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Paula - Mit Standgas durch die Prärie

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Silv:

--- Zitat von: Paula am 13. November 2013, 08:43:05 ---Getränke waren auch umsonst, da kann man ja mal was ausprobieren: ich nahm ein Root-Beer. Boa schmeckt das eklig  :kotz: wie kann man sowas grauenhaftes trinken?

--- Ende Zitat ---

 :) Letztes Jahr hatten wir u.a. unsere Freunde in Minnesota besucht. Einmal waren wir in einem Baumarkt, da gab es Rootbeer mit einer Kugel Vanilleeis drinnen - zum Probieren! Bappsüß!

Horst:
Wirklich eine kleine aber feine Location diese Vedauwoo  Rocks.
Ist notiert wenn wir mal wieder von Denver Richtung Yellowstone fahren.  :D

Andrea:

--- Zitat von: Horst am 13. November 2013, 23:33:21 ---Wirklich eine kleine aber feine Location diese Vedauwoo  Rocks.
Ist notiert wenn wir mal wieder von Denver Richtung Yellowstone fahren.  :D

--- Ende Zitat ---

Ja, finde ich auch total gut!  :) :) :) Hast du echt prima ausgesucht!

Paula:
Leute guten Morgen, es freut mich dass euch der Tag gestern gefallen hat, es geht dann auch gleich weiter. Nachdem gestern bei uns das Internet nicht funktioniert hat war heute Morgen das Wasser im Haus abgestellt. Ich bin richtig gern heute ins Büro gegangen, hier funktioniert beides  :)

Paula:
4. Tag Sonntag 1.9.13 Auf dem Weg zum Yellowstone: Schritt 3 bis Jackson

Heute Nacht bin ich um 4 Uhr aufgewacht und bin nicht mehr richtig eingeschlafen. Josef wurde auch wach. Um viertel nach fünf haben wir aufgegeben und Licht angemacht und ich ging duschen.
Frühstück ist im Hampton Inn im Übernachtungspreis von 118,79 $ inbegriffen. Der Kaffee im Hotel war gut (stark) und es gab ein Omlette mit Käse gefüllt am Buffet, endlich mal was passendes für meinen Freund. Es gab wieder Oatmeal, Bagels (etwas trocken weil Sonntag? aber genießbar), gekochte kalte Eier, Philadelphia, Marmelade, Bananen, Orangensaft, Waffeln zum Selberbacken, für ein kostenloses Hotelfrühstück richtig gut, mit dem Hampton Inn waren wir rundum zufrieden.

Danach fuhren wir zur Tanke um Eis für die Kühlbox zu kaufen und den Ölstand zu kontrollieren, das ist ja beim Service immer das wichtigste. Der Ölstand war okay aber eine rosa Flüssigkeit war unter dem Minimum. Scheiße was jetzt? Im Handbuch war kein Bild vom Motorraum und wir rätselten was das sein kann. Laut Handbuch ist die Bremsflüssigkeit in einem transparenten Behälter, das könnte es sein oder? Das wäre natürlich fatal.  Für fehlende Bremsflüssigkeit gibt es laut Handbuch ein Warnzeichen im Display, da es nicht erscheint wird es wohl noch gehen. Und heute war Sonntag da hat eh keine Werkstatt auf. So ein Mist. Hätten wir bloß nicht die Haube aufgemacht  :(
Jetzt fahren wir erst mal weiter...
Zuerst ging es die I-80 ein Stück weiter, dann bogen wir nördlich auf den HW 30. Es war absolut nix los, wir waren mutterseelenallein auf der Straße. Wir waren hier mitten im Nichts. Josef war von der weiten leeren Landschaft fasziniert, wir blieben am Highway stehen (kam eh kein anderes Auto) und machten ein Foto

   

Unser erstes Ziel heute war das Fossil Butte National Monument kurz hinter Kemmerer

   

Hier gibt es eine kleine aber feine Ausstellung, die gezeigten Fossilien sind hauptsächlich Fische und Pflanzen. Wir waren die einzigen Besucher und der Ranger freute sich dass er uns etwas erzählen kann und riet uns außerdem den Nationalparksjahrespaß (80 $) hier zu kaufen. Das machten wir dann auch, dann geht es morgen im Teton NP schneller. Der Besuch hier kostete aber keinen Eintritt.

   

Die Gegend um das Visitorcenter ist hügelig, in diesen Hügeln wurden die Fossilien ausgegraben. Ein paar Wanderwege gibt es auch, das war uns heute aber zu viel, wir hatten noch einen längeren Weg vor uns. An der Terrasse standen etliche Schautafeln, das war alles sehr schön gemacht hier. Ich pflückte ein paar Zweige Sagebrush, ich liebe diesen Geruch, sie wurden im Auto in die Lüftungsschlitzte gesteckt.

   

Es ging nun über HW 30 dann nördlich über den HW 89 an der Grenze zu Idaho entlang. Die Strassen waren überwiegend in gutem Zustand und wir waren weiterhin allein unterwegs. Ein paar Kühe, Pampa, das große Nichts. Es war wirklich beeindruckend. So eine Leere gibt es in Deutschland einfach nicht. Ach und überall hingen so seltsame Schilder "buckle up for your family" meist mit einem Bild einer glücklichen Familie, was das wohl soll? Irgendwann folgte die Aufklärung: auf dem Schild stand nur noch "buckle up" und darunter eine Zeichnung eines Autofahres mit Gurt. Jetzt weiß ich auch was anschnallen auf amerikanisch heißt  :thumb:

Unser nächstes Ziel war Afton.

   

Der Ort war einigermaßen trostlos, etliche Läden in der Hauptstraße standen leer, von den wenigen existenten Lokalen hatte nur eins geöffnet, hier haben wir Kaffee getrunken und machten uns auf den Weg zur Attraktion des Ortes: der intermittend spring (einen Hinweis hierauf habe ich in einem Reiseführer entdeckt und dann im Internet danach gesucht, Infos findet ihr hier: http://www.starvalleywy.com/intermspg/index.htm)

Eine Schotterpiste, die halbwegs gut zu befahren war wenn man die tiefen Schlaglöcher umkurvt, führte ein paar Kilometer zu einem Parkplatz, von dort ging man noch 10 Minuten zu Fuß und hatte dann einen Gebirgsbach erreicht:

   

Die Quelle des Baches versiegt etwa alle 20 Minuten und fängt dann wieder zu fließen an. Wir suchten uns ein geeignetes Plätzchen und ich filmte einen bestimmten Bachabschnitt. Das Wasser das hier stark sprudelnd floss als wir ankamen wurde immer weniger. Zum Glück habe ich dann rechtzeitig nach oben geschaut als der Fluss fast versiegt war und habe den Moment als das Wasser im Schwall wieder zu fließen begann fotografiert:

   

ein paar Minuten später wieder in voller Stärke:

   

der Film ist nicht wirklich gut geworden, da hätte ich doch ein Stativ gebraucht, aber als Erinnerung für mich selber taugt er.

Hier die Tafel die versucht den Vorgang zu erklären:

   

angeblich gibt es dieses Phänomen weltweit nur 5 mal. Mit Yellowstone kann es bestimmt nicht konkurrieren, aber es lag ja praktisch auf dem Weg. Es war wieder schön warm und wir haben eine halbe Stunde gemütlich am Fluss verbracht, einen Apfel gegessen und die Natur genossen. Wieder waren etliche Amerikaner unterwegs aber keine Deutsche oder Europäer.

Weiter ging die Fahrt durch das Star Valley nach Alpine. Dieses Tal war auf den Wyoming-Webseiten über den grünen Klee gelobt worden,  es war für mich eine herbe Enttäuschung: keine schöne Landschaft (einfach nur Hänge mit Nadelbäumen) und vereinzelte häßliche Gebäude, wer will hier Urlaub machen? Erst kurz vor Jackson am Snake River wurde es etwas besser, der Fluss wurde breiter (erinnerte an die Isar), es waren viele Boote unterwegs.

In Jackson haben wir ein Zimmer im Hotel Quality Inn 49er reserviert. Mit 145,25 € das teuerste Hotel der Reise. Jackson ist an sich schon teuer, wenn man dann noch ein Hotel nahe der Innenstadt will ist nix billigeres zu finden. Im Nachhinein muss ich sagen dass das billige Anvil Motel von der Lage auch noch okay gewesen wäre, wir wollten auf jeden Fall zu Fuß vom Hotel in die Innenstadt und zum Essen gehen können.
Das Zimmer war groß und schön eingerichtet, es hatte zwei Türen: eine zum Flur und eine auf den Parkplatz, man parkt vor dem Zimmer. In der Lobby gab es rund um die Uhr kostenlosen Kaffee (das ist mir natürlich schon ein paar Dollar wert  :) )

   

   

Nach einem Kaffee bummelten wir durch die wirklich schöne Innenstadt von Jackson, alles ist sehr gepflegt, ich schaute in ein paar Läden auf der Suche nach Westernstiefeln aber die Preise hier waren mir zu hoch. Es blieb bei einem leckeren Huckleberryeis (das sind wohl Heidelbeeren) was mit 4 $ auch nicht eben billig war.

Ein paar Fotos:

   

   

   

in der Innenstadt war viel los wie nicht anders zu erwarten am Labor Day Wochenende, mit Parkplätzen sah es mau aus, gut dass wir hier nicht Auto fahren mußten. Am Ortsende fanden wir ein japanisches Restaurant und reservierten einen Tisch für abends. Und einen Liquor Store gab es auch. Die Auswahl an Weinen war riesig, die Preise jedoch happig, da reduziert sich die Auswahl schnell, aber für den Yellowstone will vorgesorgt sein: wir erwarben 5 Flaschen Rotwein (das wäre gar nicht nötig gewesen, im General Store im Yellowstone gab es günstigeren Rotwein als hier in Jackson, hinterher ist man halt immer schlauer  :( )

   

   

   

in die berühmte Cowboy Bar haben wir einen Blick reingeworfen, das hat uns gereicht. Extrem laut da drin.

     

das sieht nach einem Skihang aus im Hintergrund, man hat aber gar keine Lifte gesehen.

     
   
nach einer Ruhepause im Zimmer gingen wir zum Abendessen, der Japaner servierte ein vorzügliches Sashimi und Udon-Suppe, dazu ein sehr gutes Bier aus einer lokalen Brauerei und teuer war es auch nicht. Da haben wir jetzt richtig Glück gehabt. Josef genoß noch mal seinen rohen Fisch, in den nächsten Tagen wird es wohl hauptsächlich Steak und Burger geben (asiatisches Essen gab es im Yellowstone nicht, mit der Vermutung lag ich richtig).

Nach einem Glas Rotwein im Zimmer waren wir beide todmüde. Am Abend merkt man doch dass nachts noch Schlaf fehlt.

Und wer es genau wissen will: die heutige Route en detail inclusive Parkplatz zur Intermittend Spring (C):




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