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Vom Pindos über Pelion zur Perle im Ionischen Meer - Hellas 2025

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Susan:
13. Juni   Fahrt zum Fuß des Parnassos

Pelion hatte ich recht kurzfristig in die Reiseplanung aufgenommen, daher konnten wir nur kurz ein paar Eindrücke sammeln. Langsam müssen wir nämlich an den Rückweg nach Westen denken.

Einen Großteil der Strecke zum nächsten Ziel fahren wir wieder über die Autobahn. Da sehen wir denn auch die typische Mittelbepflanzung mit Oleander



Wir kommen am Golf vom Malia entlang und können Blicke auf die Insel Euböa erhaschen. Die Bilder sind leider nichts geworden, Kersten war zu schnell.  ;) Einige Kilometer südlich von Lamia biegen wir dann ab in die Berge. Als Zwischenstopp hätten sich noch die heißen Quellen von Thermopylen angeboten. Doch bei Temperaturen von schon wieder knapp 30° war das nicht wirklich verlockend.  ::)

Es geht also kurvig weiter bergauf und bergab auf der E65.







Bei Amfissa erreichen wir mal wieder ein Tal, dort stocken wir unsere Vorräte auf, diesmal in einem AB Supermarkt. Dach geht es wieder hinauf zum südwestlichen Fuß des Parnassos Gebirgsmassivs.



Der höchste Gipfel dort misst 2455 m, es gibt noch weitere über 2000m.  Hier liegt auch ein weiteres griechisches Skigebiet. Verschiedene Legenden der griechischen Mythologie ranken sich um das Gebirge. So auch eine der Arche Noah ähnliche Flutgeschichte. Entscheidend war aber der Sieg des Apollon hier über den Drachen Python. Außerdem galt Parnassos als Heimat der Musen, der Göttinnen der Künste. Am bekanntesten ist allerdings die antike Kultstätte des Orakels von Delphi.

Wir steuern unser Quartier für die nächsten Tage an, den Camping Delphi. Wir bekommen einen netten schattigen Stellplatz mit Aussicht.




weitere Berge


Küste, der Ort Chrisso und das "Mer des Olivier"
Unter dem Namen werden die Produkte der bei Delphi angebauten Olivenbäume vertrieben.

Wir richten uns ein und besuchen dann ausgiebig den Pool des Campingplatzes. Beim späten Abendessen können wir dann endlich mal einen Sonnenuntergang erleben.





Ilona:
Bei 30°C  :schwitz: hätte ich auch auf ein Bad in den heißen Quellen verzichtet. Da wären mir auch grobe Steine am Strand egal :zwinker:, wenn das Meer erfrischt.

Der schattige Stellplatz mit der Aussicht hat was.

Der Oleander als Mittelbepflanzung ist toll. Wir sind schon froh, wenn die Pflanze im Kübel gedeiht.

Susan:
14. Juni  Am Nabel der antiken Welt

Der Campingplatz bietet einen Shuttleservice zur Ausgrabungsstätte Delphi. Sinnvoll wie wir sehen werden, denn Parkplätze gibt es nur relativ wenig. Die meisten Autos stehen an der Straße, was mit einem WoMo nicht so optimal ist. Außerdem gibt es vom Platz aus einen alten Hirtenweg nach Delphi. Wir bevorzugen die Anfahrt mit dem Roller.  ^-^ Es geht durch das moderne Delfi mit etlichen Shops, Restaurants und Hotels etwa 5,5 km bis zur Ausgrabungsstätte.

Wir können fast gegenüber vom Eingang parken, müssen dann aber zu Fuß 350 m zurück zum Museum, weil es dort die Eintrittskarten gibt.  Man könnte diese auch online buchen, das merken wir aber erst vor Ort. Kosten: 20 Euro pro Person für Ausgrabung und Museum, im Winter gäbe es Seniorenrabatt.

Vom Eingang aus werden wir nach rechts geleitet und kommen zu den Ruinen der römischen Agora von Delphi.

 

Bei den Griechen war es eine Art Markthalle, für die Römer markierte diese den Beginn des Pilgerwegs zum Tempel. Der führt in Terrassen bergan und im Lauf der Zeit damals wurden an dessen Rand Statuen, steinerne Säulen und Schatzhäuser errichtet. Geschenke für gut ausgegangene Prophezeiungen des Orakels. Zwar konnten Archäologen einige der in Überlieferungen erwähnten Schatzhäuser bestimmen, erhalten sind meist nur Fundamente oder Ruinen.




Zeichnung nach antiker Beschreibung

Wir kommen zu dem eher unscheinbaren Monument, das den Mittelpunkt der antiken Welt kennzeichnet


Omphalos, der Nabel
Sieht aus wir ein halbes Betonei. Den Originalstein sehen wir dann im Museum

 

Danach kommen wir zum Schatzhaus der Athener. 1893 wurden große Teile des Baus ausgegraben, von 1903 bis 1910 wurde er restauriert. Die aufgefunden Teile der Friese und Giebelverzierungen sind ebenfalls im Museum zu sehen.



Von zwei weiteren imposanten Monumenten sind ebenfalls nur Bruchstücke bzw. Nachbildungen zu sehen: das 12 m hohe Podest eines Reiterstandbildes des Römer Aemilius Paulus, der den mazedonischen König Perseus besiegte, sowie ein Teil des Dreifuß der Platäer.

   



Diese Bronzesäule war ursprünglich vergoldet, 12m hoch und gekrönt von drei Schlangenköpfen. Das Gold wurde von den Phöniziern eingeschmolzen. Konstantin, der Große, soll die Säule dann nach Konstantinopel (Istanbul) gebracht haben. Dort wurden im 18. Jahrhundert die Köpfe abgeschlagen.

Wir werfen schon mal einen Blick auf die Ruinen des Apollontempels



doch erstmal geht es weiter bergan zum antiken Theater von Delphi. Das ist so gut erhalten, dass dort noch in den 1920er Jahren Aufführungen stattfanden. 



 



Im Zickzack geht es noch weiter bergauf  :girly: Unterwegs haben wir nochmal schöne Blicke auf das Theater von oben



Fast versteckt in einem Kiefernwald finden wir das Stadion von Delphi







Hier oben gibt es ein paar schattige Sitzplätze, schön für eine

kleine Verschnaufspause ...



Christina:
Das ist ja mal eine tolle Aussicht vom Stellplatz! Und wie ich auf der verlinkten Seite von Delphi Camping sehe, hat man auch vom Pool so einem Ausblick. :thumb:

Bei den Oleandern auf der Autobahn habe ich das Gleiche wie Ilona gedacht, bei uns haben einige Leute Oleander in Kübeln auf ihren Terrassen, im Winter müssen die dann aber irgendwo rein und in Griechenland wächst das einfach so ganzjährig in der Erde.

Susan:
Ich frage mich schon, ob der Oleander dort auch die große Hitze und Trockenheit des Sommers verträgt  :gruebel: Und wie die Böschungen wohl dann im Herbst aussehen. Ich hätte den gern auch als Kübelpflanze, wir haben aber keinen Platz zum Überwintern mehr

Nicht nur der Pool am Campingplatz hat eine tolle Aussicht, auch das Restaurant dort. beim Pool waren immer auch Kinder, daher habe ich keine eigenen Fotos gemacht.

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