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Stan und Olli, die Anti Shutdown Tour - Südwesten USA Herbst 2013
Thomas:
Weiter Richtung Moab, nahmen wir den Highway 24, einer der schönsten Highways die ich kenne. Er besticht vor allem durch seine kargen, aber dennoch schönen Landschaften. Foto - Caineville Reef
Links das Red Desert, rechts das Caineville Reef.
Das Caineville Reef, mich erinnert es etwas an eine Wirbelsäule.
Grün findet man in dieser Gegend nur entlang des Fremont River und bei einzelnen Wasserlöchern.
North Caineville Mesa, das Foto täuscht, denn ich habe die schmalste Stelle fotografiert. Dahinter geht das Ding weit auseinander.
Die Upper Blue Hills könnte ich stundenlang angucken. Keine Ahnung warum die mich so faszinieren.
Im Vordergrund die Upper Blue Hills, ein beliebtes ATV Gelände, dahinter die North Caineville Mesa.
Die Factory Butte ist ein National Landmark, weil man sie schon von weiten erkennt und früher als Wegweiser diente.
Upper Blue Hills
North Caineville Mesa, auch hier wieder toll die Farben und Formen.
Beim Highway 24 ist der Weg wirklich das Ziel. Wir kamen nur sehr langsam vorwärts, weil wir immer wieder hielten, um die Landschaft zu betrachten.
In Hanksville wagten wir uns in den örtlich Bull Mountain Market. Es war Mittag und wir hofften unsere extrem kargen Getränkevorräte etwas aufzufüllen. Die Tante an der Kasse hatte gerade eine Pizza aus dem Ofen geholt und die in Stücke geschnitten. Mann es war Mittag, wir waren hungrig und die Pizza sah gut aus .Ich sagte ihr, dass wir gerne die ganze Pizza hätten. Sie darauf, wir sollen 20 Minuten warten. Ich nöö, will diese. Oha irgendwie schien ihr das nicht zu passen, mit einem verbissenen Lächeln verpackte sie die Pizza. Wir hatten keinen blassen Schimmer was wir falsch gemacht haben. Am Ende war uns das wurscht. Wir fuhren zur Wolverton Mill, haben dort die Pizza verputzt und gut war´s.
Hier waren wir gestern schon am Abend, wir wollten die Wolverton Mill nur noch mal am Tage bei Sonnenschein bestaunen.
Thomas:
Während der Fahrt grübelten wir was uns noch so reinziehen könnten. Ich erzählte Toni, was hier so alles in der Nähe liegen würde. Das war eindeutig ein Überangebot an Sehenswürdigkeiten. Slot Canyon muss nicht sein, meinte der Jung. Schade, da hätte ich noch zwei für mich unbekannte. Er ließ mich dann entscheiden. Ich wählte den Goblin Valley State Park. Ich war da zwar schon mit Martina, aber damals wurden wir hier in der Mittagssonne gegart und ich würde gerne mal etwas tiefer ins Goblin Valley gehen.
Der Alte an der Kasse knöpfte uns eben mal so 8,-$ Eintritt für das Fahrzeug ab. Das ging schon in Ordnung, gab ja jede Menge zu sehen.
Am Parkplatz war einiges los, aber nicht überlaufen. Wenn ich mich zurück erinnere, wir wundern uns immer im Sommer, dass wir keine Touristen sehen. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass die alle im Herbst unterwegs sind.
Wir gingen weit hinten ins Goblin Valley, bis uns eine Felswand den Weg versperrte. Hier hinten war kein Mensch mehr zu sehen.
Ist schon ein Ding, wie das alles so zusammen hält.
Wir schnüffelten in jeder Ecke, um ja nix zu verpassen.
Der Weg weiter ins Goblin Valley lohnte sich.
Keine Sorge, das waren nur Schönwetterwolken, ein Bonus von Petrus für extra hübsche Bilder.
Wer reitet am Nachmittag durch´s Goblin Valley? Es ist der Toni, dem juckt das Fell.
Für mich war der Goblin Valley State Park bisher ganz nett, aber nix, was man immer wieder besuchen kann. Ich hab das hier auch gerne mal mit dem Blue Canyon verglichen, der viel bunter ist. Ich muss sagen, dass es mir hier bestens gefallen hat und es doch anders als im Blue Canyon aussieht. Ich empfehle euch einen Besuch, aber geht auch weiter rein. Vorne am Parkplatz ist es zwar schon schön, aber weiter hinten fanden wir es noch besser.
Thomas:
Achtung der Crystal Geyser ist tot. Bitte weiter lesen.
Ich erzählte Toni vom Crystal Geyser. Der Jung wollte das Ding unbedingt sehen. Klar ist der Null Ersatz für den Yellowstone, aber es wäre sein erster Geysir überhaupt.
Wir also dahin. Die Road war wie immer ok. Am Parkplatz die erste Überraschung, da stand ein Ami mit seinem Camper. Der Camper war normal, aber der Mann nicht...aber egal.
Am Green River dann die nächste Überraschung. Dort spielte eine Familie eine Runde Doof. Wir guckten uns blöd an und fragten uns, ob die Irrenanstalt Ausgang hat...aber auch das egal.
Dann der Hammer, der Crystal Geyser war tot...das nicht mehr egal.
Wenn so ein Kohlensäure Geysir verendet, dann beginnt sofort der Verfall seiner Sinterterrasse. Die feinen Strukturen waren schon gar nicht mehr zu erkennen.
Glaubt mir, die Fotos täuschen. Ich kannte ihn ja "lebendig" nass und trocken. Der sah damals total anders aus. Ich wunderte mich etwas, dass noch niemand darüber berichtet hat, denn der schien schon etwas Länger nicht mehr ausgebrochen zu sein. Diese Feuchtigkeit kommt von einem Rinnsal aus dem Geysir. Das Material der Sinterterrasse saugt die Feuchtigkeit auf, weshalb man denkt, dass es mehr Wasser wäre.
Fehlende Stücke von der Sinterterrasse, waren keine Seltenheit. Wir fanden oben auf der Terrasse auch Gummispuren von Motorrad Reifen. Scheinbar geht es einigen Spinnern mit dem Verfall nicht schnell genug.
Wir raten von einem Besuch des Crystal Geyser ab. Es lohnt nicht mehr. Diejenigen, die ihn kannten, sollten ihn lieber so in Erinnerung behalten, wie er bei ihrem Besuch aussah und sich das Elend jetzt nicht mehr antun.
Thomas:
In Moab fuhren wir gleich zum Super8 Moab und checkten ein. Das Ding hatte im Web so beschissene Bewertungen, da wollten wir lieber selbst mal gucken. Was soll ich sagen, die Bude war bombastisch, definitiv das beste Super8, was wir bisher bewohnt haben. Die Möbel ein komplett neuer Style, der Fußboden aus Belag in Parkettoptik, kein Teppichboden mehr. Wir waren total happy und dann noch der Preis von 47,08€ pro Nacht.
Wir luden fix paar Sachen aus und hauten sofort wieder ab zum Arches National Park.
Foto - Park Avenue
Seit Jahren jammer ich, dass ich mal wieder in den Arches will. Wow endlich, ich war glücklich.
Über den La Sal Mountains hangen paar Wolken, aber sonst war das Wetter perfekt, halt so wie wir es gewohnt sind.
Wir fuhren zur Window Sektion, um dort ein wenig die Gegend zu erkunden.
Wir liefen zum North Window. Ganz schön groß das Ding.
So sieht das aus, wenn man im North Window steht.
Wir standen hier und staunten. Jeder Kilometer hier her hat sich dafür gelohnt.
Auf diesem Bild sieht man links das North und rechts das South Window.
In unmittelbarer Nachbarschaft haben wir den Turret Arch gesehen.
Den Sonnenuntergang haben wir im Garden of Eden verbracht, denn dort war die Aussicht unglaublich.
Jo für uns wurde es dann Zeit zu gehen. Nee was war das schön hier.
Abendbrot holten wir uns vom City Market, lecker Hähnchen mit Knoblauch und Barbecue. Gefuttert haben wir auf dem Zimmer im Motel.
Was ein Tag. Wir waren fix und fertig und nicht nur Dummheiten im Kopp. Nee diese Erinnerungen kann uns niemand mehr nehmen. So ich mach jetzt Heia. Gute Nacht. Foto - Balanced Rock
Ilona:
--- Zitat von: Thomas am 13. Januar 2014, 13:28:55 ---
--- Ende Zitat ---
Als ich die Straße zum ersten Mal gefahren bin, dachte ich, ich fahr durch ein Kieswerk :toothy9:. Ich fand es so hässlich, dass es schon wieder schön war. Vor allem der Factory Butte gefällt mir immer wieder :thumb:.
Die Pizza im Hanksville Supermarkt ist sehr lecker und zu empfehlen. Wenn ihr das nächste Mal etwas mehr Zeit habt, dann geht an die Theke und lasst sie nach euren Wünschen zubereiten. Die Frau hatte vielleicht selbst Kohldampf :zwinker:.
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