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WoMo Herbsttour 2025 - Quer durch Spanien
Silvia:
Springe auch mit auf :adieu: und bin wie Christine etwas neidisch auf die 50 Tage - sei euch aber gegönnt, vor allem da ihr sie ja mit uns teilt ;D
Susan:
:welcome: an Bord! Schön, dass ihr dabei seid!
Wärme und Sonne kann ich euch auf jeden Fall bieten. Die lange Zeit haben wir uns mal gegönnt, schliesslich muss sich die weite Anreise ja lohnen ;) Es hätten sogar mehr als 50 Tage werden können, hätten wir a) mehr Pillen mitgenommen und wäre b) nicht etwas dazwischen gekommen. Später mehr dazu.
Bis Südspanien wird es noch eine Weile dauern, doch zwischendrin gibt es auch viel Interessantes. Jetzt bleiben wir allerdings erstmal noch zwei Tage in Frankreich. Ein wenig von den drei Fahrtagen erholen 8)
Susan:
17. September La Cité de Carcassonne
Vor über 20 Jahren haben wir eine Zeitlang oft Carcassonne gespielt. Soweit ich mich erinnere, ging es da um die Besiedlung und Vorherrschaft rund um die mittelalterliche Stadt.
Nun wollen wir uns die originale Gegend mal anschauen. Wir satteln den Roller und machen uns auf den Weg zur Cité. Beim vierten oder fünften Kreisel fährt Kersten vorschnell in Richtung Centre, so gelangen wir zum Bahnhof. Immerhin sind wir in der richtigen Stadt
Allerdings sehen wir hier keine Schilder zur Cité, ich dirigiere den Gatten nach Sonnenstand. Dadurch kommen wir zur Neuen Brücke und zu einem ersten Blick auf die mittelalterliche Festung nebst alter Brücke.
Schon die Römer gründeten auf dem Hügel am Ufer der Aude eine Siedlung. Im Mittelalter wurde sie zu einer beeindruckenden Festungsstadt ausgebaut. Sie war Zentrum der Katharer, einer anti-katholischen Glaubensgemeinschaft, und später der Inquisition. Irgendwann verfiel die Festung, sie wurde dann im 19. Jhd. restauriert. Mit ihrer drei Kilometer langen doppelten Stadtmauer und den 52 Türmen gilt sie als größte in Europa. Kein Wunder, dass sie zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.
Nun finden wir auch wieder Wegweiser und kommen schließlich zum anvisierten Parkplatz beim Haupteingang der Altstadt.
Porte Narbonnaise,
imposantes Stadttor, das etliche Sicherheitsvorkehrungen aufweist; von Zugbrücke über Fallgitter bis Pechlöcher.
Begrüßt werden wir hier von
einem der Orlinski Gorillas und Madame Carcas.
Diese Dame, einst Herrin der Cité, muss der Legende nach sehr pfiffig gewesen sein. Als nämlich die Burg belagert wurde und der Hunger die ersten Opfer forderte, ließ sie ein fett gemästetes Schwein von der Burgmauer werfen. Die Angreifer, selbst schon erschöpft, dachten sich daraufhin, dass es wohl noch eine ganze Menge solcher Tiere in der Festung geben müsste. Niedergeschlagen gaben sie auf und zogen ab. Zum Jubel über das Ende der Blockade läuteten die Burgglocken. Da soll einer der Feinde gesagt haben: "Madame Carcas sonne " (Madame Carcas läutet). Und so kam die Stadt zu ihrem Namen. ^-^
Hier mal ein Plan der Cité für die Übersicht.
Unser erstes Ziel in der Altstadt ist das Château Comtal des Grafen von Trencavel. Eintrittskarten hatte ich bereits zuhause online besorgt und musste dabei weder einen bestimmten Tag noch eine Uhrzeit vorwählen. Kosten 19 Euro pP in der Hauptsaison. Ein modernisiertes altes Bollwerk markiert den Eingang;
eine Brücke über den nun trockenen Graben führt uns ins Château.
Auch hier nochmal eine starke Mauer und ein stark befestigtes Tor.
Der Rundgang führt uns durch Räume des Schlosses und auf der Burgmauer entlang zu einem großen Innenhof. Dabei sind die Räume mit ein paar Ausstellungsstücken weniger interessant als die Aussichten von der Mauer.
Museumsartefakte
eine Art Kapelle,
in der erst kürzlich bei Restaurierungsarbeiten alte Deckenmalereien freigelegt wurden
Wehrgang im Château
und Ausblick von dort
die Kirche Saint Gimer
am Fuße des Burgbergs
Cour d'honneur,
der Innenhof
Der Schatten spendende Baum ist willkommen für eine kleine Rast. Wegen der Rollerfahrt tragen wir lange Hose, dafür ist es mittlerweile aber irgendwie zu warm :girly:
Burg vom Hof aus
Fortsetzung folgt ...
Susan:
Weiter geht's ...
Frisch betankt mit Rhabarberschorle können wir nun eine Wanderung unter die Füße nehmen. Von Hof aus startet nämlich der Rundweg auf der Stadtmauer; 3 km lang und ein stetes Treppauf - Treppab. ::) Denn wir müssen ja durch die zahlreichen Türme durch.
Eindrücke gefällig? Voila
Auf der "Innenseite" schauen wir auf die Gassen und Häuserdächer der Cité, haben einen vollständigeren Blick auf das Château.
und erspähen kleine Gärten
Außerdem kommen wir an der Basilika Saint Nazaire vorbei, sowie an dem auf dem ehemaligen Klostergelände errichteten Jean Deschamps Theater
Hier finden diverse Veranstaltungen und Konzerte statt, so auch das jährliche Carcassonne Festival. Leider nichts während unserer Tage hier.
Auch zu sehen das 5-Sterne-Haus Hôtel de la Cité. Es wurde 1909 eröffnet und hatte schon viele Hollywood-Stars zu Gast.
Nach außen schauen wir einfach weiter die Mauer entlang,
durch die Zinnen auf Weinberge und die Unterstadt von Carcassonne,
sowie auf weitere Befestigungsanlagen
Uff, nun haben wir uns aber eine Erfrischung verdient ;D Wir verlassen das Château und tauchen in die Gassen ein. Lokale gibt es hier genug, nur scheinen die meisten grad ein (spätes) Mittagessen zu servieren. Schließlich finden wir doch ein Café, das Eisbecher auf der Karte hat 8)
Danach sind wir bereit, durch die Altstadt zu schlendern. Wir besuchen kurz die Basilika Saint Nazaire.
Die Errichtung des heutigen Baus begann im 11. Jahrhundert und er besteht aus romanischen und gotischen Teilen. Doch schon vorher soll hier eine Bischofskirche gestanden haben. Diese Funktion hat die Basilika allerdings nicht mehr.
Eindrücke aus den Gassen
Neben Deko-Gedöns und den üblichen Andenken gibt es hauptsächlich alles für kleine Ritter und Ritterfräulein zu kaufen ;)
Ein bisschen enttäuscht war ich, dass der Mittelaltermarkt nicht geöffnet war. Entgegen der Info im Internet als auch dem Schild am Zaun zu besagter Stelle. So Vorführungen über das Leben zu der Zeit hätten mich schon interessiert. Auf den Besuch des Musée de l'Inquisition zum Thema Folter haben wir verzichtet.
Natürlich waren wir während der ganzen Zeit nicht allein unterwegs, der Touri-Trubel hielt sich aber noch in erträglichen Grenzen. Übrigens hat die Cité in diversen Filmen mitgespielt. So als Double für Nottingham in "Robin Hood - König der Diebe" mit Kevin Costner sowie in den Fantasy-Filmen "Die Besucher" und "Der Brief für den König".
Wir rollern zurück zum Campingplatz. Dort entspannen wir mit einem Pastis als Aperitif, bevor wir zum Abendessen grillen.
Paula:
Carcassonne ist toll, da hat es uns auch sehr gut gefallen. An den Rundgang auf der Mauet kann ich mich noch gut erinnern, die Fresken in der Kapelle sind aber neu für mich, die waren damals wohl noch nicht restauriert, ist ja auch schon wieder etliche Jährchen her dass wir in Frankreich auf Rundreise waren.
Der Mittelaltermarkt hätte mich auch interessiert. Wir waren abends im Dunkeln noch mal in der Altstadt, da war soweit ich mich erinnere eine Art Kunstmarkt. Und sie war natürlich wunderbar beleuchtet.
Von mir aus könnt ihr gern länger in Frankreich bleiben, aber Spanien ist auch immer super.
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