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O(h) Man(n), Oman 2025
Ilona:
--- Zitat von: Christina am 17. Februar 2026, 18:26:25 ---Die Bauwerke (Moschee, Oper, Palast) finde ich sehr interessant, erstaunlich, dass da so vieles aus Deutschland stammt. Aber die Sache mit der Halsbedeckung ist für mich dann wieder einer der Gründe dort nicht hinzufahren. Warum sollte es nicht reichen den Kopf zu bedecken? Aber du hast das dann ja sehr gut gelöst, Kopftuch farblich passend zum Rest der Bekleidung und auch noch mit Glitzer :)
--- Ende Zitat ---
Made in Germany bedeutet Qualitätsarbeit. Dazu kommt, dass Sultan Qaboos viele Jahre einen Wohnsitz in Garmisch-Partenkirchen hatte. Oder kennst du ein Opernhaus mit einer Orgel? In einer Kirche ja, aber in der Oper oder im Theater sieht man eher Orchestergräben.
In Abu Dhabi war man mit dem freien Hals großzügig. Dafür entsprach der Zugang dem eines Flughafens samt Security. In Abu Dhabi darf man auch die Schuhe anlassen. Man geht ohnehin auf einem extra Bodenbelag.
Die Schals (da größer als ein Kopftuch) gab es in allen Farben. Also wenn ich schon eine Auswahl habe, dann muss es farblich passen :zwinker: . Meine Mütze mit den Steinchen drauf, ist allerdings caramelfarben.
Für mich gehört so eine große Moschee zum Besichtigungsprogramm und da ist es mir egal, wenn ich mich kurz verhüllen muss.
--- Zitat von: Christina am 17. Februar 2026, 18:26:25 ---Faszinierend die spiegelnden Böden, ist das nicht extrem rutschig?
--- Ende Zitat ---
Die auf Hochglanz polierten Natursteine (Marmor und Granit) sind überhaupt nicht rutschig. Im ersten Moment dachte ich, dass die Böden nass sind, aber das ist bei der Trockenheit selten der Fall.
--- Zitat von: Christina am 17. Februar 2026, 18:26:25 ---Wäscht man mit den Wägelchen im Parkhaus selbst sein Auto oder beauftragt man damit jemand?
--- Ende Zitat ---
Im Oman lässt man waschen. Das könnte sogar eine Serviceleistung in den Malls sein. Man winkt einfach dem Mitarbeiter und nach der Rückkehr ist das Auto vom Staub befreit.
Dazu muss man wissen, dass es im Oman seit 1973 eine durch Sultan Qabus Ibn Said verfügte Vorschrift gibt, die das Fahren schmutziger Autos verbietet. Verschmutzte Fahrzeuge im Straßenbild führen zu Geldstrafen. Aufgrund dessen sind trotz des Wassermangels Autowäschen notwendig.
Der Oman ist allgemein ein sehr reinliches und sauberes Land. Da kannst man vom Boden essen.
--- Zitat von: Christina am 17. Februar 2026, 18:26:25 ---Insgesamt scheint es nirgends allzu viele Leute / Touristen gehabt zu haben oder täuscht das auf den Fotos?
--- Ende Zitat ---
Das täuscht, denn ich habe immer nach Menschenlücken vor dem Knipsen geschaut. Das Opernhaus war drinnen sehr voll. Wir mussten deshalb über eine Stunde warten, bis die Führung begann.
Hier ist noch eine Collage von der Moschee. Auf dem Bild links unten sieht man Besucher.
Ilona:
--- Zitat von: Silv am 18. Februar 2026, 13:26:29 ---Ein Bauer bei uns vom Ort hat vor zig Jahren sogar mal einen Weihnachtsbaum - zwar nicht in den Oman - aber nach Dubai geliefert.
--- Ende Zitat ---
Das kann ich mir gut vorstellen. Geld spielt keine Rolle.
--- Zitat von: Silv am 18. Februar 2026, 13:26:29 ---Die Gebäude gefallen mir auch sehr gut, aber ein Reiseziel ist es dennoch nicht für mich. Es zieht mich einfach nicht in diese Richtung...
--- Ende Zitat ---
Jeder hat so seine Richtung und das ist doch gut :thumb: .
Ilona:
--- Zitat von: Susan am 17. Februar 2026, 19:23:15 ---Die Bauwerke gefallen mir auch sehr, hätte die nur viel älter geschätzt. Der Reichtum des Oman kam wohl erst in jüngerer Zeit.
--- Ende Zitat ---
In den 60er Jahren begann die Ölwirtschaft, die das Land wohlhabend machte. Mittlerweile wird auch viel LNG exportiert. Im Gegensatz zu anderen Golfstaaten hat der Oman aber keine riesigen Ölvorkommen.
--- Zitat von: Susan am 17. Februar 2026, 19:23:15 ---Mit dem Schal hätte ich keine Probleme, so von weitem sieht er doch ganz adrett aus. Allerdings habe ich keine solch weiten Hosen, kommt frau mit einem Rock herein?
--- Ende Zitat ---
Frau kommt selbstverständlich mit einem Rock hinein ;D. Wenn er nur übers Knie reicht, dann sollte frau eine blickdichte Leggins darunter ziehen. Schlaghosen sind seit letztem Jahr wieder in, so dass ich mir ein paar preiswerte für die Reisen zulegte. Sofern die Hosen nicht allzu knackig körperbetont sind, gehen auch ganz normale Hosen.
--- Zitat von: Susan am 17. Februar 2026, 19:23:15 ---Verrückt das Snow Oman ::) Hat zwar keine Skipiste, doch offenbar können die Leute wenigstens Rodeln und Eislaufen. ;)
--- Ende Zitat ---
Hier mal ein Bild von der Dubai-Mall samt 4er Sessellift. Das ist noch verrückter.
Christina:
--- Zitat von: Ilona am 18. Februar 2026, 13:30:13 ---
Dazu muss man wissen, dass es im Oman seit 1973 eine durch Sultan Qabus Ibn Said verfügte Vorschrift gibt, die das Fahren schmutziger Autos verbietet. Verschmutzte Fahrzeuge im Straßenbild führen zu Geldstrafen. Aufgrund dessen sind trotz des Wassermangels Autowäschen notwendig.
--- Ende Zitat ---
Was es nicht alles gibt!
Ilona:
21.12.25 – Von Maskat zum Grünen Berg
Wir schlemmten uns noch einmal durchs Büffet und waren danach froh, die Kühlkammer hinter uns zu lassen.
Unser erstes Ziel war die Amouage Parfümfabrik. Schließlich verfügt das Land mehr als reichlich über die Grundsubstanzen wie Weihrauch, Myrrhe und Rosenwasser.
Auf Wunsch von Sultan Qaboos und im Auftrag eines Unternehmers, kreierte Guy Roberts 1971 das einst kostbarste Parfüm der Welt: Amouage.
Guy Roberts, der aus einer Familie von Parfümherstellern aus Frankreich stammt, wählte 120 der anspruchsvollsten natürlichen Öle und Essenzen aus. Weihrauch verleiht den Parfüms zudem eine längere Haltbarkeit, so dass der Geruch länger auf der Haut haftet.
Mittlerweile gibt es unzählige Parfüms der Marke. Nach wie vor wird jeder Flacon von Hand befüllt und auch die Sonne als Designelement auf die Flasche geklebt. Die fleißigen Damen wollte ich bei der Arbeit jedoch nicht fotografieren.
Edle Essenzen und Handarbeit haben ihren Preis. So kostet ein Flacon mit 100 ml Inhalt zwischen 300 – 400 €.
Für unsere Nasen waren die Düfte alle viel zu schwer und deshalb machten wir uns schnell auf den Weg nach Jebel Akhdar, dem Grünen Berg.
Die Autobahn ist anfangs vierspurig. Alle Autobahnen und Überlandstraßen sind übrigens nachts beleuchtet.
Die Schilder sind zweisprachig.
Eine asphaltierte Straße führt zum Sayq-Plateau auf 2000 m Höhe. Um dorthin zu gelangen, sind Fahrzeuge mit Vierradantrieb vorgeschrieben. Am Checkpoint im Tal wird jedes Auto von der Polizei kontrolliert und mittels Tablet registriert. Dazu wird ein Foto vor dem Anstieg und bei Ankunft auf dem Plateau gemacht.
Die serpentinenreiche Straße führt über 30 km Länge steil nach oben.
Der aufheulende KIA tat uns richtig leid, doch auch stärker motorisierte Fahrzeuge stoßen auf dieser Strecke an ihre Grenzen.
Nach über einer halben Stunde Fahrt erreichten wir das Plateau und checkten gleich im Green View Hotel ein.
Das Hotel ist ein Familienbetrieb und noch ziemlich neu. Unser geräumiges Zimmer verfügte sogar über ein Klimagerät mit Heizfunktion, um das wir in dieser Höhe sehr dankbar waren.
Unser wichtigstes Gadget im Gepäck war übrigens ein Wasserabzieher.
Die meisten Duschen im Oman sind recht offen und nach dem Gebrauch das Badezimmer vollkommen nass. Deshalb hatte ich vor der Abreise so ein verlängerbares Teil besorgt.
Wir bedienten uns von den bereitgestellten Knabbereien und vernaschten eine Tüte Chips und Waffelkekse. Danach machten wir uns auf den kurzen Weg zum Wanderparkplatz.
Wir entschieden uns für den Three-Villages-Walk, der mehr oder weniger entlang den Klippen verläuft,
mit Blick auf die Terrassen.
Die Region gehört zu den fruchtbarsten im Oman. Von Mitte März bis Ende April blühen hier Rosen, aus denen kostbares Rosenwasser hergestellt wird. Aber auch Obstbäume gedeihen hier prächtig. Von November bis Januar ist es allerdings nachts kalt und die Pflanzen befinden sich in der Vegetationsruhe.
Ohne Bewässerung wächst dennoch nichts.
Die Wanderung war recht kurzweilig, denn uns schloss sich ein deutsches Auswanderer-Ehepaar von den Bahamas an. Sie verbringen ihren Ruhestand mit langen Reisen und erzählten uns ihre interessante Lebensgeschichte.
Eigentlich wollten wir bis zu dem Ort absteigen,
doch hohe Treppenstufen und meine fortgeschrittene Hüftarthrose verhinderten das.
Wir machten uns auf den Rückweg, denn wir wollten noch zu dem Hotel rechts oben auf der Klippe.
In den engen Gassen des Ortes entdeckten wir einen kleinen Shop und kauften Rosenwasser ein.
Zusammen mit dem Ehepaar gingen wir zum Anantara Hotel weiter. Es ist eines der höchstgelegenen Luxushotels der Welt. Man darf aber aufs Gelände, denn bevor das Hotel gebaut wurde, landeten Lady Di und Prinz Charles mit einem Hubschrauber an der Stelle. Seitdem befindet sich dort, wo die beiden Leute standen, der Lady Diana Viewpoint. Der Zugang war allerdings aufgrund eines privaten Dinners gesperrt.
Ein Bad im Infinity Pool mit dieser Aussicht ist sicher etwas Feines.
Wir verabschiedeten uns von unseren Wanderbegleitern. Spätestens auf dem Rückflug würden wir uns wieder begegnen.
Zurück im Hotel meldete sich so langsam der Hunger. Da wir Halbpension gebucht hatten, sollte das Essen im angrenzenden Grill-Restaurant serviert werden. Das war jedoch ein Imbiss mit Außenbestuhlung. Bei mittlerweile windigen 5°C war uns das zu kalt. Wir hätten zudem zwei Stunden warten müssen, denn der Grill war noch nicht angeheizt. So bemüht und gastfreundlich die drei Omanis vom Grill auch waren, wir entschieden uns auf eigene Kosten für ein türkisches Restaurant in der Nähe. Dort war es windgeschützt und der preiswerte Grillteller sehr lecker.
Übernachtung: Green View Hotel, Jabal Al Ahkdar, 129 € mit Halbpension über Booking.com
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