27. Oktober Weiteres Sehenswertes in ToledoGestern auf dem Weg zum Restaurant habe ich an der Rezeption einen Touristen Stadtplan ergattert. Vielleicht können wir jetzt besser durch Toledos Gassen navigieren.

Auf der Rückseite sind außerdem Sehenswürdigkeiten und deren Öffnungszeiten notiert.
Toledos Altstadt liegt auf einem Hügel, heißt einige steile Gassen führen hinauf. Es gibt allerdings auch zwei Rolltreppenanlagen. Ich hatte Parken in der Nähe der einen ins Auge gefasst, jedoch ist mir der angeblich dazu gehörige Parkplatz nicht aufgefallen. Zu klein, schon voll, kein Schild, Roller zu schnell?

Wir stellen den Roller dann beim nächsten Kreisel an einem Park ab.
So landen wir beim Stadttor
Puerta de Bisagra Mauern und Tore Toledos stammen aus maurischen Zeiten, dieses wurde allerdings im 16. Jahrhundert umgestaltet. Noch neuer sind eckige Durchlässe rechts und links daneben für den Straßenverkehr. Genau genommen sind es nun sogar zwei Tore. Außen ein Bogen mit dem Stadtwappen und runden Wachtürmen, dazwischen ein Platz mit Denkmal für Carlos V und innen eines mit quadratischen Türmen, deren Dachziegel auf einer Seite das Wappen von Carlos V nachbilden. (Auf Foto leider nicht zu sehen)

zweites Tor außen und innen
Gleich dahinter steht die
Kirche Santiago el Mayor mit einem ehemaligen Minarett als Turm daneben. Sie ist wohl nur selten für Touristen geöffnet.

Nun heißt es doch hinauf spazieren. Wir kommen zu zwei weiteren Toren, geradeaus
Puerta de Sol, ein Bau im Mudéjar-Stil, der im 14 Jhd. von Rittern des Johanniterordens angelegt wurde. Wir gehen aber rechts hinauf zur
Puerta Bab al-Mardum, auch Puerta de Valmardón. Dies ist eines der ältesten Tore in Toledo, stammt aus dem 10. Jhd.
Ein Blick zurück zu unserem Aufstieg und den am Hang klebenden Häusern. Immerhin wahrscheinlich bequemer als die alte römische Straße. Ein Teilstück wurde hier 2006 bei Bauarbeiten entdeckt.

Nach Durchqueren des Tores kommen wir zur ehemaligen Moschee Bab-al-Mardum. Sie wurde laut Inschrift im Jahr 999 errichtet und ist seitdem nahezu unverändert. Seit der Rückeroberung der Christen durch König Alfonso VI heißt sie
Mezquita Cristo de la Luz.
Die Legende dazu:
Als der König nach erfolgreicher Eroberung im Triumpf durch eben dieses Tor ritt, kniete sein Pferd vor der Moschee nieder und weigerte sich weiter zu gehen. Dadurch entdeckte Alfonso eine mit einer Öllampe beleuchtete Christusstatue; hinter einer Mauer versteckt, um eine Schändung zu verhindern.
Ein Jahrhundert später gehörte das Gebäude den Johannitern, sie weihten es als Kirche und fügten eine Apsis im Mudéjar-Stil hinzu.

Mal was anderes, der schwebende Jesus.

Stammt so sicher nicht von den Johanniter Rittern. Im alten Teil stützen Hufeisenbögen neun Gewölbe, mit unterschiedlicher Anordnung. Die Restaurierung der Fresken scheint erst seit Kurzem zu erfolgen.

Zur Moschee gehört noch ein nett angelegter Garten.
Trotz Stadtplan kommen wir auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel etwas durcheinander. Wir spazieren unter anderem an einem begrünten Platz und einer Kirche vorbei. Die Baustelle dort hat uns wohl vom Kurs abgebracht. Ein paar Eindrücke aus den Gassen:

Einige Rollläden von Geschäften sind kunstvoll verziert. Statuen von Don Quijote aus dem berühmten spanischen Roman von Miguel de Cervantes stehen hier und da herum.
Fortsetzung folgt ...