Guadalquivir nach Sevilla fuhren, kontrolliert. Der Name kommt vom früher vergoldeten Dach, heute ist darin ein kleines ganz interessantes Museum zur maritimen Geschichte von Sevilla eingerichtet und man kann ganz nach oben auf die Dachterrasse mit schönem Rundumblick (EUR 3,00).




Ich spaziere in der Sonne ein Stück am Flussufer entlang bis ich die Stierkampfanlage der Stadt erreiche.


Diese ist neben der Arena von Madrid die wichtigste des Landes. Es gibt hier ein kleines und wie ich finde, nicht sehr gutes Museum zum Stierkampf, für EUR 10,00 Eintritt hätte ich, gerade im Hinblick darauf, dass der Stierkampf ja (auch in Spanien selbst) alles andere als unumstritten ist, andererseits aber Teil der Tradition, gerne etwas zur Entstehung dieser Tradition und ihrer Weiterentwicklung bis heute gelesen oder gesehen. Aber es gibt nur unzählige Bilder von Stieren und Toreros, ausgestopfte Stiere, Modelle verschiedener Stierkampfarenen, Kleidung der Stierkämpfer und ähnliches. Immerhin kann am Ende die Stierkampfarena betreten werden, das ist dann doch mal ganz interessant.



Ich gehe nun wieder in Richtung Stadtzentrum,


zunächst brauche ich eine Kaffeepause, dann steht noch eine letzte Besichtigung für diesen Tag an. Auf der Plaza San Salvador setze ich mich auf die Terrasse eines Cafés und genieße Sonne, Café con leche und Schokokuchen (EUR 5,00).


Dabei sitze ich fast gegenüber der Kirche San Salvador, die ich mir noch anschauen möchte.


Der Eintrittspreis ist im Ticket für die Kathedrale inkludiert. Die Kirche im prächtigen Barockstil entstand im 17. Jh. und damit viel später als die Kathedrale, im Inneren ist sie aber ähnlich üppig mit goldenen Altären, die bis zur Decke reichen, ausgeschmückt, natürlich insgesamt auf viel kleinerem und bescheidenerem Niveau. Was ich sehr angenehm finde, es ist hell in dieser Kirche und relativ leer. Daher mache ich ein paar Fotos.



Ganz überrascht bin ich dann, dass man nicht nur den Kircheninnenraum besichtigen kann, sondern über einen der typischen Innenhöfe mit Orangenbäumen und einem Brunnen in den „Keller“ der Kirche geleitet wird, wo man sich die Überreste der ehemaligen Moschee (die erst 2020 entdeckt wurden), auf denen auch diese Kirche errichtet wurde, anschauen kann, das Ganze sehr ausführlich mit Schautafeln erläutert.

Es ist jetzt 16 Uhr und ich gehe zurück in meine Unterkunft für eine längere Pause. Zur blauen Stunde gegen 18.30 Uhr mache ich mich nochmal auf den Weg, heute Abend möchte ich die Kathedrale und die umgebenden Bauwerke bei Dämmerung und Dunkelheit anschauen.






Gegen 19.45 Uhr bin ich dann endgültig für heute wieder im Apartment.

Wetter: vormittags teils sonnig, teils bewölkt, kurze Regenschauer, ab 13 Uhr sonnig, ca. 15° - 18°C

Ilona:

--- Zitat ---Erwähnenswert ist noch, dass sich hier das Grab des Christoph Kolumbus befindet oder besser gesagt, angeblich befindet, denn es gibt einen noch nicht geklärten Streit, ob sich die Überreste (oder wohl Teile davon) von Kolumbus in der Dominikanischen Republik, in Kuba oder aber eben in Sevilla befinden, denn an all diesen Orten wurde er im Laufe der Jahrhunderte begraben.
--- Ende Zitat ---

Stückweise aufgeteilt - das kann ich mir zur damaligen Zeit nicht vorstellen. Höchstens in Rum eingelegt :totlach:.

Als ich damals in Santo Domingo in der Kathedrale war, hieß es, dass dort sein Grab ist.

Ansonsten schöne Eindrücke von Sevilla, auch wenn die Asiaten mittlerweile wieder überall einfallen.

Christina:

--- Zitat von: Ilona am 08. Juni 2025, 14:19:31 ---
--- Zitat ---Erwähnenswert ist noch, dass sich hier das Grab des Christoph Kolumbus befindet oder besser gesagt, angeblich befindet, denn es gibt einen noch nicht geklärten Streit, ob sich die Überreste (oder wohl Teile davon) von Kolumbus in der Dominikanischen Republik, in Kuba oder aber eben in Sevilla befinden, denn an all diesen Orten wurde er im Laufe der Jahrhunderte begraben.
--- Ende Zitat ---

Stückweise aufgeteilt - das kann ich mir zur damaligen Zeit nicht vorstellen. Höchstens in Rum eingelegt :totlach:.

Als ich damals in Santo Domingo in der Kathedrale war, hieß es, dass dort sein Grab ist.

--- Ende Zitat ---

Da gibt es ja Streitigkeiten darüber, wo er liegt (weil er immer mal wieder umgebettet wurde, je nach Veränderung der politischen Zugehörigkeit des Landes, in dem er gerade begraben war und beim Umbetten wurden wohl Teile im jeweils alten Grab liegengelassen) und wenn ich mich richtig erinnere, ist es die Dom.Rep. die gerade die weiteren Nachforschungen mit modernen Methoden behindert, wahrscheinlich haben sie Sorge, eine Touristenattraktion zu verlieren (letzteres ist meine persönliche Vermutung).

Paula:
so, stark verspätet bin ich jetzt auch an Bord, mit einem Winterurlaub in Andalusien habe ich irgendwie nicht gerechnet  ;D

Das Theater mit langfristigen Urlaubsvorbereitungen und kurzfristigen krankheitsbedingten Absagen ist mir bekannter als mir lieb ist...wie schön dass es bei dir noch geklappt hat! Und du bist gleich in den ersten Tagen so viel unterwegs gewesen dass das Knie sich offensichtlich gut erholt hat,so ein Glück!

An Sevilla kann ich mich noch gut erinnern, der Alcazar ist einfach herrlich, allerdings war es bei uns damals sehr heiß, Stadtbummel tagsüber darum gar kein Vergnügen, die Plaza Espana hat schier gekocht, daran kann ich mich noch gut erinnern. In den Gärten des Alcazar konnte man es besser aushalten.

Was mich jetzt total überrascht hat sind diese Pilze, die kannte ich überhaupt nicht! Ich habe jetzt nachgesehen: wir waren 2011 in Andalusien, da waren sie vielleicht noch im Bau? Oder jedenfalls nicht in den Reiseführeren enthalten, das hätten wir uns sicher nicht entgehen lassen! Die Lichtshow da oben ist klasse, da wäre ich auch geblieben bis es dunkel ist.

An Asiaten kann ich mich gar nicht erinnern, es war damals sehr viel los, aber es waren hautsächlich Europäer und auch Amerikaner unterwegs. Und vorgebucht hatten wir gar nichts, selbst die Alhambra Tickets haben wir erst ein oder zwei Tage vorher gekauft, das ist mitlerweile echt eine Pest dass man nirgends mehr spontan hingehen kann.

Erstaunlich wie grün alles mitten im Winter ist und sogar massig Orangen an den Bäumen, das hätte ich nicht erwartet.

Ich hoffe der Regen verschont dich in den nächten Tagen...

Christina:
Hallo Paula,

das Knie hat ziemlich problemlos mitgemacht, erst noch mit Bandage, dann ohne, nur Treppensteigen war extrem schwierig (aber: das Problem wird noch lange nicht gelöst sein).

Die Pilze gibt es seit 2011, ich weiß nicht in welchem Monat sie fertigestellt wurden, ihr habt sie wahrscheinlich gerade so verpasst, wobei es die Lichtshow wohl noch nicht von Anfang an gab.

2011 war die Reisewelt noch in Ordnung :)

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