Allgemeines > Reiseberichte
Stan und Olli, die Anti Shutdown Tour - Südwesten USA Herbst 2013
Andrea:
--- Zitat von: Rainer am 19. Dezember 2013, 23:57:29 ---
--- Zitat von: Andrea am 19. Dezember 2013, 22:38:00 ---Mit Elko (da haben wir auch schon übernachtet) seit ihr echt am AdW gelandet und dann kommt der Shutdown... Bin gespannt, wie ihr aus der Sache wieder raus kommt ;)
--- Ende Zitat ---
Einspruch!
Wenn Elko in Nevada gemeint ist - das ist nicht AdW. Im Gegenteil, ein quirliger Ort (den man dort definitiv nicht erwarten würde) und nur 25 Meilen entfernt liegt der Lamoille Canyon, ein schönes Stück Land, was man dort ggf. nicht unbedingt erwarten würde.
Also ich finde Elko absolut attraktiv (sofern wir vom selben Elko sprechen).
--- Ende Zitat ---
Ich denke, wir sprechen vom selben Elko. Ich gebe zu, dass ich mich mit dem Ort nicht wirklich befasst habe. Klein ist der nicht gerade, das stimmt. Aber wir sind halt vorher eine todlangweilige Strecke gefahren und hinterher auch. Wenn es Thomas´s Bericht schon vorher gegeben hätte und es nicht gerade meine Erstlingstour gewesen wäre, ja dann wäre mir das Ganze vielleicht auch nicht so ätzend da vorgekommen. Wir wollten einfach nur vom Yellowstone zum Yosemite und Elko lag halt mittendrin...
Thomas:
--- Zitat von: Rainer am 19. Dezember 2013, 23:57:29 ---
..... und nur 25 Meilen entfernt liegt der Lamoille Canyon, ein schönes Stück Land, was man dort ggf. nicht unbedingt erwarten würde.....
--- Ende Zitat ---
genau und von dem geht der "Thomas Canyon" ab. Irgendwann ;)
Thomas:
so keiner hat gemerkt, aber mei Handicap...hab ein Tag vergessen. Ich gemerkt dass ich mehr rechte hier. Danke. Ich bring das in Ordnung. Also nicht wundern, was ich jetzt mach.
Thomas:
Oh die Nacht war Schiet, hab beschissen geschlafen. Ich setzte mich früh an den Laptop und grübelte, wie wir am besten mit dem Shutdown leben können. Normal wollten wir Übermorgen Abend in Yellowstone West ankommen, aber das war ja nun Blödsinn. Toni der inzwischen auch wach war, sagte ich, dass es keinen Sinn macht, jetzt noch weiter nach Norden zu fahren, denn da gibt es nix, was sich zu dieser Jahreszeit lohnt. Mist, hätten wir einen Tag eher von dem Shutdown erfahren, wären wir gar nicht erst hier her gefahren. Egal kann man jetzt eh nicht mehr ändern.
Wir telefonierten mit Martina, die sich Sorgen machte, dass ich mit der Situation nicht klar kommen würde. Nöö nöö ich habe mir geschworen einen tollen Urlaub mit Toni zu haben und ich werde mir den von einem Shutdown nicht versauen lassen.
Wir hatten da ja noch einen Termin in Albuquerque, am zweiten Wochenende unserer Reise. Ich checkte das Wetter um uns und stellte fest, dass in Albuquerque dieses Wochenende Sonne pur und kein Wind sein soll. Laut Trend würde die Woche darauf ein kleines Sturmtief dort verrückt spielen und wer weiß wie es dann am Wochenende aussieht. Der Termin war kein Problem und ließ sich um eine Woche vorverlegen. Hmmm...wer weiß wofür so ein Shutdown gut ist. Ich buchte sofort ein Zimmer für zwei Nächte in Albuquerque und stornierte die fürs Wochenende darauf. Jo dann guckte ich noch, wie wir relativ gesittet innerhalb von drei Tagen nach Albuquerque kommen und buchte gleich noch ´ne Bude in Green River für heute Nacht.
So nun aber los, denn wir hatten heute insgesamt 720 Kilometer vor uns. Erstes Ziel war die Jukebox Cave, nahe West Wendover in Utah.
Die Danger und Jukebox Cave sind in Besitz der Utah State Parks, aber kein offizieller State Park, selbst wenn ein Schild im Inneren der Jukebox Höhle etwas anderes sagt. Die Höhlen befinden sich gleich außerhalb von West Wendover. Die Höhlen sind einfach zu erreichen, man kommt aber nicht rein. Einmal im Jahr soll es möglich sein, die Höhlen zu besichtigen. An Hand von Schautafeln und Fotos im Bereich der Jukebox Höhle bekommt man trotzdem Informationen über die Höhlen.
In den Höhlen haben vor 11000 Jahren Menschen gelebt. Dank der extremen Trockenheit in den Höhlen sind Spuren der ehemaligen Bewohner bestens erhalten. So fanden die Forscher Leder, Pfeilspitzen, Knochen von Tieren, Seile, Pflanzenteile und Insekten. An den Wänden sind besterhaltene Pictographen zu sehen.
Die Gitter sind nicht ohne Grund vorhanden, denn auch hier haben Spinner in der Vergangenheit den Eingang mit Farbe beschmiert.
Bei der Danger Cave, in die man nur auf allen Vieren rein kommt, waren wir nicht, da auch sie verschlossen ist. Wir fanden es hier trotzdem sehr interessant. Wer mag, nur zu, der Besuch lässt sich wunderbar mit dem der Bonneville Salt Flats verbinden, auf die man von der Höhle eh schon blickt.
Thomas:
Wenn man in der Gegend ist, besucht man natürlich auch das Bonneville Salt Flats Recreation Area. Ich war ja schon zweimal mit Martina hier, aber erstens hatte ich Lust und zweitens wollte auch Toni da mal hin.
Auf der Teerstraße dahin standen einige Fahrzeuge. Niemand traute sich auf den Salzsee. Die guckten uns blöd an, als wir an denen vorbei, einfach auf den See fuhren. Die Oberfläche war dieses mal ganz anders, als bei den anderen beiden Besuchen. Es muss in den letzten Tagen geregnet haben, denn die oberen Zentimeter waren zum Teil Salzmatsch. Das Salz klebte auch nicht an den Reifen und Schuhen.
Wir haben hier auf dem See erst einmal lecker Frühstück gegessen. Salz für die Frühstückseier hatten wir ja genug.
Wir haben dann noch etwas gespielt und sind mit dem Auto enge Kreise, mit ordentlich Gas in der Salzpampe gefahren. Oha das Zeug spritzte bis aufs Dach. Es trocknete sofort zu einer harten Kruste. Beim Aussteigen habe ich mir am Salz, was am Holm der Karre backte, die Wade zerschrammt. Wir fragten uns, wer wohl die Dreckskarre wieder sauber macht.
Nach einer Stunde auf dem Spielplatz hauten wir ab. Einen Besuch des Bonneville Salt Flats Recreation Area können wir wieder nur empfehlen. Und ja, traut euch ruhig auf den See, ist nicht verboten.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln