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Unterwegs in Florenz - März 2025
Silvia:
Nachdem ich von meinem Kurztrip nach Venedig 2024 so begeistert war ging es auch in diesem Jahr in den Faschingsferien nach Italien, genauer gesagt habe ich mich für Florenz entschieden und Claudia kam mit auf Tour.
Im Vorfeld habe ich mich relativ schnell für die Firenze Card entschieden, da dort fast alle Museen und Sehenswürdigkeiten enthalten sind (außer Dom mit seinen Museen) und wir haben bald festgestellt das es die richtige Entscheidung war. Anreise mit dem Nachtzug (den allerdings erst ab Wien).
Ich machte einen groben Plan, da einige der Museen nur mit Zeitfenster zu besichtigen sind und buchte diese teilw. online, teilw. telefonisch was alles super klappte.
Anreise Dienstag 04. März
Die Anfahrt mit dem Zug über München nach Wien - entgegen allen Erwartungen absolut pünktlich. Da wir den Nachtzug keinesfalls verpassen wollten hatten wir in Wien einen großzügigen Zeitpuffer eingeplant.
So spazieren wir dann gemütlich zum winterlichen Park vom Schloß Belvedere, das nicht weit entfernt vom Hauptbahnhof ist.
Am Bahnhof dann noch etwas essen und warten auf den Zug, dieser hat 30 min. Verspätung, aber jetzt ist es ja egal.
Diesmal ist es ein Nachtzug der neueren Generation mit Cabins.
Zufällig liegt Claudia direkt neben mir (obwohl einige Tage später gebucht) und wir können die Zwischentrennwand am Kopf öffnen
Auch sonst ist relativ viel Platz in der Mini-Cabin (bin ja von Rotel engere Verhältnisse gewöhnt)
Wir quatschen noch etwas, lese dann noch und mache relativ spät das Licht aus. Nachts ein paar Mal aufgewacht wg. der ungewohnten Umgebung und die etwas zu fest Matratze.
Ilona:
Bin zugestiegen :adieu: und hätte auch gerne so einen Schlafwagenplatz.
Silvia:
--- Zitat von: Ilona am 23. August 2025, 15:28:47 ---Bin zugestiegen :adieu: und hätte auch gerne so einen Schlafwagenplatz.
--- Ende Zitat ---
Willkommen an Bord Ilona, ich warne nur vor, die Tage sind gespickt mit Museen und Kirchen, wir gaben uns die volle Dröhnung :cool2:
1. Tag Mittwoch 05. März
Gegen halb 6 klopft es und das Frühstück wird serviert, nix besonderes (2 Brötchen, Butter, Marmelade, Kaffee), aber man hat was im Magen.
Kurz nach 7 Uhr sind wir dann in Florenz. Gemütlich spazieren wir zum Hotel und geben dort unser Gepäck ab, dann gleich weiter durch die leeren Gassen...
…. vorbei am Dom ...
… und runter an den Fluß zur berühmten Vecchio-Brücke, die sich uns im schönsten Morgenlicht präsentiert
Das Bauwerk gilt als eine der ältesten Segmentbogenbrücken der Welt (erbaut zwischen 1335 und 1345).
Seitlich entlang der Brücke befinden sich seit 1345 lückenlos aneinandergereiht kleine Läden mit zur Brücke hin gerichtetem Eingang. Ursprünglich waren auf der Brücke hauptsächlich Schlachter und Gerber ansässig. Die Schlachter warfen ihre stinkenden Abfälle in den Arno, die Gerber wuschen ihre Stoffe. 1593 wurden sie per Dekret von Cosimo I. de’ Medici durch Goldschmiede ersetzt, da diese keinen Abfall produzierten. Noch heute befinden sich zahlreiche Juweliere in den kleinen Läden auf der Brücke – um diese Zeit natürlich alle noch geschlossen.
Wir spazieren am Arno entlang zur nächsten Brücke (Ponte alle Grazie) und blicken zurück auf die Ponte Vecchio
Vorbei an der Piazza della Repubblica mit Triumphbogen ...
… geht es Richtung Bahnhof. Hier die Basilica of Santa Maria Novella
Zurück am Hauptbahnhof suchen wir das Touristenoffice und holen uns hier die Firenze Card ab. Praktisch gleich daneben ist der Eingang zum Museum/Kloster von Santa Maria Novella
Kreuzgang des Klosters
Blick nach oben
Kurz auch in die neue Basilica
Innenhof mit Kreuzgang
Weiter zu den Medici-Kapellen. Die Größe erschlägt einen anfangs fast.
Nie zu vergessen – der Blick nach oben
In der sog. Neuen Sakristei - Das Grabmal von Lorenzo di Piero de’ Medici (um 1880) von Michelangelo
... Fortsetzung folgt ...
Silvia:
... weiter geht's ...
Wir spazieren zum nächsten Punkt auf der Liste - dem Palazzo Bargello. Ich hatte mir bei der Vorbereitung etliche Museen ausgesucht nicht wg. den Ausstellungen dort, sondern weil sie in ehemaligen Palazzos (Palazzi?) untergebracht sind.
Palazzo del Bargello ist ein Stadtpalast in Florenz, der zwischen 1255 und 1261 errichtet und zwischen 1280 und 1346 erweitert wurde
Im Bargello, zum Teil in seinem Innenhof, befindet sich eine der bedeutendsten Skulpturensammlungen der Welt mit Werken von Michelangelo, Donatello, Benvenuto Cellini, etc...
David von Donatello
Die zum Teil feuervergoldete Bronzeplastik entstand in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts für Cosimo de’ Medici.
Wir fanden die Räume allein schon sehenswert
Michelangelo: Bacchus, 1496–1497
Mittagspause und dabei können sich die Füße etwas erholen. Gut gestärkt starten wir dann wieder durch.
Wenn man wie wir kreuz und quer durch Florenz spaziert kommt man immer wieder am Dom vorbei
Nächster Stop Orsanmichele, Kirche und Museum in einem. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich ein Tabernakel von Andrea Orcagna (Mitte des 14. Jahrhunderts).
Auf der anderen Seite des Gebäudes ging es dann ins Museum – nach oben. Sehr eindrucksvoll im Innern des faszinierenden gotischen Raumes in der 1. Etage ist die Ausstellung der großen Statuen auf Podesten, die einst in den außenseitigen Nischen untergekommen und nun alle restauriert wurden.
Hier interessierte uns weniger die Bildhauerkünste … sondern die Aussicht
Um 14 Uhr checken wir im Hotel ein und legen für 15 min die Füße hoch, dann starten wir noch einmal durch, ein letzter großer Punkt steht heute noch auf der Liste.
Neptunbrunnen auf der Piazza della Signoria
Und dann erobern wir die Uffizien (mit Firenze-Card und Timeslot innerhalb von 10 min. drin) – ein Kunstmuseum, das eine der wichtigsten kunsthistorischen Sammlungen der Welt beherbergt. Deren Schwerpunkt liegt auf der Malerei und Bildhauerei der Renaissance.
Neben den vielen Ausstellungsstücken faszinieren mich vor allem die Räume
In diesem Raum war die Decke mit Perlmutt verkleidet
Natürlich haben wir auch die berühmtesten Gemälde gewürdigt
Etwa 2 Stunden haben wir uns hier aufgehalten, wobei hier Kunstinteressierte sich den ganzen Tag vergnügen könnten.
Wir kehren mit qualmenden Füßen ins Hotel zurück und machen Picknick im Zimmer, da wir nicht mehr laufen wollten.
Paula:
Die Cabins sehen ja interessant aus, dann hat jetzt jeder Reisende eine Art abgeschlossene Kabine? Zusperren kann man die aber nicht oder? Und wo ist dann der Koffer? Im Schlafwagen gab es früher ja auch ein Waschbecken da konnte man sich wenigstens die Zähne putzen, wie ist das jetzt gestaltet?
In Florenz war ich zu Studentenzeiten mal, die Uffizien mussten wir leider auslassen wegen einer kilometerlangen Warteschlange, damals gab’s noch keine Tickets mit Timeslots, aber ich sehe auf deinen Fotos: das muss ich nachholen!
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