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Oman - Meine Eindrücke unserer Reise
Horst:
Hallo Sabine,
mal eine Frage zum Auto.
Mal abgesehen von Eurer Tour auf den Berg - ist ein Allrad für den Oman angebracht ?
Wie sind dort die Preise für einen Allrad ?
S@bine:
Tag 9
Route: Nizwa – Palast von Jabreen – Fort Bahla – Nizwa
Übernachtung: Golden Tulip Hotel, Nizwa
Imam Bil’Arub bin Sultan hat den Palast von Jabreen im Jahr 1670 errichten lassen. Ich meine gelesen zu haben, als Sommerresidenz. Jedoch frage ich mich, ist im Oman nicht eigentlich immer Sommer?
Auf jeden Fall war diese Sommerresidenz bei sommerlichen Temperaturen von nach wie vor um die 40 Grad Celsius unser erstes Ziel an diesem Tag und was soll ich sagen, nach der Moschee in Muscat und der Wahiba Sands war es für uns das dritte große Highlight auf dieser Reise.
Wenn ich die Routen der organisierten Reisen verfolge, ist dieser Palast leider nicht allzu oft dabei und wird wohl hauptsächlich von Individualtouristen besucht.
Während unserer Besichtigung waren wir mal wieder fast alleine. Wir haben uns sehr viel Zeit gelassen, um die Atmosphäre und die Baukunst richtig genießen zu können. Es gab zwei unterschiedlich gestaltete Innenhöfe mit Holzbalkonen und wie im Fort von Nahkl fielen uns wieder die aufwändig bemalten Holzdecken in vielen Innenräumen auf. Alles an diesem Ort wirkte einfach märchenhaft.
Nach ausgiebigem Verweilen hier und da fuhren wir weiter zum nur wenige Kilometer entfernten Ort Bahla, wo das größte Lehmfort des Omans steht. Dieses kann man jedoch nur von außen besichtigen. Wieder waren wir weit und breit die einzigen Touristen, wir liefen ein bisschen umher und machten ein paar Fotos. Anschließend setzten wir dann unseren Weg zum dritten Fort des heutigen Tages fort. Wir wollten noch Nizwa anschauen.
In Nizwa waren wir gleich vom ersten Anblick begeistert, der uns quasi im Panorama die drei Stadttore, die Stadtmauer mit dem dahinterliegenden Souq, dem Fort und der Moschee darbot. Wir liefen durch den Souq, der - fast menschenleer, möglichweiser aufgrund der frühnachmittäglichen Uhrzeit – nach einzelnen Bereichen gegliedert ist.
Danach betraten wir das wirklich sehr große Fort von Nizwa, das wieder ganz anders war als alle bisherigen von uns besuchten im Oman. Wir bestiegen den Turm, der uns in seinem Durchmesser riesig erschien. Dieser Rundturm hat eine Höhe von 28 Metern und misst 44 Metern im Durchmesser. Ich bin dann noch über eine Treppe ganz nach oben gestiegen und war froh, auch noch diese Anstrengung bei der Hitze bewältigt zu haben, denn von oben hatte ich einen wunderschönen Blick auf Nizwa und die Bergketten des Jebel Akhdar im Hintergrund.
Obwohl Nizwa ein fester Bestandteil bei Bustouren ist, hatten wir auch hier das Fort fast wieder für uns allein.
Auf dem Rückweg schlenderten wir noch ein wenig durch die Umgebung, sahen uns die Moschee von außen an und entdeckten schräg gegenüber einen Laden, wo wir uns eine kleine handliche Kühlbox kauften. Der Verkäufer unterhielt sich kurz mit uns. Er lachte, als wir uns über die Temperaturen unterhielten und wir sagten, dass es doch schon ziemlich heiß sei. Seine Antwort war: Es ist doch erst Frühling.
Am frühen Abend regnete es mal wieder, was uns mittlerweile kaum noch überraschte.
S@bine:
Hallo Horst,
--- Zitat von: Horst am 30. August 2013, 20:29:09 ---Hallo Sabine,
mal eine Frage zum Auto.
Mal abgesehen von Eurer Tour auf den Berg - ist ein Allrad für den Oman angebracht ?
Wie sind dort die Preise für einen Allrad ?
--- Ende Zitat ---
sorry, hatte deine Frage ganz übersehen.
Auf unserer Route waren mehrere Abschnitte (kommen auch noch welche im Bericht) dabei, wo ein Allrad notwendig ist. Die Camps in der Wahiba Sands, die ich recherchiert hatte, bieten Transfers an, so dass man diesen auch nutzen könnte.
Man kann aber sicherlich seine Route im Oman auch so gestalten, dass man keinen braucht, aber da würde man - meiner Meinung nach - doch schon etwas verpassen. Wie immer, kommt darauf an, was man sehen will.
Die Preise sind eher höher, aber du bist ja Kummer diesbezüglich von Island gewöhnt ;). Ohnehin habe ich den Oman nicht als "Billigziel" in Erinnerung, wobei wir schon eher höherpreisige Unterkünfte, die für mich aber allesamt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (für die Zeit, wo wir dort waren) hatten, gebucht hatten.
Jedoch muss ich aber hier auch wieder einschränken, dadurch, dass wir nicht in unserem Winter dort waren, waren die Preise um Einiges günstiger als zur "High-Season". Dafür war es halt auch recht heiß; bin mal gespannt, wie die Temperaturen dann bei der Fußball-WM in Qatar werden.
Viele Grüße
Sabine
S@bine:
Tag 10
Route: Nizwa – Jebel Shams – Al Hamra
Übernachtung: The View Campsite
Nach drei Nächten in Nizwa freuten wir uns auf die nächsten beiden Nächte, die wir im "The View Campsite", einer recht ungewöhnlichen Unterkunft, gebucht haben. Der Name „The View“ ist hier Programm und man sollte sich wirklich eine der vorderen Zeltunterkünfte mit atemberaubender Aussicht von der riesigen Terrasse gönnen.
Aber zuvor hatten wir noch ein paar Besichtigungspläne für den Tag.
In Tanuf schauten wir uns kurz die Ruinen der alten Stadt an, aber bis auf die Moschee, die gerade wieder aufgebaut wurde, ist alles noch sehr verfallen und es bedarf viel Phantasie, um sich den Ort vorzustellen, wie er denn mal ausgesehen haben mag bzw. wir er denn vielleicht einmal aussehen wird, wenn die Restauratoren ihr Werk vollendet haben. Hinter den Ruinen führte ein Weg noch in ein Wadi hinein, dem wir noch ein Stückchen folgten, aber er erschien uns nicht so interessant und daher drehten wir dann irgendwann um und fuhren weiter Richtung Jebel Shams.
Durch eine recht abwechslungsreiche Landschaft führte uns die Strecke und als Nächstes stoppten wir bei den Al-Hoota Caves. Da ich nicht so gerne Höhlen in tropischen Ländern besichtige und auch mein Mann keine sonderliche Lust auf eine Höhlenbesichtigung hatte, schlenderten wir kurz durch die Ausstellung, den Souvenirshop und ich nutzte die Gunst der Stunde und suchte noch die saubere Toilette auf.
Oberhalb von Al Hamra lag unsere Unterkunft The View Campsite. Al Hamra selbst besitzt noch einen alten Ortsteil mit mehrstöckigen Lehmhäusern in verschiedenstem Zustand, die an die Bauten im Jemen, die ich noch nicht selbst gesehen habe, erinnern sollen. Eigentlich wollten wir erst am nächsten Tag hoch auf den Jebel Shams fahren, kurzerhand entschieden wir uns um. Welch eine gute Entscheidung das sein sollte, hat sich dann am Folgetag gezeigt.
Die Strecke von Al Hamra hoch auf den Jebel Shams, den „Grand Canyon des Omans“, die bis auf ein Teilstück von 7 Kilometern geteert war, hat uns ausgesprochen gut gefallen. Gleich zu Beginn lagen auf der anderen Straßenseite an einem Berg die Reste eines alten Dorfes, was ein wunderschönes Fotomotiv versprach. Der obligatorische Fotostopp wurde natürlich wieder eingelegt.
Der Jebel Shams ist mit 3.009 Metern der höchste Berg des Omans und man fährt auf ein Hochplateau bis auf ca. 2.000 Meter. Hier steht sogar ein kleines Hotel. Vom Plateau aus kann man dann in den "Grand Canyon des Omans" schauen. Sicherlich kein Vergleich zum US-amerikanischen Grand Canyon oder dem Fish River Canyon in Namibia, aber auf jeden Fall wert, es in eine Oman Reise einzubauen.
Muss ich erwähnen, dass wir diese Sehenswürdigkeit wieder fast für alleine hatten?
Über eine steile und enge Sand- und Geröllpiste erreicht man das hoch über dem Ort Al Hamra gelegene The View Campsite. Als wir ankamen, erfuhren wir vom sehr freundlichen, aus Indien stammenden Manager, dass außer unserem nur ein weiteres Zelt die nächsten beiden Nächte belegt sei. Wir freuten uns sehr auf den Folgetag, den wir zum Relaxen, Verweilen auf der riesigen Terrasse und Genießen der grandiosen Aussicht von hier oben, eingeplant hatten.
Jedes Zelt hat hier einen Namen. Unseres hieß Ibri und war wirklich richtig süß, die Aussicht von der Terrasse und vom Restaurant einfach nur überwältigend. Besonders begeistert waren wir von der Felsformation, die sich direkt hinter dem Ort Al-Hamra von hier oben in seiner ganzen Pracht zeigt.
Am späten Nachmittag wurde es unglaublich windig, und ich hoffte, dass das Zelt hält. Am Abend begann es wieder zu regnen. Diesmal hoffte ich, dass es dicht ist.
Da ich nicht weiß, ob ich hier einen Link zur Homepage zum "The View Campsite" posten darf, mag vielleicht der eine oder andere mal danach g***.
Andrea:
Hallo Sabine!
Schön, dass dein Oman-Bericht nun auch hier bei Eumerika zu finden ist! Und selbstverständlich darfst du auch Links zu Veranstaltern oder Hotels einstellen. Das könnte ja für einen Interessierten Leser eine große Hilfe sein.
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