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Wild West Winter Wonderland

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Shadra:
Im Büro ist es ars..kalt ... und bei den Bildern wirds mir nicht wärmer ...  :frier: aber trotzdem ... Herrlich!!!

Aber eine Frage hab ich jetzt trotzdem (so als Foto-Anfänger mit Mini-Ausrüstung): Wie um alles in der Welt könnt ihr mit den dicken Handschuhen die Kamera bedienen?  ???   Ich hab ja ohne Fäustlinge manchmal schon ein Problem damit ...  ::)

DocHoliday:

--- Zitat von: Shadra am 28. Juni 2013, 08:35:28 ---Wie um alles in der Welt könnt ihr mit den dicken Handschuhen die Kamera bedienen?  ??? 

--- Ende Zitat ---

Gar nicht ;)

Ich hatte immer ein paar dünne Handschuhe an, mit denen ich problemlos auch die Kamera bedienen konnte und darüber ein paar dicke Fäustlinge (wenn ich länger draußen war).

Utah:
Dirk, ganz tolle Bilder !!!!  :beifall: :beifall: :beifall:

DocHoliday:
22.1.13

Auf der Fahrt in den Park blockierten bei Sonnenaufgang ein paar recht solide Hindernisse die Straße.



Die ganze Herde hatte bei der Kälte scheinbar keinerlei Lust auf Bewegung und ließ sich selbst von dem riesigen Snow Coach nur sehr widerwillig und langsam von der Straße drängen.



Nach der täglichen Pinkel-Rauch-Kaffee-Pause bei Madison Junction sind wir nach Norden abgebogen Richtung Norris Geyser Basin. Dort haben wir den ganzen Vormittag verbracht und sind einzeln oder in Grüppchen umhergewandert und haben uns an den tollen Motiven erfreut.





Mich faszinieren immer wieder die unterschiedlichen Färbungen der Bakterienrasen und die Muster , die sie hinterlassen.





Aber auch die Kombi aus Baumrinde und Schnee kann ganz fotogen sein.



Besonders stimmungsvoll wurde es immer dann, wenn der Wind einmal den Dampf beiseite wehte und gleichzeitig die Sonne durchkam.



Nachdem sich alle wieder versammelt hatten und im und am Bus ihr Lunchpaket verdrückt hatten, ging es langsam wieder zurück. Bei Beryl Springs sind wir ausgestiegen und  zur Abwechslung mal eine Stunde die Straße herunter gelaufen und haben dabei die Sonne genpossen bei angenehm warmen -8°C.





Besonders gut hat mir diese Formation gefallen. Sieht für mich ein bisschen aus wie Abe Lincoln ;)



Bei Madison Junction gab es erneut Kaffe, Zigaretten und ein stilles Örtchen. Dann ging es wieder auf die nachmittägliche Jagd nach Tieren entlang des Madison River. Und an diesem Nachmittag waren wir recht erfolgreich.

Zuerst konnten wir eine ganze Weile 3 Coyoten beobachten, die sich miteinander und mit diversen Raben und Elstern um die Überreste eines Elkkadavers balgten, den in der Nacht zuvor ein Wolfsrudel erlegt hatte.



Leider war der Ort des Geschehens recht weit entfernt. Aber es war trotzdem ganz lustig zu sehen, wei sichj die Coyoten immer wieder gegenseitig zu verjagen versucht haben, ohne dass einer der drei aufgegeben hätte.

Dann sind wir auf der Suche nach einem Luchs zu Fuß ein Stück am Madison River entlang gelaufen. Hier (in der Nähe der Nine Mile Bridge soll man ab und an einen sehen können. Sie lauern am Fluss auf ihre Lieblingsbeute – unvorsichtige Wasservögel.

Wir habe uns die Augen aus dem Kopf gestarrt, ohne etwas interessantes zu sehen außer ein paar Schwänen. Unser Guide ist dann zurück zum Snowcoach gelaufen, um das Teil ein Stück weiter zu fahren, wo wir dann wieder zusteigen sollten. Und während wir am Ufer standen und nichts gesehen haben, hat er im vorbei fahren einen Luchs im Unterholz auf halber Höhe der gegenüberliegenden Hügel entdeckt. Ich brauchte dazu das Tele und habe selbst damit noch eine Weile gesucht, nachdem er mir gezeigt hatte, wo ich hinschauen soll. Wahnsinn, was für einen Blick für Tiere er hatte!
Der Luchs tat uns tatsächlich den Gefallen, langsam, die Böschung bis zum Wasser hinunter zu laufen und dort in schönstem Abendlicht für uns zu posieren.

Da hat er ihn entdeckt und das Bild ist immerhin mit einem 500er Tele gemacht. Er hat ihn mit bloßem Auge gesehen.



Dann verschwand der Luchs kurz hinter einem Felsen, kam aber zum Glück bald wieder auf der anderen Seite zum Vorschein.



Und weiter ging es runter Richtung Wasser.





Dort hat er sich einen Baumstamm als Beobachtungsposten ausgesucht.





Einfach der Wahnsinn! Insgesamt haben wir mehr als 90 Minuten mit dem Luchs verbracht und ich habe jetzt ungefähr 200 Bilder von ihm auf der Platte ;)
Das war sicher die schönste Tiersichtung, die ich bisher in den USA hatte und eine der schönsten überhaupt. Mein erster Luchs und gleich bei solch perfekten Verhältnissen. Klasse!

Ach was soll's, ein Bild muss noch sein



Ein Stück weiter sind wir noch auf eine Gruppe Elks gestoßen aber nach dem Luchserlebnis konnte sich niemand mehr so richtig dafür begeistern.



In der Dämmerung waren wir zurück beim Hotel und ich musste natürlich schnellstens die Bilder auf meinem PC sehen, um festzustellen, ob sie auch wirklich scharf sind. Nachdem ich mich davon überzeugt hatte, dass alles in Ordnung ist, konnte ich beruhigt essen gehen.

DocHoliday:
Und weil heute Sonntag ist, gleich noch ein Tag hinterher:

So, die Pause war lang genug. Alles wieder einsteigen, es geht weiter!


23.1.13

Heute war das Upper Geyser Basin unser Hauptziel.  Auf dem Hinweg haben wir wie immer nach Tieren Ausschau gehalten aber diesmal tatsächlich keine gesehen.  Also blieben mir nur ein paar Spielereien aus dem fahrenden Snowcoach.



Das Wetter war eine interessante Mischung aus Sonne, Wolken und den Nebelschwaden der vielen Geysire und heißen Quellen.



Neben den Landschaftsaufnahmen habe ich mich an diesem Tag vor allem auf die vielen interessanten Farben und Formen am Rand der Geysire konzentriert. Schon faszinierend, was eine paar bunte Bakterien für Kunstwerke produzieren können.







Auf dem nächsten Bild sieht man eine im Eis fest gefrorene tote Libelle und – was mich noch mehr fasziniert hat – rechts eine lebendige Fliege. Im Januar!



Aber nicht nur im kleinen, auch im großen hat das Upper Geyser Basin einiges zu bieten.



Nach einer ersten kurzen Runde durch den vorderen Teil, war es Zeit, Aufstellung zu nehmen für Old Faithful, der auch brav ganz pünktlich eine Eruption folgen ließ.







Und so sieht das dann von der anderen Seite aus. Fotografen im Nebel ;)



Danach verteilte sich unsere Gruppe über das gesamte Gebiet und jeder, der es wollte, hatte seine Ruhe.



Nach noch ein paar mehr Details ...







 ... habe ich mich wieder den größeren Dingen zugewandt.





Eigentlich hatte ich vorgehabt, bis zum Morning Glory Pool zu laufen. Aber am Giant Geyser habe ich jede Menge Zeit damit verbracht, diesen Bisonbullen zu beobachten. Der erst auf der anderen Seite des Firehole River stand, dann ganz gemütlich durchs warme Wasser lief und langsam immer näher kam.



Nach diesem Blick habe ich es dann vorgezogen, mich langsam zurück zu ziehen.



Außerdem war es inzwischen so spät, dass nicht nur keine Zeit für den Morning Glory Pool blieb sondern schon eine kleine Jogging-Einlage notwendig war, um noch halbwegs zum verabredeten Zeitpunkt zurück am Treffpunkt zu sein.
Unterwegs blieb noch mühsam Zeit, für ein Foto von Castle Geyser. Den hatte ich vorletztes Jahr noch 'in action' gesehen.



Nach einer Lunchpause stand das Black Sand Geyser Basin auf dem Programm. Auch hier habe ich mich vor allem auf die kleinen Dinge am Boden bzw. auf dem Grund konzentriert.









Sehr interessant fand ich diesen Pool mit dem rotbraunen Wasser im Vordergrund und dem blauen Teil im Hintergrund.



Dann war es langsam Zeit, wieder die Rückfahrt anzutreten. Diesmal hatten wir etwas mehr Glück als am Morgen. Dieses Bison durften wir aus der Nähe beobachten.



Zwischendurch war aber auch immer wieder Zeit, die Landschaft zu bewundern mit den überall aufsteigenden Dampfschwaden.



Am Madison River sahen wir wieder einen Kojoten, allerdings aus recht weiter Entfernung.



Und kurz bevor wir den Park wieder verließen, sahen sich ein paar neugierige Elks unseren Snowcoach noch mal ganz genau an.



Und schon wieder war ein ausgefüllter Tag in meinem Lieblings-NP vorbei.

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