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Stan und Olli, die Anti Shutdown Tour - Südwesten USA Herbst 2013

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Thomas:
Sieben Kilometer hinter Silverton, auf dem Million Dollar Highway Richtung Ouray bimmelte unser TomTom und erzählte uns, dass es hier zum Ophir Pass gehen würde. Pass hört sich gut an, denn die liegen meistens sehr hoch. Genau richtig für uns, denn wir Männer wollen immer , das Schnellste, Höchste und anderen Quatsch.


Wir beschlossen einfach mal los zu fahren und wenn die Road zu schlecht wird, drehen wir um. Die Road war überraschend harmlos. Das hätte man alles mit einem PKW fahren können, selbst diese ruppige Stelle (Foto), wo man durch den Bach fährt war kein Problem.


Direkt unterhalb des Ophir Pass, war ein Trupp vom Forest Service am schindern. Wir beneideten die Jungs nicht, die am Steilhang mit Strohmatten umherschleppten. Der Hang sollte begrünt werden und Bäume gepflanzt werden, damit die Wurzeln der Bäume den Hang festigen.


Nach 6,5 Kilometern erreichten wir den 3598 Meter hohen Ophir Pass. Die Road war immer noch Top in Schuss und einfach zu fahren. Es ging halt steil Berg hoch, aber das war es auch schon.
Foto - Blick vom Ophir Pass in Richtung Silverton.


Auf der Ophir Seite, war die Piste plötzlich deutlich rauer, aber immer noch harmlos.


Jo dann kam ein Stück das nur aus richtig groben Schotter bestand. Wir fuhren da durch, hatten aber Schiss um die Reifen und beschlossen umzudrehen und zurück nach Silverton zu fahren. Tja daraus wurde nix, denn die Räder drehten auf dem groben Schotter durch. Mit Schwung war auch nix zu machen, da da Zeug wirklich sehr grob war und wir keine Lust hatten die Karre zu killen. Ich drehte das Auto ein weiteres Mal auf der engen Piste und wir fuhren weiter Richtung Ophir, in der Hoffnung, dass jetzt nix Böses mehr kommt.
Foto - Blick von der Ophir Seite Richtung Pass. Hie war die Welt...äääh Road noch in Ordnung.


Wieder ein Stück weiter wurde es dann richtig mies. Wieder loser, grober, scharfkantiger Schotter, der übelsten Art. Die 20 Meter sahen aus, als wenn das Zeug gerade vom Berg gerutscht war. Ich fuhr extrem langsam darüber, denn der Schotter lag nicht fest, sondern rollte auf der abschüssigen Strecke. Wir befürchteten, dass dar grobe Schotter beim Rollen sich aufrichtet und unser liebes Auto von unten weh tut. Wir waren froh. als wir die Stelle hinter uns hatten.
Foto - Blick auf den 4163 Meter hohen Lookout Peak


Uns war jetzt klar, dass es jetzt absolut kein Zurück gibt, egal was kommt, wir müssen weiter nach Ophir fahren. Die Road wurde nur sehr langsam besser. Immer wieder grobes Schotter auf der Straße, aber jetzt Gott sei Dank nicht mehr rollend. Erst im Bereich des Laubwaldes vor Ophir, war die Piste wieder angenehmer zu fahren.


Jetzt wo wir den Ophir Pass und den Moki Dugway überlebt haben, waren wir die Helden. Niemand konnte uns jetzt mehr aufhalten. Keine Road ist uns zu steil.
Nee mal ernst, was ein Abenteuer. Von Ophir aus hätten wir den Pass nie geschafft. Es war trotzdem toll, denn die Landschaft war sagenhaft schön. Ich glaube nicht, dass ich diesen Pass noch einmal fahren werde. Mit Martina besteht da keine Chance, die hätte mich übers Knie gelegt.
Hinterher haben wir erfahren, das der Ophir Pass der einfachste Pass hier in den Bergen sein soll und als Empfehlung nur hohen Bodenfreiheit gegeben wird. Allrad tut nicht Not. Ja ich weiß nicht, ob da wirklich ein Erdrutsch war, aber berghoch ging bei uns, selbst mit Allrad gar nix. Problem war in unserem Fall die fehlende Differenzialsperre. Mit wäre es wahrscheinlich gegangen.
Ich kann euch den Ophir Pass nur empfehlen, aber unbedingt mit einem Fahrzeug mit viel Bodenfreiheit. Wer sich nicht traut, die ganze Strecke zu fahren, der Möge bis zum Pass fahren und dort umdrehen. Platz ist dort genug. Vielleicht ist die Road später auch nicht mehr ganz so rau. Die heftigsten Stellen befinden sich bis etwa 500 Meter hinterm Ophir Pass.
Foto - Blick über Ophir auf den gleichnamigen Pass und den Lookout Peak

Thomas:
Tja da standen wir nun außerhalb von Ophir. So war das alles nicht geplant. Ok geplant war eh nix, aber eigentlich wollten wir den Ophir Pass auch wieder zurück fahren. Da das ja nix wurde fragten wir unser Navi und das meinte die Gegend um den Lizard Head Pass wäre auch nett anzuschauen und rein zufällig geht es da auch Richtung Durango. Puh Schwein gehabt, denn mit dem Umweg war die Stecke nur 60 Kilometer länger.


Der 3116 Meter hohe Lizard Head Pass war wirklich ein Volltreffer. Wir kamen nur sehr langsam vorwärts, weil wir immer wieder angehalten haben um uns an der Bergkulisse satt zusehen.
Foto - Trout Lake, eingerahmt von über 4000 Meter hohen Bergen.


Blick vom Lizard Head Pass auf den Trout Lake.


Auf unserem Weg nach Durango kamen wir durch den kleinen Ort Dolores in Colorado, wo uns sofort die, teils sehr alten Häuser auffielen. Wir hielten um uns das etwas genauer anzuschauen.


Vor dem ehemaligen Bahnhof, in dem jetzt das Railroad Museum untergebracht ist, stand eine Galloping Goose.


Dolores ist ein nettes kleines Städtchen. Für uns hieß es weiter ziehen, denn der Tag war lang und wir waren müde.


Für die Nacht hatten wir ein Zimmer im Super 8 Durango für 59,39€ reserviert. Abendessen gab es wieder mal Chicken und Kartoffelsalat auf der Bude. Uns schmeckt das halt. Na denn Gute Nacht.

Andrea:
Mensch, da gefällt es mir aber auch richtig gut! Schöne Gegend habt ihr da ausgesucht!  :)

Ilona:
Vor 28 Jahren war ich bisher das erste und einzige Mal in Colorado. Ich seh schon, ich muss da mal wieder hin  :adieu:. Aber den reifenmordenden Pass lass ich aus  :verpiss:.

Horst:
Manchmal bringen solche Versuche einfach mal eine Piste zu fahren nix und dann wie in Eurem Fall erlebt man so einen Volltreffer.
Super Strecke durch herrliche Berge ... und dann wieder Euer standardmäßig gebuchter blauer Himmel dazu - starker Trip.  :)

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