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WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien

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Susan:
Eine Bootsfahrt, die ist lustig ....


Es kommen immer mehr Leute, es wird viertel vor (wir sollten 15 Minuten eher da sein) und 16 Uhr, doch kein Boot in Sicht. Die ersten gehen schon wieder zum Ticketkiosk, als endlich die Helios in Sicht kommt. Die Gäste, die die Croisière Cité gemacht haben, gehen von Bord und wir dürfen einsteigen. Das Boot wird voll, heißt hier und da sind für Fotos Leute im Weg. Wir haben die Croisière Nature gebucht, heißt wir schippern Richtung Westen. Leider kommen wir so an keiner Aussicht auf die Festungsstadt vorbei. Unterwegs werden wir mit Erklärungen beschallt, auf französisch und englisch. Dabei ist letztere immer etwas knapper gehalten. Für andere Sprachen, z.B. spanisch für unsere Sitznachbarn, gibt es eine Mappe mit Fotos und Erklärungen.

Kurz zur Erinnerung: der Canal du Midi ist ein Wasserweg vom Mittelmeer nach Toulouse, der 1681 fertig gestellt wurde. Als Ergänzung bis in den Atlantik diente der Fluss Garonne. Später wurde auch da ein Seitenkanal gebaut. Damals bedeutete der Kanal eine enorme Erleichterung für den Handel, musste man ja nicht mehr die iberische Halbinsel umfahren. Heute dient er hauptsächlich der Freizeitschifffahrt. Auch britische Hausboote schaffen es so nach Carcassonne  ;)



Wir unterqueren einige Brücken, rechts und links sehen wir erstmal nur struppige Böschung.




etwas hübscher

Zumindest Stelzvögel scheinen sich da wohl zu fühlen




laut App ein Graureiher

Bald jedoch wird der Kanal mehr von Bäumen flankiert. Die ursprünglich gepflanzten Platanen sind von einer Pilzkrankheit befallen, jetzt experimentiert man mit resistenteren Baumsorten.





Nebenher auf den alten Treidelwegen sind heutzutage viele Radfahrer unterwegs.


Gegenverkehr

Nach 3440 m (laut Inschrift) kommen wir zum l'Epanchoir de Foucaud.





Wir halten hier für einen Erfrischungs- und Boxenstopp; auch regionale Produkte soll man hier erstehen können. Wir bleiben an Bord, denn wir haben keine Lust uns in die Schlangen einzureihen.
Wenn ich mich recht erinnere, gibt es beim Haus so etwas wie Revisionsschleusen. Damit legt(e) man den Kanal abschnittweise zur Reinigung trocken. Was dabei so alles gefunden wird: von jeder Menge Plastikflaschen über Einkaufswagen und Fahrrädern hin zu kompletten Autos.
Erschreckende Zahlen :hammer:

Als wir da so vor uns hin dümpeln, braust ein Hausboot vorbei. Da wird unser Käptn aber ganz fuchsig. Weiß nicht, ob es Geschwindigkeitsbegrenzungen auf dem Kanal und Strafzettel gibt, jedenfalls hat er sich die Bootsnummern notiert.



Wir kreuzen noch 1682 m weiter nach Westen. Hier säumen zum Teil mal Zypressen das Ufer,



zum Teil überspannen die Äste fast den ganzen Kanal



Irgendwo liegt dann ein Wrack am Ufer



Auf Nachfrage erklärt die Reiseleiterin, dass die Gemeinde das erst nach 16 Monaten entfernen darf, wenn bis dahin der Eigentümer nicht ermittelt werden kann.
Wir nähern uns der Schleuse La Douce und durchfahren sie.






Schleusenwärter Haus


nach der Schleuse

fahren wir noch ein kurzes Stück, drehen dann und schippern zurück nach Carcassonne.



Gegen 18: 20 Uhr sind wir wieder am Hafen. Alles in allem haben wir diese Bootstour genossen; kostete übrigens 11 Euro pP. Mit dem Roller düsen wir zurück zum Campingplatz zum üblichen Abendprogramm.

Ilona:
Solche Narrowboote kenne ich von England. Manche sind richtige Schmuckkästchen.

Die Bootsfahrt hätten wir auch gemacht. 11 € finde ich dafür nicht zu teuer und man hat vom Wasser aus einen anderen Blickwinkel.

Paula:
ein paar Tage auf einem Hausboot über den Canal Midi würde ich auch mal gerne machen, aber das findet Josef zu langweilig  :(
dass man Ausflugsfahrten machen kann wußte ich gar nicht, wir sind damals am Kanal entlang gewandert, die Perspektive vom Boot aus ist aber einfach mal was anderes. Nach Frankreich fahren wir sicher noch öfter, das merke ich mir mal!

Christina:
Da lohnt sich in Carcassonne nicht nur die Burg/Schloss und Stadtmauer, gefällt mir gut die Unterstadt.

Ein netter Bootsausflug im schönen spätnachmittäglichen Licht, aber tatsächlich ein bisschen schade, dass es nicht auch noch Blicke auf die Stadt gab. Wenn ich mich richtig erinnere, war der Canal du Midi ja auch so ein endlos Projekt mit vielen Verzögerungen, immer höheren Kosten und stand mehrmals vor dem Aus - und heute erfreut man sich immer noch daran.

Susan:
19. September  Fahrt in die Pyrenäen nach Bielsa

Heute heißt es endlich:  Vamos a España!  ;D

Vorher stocken wir beim Carrefour noch unsere Vorräte auf.
Die Autobahnen machen einen Schlenker über Toulouse, den möchte Kersten vermeiden. Die Abkürzungsstrecke ist gar nicht soo viel kürzer und deutlich langsamer, doch zumindest kostenfrei.  ::)
Wir landen schließlich auf der La Pyrénéenne (A64) und folgen ihr eine Weile.



Bei der Ausfahrt 16 fahren wir ab und südwärts ins Gebirge.



Langsam schrauben wir uns hinauf auf 1825 m Höhe. Die Aussichten dabei werden immer spannender.





Wir kommen durch einige Ortschaften, sehen aber auch einzelne Gehöfte am Hang.





Das gewaltige Bergmassiv des Pyrenäenhauptkamms mit den Pics Marioule und de l’Aiguillette stellt sich uns in den Weg.



Um dem Verkehr die Überquerung der Pyrenäen hier zu ermöglichen, wurde ein Tunnel in den Berg gesprengt und 1976 eröffnet.  Obwohl die Straße zweispurig ist und nicht allzu eng, wird die Durchfahrt von einer Ampel geregelt, die angeblich alle 11 Minuten umschaltet. Als wir ankommen, wird sie natürlich grad rot.  ::)
Gibt uns Zeit, die Ausblicke hier zu genießen. 


westlich


südöstlich
Auf dem Bild schwer zu erkennen, Wasserfälle kommen hier die Felsen hinunter. Der Parkplatz ist für Wanderer und Kletterer gedacht, es gibt einige Bergrouten hier oben.

Ich habe nicht die Zeit gestoppt, ob es wirklich 11 Minuten waren, doch schon bald bekommen wir grünes Licht.
Mit der Fahrt durch den drei Kilometer langen Tunnel geht es über die Grenze nach Spanien und wieder hinunter auf 1675 m. Das Willkommensschild verpasse ich irgendwie. Nach weiteren 12 Kilometer bergab bis etwa 1025 m Höhe erreichen wir unser Quartier für die nächsten Tage: Complejo Touristico Camping Bielsa. Der Campingplatz ist nett in Terrassen am Berghang angelegt. Außerdem gibt es ein Aparthotel dort und Bungalows zu mieten. Restaurant, Cafeteria und Pool haben wir nicht getestet.




Aussichten

Nach einer Kaffeepause erkunde ich kurz die nähere Umgebung. Im Tal fließt der Rio Cinca. Ans Ufer komme ich nicht heran, das ist eine Schafsweide abgesperrt.



Richtung Süden führt der Weg bald vom Flussufer weg, Richtung Norden bei der Brücke habe ich dann freie Sicht



Der Weg geht hier zwar neben dem Fluss weiter, Büsche und Bäume erlauben aber kaum Ausblicke.

Tagsüber hatten wir so um die 28°C. Leider kommt hier schnell Schatten ins Tal und es wird frisch.


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