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Stan und Olli, die Anti Shutdown Tour - Südwesten USA Herbst 2013

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Thomas:
Ich guck doch so gerne Reportagen. Irgendwann im Frühling 2013 kam auf N24 eine Reportage:


Hier mal paar Zitate aus dem Film:
- die meisten die es hier her verschlägt sind Touristen, die nicht ahnen auf was sie sich einlassen
- die größte Gefahr sind die endlosen Serpentinen - Anmerkung von mir, es sind 5,5 Kurven...ja die eine
  zählt nicht wirklich
- oft merken sie erst viel zu spät, in welcher Gefahr sie sich bringen
- Touristen klammern sich ans Lenkrad und werfen vor Angst keinen Blick nach links und rechts
- Leute rufen an, weil sie Angst haben dort runter zu fahren

Ich bin ja diese extrem gefährliche Straße schon mal mit Martina gefahren. Damals haben wir uns vor Angst in die Hosen gemacht. Ich habe Toni schon den ganzen Morgen auf diese Todesroute vorbereitet und ihm von dem Film erzählt. Oben am Moki Dugway fragte ich ihn ein letztes Mal, ob wir nicht doch lieber umkehren und einen sicheren Weg nehmen sollen. Wir nahmen all unseren Mut zusammen, checkten noch einmal die Sicherheitsgurte, die Bremsen und fuhren gaaaaanz vorsichtig los.


Wir sind ja ganze Kerle und haben uns sogar getraut paar Fotos zu machen. Ja...wir sind einfach angehalten, ausgestiegen und haben geknipst. Mir schlackern noch heute die Knie.


Blick auf das Valley of the Gods.


Hier eine von 5,5 Kurven auf der Höllenstraße.


Leute nehmt den Kram von mir bloß nicht ernst. Ich habe eben Martina fix mal das Video gezeigt. Sie guckte mich fragend an, ob wir damals wirklich den Moki Dugway gefahren sind.
Der Moki Dugway ist wunderschön und ganz einfach zu fahren. Wer ihn noch nicht kennt, aber die Fahrt plant, sollte sich unbedingt das Video als Vorbereitung auf das Abenteuer seines Lebens reinziehen und die, die ihn schon kennen sollen auch ruhig mal gucken, was sie überlebt haben.

Thomas:
Auf das Valley of the Gods war ich schon lange scharf. Heute passte es in unsere Tour. Viel wusste ich nicht über das Tal der Götter, nur das es dem Monument Valley ähnlich sein soll.


Kaum waren wir ins Valley of the Gods gefahren, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Das hätten wir nicht erwartet.


Die Schotterpiste war im Top Zustand und mit jedem PKW befahrbar. Bei Nässe oder einem drohenden Gewitter würde ich von einem Besuch dringend abraten, da dann alles zu einer Pampe wird.


Ich muss auch sagen, dass wir hier wirklich Schwein hatten, denn Dank der Wolken und deren Schatten, sah alles traumhaft schön aus.


Die Road durch das Valley of the Gods ist knapp 27 Kilometer lang. Keine Sorge, das ist nicht zu lang. Euch wird dort nicht langweilig.


Jo was soll ich noch groß labern? Ich werde definitiv mit Martina wieder kommen und euch empfehle ich auch hier mal her zu fahren.

Thomas:
Auf das Monument Valley haben wir uns schon beide gefreut. Wir zahlten pro Nase die 5,-$ Reservat Gebühr und schon ging der Spaß los.


Panorama mit West Mitten, East Mitten und Merrick Butte.


Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, eine geführte Tour der Navajo mit zumachen, weil man dann Orte zu sehen bekommt, wo man alleine ohne Führer nicht hin darf. Leider saß uns die Zeit etwas im Nacken. Außerdem war es für uns beide das erste Mal im Park und ich war der Meinung, dass wir das erst einmal genießen sollen. Ja ich war schon einmal im Monument Valley. Aber damals fuhren wir nur bis zu den drei Butten am Eingang, denn wir kamen hier erst kurz vor Sonnenuntergang an.
Foto - links die Rain God Mesa, Mitte Totem Pole und Yei Bi Chei


Der Aufreger des Tages, war der Zustand der Road im Monument Valley. Ich hatte darüber ja schon einiges gelesen und dachte bis dato, dass da etwas "künstlerische Freiheit" mit dabei wäre. Auweia war die beschissen. Wir sind wirklich langsam gefahren, waren ja nicht auf der Flucht, wurden aber trotzdem mächtig durchgeschüttelt. Nach meiner Meinung war die Piste für normale PKW nicht befahrbar. Wir beobachteten Leute die sich mit ihren PKW regelrecht vorwärts tasteten. An deren Stelle hätte ich die Aktion abgebrochen.
Dann sahen wir einen Navajo, der dabei war die Road zu....ja keine Ahnung was das werden sollte. Er hatte hinter seinem Jeep ein kleines Betonteil an Ketten über die Road gezogen, was die wohl glätten sollte. Das sah so albern aus, vor allem brachte das auf den Stellen, wo man auf Fels fährt gar nix. Nur der sandige Teil, östlich der Rain God Mesa fuhr sich locker flockig. Foto - Totem Pole und Yei Bi Chei


Wer mag kann auch geführte Touren auf Pferderücken machen. Ich glaube wir lassen das lieber bei unseren athletischen Körpern.


Im Monument Valley war unerwartet wenig los. Lag es an der Tageszeit? Nöö, die Sonne stand zwar schon tief, aber bis zum Sonnenuntergang waren es noch knapp zwei Stunden.


Jo wir waren stolz wie Bolle.


Der North Window Overlook liegt etwas abseits und ist nur über eine Stichstraße zu erreichen. Ich denke viele Touristen übersehen diese Stichroad und verpassen diesen genialen Ort, denn hier waren wir ganz alleine.


Wir haben die ganze Zeit das Monument Valley mit dem Valley of the Gods verglichen. Ganz ehrlich, das Valley of the Gods kam dabei besser weg, weil auch tolle Landschaft, aber viel besser zu fahren. Trotzdem kann ich einen Besuch im Monument Valley nur empfehlen. Ich werde auf jeden Fall wieder kommen und mir dann mal eine geführte Tour gönnen um noch mehr vom Monument Valley kennen zu lernen.


In Kayenta tankten wir den Wagen, holten bei McDonalds zwei Burger als Abendbrot und gaben Gas. Wir fuhren die 482 Kilometer bis zum Microtel Inn and Suites Albuquerque West in einem Ritt durch. Gegen 22.00 Uhr kamen wir im Hotel an. Jo ich gebe euch Recht, mit Urlaub hat das hier auf den ersten Blick nix zu tun. Vielleicht versteht der eine oder andere am Ende unserer Reise, wenn alles gesagt wurde, warum wir uns das angetan haben. Wir selbst bereuen nichts.
Wir hatten im Microtel Inn and Suites Albuquerque West eine Suite für zwei Tage reserviert. Pro Nacht mussten wir 75.50€ zahlen. Die Bude war wirklich nett. Für uns war jetzt Feierabend. Zu essen gab's auch nix mehr. Wir haben es überlebt. Total am Ende, wollten wir nur noch schlafen. Gute Nacht.
Foto - Agathla Peak, die Überreste eines Vulkans. Das was man sieht ist das Magma, was im Vulkanschlot nach oben stieg.

Andrea:
Wir waren dieses Jahr auch im Valley of Gods -  wirklich ein Highlight. Aber besser nicht verraten, denn geht die Ruhe dort flöten...  :zwinker:

Und klar, im Anschluss der Moki Dugway. Im Winter würde ich mir den tatsächlich nicht antun, aber im Sommer? Auf trockener Strecke? Ich glaube die Reportage-Macher haben ganz verzeifelt nach ein paar Minuten Film gesucht, der zu dem Rest passt und dann so eine Show daraus gemacht. Oder sind wir wirklich so wagemutig??

Los geht es übrigens so ab Minute 16.

Ilona:
Die Straße durch MV war schon vor Jahren übel, doch wenn das noch schlimmer wurde ...  :gruebel:, dann sehe ich dies als Taktik der Navajos, die natürlich an geführten Touren mehr verdienen  :cool2:.

Valley of Gods kenne ich noch nicht, aber das wird sich hoffentlich bald ändern  :adieu:.

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