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Ein Trip drei Städte - Andalusien im Jan/Feb 2025

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Ilona:
30 Minuten Verspätung sind gar nichts, die holt der Pilot normalerweise wieder rein, wenn er über Frankfurt keine Ehrenrunden drehen muss.

Die Fußmärsche am Fraport haben tatsächlich zugenommen. Aber vor und nach den Flügen vertrete ich mir gerne die Beine, sofern genügend Zeit fürs Bording oder dem Shuttlebus (in deinem Fall der Zug) bleibt.

Und schon wieder eine Reise vorüber. Jetzt warte ich noch auf dein Fazit.

Christina:
Fazit:

Meine Befürchtung es könnte zu viel Stadt sein oder die Städte sich zu sehr ähneln, ist nicht wahr geworden. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl ich würde schon wieder das gleiche sehen, ja, die drei Altstädte sind sich sehr ähnlich, da sie aus derselben Zeit stammen, aber dennoch hat jede ihre Eigenheiten.

Sevilla bleibt mir als sommerliche, fröhliche Stadt mit vielen bunten Häusern, Palmen und Orangenbäumen in Erinnerung, als Kontrast dazu die engen Gassen und weißen Häuser des Barrio Santa Cruz und Highlights wie der Real Alcázar, die Kathedrale, die Plaza de España und die bunt beleuchteten Setas am Abend. Dazu noch das Flamenco Museum, der Torre del Oro, die Stierkampfarena, der Palacio de las Dueñas und vieles mehr.

Während Sevilla von seiner Topografie komplett flach ist, vermittelte Granada bei mir das Gefühl mich in einem Bergdorf zu befinden. Die gesamte Stadt ist von hohen Bergen umgeben, die von überall sichtbar sind, die Altstadtteile Albaicín und Sacromonte sind auf Hügeln erbaut, ebenso der Alhambra Komplex, es geht ständig und oft sehr steil bergab und bergauf. Damit sind auch schon die drei Höhepunkte der Stadt genannt, dazu kommen noch die vielen Aussichten auf Albaicín und Sacromonte und auf die Alhambra, letztere vor allem bei Dämmerung und Dunkelheit wunderschön.

Sowohl in Sevilla als auch in Granada wären jeweils ein oder zwei zusätzliche Tage schön gewesen, es hätte noch so viel mehr zum Anschauen gegeben.

Das gilt nicht für Córdoba, das mir von den drei besuchten Städten am wenigsten gefallen hat, da hätte mir sogar ein Tag weniger gereicht. Ja, die Mezquita war eines der Highlights des Urlaubs, auch der Blick von der anderen Flussseite zur Altstadt war wunderschön, gerade auch bei Dämmerung und Dunkelheit, die vielen üppig begrünten Patios sehr schön und außergewöhnlich, darüber hinaus hat die Stadt aber einen irgendwie vernachlässigten oder etwas schmuddeligen Eindruck auf mich gemacht, insbesondere der moderne Teil.

Mit meinen Unterkünften war ich sehr zufrieden, alle drei hatten ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, die Lage war für mich jeweils perfekt. Das Apartment in Córdoba war richtig toll, auch im ehemaligen Palast in Granada habe ich mich sehr wohl gefühlt, während das Apartment in Sevilla nicht mehr (aber auch nicht weniger) als in Ordnung war.

Die Durchführung der Reise nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln hat bestens geklappt, an den Fahrten mit dem Fernbus gab es nichts auszusetzen, die Busse waren sauber, absolut pünktlich, an den Busbahnhöfen gab es Toiletten, Sitzplätze und man konnte sich mit Proviant versorgen.

Nicht abschätzbar vorab war für mich die Anzahl an Touristen, die mich erwarten würde. Januar/Februar sind nach allem was ich gelesen habe, Nebensaison in Andalusien, aber seit 2023 ist ja auf so etwas kein Verlass mehr. Überrascht hat mich dann tatsächlich die unglaubliche Masse an Touristen aus Asien, vermutlich hauptsächlich aus China, und auch die im Vergleich dazu sehr geringe Anzahl an europäischen Touristen, gerade Deutsche gab es praktisch gar keine, nach den Spaniern waren die Franzosen die größte Gruppe.

Mit den asiatischen Gepflogenheiten hinsichtlich Reisezeit und Reiseziele werde ich mich, wenn ich nochmal ein so extrem touristisches Ziel besuche, versuchen näher zu beschäftigen. Ich gehe davon aus, dass das chinesische Neujahrsfest der Grund für die vielen asiatischen Touristen war. Außerdem scheinen die Asiaten sich alle an eine wo auch immer vorgegebene Liste von besuchenswerten Zielen zu halten. Alcázar, Kathedrale und Plaza de España in Sevilla scheinen auf dieser Liste zu stehen, dazu noch die Alhambra in Granada. In Córdoba gab es fast keine asiatischen Touristen, in den Stadtteilen Albaicín und Sacromonte in Granada ebenfalls nur wenige, das galt auch für die sonstigen Sehenswürdigkeiten von Sevilla wie die Setas, Palacio de las Dueñas, Torre del Oro. Unterm Strich konnte ich mit der Anzahl an anderen Touristen gut „leben“, gerade in einer Stadt gehören viele Menschen ja auch irgendwie dazu. Dass es an touristischen Hotspots egal wo auf der Welt auch in der Nebensaison nie mehr so ruhig sein wird wie vor Corona, damit muss ich mich wohl abfinden.

Mit dem Wetter war ich weitgehend zufrieden, am meisten gestört haben mich die beiden Vormittage mit Hochnebel in Córdoba, wie schon beim Normandie Urlaub war die Vorhersage viel schlechter, als es dann tatsächlich wurde.

Mein Knieproblem hat mich zum Glück nicht weiter behindert, lediglich beim Bergab und Bergauf gehen in Granada hatte ich Schmerzen, auch Treppen waren schwierig, auf ebenen Wegen gab es keine Beeinträchtigungen.
(Spoiler: dafür hat mich das Problem auch beim nächsten Urlaub begleitet und noch weit darüber hinaus.)

Ilona:

--- Zitat ---Das gilt nicht für Córdoba, das mir von den drei besuchten Städten am wenigsten gefallen hat, da hätte mir sogar ein Tag weniger gereicht. Ja, die Mezquita war eines der Highlights des Urlaubs, auch der Blick von der anderen Flussseite zur Altstadt war wunderschön, gerade auch bei Dämmerung und Dunkelheit, die vielen üppig begrünten Patios sehr schön und außergewöhnlich, darüber hinaus hat die Stadt aber einen irgendwie vernachlässigten oder etwas schmuddeligen Eindruck auf mich gemacht, insbesondere der moderne Teil.
--- Ende Zitat ---

Das hätte ich jetzt nicht vermutet. Siehste, so können Bilder täuschen.  Wahrscheinlich lag das am sonnigen Wetter und den vielen Orangenbäumen :cool2:, dass mir die Stadt von den Bildern her gefiel.

 :danke: für den Reisebericht, liebe Christina. Ich war wieder gerne mit dabei, obwohl mir persönlich die Reise zu städtelastig war. Wir bevorzugen die Natur.


--- Zitat ---Mein Knieproblem hat mich zum Glück nicht weiter behindert, lediglich beim Bergab und Bergauf gehen in Granada hatte ich Schmerzen, auch Treppen waren schwierig, auf ebenen Wegen gab es keine Beeinträchtigungen.
(Spoiler: dafür hat mich das Problem auch beim nächsten Urlaub begleitet und noch weit darüber hinaus.)
--- Ende Zitat ---

Schön, dass dein Knie mitgemacht hat. Gerade bei Städtetouren kann das schnell zur Qual werden.

Bezüglich Spoiler: Ich gehe davon aus, dass wir nicht sehr lange auf den nächsten Reisebericht warten müssen :adieu:.

Susan:
Herzlichen Dank für den schönen Reisebericht, der nicht nur viele Erinnerungen geweckt hat, sondern Lust macht, insbesondere Granada und Sevilla nochmals zu besuchen.  Und das, obwohl ich Städten zunehmend weniger etwas abgewinnen kann.

Deinen Bildern nach hat mir Cordoba besser gefallen als in meiner Erinnerung. Doch auch wir würden die Stadt an die letzte Stelle von den dreien setzen.

 :danke:

Asiatische Reisegruppen nerven uns besonders: schnattern zuviel und sind meist rücksichtslos. Ganz anders als ihr Ruf, höflich sind sie wohl nur unter sich bzw. in der Heimat  ::)

Schön, dass das Knie die Städtereisen mitgemacht hat; weniger schön, dass es immer noch Probleme damit gibt. Drücke mal die Daumen für baldige Besserung.

Jetzt bin ich gespannt, wohin es als nächstes geht  :adieu:

Horst:
Danke für den Bericht Christina, der wieder viele Erinnerungen geweckt hat.
Das dir Cordoba am wenigsten gefallen hat wundert mich auch, da mir das Flair der Altstadt (u.a. Juderia) dort immer besonders gut gefallen hat.
Meine Besuche liegen nun aber auch schon ein paar Jahre zurück und sie waren immer zu Ostern. Die Semana Santa wird in Cordoba besonders inbrünstig zelebriert - das war auch ein immer ein starkes Erlebnis das den Eindruck mit geprägt hat.

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