Tag 18 – 6.10.2025
So langsam aber sicher müssen wir uns auf den Rückweg machen… Da wir nicht weit vom Trollstigen und Geiranger entfernt waren, haben wir uns entschieden, diesen Schlenker zu machen. Dieses Mal wollte ich mich ans Steuer setzen.
Um halb elf sind wir los und haben erst in Andalsnes noch ein paar Souvenirs gekauft. Als wir aus dem Laden heraus sind, hat mir Andy gleich den Schlüssel in die Hand gedrückt. Er dachte, dass ich sonst kneife. Hab ich aber nicht

.
Da geht’s hoch

Und ich sage es nochmal: der Trollstigen ist echt harmlos gegen manch andere Serpentinen in Norwegen. Ich denke da z.B. an den Lysevegen nach Lysebotn am Lysefjord. Oder auch der Ornevegen nach Geiranger runter.
Ich muss dazu sagen, ich hatte Glück: es war keiner hinter mir und viele Autos kamen mir auch nicht entgegen.
Am Visitor-Center haben wir nur Fahrerwechsel gemacht (Fotos von oben gab es am 25.9.) und erst ein Stück später angehalten. Für mich hier eine unglaublich tolle Landschaft


Mit der Fähre setzten wir von Linge nach Eidsdal über und kamen dann zum Aussichtspunkt Ørnesvingen mit einem traumhaften Blick auf den Geirangerfjord. Leider etwas regnerisch, aber trotzdem wunderschön.


Unten sieht man die Aida


In Geiranger selbst machten wir auch einen Stopp, liefen vorbei an der Aida

in einen Souvenirladen. Gefühlt waren hier nur Deutsche… Auch hier wanderten ein paar Kleinigkeiten in unsere Taschen. Auf der anderen Seite von Geiranger ging es den Berg hoch zu einem weiteren Aussichtspunkt. Am ersten Parkplatz waren eine Menge Menschen unterwegs und für uns nichts frei. Eine Frau winkte uns freudestrahlend zu und kam in unsere Richtung. Wir waren eigentlich am Weiterfahren. Ich machte kurz die Scheibe runter und sie sprach uns in unserem Dialekt an: „Hey, HP, wo kummt’n ehr her?“ Ich: „Aus’m Gorxemerdal“. „Wie geil, mer sin aus Stoanisch“ – das ist gerade mal 5 km von uns entfernt.

Der Mann kam auch noch her und den kannte ich sogar vom Sehen. Sie waren mit der Aida unterwegs und hatten gerade Landgang. Hinter uns hupte einer und wir fuhren weiter. So klein ist die Welt.
An der nächstmöglichen Gelegenheit konnten wir kurz parken, machten ein paar Fotos



und weiter gings zur nächsten Aussicht



Einen Stopp gab es noch am Pollfoss.


Es fing wieder an zu regnen und es war bereits später Nachmittag, so dass ich im Internet schaute, wo wir übernachten können. Lom war nicht weit, hier gab es einen Campingplatz. Der Weg führte an der Otta entlang



In Lom haben wir uns jedoch entschieden, noch ein Stück weiterzufahren. Ich weiß gar nicht mehr warum. Doch, wir hatten keine Lust zum Kochen und wollten etwas essen gehen. In Lom haben wir jedoch nichts Passendes gefunden. Deswegen ging es weiter bis Otta. Hier haben wir im Ort geparkt und sind zum Asiaten.

Am Ortsrand gab es den Campingplatz „Otta Camping og Motell in Otta“, schön am Fluss gelegen. Wie so oft zu dieser Zeit war die Rezeption nicht besetzt. Zahlen konnte man mit einer norwegischen App (die es nur für die Norweger gibt), mit Überweisung oder bar in einen Umschlag. Hier wurde aber gleich angezeigt, dass Gebühren von 10.- € fällig werden. Das war mir dann im Verhältnis zum Übernachtungspreis doch zu viel. Ich wählte die angegebene Telefonnummer und fragte, ob wir auch in Euro bezahlen könnten. Der nette Herr am anderen Ende der Leitung meinte: Ja, kein Problem. Bei ihm würde ein Pole arbeiten, diesen könne er auch ein Euro bezahlen. Perfekt. Also habe ich das Geld im Umschlag in den Briefkasten gesteckt.

gefahrene km: 251, Übernachtungskosten: 35.- €
Die Strecke heute nur als Screenshot, habe es nicht über maps hinbekommen.
