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Wild West Winter Wonderland

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DocHoliday:

--- Zitat von: Shadra am 27. Juni 2013, 10:01:35 ---Einfach nur sprachlos!!
--- Ende Zitat ---

War ich teilweise auch! ;)


--- Zitat von: Heiko am 27. Juni 2013, 16:38:32 ---Und das ist mir erheblich zu kalt!!! :frier:

--- Ende Zitat ---

Weichei! ;D

DocHoliday:
19.1.13

Wie am Vortag beschlossen, war ich beim Sonnenaufgang am Oxbow Bend. Für eine gute Aussicht muss man vom Parkplatz eigentlich die Böschung runter. War gar nicht so einfach. Bald stand ich bis zu den Oberschenkeln im Schnee und habe beschlossen, dass diese Aussicht genau richtig ist und ich nicht weiter runter muss ;)

Wieder gab es eine hübsche Morgenröte über den Bergen.


Und dann kam wieder das „große Glühen“.


So sah es direkt vom Parkplatz aus:


Der Blick den Fluss hinunter in die andere Richtung war auch nicht übel.



Ich bin dann ein bisschen die Teton Park Road hinunter gefahren bis zur Signal Mountain Ladge. Ab da ist sie gesperrt.

Blick auf die Tetons über den Jackson Lake:


Schöne Dunst- und Nebelschwaden gab es an diesem Morgen:


Anschließend bin ich soweit das möglich war die Pacific Creek Road hoch gefahren. Hier hatte ich vorletztes Jahr die Grizzly-Dame mit ihren Jungen gesehen. Dieses mal gab es kein Wildlife zu sehen und bis zum Two Ocean Lake kam man auch nicht.



Den vormittäglichen Boxenstop im Hotel habe ich mir heute geschenkt und bin weiter nach Norden Richtung Yellowstone gefahren.



Man kommt bis zum Abzweig, wo es zur Flagg Ranch geht. Dort ist die Welt mit Brettern vernagelt. Na ja, mit einem Schild ;)



Bei Leeks Marina (glaube ich zumindest) war offensichtlich ein beliebter Startpunkt für Snowmobil-Touren auf den Jackson Lake.



Die Straße schien noch ein Stück weiter zu gehen, endete dann aber rasch in einem Wendehammer. Trotzdem war ich sehr froh das Stückchen noch weiter gefahren zu sein, denn genau in dem Wendehammer saß dieser Geselle.



Er (sie?) nahm dort in aller Ruhe ein Sonnenbad und ließ sich überhaupt nicht stören.  Dann stellte er auf einmal die Ohren auf, lauschte angestrengt und war ruckzuck im Unterholz verschwunden.





Ich habe mich ebenfalls auf den Weg zurück Richtung Süden gemacht. Unterwegs habe ich wieder ein paar Eisangler von oben bewundert.



Sonst gab es außer einer Elchkuh, die ich aber nur durch diverse Büsche sehen konnte, nichts interessantes mehr. Außer einer Menge Gegend und einer Menge Schnee natürlich ;)



Ich bin nochmal die Gros Ventre Road gefahren. Laut Plan ist die Mormon Row für den Winter gesperrt aber ich war mir ziemlich sicher, dass ich gestern ein Auto dort hatte raus kommen sehen. Es stellte sich raus, dass der Plan recht hatte. Nach wenigen Metern war die Straße gesperrt. Hier war nur ein Parkplatz für Wanderer und Skilangläufer. Also bleibt als Zufahrt zur Moulton Barn nur das kurze Stück Antelope Flats Road, das geöffnet ist und den Rest werde ich morgen früh laufen müssen. Mehr als 1 oder 2 Meilen sollten es nicht sein.

Genau wie gestern trieben sich hier wieder Elche rum. Aber diesmal taten sie mir leider nicht den Gefallen, aufzustehen. Dafür waren die Bisons etwas näher.



Auf dem Weg zurück durfte ich eine Weile diesen wunderschönen Vogel bewundern.



Leider saß er von der Straße aus im Gegenlicht, so dass ich mit einigem Respektabstand einen Bogen übers freie Feld gemacht habe, um ihn besser ins Licht zu bekommen. Auch dabei stand ich wieder bis zu den Oberschenkeln im Schnee. Scheint langsam zur Gewohnheit zu werden ;)

Zurück in Jackson bin ich noch einmal ins Elk Refuge gefahren. Leider waren die Elkherden wieder genau so weit weg. Aber immerhin posierte dieser Rabe direkt neben meinem Auto für mich.



Und hoch über ihm saß auf einem Felsen der nächste Seeadler.



Auch die Bighorns waren wieder da, sogar mehr als am Vortag. Sahen toll aus im warmen Abendlicht.







Die Elks habe ich nur mit langem Tele und Konverter aufs Bild bekommen.



Auch heute wurde es zum Abschluss des Tages wieder schön bunt über den Tetons.



Zum Essen war ich noch einmal im Hotel. Ein Süppchen vorweg und dann sehr leckeres Flatbread.
Für den nächsten Morgen hatte ich den Sonnenaufgang am der Moulton Barn geplant. Anschließend war es schon wieder Zeit, weiter zu fahren. Am nächsten Abend begann in West Yellowstone der eigentliche Grund für diese Reise. 5 Tage Foto-Workshop im Yellowstone.

Heiko:

--- Zitat von: DocHoliday am 27. Juni 2013, 16:56:40 ---Weichei! ;D

--- Ende Zitat ---

und Warmduscher!  ^-^

DocHoliday:

--- Zitat von: Heiko am 27. Juni 2013, 17:06:17 ---
--- Zitat von: DocHoliday am 27. Juni 2013, 16:56:40 ---Weichei! ;D

--- Ende Zitat ---

und Warmduscher!  ^-^

--- Ende Zitat ---

Wenigstens stehst Du dazu! ;D

DocHoliday:
Ein bzw. 2 Tage gehen noch.

20.1.13

Der heutige Tag ist schnell erzählt. Als morgens der Wecker klingelte hatte ich so was von keine Lust aufzustehen, dass Der Sonnenaufgang bei der Mpoulton Barn ausgefallen ist. Also stattgefunden hat er sicher aber ohne mich. Ich habe lieber noch ein Stündchen länger Bubu gemacht, anschließend in Ruhe gefrühstückt und mir dann noch die Bilder in Thomas Mangelsens Galerie angeschaut, unter anderem von der Moulton Barn bei Sonnenaufgang ;).
Dann habe ich mich auf den Weg nach West Yellowstone gemacht. Das heißt erst mal zu Staples. Dieses Jahr habe ich so viele Bilder gemacht, dass der Platz auf meiner Notebook-Platte knapp wurde. Ich brauchte also eine zweite externe Festplatte. Wo ich schon da war, habe ich auch gleich noch einen Kindle Paperwhite mitgenommen, der dort in $ billiger war als bei amazon.de in €.
Die Fahrt über den Teton Pass verlief erfreulich problemlos. Über den liest man so einiges – im Winter wohl ein ziemlicher Unfallschwerpunkt.

Dann bin ich ein Stück auf der „Rückseite“ der Tetons lang gefahren.



Landschaftlich höchst abwechslungsreich waren die 2 Stunden (oder so) durch Idaho. Manchmal sah es so aus:



Und dann plötzlich als totaler Kontrast so:


Noch in Idaho habe ich in Island Park an der US  20 ein paar Trompeterschwäne bewundern dürfen. Das war aber auch das einzige Highlight auf meiner Fahrt durch Idaho.





Von dort war es dann nicht mehr weit bis zum Yellowstone.



Am Nachmittag bin ich in West Yellowstone angekommen. Übernachtet habe ich im Brandin Iron Inn. Ordentliches Motel, saubere Zimmer, gute Lage, alles, was man braucht – und im Preis für den Photo-Workshop mit drin ;)

Den Nachmittag habe ich mit dem AFC Conferendce Final verbracht und musste zuschauen, dass den Patriots diesmal kein Wunder mehr gegen die Ravens geholfen hat.
Abends war das erste Treffen mit den Wokshopleitern (Diane und Bob, ein Fotografenpaar aus Missouri) und den anderen Teilnehmern. Schien eine recht nette Runde zu sein, wobei ich
sicher zu den jüngeren gehörte. Abendessen gab es mit Diane und Bob und 2 anderen Workshopteilnehmern in einem kleinen französisch angehauchten Bistro.

Da der letzte Tag als reiner Fahrtag ja nicht so ergiebig war, gibt es gleich noch einen hinterher. Und die "gesparten" Bilder habe ich alle gebraucht. :)

21.1.13
Yellowstone Workshop Tag 1

Um 6:45 stand unser Snowcoach vor der Lobby. Ein Mörder-Teil mit 15 2er Sitzreihen. Bei 14 Teilnehmern hatte jeder eine 2er-Reihe für sich. Und für die Stative gab es hinten dran eine Art Koffer, so dass die Dinger nicht mit in den Innenraum mussten. Auf der dicken Schneedecke bringen es die Dinger immerhin auf 35 bis 40 mph. Und der ganz große Vorteil – bei diesen Monstern machen auch die Bisons Platz ;)



Zum Sonnenaufgang waren wir am Madison River. So bunt wie im Grand Teton war der Himmel nicht aber mit dem aus dem Wasser aufsteigenden Dunst sah es schon ganz nett aus.





Nach einer Weile erreichten die Sonnenstrahlen auch die umliegenden Felsen.



Dann gab es bei Madison Junction eine Pinkel-Pause. Das wurde ein feststehendes Ritual, jedes mal wenn wir dort vorbei kamen. Erstens gibt es dort eine beheizte Toilette und zweitens eine kleine Rangerstation mit einem Büdchen, wo es Kaffe und Hot Chocolate gab.
Frisch gestärkt sind wir anschließend am Firehole River entlang gefahren und haben immer wieder neue Motive gefunden.







Auf dem nächsten Bild sieht man im Dunst den Christmas Tree Rock. Das Bäumchen rechts wächst tatsächlich direkt aus dem Granitfelsen heraus.



Das Wetter und das Licht waren einfach toll. Und es war genau so kalt, wie es auf den Bildern aussieht ;)



So sieht man übrigens aus, wenn man so ein Bild wie das hier drüber machen will (das ist Bob, unser 'Leader'.


Die aus Hot Springs gespeisten Bäche und Flüsse lockersten die durchgehenden Eis- und Schneedecke immer wieder auf.





Das ist wahrscheinlich mein Lieblingsbild von diesem Tag:


Auch die Kombination aus Schnee, Tierspuren und Landschaft ergab immer wieder interessante Motive. Hier war es wohl ein Hase, der seine Spur hinterlassen hat.



Nachdem wir uns dort eine Weile ausgetobt hatten, sind wir weiter gefahren zum Lowe Geyser Basin. Ich fand es übrigens faszinierend zu sehen, wie sich die verschiedenen Teilnehmer ganz unterschiedliche Motive gesucht haben. Ich bin mir sicher, dass dieser Reisebericht bei anderen Teilnehmern völlig anders aussehen würde.

Lower Geyser Basin:








Zwischendruch habe ich immer wieder mal versucht, meine unternetwickelten Fähigkeiten in der Makro-Fotografie etwas zu trainieren. Gerade bei den Geysiren findet man ja immer wieder wunderbare Muster und Farben. Manchmal ist es aber auch nur das Waaser/das Eis/der Schnee selber, die mit ihren Formen faszinieren.



Anschließend ging es weiter zum Fountain Paint Pot. Das war für mich ein ziemlich frustrierendes Unterfangen. Ich habe es nicht einmal geschafft, so eine schöne Schlammfontäne zu erwischen. Deshalb müssen es diese beiden „Döme“ tun.



Da es mit den Schlammfontänen nichts werden wollte, habe ich meine Aufmerksamkeit lieber den Bäumen drumherum zugewandt, die auch schöne Motive lieferten.







Machmal reicht auch einfach eine interessant geformte Schneewehe für ein Foto.



Inzwischen war es schon Nachmittag geworden und wir haben uns langsam auf den Rückweg gemacht. Auch das entwickelte sich zum feststehenden Ritual. Die Rückfahrt am Nachmittag war der Suche nach Wildlife gewidmet und davon gibt es zum Glück entlang des Madison River eine ganze Menge. An diesem Tag waren es zunächst die Trompeterschwäne, die wir an verschiedenen Stellen „geschossen“ haben.





Dann haben wir auf einem Baum direkt am Fluss dieses Adlerpaar entdeckt. Der größere Vogel ist übrigens das Weibchen, wusste ich vorher auch nicht. Bob und Diane ermahnten uns eindringlich ganz leise zu sein und beim Snowcoach zu bleiben, um die beiden nicht zu verschrecken, weil sie sonst sofort wegfliegen würden.



Die beiden ließen sich aber zum Glück von uns gar nicht stören. Und nachdem jeder ein paar Bilder im Kasten hatte, haben wir uns immer näher heran getraut.



Jetzt wurden wir langsam mutig. Eigentlich wollten jetzt alle nur noch ein Bild von einem startenden Adler haben. Also sind wir immer näher ran. Die beiden dachten aber gar nicht daran, sich verscheuchen zu lassen. Nicht mal eine ganze Horde von laut knatternden Snowmobilen störte sie.



Mein Problem war, dass das 500er in Kombination mit der auch nicht gerade leichten Kamera immer schwerer wurde, so dass ich immer häufiger die Kamera runter nehmen musste, um meinen Armen etwas Erholung zu gönnen. Und natürlich nutzte das Männchen genau so einen Zeitpunkt um los zu fliegen.
Mist!
Aber das Weibchen war ja noch da und man konnte hoffen, dass sie dem Männchen bald folgen würde. Nach einer Weile sah es auch so aus.

Sie duckte sich.

Sie zog den Kopf ein.

Sie lehnte sich nach vorne.

Und dann ging es los.


















































Knapp daneben ist auch vorbei! ;)

Ein paar Minuten später haben wir aufgegeben und sind weiter gefahren. Auf dem weiteren Rückweg haben wir aus der Ferne noch ein paar Elks und einige Bisons gesehen bevor wir müde und glücklich wieder im Hotel angekommen sind.

Was für ein Tag!
Schon der erste Tag hatte alle meine Erwartungen an diesen Workshop voll und ganz erfüllt. Und es kamen ja noch 4 weitere!

Ich habe mir noch einen Burger und ein paar Bier in dem Micro Brew im Best Western neben unserem Hotel gegönnt. Danach habe ich schnell noch die Bilder dieses Tages angeschaut und bin mit einem breiten Grinsen ins Bett gefallen.

So kann es weiter gehen!

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