11. Tag, Donnerstag, 29.05.
Die Heimfahrt wird uns den ganzen heutigen Tag beschäftigen, wir haben eine Strecke von ungefähr 1100 km vor uns.
Um 5.30 Uhr stehen wir auf, Frühstück, Abwasch, Müll raus, Betten abziehen, den Rest Packen und alles ins Auto laden und gegen 6.45 Uhr fahren wir los.
Die Bretagne verabschiedet sich von uns, wie wir sie die ganzen letzten Tage erlebt haben, mit tiefhängenden Wolken und immer mal wieder einem Nieselregenschauer. Kaum lassen wir die Bretagne bei Rennes hinter uns klart es auf und ab Chartres begleitet uns strahlender Sonnenschein bis Saarbrücken.
Wir machen recht viele, aber kurze Pausen und häufige Fahrerwechsel, bei Chartres fahren wir von der Autobahn ab zu einem Supermarkt (die Supermärkte haben in Frankreich am heutigen Feiertag geöffnet, wenn auch mit reduzierten Öffnungszeiten), um dort zu tanken und auf die Toilette zu gehen, Einkaufen brauchen wir nichts mehr, zum Glück, denn die Franzosen scheinen den Feiertag zum Einkaufen mit der gesamten Familie zu nutzen, es herrscht ein unglaublicher Trubel, was für ein Kulturschock nach der im Vergleich dazu ländlichen und ruhigen Normandie und Bretagne.
Paris umfahren wir südlich auf der sog. „Francilienne“, dennoch ist der Verkehr hier sehr dicht und das Fahren fast so stressig wie auf einer deutschen Autobahn.
Dann wird es wieder ruhiger, bei Reims zuckeln wir noch durch einen Baustellenstau, der uns eine halbe Stunde kostet. An der Grenze läuft es trotz den Kontrollen einigermaßen flüssig, wir stellen fest, dass es nun sogar Containerhäuschen gibt, in denen sich die deutschen Polizisten aufhalten können, oh man, bald haben wir wieder Grenzhäuschen wie früher, so traurig.
Inklusive Pausen sind wir 12h 45 min unterwegs und kommen gegen 19.30 Uhr zu Hause an. Wir hatten ziemlichen Bammel vor der langen Strecke, es ist schon einige Jahre her, dass wir so weit an einem Tag gefahren sind und man wird älter, aber es war tatsächlich sehr entspannt und stressfrei.
Insgesamt sind wir in diesem Urlaub 3476 km gefahren, davon ca. 2000 km auf der Hin- und Rückfahrt, also 1500 km vor Ort. An Maut haben wir insgesamt EUR 154,50 gezahlt.
Wetter: in der Bretagne bewölkt, immer wieder Nieselregen, ab Chartres sonnig, ab Saarbrücken stark bewölkt, ca. 15-24°C
Und gleich noch hinterher das Fazit:
Viel zu schreiben gibt es hier nicht, Frankreich, die Normandie und Bretagne haben uns wieder sehr gut gefallen, wir hatten einen wunderbaren Urlaub. Natürlich haben wir mal wieder nur einen kleinen Teil der von mir vorbereiteten Wander- und Besichtigungsmöglichkeiten geschafft, sowohl in der Normandie als auch in der Bretagne gibt es auch nach diesem Urlaub Stoff für mindestens jeweils eine weitere Urlaubswoche: die Cotentin Halbinsel in der Normandie und die südöstliche Ecke der Bretagne ab Lorient bis Nantes. Da können wir uns gut vorstellen, dies in ein paar Jahren zu einem neuen Urlaub zusammenzustellen.
Das Wetter hätte ich mir besser gewünscht, die trüben Tage sind vor allem für Fotos einfach doof, Sonnenschein ist natürlich besser, aber auch ein dramatischer Himmel mit vielen Wolken hätte mich schon zufrieden gestellt.
Menschenmassen gab es nirgends, aber es wird überall voller, auch in Frankreich sind die Zeiten vorbei, in denen es außerhalb der großen französischen Ferien menschenleer war.
Mein Knie hat mich nicht allzu sehr eingeschränkt, ob noch mehr oder längere Wanderungen möglich gewesen wären, kann ich natürlich nicht sagen.
Inzwischen habe ich die Knie OP hinter mir, dazu habe ich ja schon am Anfang des Berichts was geschrieben, der nächste Urlaub steht vor der Tür, mal sehen, wie gut mein Knie die geplanten Wanderungen mitmacht.