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Paula - Mit Standgas durch die Prärie

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soenke:
Hallo Paula,
nach meinem Urlaub hatte ich gar keine Zeit ins Forum zu schauen. Deshalb springe ich jetzt ganz schnell noch bei dir hinzu. Hoffe, du lässt mich noch mit ! :D

Ach, das waren ja schon wundervolle Tage. Die Strecke von Denver bis Jackson war für mich neu und hat mir super gefallen, hast du dir bei deiner zweijährigen Planung wirklich eine tolle Strecke herausgesucht.
Schade, dass du im Grand Teton so ein mieses Wetter hattest, aber deine Eindrücke und Bilder vom Yellowstone sind echt der Hammer!

Ich kann deine Begeisterung absolut nachvollziehen. Bilder können nicht annähernd vermitteln, wie unglaublich es live im Yellowstone ist. Eine unwirkliche Welt mit einer Farbenpracht (z.B. blaue Pools ;))

Toll, dass ihr noch den Ausbruch beim Lone Star Geysir miterleben durftet, das ist uns trotz Gerenne des Trails verwehrt geblieben. Sehr schöner Geysir !

Auch mir haben die Mammoth Sinterterassen super gefallen, auch wenn viele enttäuscht von dem Ort sind. Das Porcelain Basin ist wirklich ein Highlight.

Habe ich es übersehen oder hast du gar kein Foto vom Morning Glory Pool reingestellt? Für mich der schönste Pool im Yellowstone!!

So, wie gesagt, ich bin total begeistert und freue mich ganz dolle auf mehr !!

LG Sönke

Paula:
Hallo Sönke,

ich habe dich schon vermißt, schön dass du noch mitreist und dass es dir soweit gefällt  :)
dein Reisebericht war für mich die Vorlage für die Planung im Yellowstone, das war sehr hilfreich und es hat sogar alles geklappt wie geplant! Und kein Bär hat mich am Wegesrand erschreckt  ;)

du bist ja wirklich ein sehr aufmerksamer Leser. Den Morning Glory Pool habe ich wegggelassen weil den a) eh jeder kennt und weil b) meine Kamera kein Bild fabriziert hat das vor meinen strengen Augen Gnade gefunden hat. Deine Fotos waren schöner  >:D

so jetzt geht es auch gleich weiter, leider müssen wir heute Abschied nehmen vom Yellowstone  :'(

aber es kommen noch sehr schöne Tage  :strahl:

Paula:
10. Tag Samstag 7.9.13 von Yellowstone NP nach Cody

Heute Morgen weckten uns die Chinesen, man hörte wirklich alles. Für sie war bald Abfahrt mit dem Bus, also ohne Frühstück würde mir das nicht gefallen! Um halb 7 rappelte der Wecker und wir standen auf, eigentlich war das ja nur die Weckzeit für den ersten Tag damit wir pünktlich zu unserem Mietwagen kommen aber nun haben wir uns dran gewöhnt. Sonst sind wir im Urlaub eigentlich immer später aufgestanden. Aber hier gab es ja sooo viel zu sehen!

Es war morgens draußen jetzt immer ziemlich kühl, man brauchte das Fleece. Frühstück gab es wie gestern im Restaurant vom Buffett. Heute gab es Blaubeeren statt Himbeeren und einen leckeren Nußkuchen.

Wir checkten aus und fuhren den South Rim Drive, zuerst bis ganz ans Ende zum Artist Point. Da sah man wunderbar auf die Lower Falls.

   

Dann ging es zurück zu Uncle Toms’s Point. Hier sah man die Upper Falls, die sind aber kleiner als die Lower. Uncle Toms Trail sind wir nicht gelaufen, meinem Freund reichte die Aussicht von oben und ich wollte da eh nicht runter. Danach sind wir den South Rim Trail ein Stück gelaufen, an zwei Aussichtspunkten sah man wieder die Lower Falls mit einem schönen Regenbogen der sich leider nicht fotografieren ließ. Das ganze hat nur eine halbe Stunde gedauert und wir fuhren nun Richtung Fishing Bridge.

   

am Yellowstone River - richtig idyllisch hier. Die Bisonherde im Hayden Valley war zum Fotografieren wieder zu weit weg.

   

Der nächste Halt war am Sulphur Caldron. Hier fanden wir endlich richtig tolle Mudpots 8)

   

   
   
     

Ich hatte erst überlegt hier gar nicht hinzufahren, weil so viele berichtet hatten wie unglaublich schlimm es dort stinkt. Als wir dort waren hat es dezent nach Schwefel gerochen, das war überhaupt kein Problem!

   

Ein paar Meter weiter auf der anderen Strassenseite liegt der Mud Volcano, da hätte man hin laufen können (was wir nicht wußten und daher wie alle anderen mit dem Auto dorthin gefahren sind). Der Weg ging den Hügel rauf, sehr idyllisch, und auch hier stank es fast gar nicht.

   

   

   

   

Was mich hier besonders fasziniert hat war das bunte Gras inmitten dieses blubbernden Wassers:

   

   

schweren Herzens habe ich nur 4 Bilder von gefühlten Hundert rausgesucht  ;)

   

   

Dann ging es weiter Richtung Ostausgang.  Hier waren wir schon am Yellowstone Lake und hielten noch mal am Steamboat Point, einer heißen Quelle direkt am See

   

am Seeufer waren wieder frische Bärenspuren und das Spray haben wir natürlich im Auto liegen lassen samt Rucksäcken weil wir ja nur kurz fotografieren wollten  :verpiss:

   

Am Ostausgang gab es weite Gebiete mit abgebrannten Bäumen und hier wächst fast gar nix nach. Das folgende Bild war glaube ich schon außerhalb des Parks. Wir sind den direkten Weg über den HW 20 nach Cody gefahren.

   

Die Strecke hat uns super gut gefallen, es ging die ganze Zeit an solch schönen Felsformationen vorbei, einmal haben wir zum Fotografieren gehalten und waren prompt an einem offiziellen Aussichtspunkt gelandet: der "Holy City"

   

Diese Felsformation ist laut Infotafel vor 50 Millionen Jahren durch einen Vulkanausbruch entstanden und ähnelt in der Silhouette der antiken Stadt Jerusalem, aha  8)

   

das ist dann wohl der Stadtwächter  ;D

   

hier war ein schöner Weg angelegt, Blumen wuchsen am Wegesrand und viele Sagebrushbüsche, die habe ich im Yellowstone vermißt, meine Lieblingspflanze, ich liebe den Duft.

   

Kurz vor Cody am Buffalo Bill State Park, hier könnte man es auch aushalten. Und zum Baden wäre es auch heiß genug heute

 

   

Auf dem ganzen Highway nach dem Park lagen unzählige Campingplätze und Guest Ranches, hier könnte man bleiben und wandern. Die Gegend ist wirklich herrlich. Bill Cody besaß hier auch eine Ranch.

Wir fuhren nach Cody rein zum Best Western Sunset Motor Inn. Das Zimmer war groß und schön, die Klimaanlage lief, die brauchte man heute auch.

   

Wir kochten erst mal Kaffee (Maschine und Kaffeepads waren vorhanden) und gingen ins Museum: ins Buffalo Bill Historical Center. Es liegt nur einen Block vom Hotel entfernt (einer der Gründe für die teure Wahl), dort besichtigten wir die Ausstellung zur Geschichte der Indianer und zum Leben von Buffalo Bill.

   

   

   

Die Ausstellung hat uns absolut begeistert, vor allem der Teil über das Leben und die Kultur der Cheyenne, aber die Ausstellung zu Bill Codys Geschichte war auch sehr interessant. Wir waren gegen 16 Uhr dort, das Museum war bis 18 Uhr geöffnet, um halb 6 sind wir gegangen um die Schießerei vor dem Irma Hotel anzuschauen. Eine blöde Entscheidung! Das Theater das dort aufgeführt wird ist dümmer als irgendein Bauerntheater am Land. Wir hätten bis zum Ende im Museum bleiben sollen.
Wir sind dann ins Hotel zuück gegangen wo ich erst mal 2 Maschinen Wäsche gewaschen habe. Nach 10 Tagen war fast nix sauberes mehr im Koffer (nur die warmen Sachen die wir überhaupt nicht gebraucht hätten). Das Hotel war mit 179,27 $ ungefähr so teuer wie das in Jackson, hatte dafür aber auch einen excellenten Waschsalon mit etlichen Waschmachinen und Trocknern. Cody und Jackson sind aber wirklich ein teures Pflaster, die Unterkünfte im Park waren billiger (134,31 $ für die Cabin am Old Faithful, 116,25 $ für die Cabin am Canyon Village).

Hier ein paar Bilder vom Heimweg ins Hotel




                             isser nicht cool?



Cody ist weder besonders schön noch besonders häßlich, extrem weitläufig und ultrabreite Straßen. Sprich man läuft lange von einem Block zum nächsten.

Zum Abendessen beim Japaner sind wir mit dem Auto gefahren, die ganze Strecke noch mal zu laufen war uns dann doch zu weit. Auf den anderen Straßenseite haben wir auch noch einen Liquor Store entdeckt und haben ein paar Flaschen Rotwein erstanden (leider in derselben teuren Preislage wie in Jackson).

Eine haben wir dann gleich in unserem schönen großen Hotelzimmer geköpft  O0

Andrea:
Die Grasbüschel im Mud Volcano Gebiet sind ja wirklich toll! Die haben wir nicht gesehen. Wir sind dort den Rundweg gelaufen, der in eine Richtiung als leicht und in die andere Richtung als schwieriger beschrieben wird. Wir haben natürlich prompt die falsche Richtung gewählt...  ;) Aber toll war´s und die Büffel waren auch ganz nah dran. Bei euch auch?

Der Sulphur Cauldron ist schon etwas geruchsintensiver als der Rest vom Yellowstone, finde ich. Aber nach 2 Tagen Eingewöhnungszeit im Yellowstone fand ich das auch nicht schlimm. Allein durch den Namen könnte man ja vielleicht auch schon auf den Geruch vorbereitet sein...  ;)

Paula:
Hallo Andrea,

vielleicht war ja bei euch das Gras noch nicht so gewachsen, ihr ward früher im Jahr dort oder? Büffel haben wir dort keine gesehen, wir haben überhaupt wenig Tiere im Yellowstone gesehen.

Ich war froh dass ich mich nicht habe abschrecken lassen und den Sulphur Chaldron besichtigt habe! Vielleicht hat auch der Wind in eine andere Richtung geweht? Es hat wirklich nicht gestunken.

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