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WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien

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Susan:

--- Zitat von: Ilona am 06. Januar 2026, 11:28:47 ---Tropfsteinhöhlen gehen immer :thumb:.

--- Ende Zitat ---

Genau  ;D

Die Küste Andalusiens ist wirklich sehr zugebaut. Wir waren etwas erstaunt, dass das mittlerweile sogar für diese Gegend gilt. Kaum vorstellbar, wie voll es dort sein muss, wenn wirklich alle "Hütten" belegt sind :P Außer den bekannten Prachtbauten bietet Andalusien auch noch interessante Bergwelt, wie wir langsam feststellen. Da gäbe es noch so einiges zu erkunden.

Wir haben wirklich etliche Damen und Mädchen aller Größen gesehen, die die Flamencokleider trugen; bei der Fiesta sowieso doch auch an normalen Samstagen oder Sonntagen.


--- Zitat von: Paula am 06. Januar 2026, 15:03:00 ---das tut mir sehr leid Susan 
--- Ende Zitat ---

Danke dir. Einmal mehr sind wir bestätigt in unsere Meinung nichts auf "später mal" zu verschieben

Susan:
13. Oktober  Durch die Berge nach Ronda

Heute geht es weiter uns zwar zurück in die Bergwelt. Das Navi rechnet "quer durch" als die schnellste Route, also probieren wir die mal. Umgeht wenigstens auch Malaga. Da heute noch Feiertag ist, verzichten wir auf den Stopp beim Felsenmeer El Torcal de Antequera. Tatsächlich soll der Parkplatz da überfüllt gewesen sein, hören wir später.
So zockeln wir durch verschiedene Sierras hier in der Gegend.





An Stauseen vorbei



im Player läuft "Wave after Wave" doch hier gilt eher ein Berg nach dem anderen  ;)







Wir kommen auch an dem Abzweig zu den Orten am Caminito del Rey vorbei, den wir ebenso links liegen lassen.  Unser Ziel ist der Campingplatz EL Sur bei Ronda, den ich kurzfristig reservieren konnte. Dort waren wir schon ein paar Mal und auch diesmal bekommen wir einen netten Stellplatz.


Eingang mit Cervantes Denkmal

Auf dem Platz verteilt stehen noch mehr, vielleicht Szenen aus seinen Werken?





Enten scheinen auch beim Platz zu leben. Sie tauchen immer mal wieder auf und futtern sogar Oliven, die vertrocknet von den Bäumen gefallen sind. Fragt mich nicht, wie die das mit den Kernen machen.  8)



Den Nachmittag verbringen wir relaxt am WoMo
 :read2:



Ilona:

--- Zitat ---Enten scheinen auch beim Platz zu leben. Sie tauchen immer mal wieder auf und futtern sogar Oliven, die vertrocknet von den Bäumen gefallen sind. Fragt mich nicht, wie die das mit den Kernen machen.  8)
--- Ende Zitat ---

Entweder die Kerne gehen unverdaut durch oder werden als "Mahlsteine" genutzt. Ich kenne mich mit Entenmägen leider auch nicht weiter aus.

Hauptsache, es schmeckte den Flossenfüßlern.

Christina:

--- Zitat von: Susan am 08. Januar 2026, 19:21:48 ---

Wir haben wirklich etliche Damen und Mädchen aller Größen gesehen, die die Flamencokleider trugen; bei der Fiesta sowieso doch auch an normalen Samstagen oder Sonntagen.



--- Ende Zitat ---

Sogar an normalen Wochenenden, das ist mir bei meiner Winterreise entgangen, denn da war es trotz für deutsche Verhältnisse milder Temperaturen für solche Kleider zu kalt.

Susan:
14. Oktober   Ronda - Camino del Tajo & El Mercadillo

Wie schon kurz erwähnt ist dies nicht unser erster Besuch von Ronda. Zwar ist der letzte nicht ganz so lange her, wie ich erst dachte, doch immerhin auch schon 15 Jahre.

Die Stadt liegt auf einer Höhe von 723 m in der gleichnamigen Sierra und zwar auf einem rundum steil abfallenden Felsplateau.  Mitten durch geht eine etwa 100 m tiefe Schlucht des  Río Guadalevín, El Tajo genannt.


Kachelbild der Stadt

Gesiedelt wurde dort schon in der Steinzeit; Spuren dazu – sprich Höhlenmalereien - in der 20 km entfernten Cueva de la Pileta. Es folgten Phönizier, Kelten, Griechen, Römer, Byzantiner und schließlich anno 713 die Mauren. Der Statthalter in Al-Andalus ließ eine Burg auf den Ruinen der römischen Befestigungsanlagen an der Südseite der Schlucht errichten. Darum herum entstand La Ciudad. Der jüngere Stadtteil El Mercadillo auf der anderen Schluchtseite entwickelte sich erst nach der Rückeroberung durch die Christen.

Wir fahren mit dem Roller bis zum Platz beim alten Stadttor Almocábar und parken dort. Weiter oben soll es nämlich wieder Zonen geben, in denen nur Anwohner fahren dürfen. Durch Gassen und über Treppen vorbei an Überresten der Maurenburg spazieren wir hinauf zur Plaza Duquesa de Parcent. Der Platz ist nett bepflanzt, an drei Seiten flankieren ihn Kloster und Kirche Colegiata de Santa María la Mayor. Diese wurden Ende des 15. Jahrhunderts unter König Ferdinand II. an Stelle der früheren großen Moschee der Stadt erbaut. Das Minarett wurde zum Glockenturm umgebaut, wie so oft in den Orten Andalusiens. Wir sind nicht ganz sicher, ob das Gebäude an der letzten Längsseite das Rathaus oder - wegen der vielen Streifenwagen - die Polizeidirektion ist.



Dort oben gibt es auch einen gebührenpflichtigen Parkplatz, der schon gefüllt zu sein scheint. Wir spazieren weiter durch die Gassen und kommen dabei am Palacio de Mondragón vorbei. Dies ist eines der wenigen arabischen Herrenhäuser, die nach einem Erdbeben 1580 wiederaufgebaut wurde. Heute beherbergt es das Museum für Lokalgeschichte. Leider versäumen wir es den Palast zu besuchen. Als nächstes kommen wir zur Plaza de María Auxiliadora. Hier herrscht ziemlicher Trubel: Verkaufsstände von Künstlern, Musiker und viele Besucher, insbesondere französische Schulklassen. Für Bilder von dem an sich hübschen Platz steht immer wer im Weg  ::) Der liefert außerdem schon mal Ausblicke auf die westlichen Klippen und ist Startpunkt für den Wanderweg hinunter zu Aussichtspunkten auf die Schlucht El Tajo.



Wir lassen den Schulklassen den Vortritt und folgen ihnen unauffällig den gepflasterten Weg hinunter, zumindest bis zum weißen Casa de Monolillo. Dort beginnt nämlich der am 18. April 2024 eröffnete Camino del Desfiladero del Tajo. Er ersetzt den alten Trampelpfad und ist besser gesichert.  Für 5 Euro pP erhalten wir Haarnetz und Helm und dürfen dem ersten Abschnitt bis fast auf den Grund der Schlucht folgen. Wie wir später noch sehen werden, wurde bereits damit begonnen, den Weg durch die gesamte Schlucht hindurch zu verlängern.

Schon bald kommt Rondas berühmtestes Bauwerk in Sicht: die im 18. Jahrhundert erbaute


Puente Nuevo
Sie verbindet seitdem auf 98 m Höhe die beiden Ortsteile. Der schon frei gegebene Teil des Camino endet am Fuß des Brückenpfeilers. Von dort aus sehen wir die alte Wasserleitung, die einst für den Betrieb von Mühlen genutzt wurde. Von denen sind noch Ruinen erhalten.

Weitere Eindrücke vom Camino



Bei der Casa wurde ein Mirador angelegt, zu dem man allerdings nur nach Rückkehr vom Camino kommt. Letzte Blicke auf Brücke und Schlucht - zumindest von dieser Seite  ;)



Hier unten waren wir vorher noch nie. Der Weg von der Plaza aus führt noch weiter bergab, u.a. zu den Mühlenhäusern. Wir steigen jedoch wieder nach oben, spazieren weiter bis zur Brücke und queren diese. Da ist nun wirklich richtig viel Betrieb, auf Straße wie auf den Fußwegen  ::) Uns kommt eine Reiseleiterin mit TUI Schildchen entgegen. Das veranlasst Kersten sein Schiffsradar zu checken. Yep, im Hafen von Malaga liegen zwei Kreuzfahrtschiffe, daher also all die Grüppchen hier.


Ausblicke von der Brücke aus

Der Parador de Ronda liegt direkt am nördlichen Ende der Brücke; an dem Gebäude wird gebaut. Deshalb sind einige der uns bekannten Miradores nicht zugänglich. Weiter geht's zur Plaza de Toros. Ronda ist auch bekannt für seine Stierkampfarena, eine der ältesten Spaniens. Hier soll eine eigene Art dieses Wettkampfs erfunden worden sein. Wir haben keine Lust, diese und das angeschlossene Museum zu besichtigen, daher habe ich ein Bild aus 2004 eingefügt.



Es ist schon verlockend, sich in eine der Kutschen zu setzen und herumfahren zu lassen. Tapfer widerstehen wir  ;) und schauen uns im Park Blas Infante um. Neben dem vielen Grün fallen hier die Statuen auf.



Ernest Hemingway nahm in seinem Roman Wem die Stunde schlägt Bezug auf tatsächliche Vorgänge in Ronda zur Zeit des Spanischen Bürgerkrieges. Orson Welles verbrachte als 18-Jähriger einen Sommer hier und war sehr beeindruckt von der Stadt. Auch weitere Berühmtheiten lebten zeitweise hier. 1984 verfilmte dort Francesco Rosi die Oper Carmen mit Julia Migenes und Plácido Domingo. Madonna nutzte Rondas Stierkampfarena 1994 als Kulisse in ihrem Video Take a Bow.

In der südwestlichen Ecke gibt es einen Aussichtpunkt mit Pavillion. Von dort aus können wir hinüber schauen zur Felswand mit dem Camino del Tajo.



Der Weg um die Ecke herum zurück zur Brücke ist wahrscheinlich ebenfalls wegen der Baustelle am Parador abgesperrt.

Wir bummeln zurück zur Stierkampfarena und weiter durch die Gassen bis zur Plaza del Soccoro mit der Kirche Nuestra Señora del Socorro. Leider nicht offen.



Das Denkmal von Herkules mit den Löwen stand früher mal in einem Brunnen.


Fortsetzung folgt...

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