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Eisberge und Pinguine - Antarktis und Anden

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DocHoliday:

--- Zitat von: Andrea am 04. März 2014, 19:03:26 ---Ich finde, die Gegend hat aber auch was Unwirkliches.

--- Ende Zitat ---

Ja! Teilwiese sah es dort wirklich aus wie nicht von dieser Welt.

DocHoliday:
Und gleich weiter:

1.12.13

Ein Blick aus dem Fenster zeigte, dass das Wetter gar nicht so schlecht aussah. Also raus aus dem Bettchen und ab auf die Piste. Ich bin noch einmal in den NP hoch gefahren. Erstens standen dort überall Schilder, dass man auf die Anden-Hirsche Rücksicht nehmen sollte. Und das wollte ich doch gerne tun, wenn sie sich denn mal sehen lasen würden ;) Zweitens gab es einen Wasserfall, den ich sehen wollte. Drittens hatte ich mir die Wanderung zu einem Gletscher mit Blick auf den Fitz Roy heraus gesucht aber nur wenn das Wetter mitzuspielen versprach.

Zum ersten Punkt: Keine Hirsche!

Aber dafür immerhin ein paar Pferdchen in vollem Galopp durchs Wasser.





Dieser Herr hat sie extra für mich da lang getrieben ;)



Danach war erst mal der Wasserfall dran - der Chorillo del Salto. Satte 500m waren es von Parkplatz bis zum Fall! Trotzdem war ich dort eine ganze Weile völlig alleine und konnte in Ruhe knipsen.







Ein paar saftige Wiesen gab es in der Nähe auch. Eigentlich ein Schlaraffenland für Hirsche, oder? Na ja, die Hirsche waren anderer Meinung und ließen sich nicht sehen.



Inzwischen hatte sich das Wetter dem Wetterbericht angepasst. Es hatte sich immer mehr zu gezogen und die umliegenden Berge waren alle in Wolken/Nebel versteckt. Auf die Wanderung zum Aussichtspunkt habe ich daher erst mal verzichtet. Stattdessen bin ich ein Stückchen aus EL Chalten raus zum Lago Viedma gefahren. Hier war es immerhin trocken und die Aussicht war auch nicht so übel.





Leider kam man aber nirgendwo runter bis zum Seeufer, weil alles eingezäunt war.



Die Entscheidung, ob ich die geplante Wanderung noch versuchen sollte, wurde dadurch erleichtert, dass es kurze Zeit später anfing zu schütten wie aus Eimern. Statt wandern habe ich es mir mit einem Buch im Hotel gemütlich gemacht und den Nachmittag mit lesen und ein wenig Bildbearbeitung rumgebracht. So ein ruhiger Tag zum entspannen war auch mal nicht übel.

Abends war ich in einem anderen kleinen Restaurant, wo es diesmal eine angeblich am selben Tag in einem Bach in der Nähe gefangene Forelle gab. Lecker!

DocHoliday:
Ich habe gleich noch einen Tag im Angebot. Muss mich ja beeilen damit ich fertig werde, bevor es Freitag wieder auf Tour geht ;)

2.12.13

Mein letzter Morgen in Patagonien. Ich wollte noch einmal dem Fitz Roy zum Sonnenaufgang eine Chance geben. Aber Pertus war dagegen. Am Aussichtspunkt am Ortsausgang von El Chlaten erwartete mich bei -2°, Schnee bzw. Schneegriesel und starkem Wind diese Aussicht.

a
Tja, da hatte wohl jemand die Berge geklaut! Noch mal zum Vergleich: Der gleiche Blick 2 Tage vorher.



Ich bin noch eine halbe Stunde geblieben (natürlich im warmen Auto ;)) aber das Wetter besserte sich nicht, so dass ich schließlich gefahren bin. Ich hatte ja noch gut 200km zu fahren und um 10:30 ging mein Flug nach Buenos Aires. Ein paar km weiter sah das Wetter schon freundlicher aus und ich bekam doch noch einen ganz netten Sonnenaufgang - nur halt nicht mit der Kulisse, die ich mir vorgestellt hatte.



Noch mal 20 Minuten später kam das Highlight des Tages für mich. Auf der Straße lag ein toter Hase, der jede Menge Besucher angelockt hatte. 4 oder 5 Karakals, ein paar kleinere Falken (?) und ein paar Möwen machten sich abwechselnd über den unglücklichen Meister Lampe her, der wohl von einem Auto überfahren worden war. Dank des dichten Verkehrs zur hiesigen Rush Hour konnte ich problemlos mitten auf der Straße stehen bleiben und aus dem Auto raus fotografieren.

Karakara






Falkenart(?)




Möwe



Das Licht war toll. Nur schade, dass der Kadaver genau auf der Straße lag. Ich gebe zu, ich war versucht auszusteigen und ihn vom Asphalt hinunter zu befördern. Ich habe es dann aber doch gelassen.

Nach einer Weile schaute auch noch ein Condor vorbei, flog aber nur einmal über die Szene hinweg und verschwand gelangweilt wieder. War wohl nicht genug für ihn, das kleine Häschen. Leider habe ich ihn zu spät gesehen und ihn daher nur von hinten erwischt.



Schließlich musste ich mich losreißen und weiter nach El Chalten fahren. Die Fahrzeugrückgabe war problemlos (nachdem nach meinem Anruf endlich jemand gekommen war). Ein Schreck in der Morgenstunde wartete dann aber beim CHeckin auf mich. Bei jedem Passagier wurde das Handgepäck gewogen! Und meines war natürlich "ein Hauch" schwerer als die erlaubten 8 kg. Nach einer kurzen Diskussion mit der Dame am Schalter rief die ihre Chefin, die dann beschloss, dass ich meine Kameras und Objektive nicht aufgeben musste. Glück Geahbt! dafür musste ich aber diesmal für die 5 kg Übergepäck bezahlen (auch der aufgegebene Koffer war zu schwer). War mir recht.

Ca. 21/2 Flugstunden später landeten wir wieder auf dem nationalen Flughafen von Buenos Aires am Rio de la Plata. Dort wartete ein kleiner Klimaschock auf mich. Nach -2°, Schnee und Wind am frühen Morgen waren es jetzt ca. 33°C bei 100% Luftfeuchtigkeit. Und ich stieg natürlich mit Pullover und Antarktis-tauglicher Jacke aus dem Flieger ;)
Hier klappte die Organisation wieder reibungslos. Es wartete jemand mit einem Schild mit meinem Namen und fuhr mich zum Hotel. Ich hatte das Loisuites Hotel im Stadtteil Recoleta gebucht. Nach einer Dusche und mit deutlich luftigeren Klamotten bekleidet war ich nach nicht allzu langer Zeit wieder einsatzbereit. Ich habe mir den Cementerio de la Recoleta direkt neben dem Hotel angeschaut. Dass ist der berühmteste Friedhof von Buenos Aires, wo die reichen, schönen und mächtigen des Landes begraben sind.
Leider hatte ich nicht allzu viel Zeit, da der Friedhof schon um 187:00h geschlossen wird aber für einen ersten Eindruck hat es gereicht.







Die eigentlichen Herrscher dieses Friedhofs sind jede Menge räudige Katzen. Eine sieht trauriger aus als die andere.



Die zum Friedhof gehörende Kirche war auch nach 18:00h noch geöffnet, so dass ich noch einen Blick hinein geworfen habe.





Danach bin ich noch ein bisschen durch die umliegenden Straßen geschlendert. Ein bisschen deshalb weil sich nach kurzer Zeit das schwüle Wetter in einem Gewitter entlud, so dass ich lieber zurück ins Hotel geflüchtet bin und an der Hotelbar ein oder zwei kühle Bierchen gezischt habe. Da es weiter regnete habe ich dann auch gleich im Hotel gegessen. War gar nicht übel.


Silvia:
 :beifall:   super es geht weiter  ...  und dann noch gleich ein 3er-Pack mit soooo tollen Bildern (Landschaft, Tiere)

Shadra:
Bis auf die Kirche sehen die Bilder aus, als hättest du das Land für dich alleine gehabt! Wunderschön!



Über die Katzen des Friedhofes (ich bilde  mir zumindest ein, es ging um den in Buenos Aires) gab es einmal eine sehr schöne Doku im TV. Leider fällt mir (mal wieder) der Titel nicht ein ..

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