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Stan und Olli, die Anti Shutdown Tour - Südwesten USA Herbst 2013
Thomas:
Vor Monaten fand ich in Google Earth eine Road, deren Namen ich damals nicht kannte. Ich nannte sie einfach Red Mountain Pass, nach einem Foto, in Google Earth. Später merkte ich, dass ich da einiges falsch gemacht hatte und die Road sehr wohl einen Namen hat, nämlich "14". Ja es ist die County Road 14. Sie trägt keinen Beinamen nix.
Paar Kilometer hinter Silverton, auf dem Million Dollar Highway, ging die County Road 14 nach rechts ab. Wir befanden uns hier schon auf 3100 Meter Höhe. Ich wusste, dass es ab jetzt erst einmal nur steil nach oben geht. Oha das wird lustig. Wir beschlossen aber nur so weit zu fahren, wie wir es vertreten können. Und wenn die Road zu schlecht wird, drehen wir halt um.
Die Aussicht hier oben, auf die über 4000 Meter hohen Berge um uns rum, war atemberaubend. Auch unser Toni war ganz hin und weg. Die Berge Colorados sind eindeutig unsere absoluten Favoriten. Wer meint, wir könnten da gleich in die Alpen fahren, der irrt gewaltig. Mit den Alpen hat das hier nix zu tun.
Die Road war so gut, man hätte sie glatt mit einem PKW fahren können. Sie ist 9,5 Kilometer lang und geht bis auf max. 3702 Meter rauf.
Blick auf den Million Dollar Highway. Wir konnten ihn nicht nur sehen, sondern auch hören. Besser gesagt, wir hörten hier oben 600 Meter höher, die Motoren der LKW jaulen, weil es entweder Berg hoch ging, bzw. die Motorbremsen für die Talfahrt.
Nach 9,5 Kilometer Spaß pur, erreichten wir direkt am Red Mountain Pass auf 3390 Meter wieder den Teer des Millon Dollar Highways.
Ich frage mich heute noch, warum ich von diesem Highlight noch keinen Reisebericht gesehen habe. Die Road ist so einfach zu fahren, selbst die Fahrtrichtung ist schnurz. Ihr merkt, ich bin immer noch begeistert. Jetzt liegt es an euch, die County Road 14 selbst mal zu fahren. Ich werde mit Martina auf Garantie wieder kommen. Mich interessiert natürlich, wie das hier im Sommer ausschaut, wenn die Wiesen grün sind und die Blumen blühen.
Thomas:
Die Brooklyn Mine liegt direkt an der County Road 14. Wir stellten das Auto ab und gingen auf Erkundungstour.
Hier wurden ab etwa 1900 sporadisch Erze abgebaut. Hauptsächlich suchte man nach Gold, aber auch Mineralien wurden gefördert. Im Sommer 1976 und 1978 trafen die Bergleute auf besonders gute Goldadern.
1980 fand man hier sehr seltene Mineralien. Das war dann auch das vorläufige Ende der Minentätigkeit in der Brooklyn Mine.
Toni packte das Goldfieber. Er kam mit jedem glitzernden Stein an und meinte "wir sind reich".
Der Wirtschaftstrakt der Brooklyn Mine.
Blick in die Küche.
Auf diesem Scheißhaus herrscht ein Geist, der jedem, der zu lange scheißt, von hinten in die Eier beißt.
Haha, mich hat er nicht gebissen. Ich hab ihn auf dem Kopf geschissen.
Das Klo war geil. Ich stell mir gerade vor, wie da zwei Kerle sitzen, nach einer Mahlzeit Bohnen mit Speck. Das gibt Blasmusik.
Wir haben noch nicht viele Ghost Minen gesehen. Diese ist auf jeden Fall eine, bei der es noch wirklich viel zu sehen gibt. Einen Besuch kann man gut mit der Fahrt der County Road 14 verbinden.
Thomas:
Direkt an der Einmündung der County Road 14 in den Million Dollar Highway, besuchten wir die Longfellow Mine.
Die Mine wurde um 1950 in Betrieb genommen. Über die Mine habe ich sonst keinerlei Infos. Ich weiß nur, dass hier sehr seltene Mineralien gefunden wurden, die bei Museen und Sammlern sehr begehrt sind.
Mining shaft der Longfellow Mine.
Wasserpumpe
Blick in die Ruine
Ja schade, dass wir nichts über die Geschichte erfahren haben. Wer mehr weiß, möge mir bitte paar Infos geben. Aber schön war es dort trotzdem.
Thomas:
Nächstes Ziel war die National Belle Mine und der ehemalige Ort Red Mountain. Red Mountain Town war ein reines Bergarbeiter Städtchen, wo mal 600 Leute lebten. Gegründet 1883, zog der ganze Ort zwei Jahre später zu dieser Stelle um. 1887 wurde Red Mountain an die Eisenbahnstrecke Durango Silverton angeschlossen. Heute ist so gut wie nichts mehr von dem Ort übrig.
Die National Belle Mine wurde 1883 gegründet. In der Mine wurde Silber im Gesamtwert von 2 Millionen Dollar gefördert. 1883 entdeckten die Bergarbeiter im Bereich der Mine eine große Höhle, in der sie Mineralien fanden und bedeutende Lager an Bleiglanz, Silber und Gold. 1897 war der Boden ausgebeutet und die Mine wurde geschlossen.
Diese Reste des Förderturms der National Belle Mine, sind über 120 Jahre alt und stehen immer noch.
Die National Belle Mine war toll. Einen Besuch können wir nur empfehlen. Foto - einer der wenigen Überreste von Red Mountain Town.
Thomas:
Ja wir haben es heute mit Minen. Wir fuhren von der National Belle Mine parallel zum Million Dollar Highway auf einer Schotterpiste. So kamen wir automatisch von einer Mine zu anderen, die manchmal nur etwa 100 Meter auseinander lagen. Foto - Genesee-Vanderbilt Mine
Von der Genesee-Vanderbilt Mine sind noch jede Menge Gebäude zu sehen.
Die Mine liegt etwas oberhalb des ehemaligen Ortes Guston. Auch über diese Mine kann ich leider nix weiter sagen.
Blick in eine Ruine der Genesee-Vanderbilt Mine. Erstaunlich wie gut das Holz, trotz kaputten Dach aussah.
Die Genesee-Vanderbilt Mine kann ich nur empfehlen, denn "noch" gibt es sehr viel zu sehen und zu erkunden.
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