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Wild West Winter Wonderland

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DocHoliday:
16.1.13

Heute am kein Sonnenaufgang sondern ausschlafen und in Ruhe frühstücken. Danach habe ich mein Autochen beladen und mich auf den Weg nach Vernal gemacht.

Zuerst bin ich wieder die SR 128 gefahren und habe ein wenig den 'Colorado on the rocks' bewundert.





Die Überreste der Dewey Bridge sehen ja irgendwie ganz malerisch aus aber vor dem Brand hat sie mir doch besser gefallen.



Nach einem kleinen Stück Interstate bin ich kurz vor Grand Junction auf die CO 1139 abgebogen, die Douglas Pass Road, ein Teil des Dinosaur Diamond Scenic Byways.





Hier wurde es landschaftlich richtig schön.Über diverse Kurven ging es stetig bergauf bis auf ca. 2500 m.



Der Blick zurück nach Süden von der Passhöhe.



Dabei konnte man schön die seit Tagen bestehende Inversionswetterlage am eigenen Leib erfahren. Waren es unten am Colorado noch ca. -10°C gewesen, lagen die Temperaturen hier oben um die Mittagszeit nahe des Gefrierpunktes.
Auf dem Weg vom Pass hinunter weiter nach Norden kommt man an den Petroglyphs des Canyon Pintado vorbei. Da ich die schon kannte, habe ich nur beim Kokopelli kurz angehalten.





In diesem Canyon kann man den Sun Dagger bewundern aber zum wandern war ich heute zu faul.



Kurze Zeit später hatte ich mein erstes Ziel für heute erreicht – den Canyon-Teil des Dinosaur NM. Ich hatte die leise Hoffnung gehabt, dass man trotz Schnee bis zu Harpers Corner kommen könnte. Die Aussicht von dort mit schneebedeckten Felsen – wow!

Aber die Realität sah anders aus. Die Straße war nur die ersten 4 Meilen geöffnet.



Also habe ich nur etwas die (nicht ganz so schöne) Aussicht von dort genossen.





Nach recht kurzer Zeit bin ich weiter gefahren, um mir den Teil des Parks anzuschauen, der in Utah liegt. Kurz vor dem Eingang gab es diesen Blick über den zugefrorenen Green River



Auch der Dinosaur-Teil in Utah ist nur teilweise befahrbar. Auch hier sind nur die ersten Meilen der Straße durch den Park geräumt. Man kommt bis kurz hinter der Brücke über den Green River. Weiter fahren ist zwar nicht verboten aber wegen der nicht geräumten Straße mit teilweise recht tiefem Schnee schwierig. Ich habe es ein Stück weit versucht, weil ich mir gerne noch mal die Felszeichnungen angeschaut hätte, habe aber bald umgedreht.

Green River von der Boat Ramp am Campground.


Split Mountain


So langsam wurde das Licht immer schöner.



Schließlich liefen mir noch ein paar Hirsche über den Weg.



War ganz lustig anzuschauen. Alle sind sie über einen Zaun gehüpft, mehr oder weniger elegant mit mehr oder weniger viel Anlauf. Nur der letzte hat sich das alles in Ruhe angeschaut und ist dann unter dem Zaun durch. Fauler Sack! ;)

Dann gab es noch einen mittelschönen Sonnenuntergang und schwups war auch dieser Tag schon wieder rum.



DocHoliday:
17.1.13

Auch an diesem Tag kein Sonnenaufgang sondern ausschlafen und in Ruhe frühstücken. Ich werde faul! ;)
Der viele Schlaf schien meinem Hirn nicht gut getan zu haben. Als ich das erste mal aus Vernal raus war, fiel mir ein, dass mein iPhone noch auf dem Nachttisch im Hotel liegt. Also umgedreht und schnell wieder zurück. Zum Glück lag es noch da, wo ich es liegen lassen hatte. Puh!
Also bin ich gnaz entspannt das zweite mal aus Vernal raus gefahren. Aber mir war so, als hätte ich noch etwas vergessen. Etwa 10 Meilen weiter fiel der Groschen. Ich war gestern zu faul gewesen, noch zu tanken! Na super! Also wieder umgedreht, zurück nach Vernal und getankt.
Im dritten Anlauf hat es dann schließlich geklappt, dieses eigentlich gar nicht so attraktive Städtchen zu verlassen.

Im Web hatte ich am Vorabend noch nachgeschaut, dass die 191 wieder frei war. Ein paar Tage vorher war sie noch gesperrt gewesen. Also konnte ich auf direktem Weg nach Jackson fahren.
Die ersten Fotostops habe ich am Flaming Gorge Reservoir eingelegt. Der Stausee in der Schneelandschaft sah schon ganz nett aus.





Auch die Staumauer fand ich durchaus beeindruckend, von unten wie von oben.




Weiter ging es langsam aber sicher in die Höhe. Kurz vor Rock Springs war mit gut 2400m der höchste Punkt der heutigen Etappe erreicht. Wie am Vortag wurde es wärmer, je höher man kam.
Die Straße war so leer, dass man zum knipsen auch mal Geisterfahrer spielen konnte.



Die Fahrt durch Wyoming war zunächst landschaftlich nicht so interessant aber je näher man Jackson kam, desto bergiger und interessanter wurde es wieder.





Die Übernachtungen hier hatte ich vorgebucht im Rustic Inn. Mit fast 180$/Nacht nicht gerade billig aber was ist in Jackson schon billig? Außerdem waren die Cabins wirklich klasse, so dass ich es nicht bereut habe.



Blick auf den zugefrorenen Bach direkt hinter meiner Cabin.


Dank der Anziehungskraft Vernals am Morgen, bin ich erst spät nachmittags angekommen, so dass es sich nicht gelohnt hätte, noch in den Grand Teteon zu fahren. Ich habe stattdessen den Gaskamin im Zimmer angeworfen und etwas relaxt. Abendessen gab es im Hotelrestaurant bzw. an der Bar. War lecker. Dabei bin ich mit ein paar Australiern ins Gespräch gekommen, die extra zum Ski laufen hierher geflogen waren. War ein netter Abend.

DocHoliday:
Und weil das ja eigentlich nur ein Fahrtag war, kommt gleich noch einer hinterher.

18.1.13

Da es gestern nicht so viele Bilder gab, werden es heute umso mehr!

Schluss mit der Faulenzerei! Jetzt klingelt wieder in finsterer Nacht der Wecker. Zum Sonnenaufgang bin ich zum Snake River Overlook gefahren, dem Aussichtspunkt mit der klassischen Aussicht von dem berühmten Ansel Adams Foto. Dort habe ich in aller Ruhe das Schauspiel genossen, wie sich die Tetons erst langsam aus der Dunkelheit schälten, dann der Himmel dahinter immer bunter wurde bis zum krönenden Abschluss - dem 'Alpenglow'.

Langsam wir der Himmel hinter mir etwas heller und der Schnee auf den Bergen reflektiert dieses sanfte Licht.



Dann erreichen die ersten Sonnenstrahlen die Wolken hinter den Tetons.



Und kurze Zeit später geht es richtig los mit dem Alpenglühen.





Und die ganze Show hat nicht mal eine dreiviertel Stunde gedauert. Ich war schwer beeindruckt aber auch ganz schön durchgefroren. Auch an diesem Morgen dürften es unter -20°C gewesen sein. Also die Heizung im Auto aufgedreht und etwas aufgewärmt, während ich weiter Richtung Norden gefahren bin und unterwegs immer wieder die Aussicht auf die Tetons aus verschiedenen Winkeln genossen habe.





Der Oxbow Bend sieht auch mit zugefrorenem Snake River nicht übel aus und ist für den nächsten Sonnenaufgang vorgemerkt.



Kurz dahinter habe ich bei diesem von Raureif bedeckten Baum umgedreht und bin nach Jackson zurück gefahren..



Nach einem kurzen Boxenstop im Hotel und einem Tankstop habe ich mich gegen 11:30h wieder auf den Weg gemacht. Zuerst habe ich dem National Elk Refuge am Ostrand von Jackson einen Besuch abgestattet. Elks habe ich leider nur aus großer Entfernung zu Gesicht bekommen, weil der Teil, wo die Herden den Winter verbringen leider für Besucher gesperrt ist. Aber ein paar Bighorns gaben mir die Ehre. Besonders dieses kleine Lämmchen hat es mir angetan.



Anschließend ging es wieder in den Grand Teton. Gleich hinter dem Eingang bin ich nach rechts auf die Gros Ventre Road abgebogen. Hinter Kelly wird sie irgendwann zur Gravel Road und man fährt aus dem Nationalpark in den Bridger-Teton National Forest oder genauer in die Gros Ventre Wilderness.  Die verschneite Schotterpiste war problemlos zu fahren.



Bis zum Atherton Lake bin ich gekommen. Auf einer Hinweistafel habe ich gelesen, dass es hier Bighorns geben soll. Ich glaubte auch einmal kurz eines relativ weit weg in den Felsen gesehen zu haben, war mir aber selbst mit Fernglas nicht sicher. War aber auch nicht so wichtig. Denn als ich mich umgedreht habe, standen diese drei vielleicht 10 m unterhalb der Straße direkt vor mir!



Die ließen sich von meiner Anwesenheit überhaupt nicht stören und haben geduldig für mich posiert.





Ich hatte sogar zwischendurch Zeit, mal zu schauen, was sich unter mir auf dem See so tat. Neben einem Eisangler



testete auch eine Elchkuh die Stabilität des Eises.



Aber zurück zu „meinen Jungs“.







Es war einfach toll, diese Tiere so aus der Nähe beobachten zu können, ohne dass sie sich durch mich gestört gefühlt hätten. Auch als ich aus dem Auto ausgestiegen bin unter hinter ihnen ein wenig den Hang hoch kam, haben sie mich gar nicht beachtet.
Zum krönenden Abschluss gab es auch noch ein Bild mit blauem Himmel im Hintergrund.



Nach dem tollen Sonnenaufgang am Morgen und den 2 Bighornsichtungen war ich mit diesem Tag schon voll und ganz zufrieden.

Aber es kam noch besser.

Zurück im Grand Teton bin ich noch ein Stück weiter nach Norden gefahren Richtung Teton Science School. Und schon ein paar 100 m hinter dem Abzweig begrüßte mich dieser Elchbulle.



Seine Frau war auch dabei.



Nach einer Weile machten es sich beide au dem Boden gemütlich. Und obwohl ich eine ganze Weile geduldig gewartet habe, sind sie nicht wieder aufgestanden. Waren wohl voll und ganz mit Wiederkäuen beschäftigt.
Auch kurz vor der Science School entdeckte ich 2 Paar Elchschaufeln



Aber die stellten sich als genau so faul heraus wie ihre Artgenossen. Also habe ich umgedreht, bin noch das Stück Richtung Antelope Flats Road hoch gefahren in der (falschen) Hoffnung, man käme vielleicht doch da lang zurück zur 191 und habe dann umgedreht.
Und genau an der Stell, wo ich vorher den Elchbullen gesehen hatte, stand jetzt ein anderer noch eindrucksvollerer Bulle.





Wow! Und auch der hatte seine bessere Hälfte dabei.



Bis zum Sonnenuntergang war noch etwas Zeit. Also bin ich noch einmal die 191 ein Stückchen nach Norden gefahren.



Hier habe ich dann auch zum ersten mal auf dieser Tour ein paar Bisons gesehen, wenn auch nur aus den Ferne.



Eigentlich ist der Grand Teton ja ein Sonnenaufgangspark aber ich wollte dem Sunset auch mal eine Chance geben und bin wieder zum selben Aussichtspunkt wie am Morgen. Man hat zwar nicht das Licht der untergehenden Sonne auf den Bergen aber wenn man ein wenig Glück hat und nach Sonnenuntergang noch etwas wartet, werden die Wolken hinter und über den Bergen wunderbar angestrahlt.





Auch nicht ganz übel ;)

Und selbst ein leerer Parkplatz kann bei diesem Licht noch was her machen.



Abendessen gab es in der Küche ;)
„The Kitchen“ ist wohl  zur Zeit eines der angesagten Restaurants in Jackson. Das Ambiente war ansprechend, der Service gut, der Wein lecker, die Vorspeise auch („Luxury Shrimp“) nur das als 'House Special“ angepriesene Ziegenkarree war nicht so der Bringer. Insgesamt aber trotzdem ein gelungenes Dinner, auch weil man an der Bar auch schnell mit anderen Gästen ins Gespräch kam..

Shadra:
Einfach nur sprachlos!!

 :danke:

Heiko:

--- Zitat von: DocHoliday am 22. Juni 2013, 19:18:21 --- Bis ich beim Parkplatz am Mesa Arch angekommen war, zeigte es -20°F (-30°C) und das war noch eine gute 3/4Stunde vor Sonnenaufgang und bis dahin wird es ja bekanntlich noch etwas kälter.
--- Ende Zitat ---

Und das ist mir erheblich zu kalt!!! :frier:

Aber die Bilder der roten Steine im Schnee sind schon klasse.  :beifall:

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