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Stan und Olli, die Anti Shutdown Tour - Südwesten USA Herbst 2013
Ilona:
Sind die Fallen Timber Ridge Hoodoos in der Nähe von Gallup? Kannste mir mal :bitte: die Daten rüberschieben :sabber:.
Thomas:
Ja Gallup
Parken 35°34'35.12"N 108°26'58.10"W
Hoodoos 35°34'45.21"N 108°26'43.07"W
Der Weg den man in Google sieht, war bei unserem Besuch nicht befahrbar, weil man ihn gar nicht erst erreichte. Wir haben direkt im Wash (offizielle Road) geparkt und da waren Richtung Fallen Timber Ridge, also da wo Hoodoos stehen vom Gradern hochgeschobener Sand.
Im Web haben Hoodoos einen Namen, der laut Bewohner falsch. Sie haben kein Namen.
Das täuscht mächtig vor Ort, es geht nur Berg hoch. Der weg zum Schluss immer steiler.
Ilona:
:danke: Thomas. Steil macht mir nix aus, doch in Gallup komme ich demnächst nicht vorbei. Nähe Farmington wäre mir lieber gewesen :cool2:.
Thomas:
Wir haben bis 8.30Uhr geschlafen. Erster Blick aus dem Fenster, es regnete immer noch. Wir kramten in aller Ruhe fertig und zogen los. Unser wichtigstes Ziel war heute die Sonne wieder zu sehen. Dank des Live Wetter in Google Earth, wusste ich, dass wir gar nicht so weit fahren mussten.
Kaum auf der Interstate kamen auch schon die ersten sonnigen Lücken am Himmel. Am Petrified Forest National Park fuhren wir von der Interstate ab, aber auch nur, weil wir wussten, dass der Parkeingang sich direkt an der Autobahn befindet. Wir waren wirklich so blauäugig und glaubten, man könnte trotz Shutdown durch den Park düsen. Ok das war nix und wir ganz schnell wieder auf der Interstate. Ein Foto vom verschlossenen Tor wollten wir nicht machen. Gibt keinen Grund, dass der Nachwelt zu zeigen. So ein Shutdown ist eh schon traurig genug und ein Bild von einem Vorhängeschloss...nee sorry nicht mein Ding.
Erster Halt war der Homolovi State Park. Im Visitor Center knöpfte man uns 7,-$ Eintritt pro Fahrzeug ab. Ein Ranger erzählte uns fix, wo wir was sehen können. Er meinte dass wir jede Menge Artefakte, wie Scherben usw. sehen werden. Wir können alles aufheben um es besser zu betrachten, dürfen aber nix mitnehmen. Oha normal findet man nix mehr.
Früher hieß das hier Homolovi Ruins State Park. Im Jahr 2011 strich man auf Wunsch der Hopi aus dem Namen die "Ruins". Für die Hopi Indianer sind das keine Ruinen, sondern ein Ort voller Leben mit den Geistern ihrer Ahnen.
Der Homolovi State Park wurde 1986 gegründet, ist aber erst seit 1993 für die Öffentlichkeit zugänglich.
Bei Homolovi II gibt es am meisten zu sehen. Dieses Pueblo war aber auch am schlimmsten zerstört. Um 1960 gingen Plünderer hier mit einem Bagger auf die Suche nach Artefakten. Sie machten nicht Halt vor den Kivas und Gräbern. Die Hopi, aber auch die weiße Bevölkerung war entsetzt. Für die Hopis ist Homolovi ein heiliger Ort.
Archäologen und freiwillige Helfer bauten eine Kiva wieder auf und stabilisierten den Wohntrakt des Pueblo.
Foto - Blick in die Kiva
Wir sahen tatsächlich jede Menge Tonscherben. War schon beeindruckend. Normal sieht man so was in Museen hinter Glas und hier darf man das sogar in die Hand nehmen.
Wir fuhren dann zu Homolovi I, was direkt am Little Colorado River liegt. Dieses Pueblo sieht so aus, wie vorgefunden. Für uns Touristen sind ausgegrabene Ruinen interessanter, weil wir so eher einen realen Eindruck von den Ausmaßen der Gebäude bekommen.
Der Homolovi State Park war für uns interessant. Solltet ihr weniger Interesse an der Geschichte der Ureinwohner haben, rate ich von einem Besuch ab. Für euch gibt es definitiv schönere Ruinen. Ansonsten, wer mag, dem wünschen wir viel Spaß.
Thomas:
Auf Little Painted Desert bin ich wie bei vielem anderen, auch in Google Earth gestoßen. Bei Touristen sind diese Badlands weniger bekannt. In der Regel, fahren sie in den Petrified Forest National Park, wo sie sich an Badlands satt sehen. Wir hatten heute noch keine Badlands, waren eh neugierig und außerdem war das Gebiet nur 22 Kilometer vom Homolovi State Park entfernt.
Die unbefestigte Rim Road beim Little Painted Desert, war trotz des durchgezogenen Regens in einem tollen Zustand und sehr gut befahrbar. Die wenigen Pfützen störten nicht.
Am Little Painted Desert war eine Gruppe unterwegs, die einen Fotokurs belegte. Wir wurden von denen natürlich gründlich gemustert. Sie nutzen wie wir das Schattenspiel der Wolken in den Badlands aus.
Früher ging mal ein richtiger Weg runter in die Badlands, aber Dank Wind und Wetter ist von dem so gut wie nix mehr übrig. Hier auf den Foto erkennt man noch die Balken, die früher mal als Befestigung von Stufen dienten.
Wir gingen trotzdem ein Stückchen runter. Ganz geheuer war uns das hier nicht. Wer Badlands kennt, weiß dass die teilweise weich wie ein Brötchen sind. Wir gingen wie auf Eiern. Im Boden waren große Risse, die von Bewegung der Hänge zeugten.
So sieht also unser "Regentag" aus. Wobei, wir konnten von hier aus die Berge von Flagstaff sehen. Dort hangen dunkle Wolken und es schien immer noch zu regnen. Wir haben das schon mal bei Moab beobachtet, wie die hohen Berge Regenwolken regelrecht anziehen.
Little Painted Desert war ein voller Erfolg. Einen Besuch können wir nur empfehlen.
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