Allgemeines > Reiseberichte
Stan und Olli, die Anti Shutdown Tour - Südwesten USA Herbst 2013
Thomas:
Schon vor dem Sonnenaufgang verließen wir das Super 8 Blanding . Wir wollten uns heute etwas Indianer Kram anschauen. Als erstes ging es zur Over and Under Ruin. Die Anfahrt auf der Schotterpiste war einfach und für jeden PKW machbar. Nur das letzte Stück hat es in sich. Je nach dem wir weit man sich traut zu fahren, geht man dann noch 300 - 600 Meter bergab.
So ein Sonnenaufgang ist ja ganz nett, aber hier hätten wir die Sonne lieber von hinten. Also sollte jemand hier hin fahren wollen, alles ab später Vormittag geht in Ordnung.
Wie der Name schon sagt, gibt es eine obere und eine untere Ruine. Vor allem die Obere ist noch mit der hölzernen Deckenkonstruktion sehr gut erhalten.
Thomas:
Auch am nächsten Ziel war vom Shutdown, trotz BLM Verwaltung, nix zu merken. Ist wohl nicht spektakulär genug um auf wen auch immer, Druck auszuüben.
Wir liefen den 600 Meter langen Trail bis zum Overlook. Die Anasazi Indianer lebten hier von etwa 500 - 1200 unserer Zeitrechnung.
Die Ruinen wurden 19. Jahrhundert wieder entdeckt. Im 20. hat dann das BLM die Ruinen durch Baumaßnahmen stabilisiert, ansonsten aber so belassen, wie aufgefunden.
Blick auf die Butler Wash Bridge
Die Butler Wash Ruins sind ein einfach zu erreichende Location und wir können einen Besuch nur empfehlen.
Thomas:
An der Comb Ridge machten wir Halt um die wunderschöne Aussicht zu genießen.
Jo ich fahr so vor mich hin und rieche plötzlich Angstschweiß. Der Bengel Kreide bleich, rutscht nervös auf seinem Sitz hin und her. Ich guck ihn fragend an. Der Jung braucht ´nen Donnerbalken. Ich fragte ihn wann er mir das denn sagen wollte. Manchmal...
Gott sei Dank kannte ich mich in der Gegend aus und wusste, dass direkt vor uns die Mule Canyon Ruin, inklusive Parkplatz und allem Pipapo liegt.
Ich nutzte Zeit und schaute mir noch einmal die Mule Canyon Ruins an. Ich war ja 2008 hier schon mal mit Martina.
Blick in die Kiva, dem ehemaligen zeremoniellen Zentrum der Anasazi Gemeinschaft. Die Kiva wurde 1973 vom BLM komplett saniert.
Dieses Pueblo wurde etwa 750 nach Christus besiedelt. Wer die Mule Canyon Ruins noch nicht kennt, sollte ruhig anhalten. Einfach so vorbei fahren, dazu sind sie zu schade.
Thomas:
Wir waren ja eben noch bei den Mule Canyon Ruins, welche aber nicht im Canyon, sondern oberhalb am Rim stehen. Jetzt ging es in den Mule Canyon. Ich wollte mir endlich mal das House on Fire anschauen.
Wir mussten hier per Selfpay 3,-$ pro Person für ein Backcountry Permit löhnen.
Der Weg zur Ruine ist ganz einfach, man geht runter in den Canyon und folgt ihn für 1,5 Kilometer. Die House on Fire Ruin kann man nicht verfehlen. Sie befindet sich rechts oberhalb des Weges.
Der Name House on Fire kommt vom Sandstein, dessen Struktur direkt über der Ruine wie Flammen aussieht. Wir beide waren doch etwas enttäuscht, denn ich kannte das House on Fire von diversen Fotos und Toni hatte ich davon erzählt. Für das menschliche Auge sieht das alles, ohne Umweg über Kameras, dann doch etwas unspektakulärer aus. Fragt mich nicht woran das liegt, ich hab keine Ahnung. Toni hat es extra mit seinem Handy getestet, auch dort sah es wie auf dem Foto unten aus.
Wer den Feuereffekt auf dem Foto verstärken will, nehme ein Weitwinkelobjektiv, krieche auf allen Vieren weiter Richtung Eingang, ziele auf Eingang und Decke und knipse los.
Hier die anderen Ruinen.
Wir waren hier nicht alleine. Drei ältere Herrschaften besichtigten mit uns die Ruinen. Als dann eine Gruppe junger Leute anrückte, zogen wir das Weite.
Auf dem Foto seht ihr wie es dort aussieht. House on Fire ist eigentlich nur die kleine Ruine direkt in der Bildmitte. Ihr wollt meine Meinung zu dem Ding? Ich sag mal so, ich war jetzt einmal mit Toni dort, werde mit Martina definitiv nicht nochmal hingehen. Jetzt wo ich weiß wie es dort wirklich aussieht, lockt mich das nicht ein weiteres mal hin. Ich zehre ja das ganze Jahr über von meinen Reisen. Die Fotos helfen dabei mich zu erinnern. Das Flammenfoto erinnert mich ehrlich gesagt an nix, weil nur die Kamera es so gesehen hat.
Thomas:
Kaiserwetter am Muley Point. Da mussten wir unbedingt hin. Es war etwas kühl, aber dafür hatten wir eine extrem klare Sicht. Da unten, 700 Meter tiefer plätscherte der San Juan River vor sich hin.
Der Bengel stand am Abgrund. Ich meinte zu ihm, dass wenn er da runter fliegt, ich aus Gnatz noch einen Stein hinterher werfe.
Wir mögen nicht nur Löcher, nein wir haben es auch mit Schlitze und Ritzen.
Der Muley Point war ganz gut besucht...nee kein Schlange stehen. Einen Besuch kann ich nur empfehlen. Aber fahrt unbedingt bis zum eigentlichen Muley Point, nach rechts die zwei Kilometer durch. Viele Touristen bleiben beim Erreichen des Rim, am ersten Parkplatz stehen. Glaubt mir, es lohnt sich.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln