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WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien

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Susan:

--- Zitat von: Christina am 22. Dezember 2025, 17:43:04 ---Deine Collagen gefallen mir gut!
--- Ende Zitat ---

Dankeschön!  Auf die Casas Zafra und Morisco Horno de Oro sowie dem Bañuelo haben wir dann verzichtet. Sollen ja ähnlich aussehen.



Weiter geht’s …

Die Füße wollen sich noch etwas ausruhen, daher lösen wir nun unseren Gutschein für eine Fahrt mit dem Tren Touristico ein. Anders als so manch anderer ist das hier keine niedliche Bimmelbahn, sondern eher modern. Leider habe ich kein Bild gemacht, daher  schaut hier Wir steigen am Plaza Nuevo ein und dürfen nun eine rund anderthalb Stunden dauernde Runde drehen. Es gibt auch Hop-On-Hop-Off Tickets, allerdings nicht mit der Granada Card. Zwar kann man Audioguides in 12 verschiedenen Sprachen, u.a. auch deutsch, bekommen, wir haben auf die Erklärungen jedoch verzichtet.

Zuerst geht es in bekannte Gefilde, durch Gassen des Kathedralen Viertels. Dann drehen wir eine Runde im westlichen Teil von Albaicin, ehe wir durch die Puerta de Elvira in eine enge Gasse fahren wieder Richtung Plaza Nuevo. Dort juckeln wir nun weiter hinauf zur Alhambra und dann wieder retour.



Unterwegs sehen wir die verschiedensten Arten von netten Fassaden. Kommen auch durch ein neueres schickes Wohnviertel.



Einen netten Park mit Brunnenkaskaden können wir leider nur durch Bäume hindurch bewundern. Das müssten die Jardins del Trifuno gewesen sein. Am Wendepunkt vom Albaicin, dem Mirador de San Cristóbal steigen einige Mitreisende aus, andere ein. Für ein Foto von dort oben sitzen wir leider auf der falschen Seite. Einige Abschnitte der Strecke sind auch weniger ansehnlich, Bauruinen und kunstlose Graffiti.  :(

Praktisch ist der Zug für Einblicke in die Gassen und den Lädchen darin  ;)




Puerta de Elvira, Anfahrt Alhambra, Alhambra Puerta de la Justizia

Die Alhambra ist der eigentliche Startpunkt der Bahn, daher ist hier wieder ein großer Fahrgastwechsel. Wir rollen wieder hinunter zum Plaza Nuevo. Die Tour ist ganz nett um einen Überblick zu bekommen, mit Hop-On-Hop-Off Option hat man bestimmt noch etwas mehr davon. Übrigens war der Zug immer voll belegt.

Wir steigen um in den Citybus und lassen uns erneut den Albaicin hinauf fahren. Schließlich müssen wir noch den bekanntesten Aussichtspunkt besuchen  ;)  Mirador de San Nicolás Wir waren nicht die einzigen mit der Idee  ;D  Es dauert zwar noch eine ganze Weile bis zum Sonnenuntergang, trotzdem steppt hier schon der Bär. Immerhin haben wir noch Gelegenheit, für Fotos an die Brüstung gelassen zu werden. Ich sage bewusst noch, denn später war da alles belegt.



Leider können wir Christinas Tipp mit dem Garten der Moschee nebenan nicht folgen, da findet grad eine private Veranstaltung statt. Auch die Iglesia de San Nicolás ist nicht zugänglich.



Wir entfliehen dem größten Trubel zu einem kleinen Platz hinter der Kirche.



Dort können wir auch nett unter einem Schirmchen sitzen und einen Aperitif genießen  8) Mir ist so nach Sangria, doch der nette Kellner meint, das hätten sie leider nicht. Das, was die Damen am Nachbartisch so süffeln, ist "Tinto de Verano". Sieht ähnlich aus, schmeckt auch lecker und erfrischend. Da macht es auch nichts, dass das später nachgeschlagene Rezept enthüllt, dies ist Rotwein mit Zitronenbrause.

Und hier nun noch unsere Panoramaaufnahme der Alhambra vom Mirador aus.



Da es immer voller wird, warten wir nicht bis zum Sonnenuntergang, sondern fahren wieder abwärts, spazieren zum Roller zurück und düsen Heim gen Campingplatz.


Susan:
Mit einem Bild von der weihnachtlichen Twinkle Light Cruise aus Hannover



verabschiede ich mich in die Weihnachtspause   ;)

Ich wünsche euch allen

Fröhliche und entspannte Weihnachten!

Christina:
Diesen Tren Touristico habe ich nicht gesehen bzw. ist er mir nicht aufgefallen, nur die kleinen Linienbusse, die ihr ja auch noch genutzt habt und die auch durch die engen Albaicin Gassen gefahren sind.

Schade, dass sowohl Moschee Garten als auch Kirchturm ausgefallen sind als Alternative zum vollen Platz. Bei der Kirche hatte ich schon gelesen gehabt, dass sie nicht immer offen ist und war überrascht, dass sie ausgerechnet im Winter bei eher wenigen Touristen geöffnet hatte. Aber immerhin konntet ihr noch ein schönes Foto von der Alhambra machen.

Susan, ich wünsche Dir auch Frohe Weihnachten!

Paula:
An den Blick vom Mirador aus kann ich mich noch gut erinnern, das ist einfach eine herrliche Stadt!
Bin im Moment leider etwas erkältet und selbst das Reiseberichtlesen geht mit Kopfschmerzen schlecht, ich nehme mir auch eine Weihnachtsauszeit.

Ich wünsche dir schöne Weihnachtsfeiertage! Der VW Weihnachtsmann gefällt mir, Weihnachten mit Lokalkolorit  ;D

Susan:
Ich hoffe, ihr habt alle schöne Feiertage verlebt!

Da es hier seit Tagen mal wieder grau in grau und ungemütlich ist, versetze ich uns mal schnell wieder in den sonnigen Süden

4. Oktober   Waschtag & Sacromonte

Euch ist es vielleicht nicht so aufgefallen, doch wir sind schon 3 Wochen unterwegs. Die saubere Unterwäsche geht zur Neige.   ;) Zum Glück verfügt der Campingplatz nicht nur über Waschmaschinen, sondern auch Wäschetrockner. Waschpulver ist schon drin in der Maschine und bezahlt wird mit Karte.

Am Nachmittag machen wir uns einmal mehr auf den Weg in die Stadt. Zwar bietet auch der Campingplatz Touren zum Sacromonte - inklusive Flamenco Show-  an. Doch grad an einem Samstag machen wir das lieber auf eigene Faust. Geparkt wird im Kathedralen Viertel, dann fahren wir mit dem Citybus C34 hinauf nach Sacromonte. Selbst mit dem kleinen Bus ist es eng in den Gassen, die zahlreichen Fußgänger müssen sich schon in Hauseingänge quetschen um den Bus vorbei zu lassen. Ich hatte vorher erkundet, an welcher Haltestelle wir aussteigen müssen. Dummerweise werden die jedoch nicht angesagt, so dass wir prompt eine zu weit fahren.  ::) Glücklicherweise steht dort wenigstens ein Hinweisschild zum ersten Ziel. Heißt rund 300 m zurück auf der Straße und dann den steilen Abhang hinauf.

Wie Christina ja schon berichtet hat, siedelten hier ab dem 16. Jahrhundert Sinti und Roma in Höhlenwohnungen. Wie das ausschaute, können wir gut im Museo Cuevas del Sacromonte nachvollziehen. Der Eintritt kostet 5 Euro pP und wir bekommen einen Schnellhefter mit Erklärungen in deutsch. Begrüßt werden wir von einer rostigen Band  ;), dann geht es auf einen Rundgang durch verschiedene Höhlen.







Ähnlich wie viele Häuser im Süden wurden auch die Felsen rund um die Höhlen und diese innen weiß gekalkt. Der Kalk sorgt u.a. für Stabilität, tötet Pilze und Bakterien ab und reflektiert die Sonnenstrahlung, somit für eine angenehme Temperatur innen. 

Wir sehen Wohnhöhlen, eine Küche mit integriertem Schweine- und Hühnerstall sowie verschiedene Handwerksbereiche.






Weben und Töpfern


Korbflechten und Schmiede

Eine weitere Ausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte des Flamenco. Offenbar lernten schon kleine Kinder diesen Tanz, das zeigt ein Video.



Zwischendrin kommen wir an Kanälen und Wasserbecken vorbei. Mit all dem Seerosengrün erst schwer zu sehen: da leben auch einige Frösche drin



Nach dem Rundgang spazieren wir noch zu einem Ausstellungsgebäude am Hang, einer Schatzhöhle und dem Mirador bei den Höhlen.



Der Legende nach vergruben die maurischen Adligen auf ihrem Weg ins Exil hier ihre Wertsachen aus Angst vor Räubern. Sie hatten ja noch die Hoffnung eines Tages zurückzukehren. Um sich nicht mit ihnen zu belasten, ließen sie auch ihre afrikanischen Sklaven frei. Die hatten nun weder Besitz noch ein Heim, kannten jedoch die Gedankengänge ihrer ehemaligen Herren. So beschlossen sie, in die Berge zu gehen und die Schätze für sich zu bergen. Sie hoben Gräben, Gruben und Höhlen aus, jedoch ohne Erfolg zu haben. Ihnen blieb daher nichts anders übrig als in den Höhlen zu leben. Später, nachdem sie sich schon mit den Gitanos vermischt hatten, gab es weitere Versuche die vermuteten Goldschätze zu finden. Doch bis heute ist nicht bekannt, ob es einigen von ihnen tatsächlich gelungen ist.

Die Ausblicke am Mirador gehen zum Camino de Sacromonte mit weiteren Höhlen und natürlich hinüber zur Alhambra.





Wir stiefeln den Berghang wieder hinunter und kehren auf einen Aperitif - ein Alhambra Bier - in eine kleine Bar ein.




Sacromonte

Eigentlich hatten wir überlegt, hier irgendwo essen zu gehen. Doch nachdem hier ein Kleinbus nach dem nächsten Gäste ausspuckt, versuchen wir unser Glück lieber in der Stadt. Mit dem nächsten C34 fahren wir also wieder hinunter zur Kathedrale. Mittlerweile ist es dunkel geworden, doch es ist so einiges los hier in den Gassen. Wir können nochmal die Capilla Real ablichten und die Kathedrale, auf dessen Vorplatz ziemlicher Trubel herrscht. Wir kommen an der Plaza de Romanilla vorbei und bemerken dort erstmals das Denkmal zu Ehren der Wasserverkäufer, die einst das Wasser aus der Zisterne der Alhambra in die Stadt gebracht haben.



An Restaurants besteht hier kein Mangel - an Gästen darin allerdings auch nicht. Einer der Wirte lächelt uns so freundlich an, da sagen wir nicht nein, obwohl er leider nur noch Tische innen frei hat. So landen wir in der Antigua Taberna der Cathedral. Kersten nimmt das Tagesmenue, bestehend aus einem großen gemischten Salat, Albondigas (Hackbällchen in Tomatensauce) und einen Schokopudding für sage und schreibe 9,90 Euro. Ich wähle unter den Tapas, zum Glück nur 3, denn auch die Portionen sind nicht klein. Dazu gibt es mal wieder Tinto de Verano.



(Das Bild von den Albondigas ist leider verwackelt).

Danach bummeln wir zurück zum Roller und fahren heim. Mittlerweile finden wir den Weg fast ohne Navi  ^-^

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