18.11.2025 Taupo und UmgebungDas Wetter für die nächsten beiden Tage war sehr schlecht vorhergesagt. Es gab Überflutungswarnungen für weite Teile der Nordinsel. Auch für Taupo und insbesondere um Rotorua. Wir waren daher überrascht, dass das Wetter in der Früh noch recht gut aussah.
Rasch machten wir uns auf den Weg zu den Huka Falls, um die Zeit zu nutzen. Der Waikato River ist der Abfluss des Lake Taupo und erreicht in einer engen Schlucht die Huka Falls. Unweit vom Parkplatz führt eine Brücke über die Schlucht. Das Wasser fließ hier mit hoher Geschwindigkeit unter der Brücke über Stromschnellen hindurch.

Wir gingen weiter Richtung Norden und erreichten bald den Aussichtspunkt, bei dem der Waikato River spektakulär in ein bereites Becken stürzt. Gewaltige 200 Kubikmeter Wasser fließen pro Sekunde durch die Schlucht.


Durch die eingemischten Luftbläschen entstehen die schönen blauen Farben.

Nach dem Wasserfall fließt der Fluss wieder ruhig in einer dunkelgrünen Farbe.

Der Weg führt weiter entlang des Flusses durch viele Farnbaume, bis zur Brücke des New Zealand State Highway SH1.


Wir überquerten die Brücke und gingen auf der anderen Seite zum Parkplatz zurück. Diesen Weg muss man nicht unbedingt gegangen sein.
Auf halben Wege wird eine Bucht am Fluss erreicht, bei der es warme Quellen geben soll. Wir konnten aber nichts entdecken.
Das Wetter schien noch auszuhalten, so entschieden wir uns zum Wai-o-Tapu Thermalgebiet zu fahren. Nach einer ¾ Stunde war es erreicht. Wir kamen gerade an, als die Fahrzeugkolone vom Lady Knox Geysir ankam. Diesen Geysir haben wir mit Absicht ausgelassen. Er wird einmal pro Tag für die Touristen aktiviert, indem Waschmittel in die heiße Quelle geschüttet wird. Wenn schon ein Geysir, dann wollen wir einen echten sehen.
Nachdem der Eintritt bezahlt wurde, machten wir uns auf den Rundweg. Er führt zuerst zu einer Reihe von Deckeneinbrüchen, die durch Geothermie ausgelöste werden.




Vorbei an Schlammtöpfen ging es zur Artist´s Platte, von dem aus schon der Champagne Pool zu sehen war.



Die Artist´s Platte wurde nun umrundet, um zum Aussichtsbereich des Champagne Pool zu kommen.


Der Champagne Pool erinnern an die Grand Prismatic Spring im Yellowstone. Leider gibt es keine Aussichtsplattform wie im Yellowstone, aber es lässt sich die Farbenbracht auch so erahnen.



Hier endet der kleine Rundweg. Wir gingen aber den größten, der an dieversen Aussichtspunkten vorbeiführt.

Bei einem war ein interessantes Hinweisschild angebracht.

Tatsächlich trafen wir in einer Talsenke eine Mitarbeiterin des Parkes, die mit einem Handgerät zur Gaskonzentrationsmessung durch den Park wanderte.
Der Endpunkt der großen Schleife ist der Green Lake, wie kann er auch anders heißen. Lieder war es schon zu bewölkt, so konnte er nicht seine volle Farbe zeigen.



Den Enten scheint das saure Wasser nichts zu machen.

Der Rückweg führte wieder an Deckeneinbrüchen vorbei. Aus machen war lautes Gebrabbel von kochendem Wasser zu hören. Der Sound von einem Krater wurde für den Film „Herr der Ringe“ verwendet.



Zum Schluss erreichten wir ein weiteren Tümpel mit hellgrünem Wasser.

Ein Stück weiter vom Wai-o-Tapu Thermalgebiet, befinden sich der frei zugänglichen und recht aktiven Waiotapu Mud Pool.



Wir fuhren die Hauptstraße Richtung Rotorua weiter und bogen ein paar Kilometer später zum Warm Lake Rotowhero ab. Ein dampfender dunkelgrüner See.

Wir folgten dieser sehr schlechten Seitenstraße und erreichten bald den Parkplatz des Kerosene Creek. Der Bach wird durch mehrere heiße Quellen gespeist und hat dadurch eine optimale Badetemperatur von rund 35°C. Die Badestellen sind über einen kurzen Weg erreichbar. Es hat bereits zu tröpfeln begonnen, beim Baden im Bach spielt das aber keine Rolle. Zum Schutz des Gewandes und der Schuhe hatten wir unseren Müllsack.

Das Wasser war sehr angenehm und es war nicht viel los. Wir blieben rund eine Stunde im Wasser.
Als wir die Badestelle verließen, regnete es schon ordentlich. Da keine Wetterbesserung mehr in Sicht war, kehrten wir am mittleren Nachmittag zu unserer Unterkunft zurück.
Zum Abendessen fuhren wir wieder in den Ort und gingen in ein anderes Lokal dem Finn MacCuhal's Irish Pub. Vor dem Pub gibt es einen interessanten Schutzweg über die Straße. Ich denke, dass ist das erste Mal, dass ich gesehen habe, dass Fußgänger Nachrang haben.

Im Finn MacCuhal's Irish Pub hatten wir keine Probleme mit der Bierbestellung, da die Kellnerin auf Zack war und verstand, was wir wollten.
Ein kleine Regenpause nutzen wir, um noch zur Promenade des Lake Taupo zu gehen.


