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Lanzarote 2025 – We LAVAd it

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Ilona:
7. Tag:  Kakteen und Küsten

Gut, dass die kunstvollen Attraktionen erst um 10 Uhr öffnen. So wurden wir auf dieser Reise total entschleunigt und konnten uns immer Zeit für ein ausgiebiges Frühstück lassen.

Am 7. Tag könnte man eigentlich ruhen, doch es zog uns in den Jardin de Cactus, einem weiteren Meisterwerk des Künstlers.

Wir standen noch ein paar Minuten vor dem Eingangstor, gegenüber eines giftgrünen Riesenexemplars aus Metall, das an einer beliebten Radstrecke steht. Den Kaktusgarten kann man nicht verfehlen.



Tourbusse trudelten ein und die Gruppen durften noch vor uns den Botanischen Park betreten. Anscheinend haben Reisegruppen auf der Insel immer Vortritt.

César Manrique ließ in die Flanken eines alten, runden Steinbruchs Terrassen schlagen, diese durch Mauern aus geschichtetem Basalt stützen und mit Lavasplit auslegen. Dadurch wirkt der einstige Steinbruch wie ein Amphitheater und wurde zur Kulisse für ein gigantisches Stilleben.
 








Sogar einen kleinen Saguaro gibt es inmitten einer nachgestellten Wildwest-Landschaft.







Unterhalb der Windmühle befindet sich ein Café und die stillen Örtchen für die Machos und Hembras.



Die Kaktusblüte stand in den Startlöchern.



Was war das schön in dem Kaktusgarten :herz: .  Kein Wunder, das der ein Besuchermagnet ist.

Um die Mittagszeit wollten wir noch einmal nach Arrieta. Am Ortsanfang steht ein knallrotes Windspiel vom César, das durch den stetigen Wind immer in Bewegung ist. 



Wir parkten am Ortsrand, denn da gibt es noch einige Gratisparkplätze. Von hier aus ist es nicht weit zum Blauen Haus (Casa Juanita).

Das um 1920 erbaute dreistöckige Gebäude liegt direkt am Fischereihafen von Arrieta. Ein reicher Argentinier, dessen Tochter an Tuberkulose litt, soll das blau-rote Haus zwecks ihrer Genesung erbaut haben. Nun steht das schmucke Häuschen, nachdem es kurze Zeit als Museum und Restaurant diente, unbenutzt an der Atlantikküste.



Wir wollten ins preiswerte Fischrestaurant, doch das öffnete an dem Tag später. Weil wir nicht so lange warten wollten, gingen wir zwei Häuser weiter in ein Restaurant. Dort bekam man zwar eine Schrumpelkartoffel mehr zum Fischfilet, doch dafür kostet es das Doppelte. Als wir zum Parkplatz gingen, hatte das andere Restaurant die Tür offen. Pech gehabt.

Als nächstes fuhren wir in den Norden nach Caleta de Famara. Dort gibt es einen 4 km langen hellen Naturstrand, an dem dauerhaft die rote Flagge weht.

Wir machten einen langen Strandspaziergang und schauten den Surfern zu.



Ansonsten konnte man sich dort nicht lange aufhalten, denn der Wind blies zu stark.

Auf dem Rückweg stoppten wir noch in Teguise, der ehemaligen Inselhauptstadt (1418 – 1865). Sie ist die älteste Stadt des kanarischen Archipels. Mit den Gassen und Plätzen gilt Teguise als der schönste Ort der Insel. Sonntags herrscht hier der Ausnahmezustand, da der Markt zahlreiche Besucher anzieht. Unter der Woche geht es ruhig zu und es gibt kostenfreie Parkplätze. Komischerweise waren alle öffentlichen WCs gesperrt.

Das ist die Iglesia de Nuestra Senora de Guadalupe



mit der Plaza de la Constitución davor.



Der Ort ist sehr sauber und aufgeräumt.



In einem Bistro bestellten wir uns etwas zu trinken, damit wir das WC nutzen dürfen. Lange hielten wir uns nicht auf, denn Läden mit Souvenirs oder Kunsthandwerk interessierten uns nicht.

Vom Parkplatz aus hatten wir einen guten Blick auf das Castillo de Santa Barbara,



in dem ein Piratenmuseum untergebracht ist. Auch darauf verzichteten wir.

Genug Programm für den Tag. Wir verbrachten lieber noch einige Zeit am/im Hotelpool.

Abends selbstverständlich the same procedure as every evening, also ein Verdauungsspaziergang und warten auf den Betthupferlmann :toothy9:.


Christina:
Der Kaktusgarten ist wirklich wunderschön, da hat der liebe Cesar der Insel aber doch eine riesige Anzahl an Sehenswürdigkeiten hinterlassen, das war mir bisher gar nicht so bewusst.

Der Surferstrand gefällt mir aber auch sehr gut, auch als Abwechslung zu all den "künstlich" geschaffenen Sehenswürdigkeiten.

Paula:
Hallo Ilona,

ich sehe schon, ich muss noch mal nach Lanzarote, von dem Tag heute kenne ich nur Teguise, den Rest habe ich verpaßt und dabei liiiiebe ich Kakteen! Das Castillo de Santa Barbara ist uns gar nicht aufgefallen, aber ich erinnere mich dass es an dem Morgen sehr neblig war, vielleicht haben wir es deshalb nicht entdeckt. Piratenmuseum interessiert mich auch nicht, aber die Burg würde ich schon besichtigen und von dem Hügel hat man vielleicht eine schöne Aussicht?

Ilona:
Hallo Christina,


--- Zitat von: Christina am 11. August 2025, 19:44:45 ---Der Kaktusgarten ist wirklich wunderschön, da hat der liebe Cesar der Insel aber doch eine riesige Anzahl an Sehenswürdigkeiten hinterlassen, das war mir bisher gar nicht so bewusst.
Der Surferstrand gefällt mir aber auch sehr gut, auch als Abwechslung zu all den "künstlich" geschaffenen Sehenswürdigkeiten.
--- Ende Zitat ---

ohne die "Aufhübschung" durch Manrique, wäre Lanzarote leider genauso trist wie Fuerteventura.

Hallo Paula,


--- Zitat von: Paula am 12. August 2025, 11:28:45 ---Hallo Ilona,

ich sehe schon, ich muss noch mal nach Lanzarote, von dem Tag heute kenne ich nur Teguise, den Rest habe ich verpaßt und dabei liiiiebe ich Kakteen! Das Castillo de Santa Barbara ist uns gar nicht aufgefallen, aber ich erinnere mich dass es an dem Morgen sehr neblig war, vielleicht haben wir es deshalb nicht entdeckt. Piratenmuseum interessiert mich auch nicht, aber die Burg würde ich schon besichtigen und von dem Hügel hat man vielleicht eine schöne Aussicht?
--- Ende Zitat ---

mit Sicherheit hat man vom Castillo eine gute Übersicht, sofern es nicht im Nebel versunken ist.

Den Kaktusgarten solltest du auf jeden Fall nachholen. Selbst wenn zwei oder drei Busse einfallen, drinnen verläuft es sich.

Übrigens ist der Botanische Garten nur ein paar Kilometer von Stratified City entfernt. Stratified City liegt sozusagen zwischen dem Kaktusgarten und Teguise.




 

Ilona:
8. Tag:  Slot Canyons und Ausklang

Für unseren letzten Urlaubstag hatte ich ein Schmankerl vorgesehen, mit dem man auf Lanzarote nicht rechnet, nämlich Slot Canyons.

Dazu fuhren wir in Richtung Tias. Neben dem großen Schild mit Aufdruck Municipio de Tias befindet sich der große Parkplatz. Allerdings ist die Einfahrt so weit vorne (siehe roter Pfeil),



dass wir zuerst vorbeigerauscht sind und in Tias wenden mussten. Vorher gibt es leider keine Wendemöglichkeit.

Das Gebiet heißt Las Grietas (auf Deutsch Gletscherspalten) de Montana Blanca. Die Flanke des 600 m hohen Vulkans Montana Blanca ist zerklüftet und voller Rinnen. Die drei größten und längsten Spalten sind Slot Canyons, durch die man sich abschnittsweise durchzwängen kann. Wir waren in unserem Element :happy2:.













Die Slots sind zwar nicht mit dem Südwesten der USA zu vergleichen, aber dennoch machte die Erkundung Spaß (kurzes Video) .

Leider war das Wetter an dem Vormittag regnerisch und zwischendurch tröpfelte es.







Anschließend fuhren wir in die Touristenhochburg Puerto del Carmen. Hier fanden wir im Parkhaus eines Einkaufszentrums einen freien Platz und schlenderten die Promenade entlang. Auch hier war es noch sehr bewölkt



und kaum jemand am Strand.



Entlang der Promenade sind Shops an Restaurants, deren Angebot auf die Briten ausgelegt ist. Deshalb fiel unsere Wahl auf ein indisches Restaurant. Die Preise waren überall ähnlich günstig.
 


Das Menü wurde auf einem silbernen Tablett serviert, wie das bei Thali-Gerichten so üblich ist. Wir mögen solche Blechnäpfe zwar nicht, aber geschmacklich war das Chicken Tikka ok und preislich sowieso.



Auf dem Weg zum Hotel füllten wir Toni erst- und letztmals so richtig ab. Bei 1,08 €/Liter war das ein Vergnügen.



Zudem war der Hybrid sehr sparsam. In den ersten drei Tagen ging nämlich die Tankanzeige immer rauf statt runter. 

Nach dem Tanken fuhren wir zum Hotel und ließen uns am/im Pool noch etwas die Sonne auf den mittlerweile nicht mehr blassen Pelz scheinen.

Der Betthupferlmann klopfte wieder pünktlich und diesmal tauschten wir die Schokokugeln gegen sein Trinkgeld. Mineralwasser hatten wir noch genügend. Dieser Service würde uns die nächsten Tage bestimmt fehlen.

Zum Ausklang tranken wir noch ein Glas Schaumwein aus der dritten Flasche, die wir jedoch nicht leer bekamen. Das Radisson Blu hat es wirklich zu gut mit uns gemeint :thumb:. 

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