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Japan im Oktober 2014 oder wie umgeht man den Taifun Vongfong

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andi7435:
Tag 9 – 10.10.2014 Tokyo

Mein Plan sah heute vor, die Kaiserlichen Gärten zu besuchen und anschließend mir vom Skytree aus nochmals einen Überblick über Tokyo zu verschaffen.
Nach dem Frühstück ging es mit der U-Bahn zu den Kaiserlichen Gärten.
Auf dem Weg zur U-Bahn befindet sich auch dieses etwas „anders“ aussehende Gebäude.
Sylwia hatte ja in ihren Reisebericht geschrieben, dass ihre Tochter das Haus als Hochzeitshaus bezeichnet hatte. Und tatsächlich befand sich darin über die Etagen verteilt, ein Hochzeitsausstatter.





Den Palast des Kaisers der sich auch in diesem Areal befindet, ist nur an 2 Tagen im Jahr für die Besucher zugängig. Ich kam beim Ausstieg aus der U-Bahn auch direkt an ein Eingangstor raus. Leider war dieses verschlossen. Hier machte ich mir aber noch keine Gedanken darüber, da es auch teilweise eingerüstet war. Mehr noch beschäftigte mich die Frage, in Uhrzeigersinn oder entgegengesetzt laufen. Ich entschied mich für entgegengesetzt. Nach einigen hundert Metern kam das nächste Tor. Auch hier konnte man nicht in die Anlage. Nun gut, lief ich also weiter.
Hier einige Bilder von den Kaiserlichen Gärten von außen, nach ca. 4km der Umrundung.









Nach ca. 5km kam dann endlich das erhoffte offene Tor.

Von vorn



Von hinten



Leider war das nicht das Eingangstor zu den Gärten. Man erreichte nur einen relativ großen, freien Platz.



Hier machte ich dann erstmal eine Pause. Nach 5km habe ich mir das auch verdient. Woher ich die Entfernung so genau weis?  Im Fußweg waren alle 100m Entfernungsmarker eingelassen. 
Hier ist übrigens der Plan der Gärten und den Hinweisen wie man sich zu verhalten hat.



Auf der Bank nahm ich dann meinen Reiseführer zur Hand und wollte nochmals nachschauen, wo das Eingangstor ist. Und was lass ich da?  Montag und Freitag geschlossen. Und richtig, heute war Freitag. Na prima und dabei wieder was gelernt. Man sollte auch ab und zu seine Reiseführer nach Öffnungszeiten studieren.
Es wäre also besser gewesen, gestern das Programm von gestern heute zu machen. Na ja, was soll’s. Ich will ja auch noch mal wiederkommen.

Noch einige Eindrücke von der Anlage











Gegenüber der Kaiserlichen Gärten und des Palastes befindet sich schon das moderne Tokyo



Dann ging es mit der U-Bahn zum Skytree. Er ist mit 634m aktuell das zweithöchste Gebäude der Welt. Fertig gestellt wurde er 2012. Es hat 2 Aussichtsplattformen in 350m und 450m Höhe.

Am Fuße des Skytree





Hier musste ich dann ca. 30 Minuten nach meinen Ticket anstehen und anschliessend nochmals 15 Minuten für den Fahrstuhl. Man kann sich die Tickets aber auch im Internet vorbestellen und dann hat man keine Wartezeit.



Die Anzeigen der aktuellen Höhe und Geschwindigkeit im Fahrstuhl. Wobei die Geschwindigkeit finde ich schon beeindruckend. Ist mir jetzt erst beim Betrachten der Fotos so aufgefallen.





Trotz der vielen Menschen, haben diese sich dann auf den Aussichtsplattformen sehr verteilt.
Hier nochmals einige Bilder von Tokyo





Auf diesem Bild ist im Smog der Mt. Fuji zu erkennen. Den Berg hat man real viel besser gesehen, als es hier auf dem Bild zum Ausdruck kommt.



Das Gebäude kennt ihr ja bereits von gestern, die Asahi-Brauerei



Weitere Bilder von Tokyo













Man stimmte sich schon so langsam auf Halloween ein



Im Boden der Aussichtsplattform sind auch Glasscheiben eingelassen, wo man direkt nach unten schauen kann.



Danach ging es zurück ins Hotel.

Flicka:
Auf den Fotos am Abend vom Mori-Tower hat man es ja nicht so gesehen, aber jetzt bei Tageslicht fällt einem auf, wie weit sich das Häusermeer erstreckt. Ich war an meinem letzten Tag vor Sonnenuntergang auf dem Mori-Tower und bin da bei dem Blick auf die Stadt richtig erschrocken. Bei anderen Städten hat man auf solchen Aussichtsplattformen ja wenigstens das Gefühl, dass es ein Zentrum gibt und rundherum die Bebauung langsam niedriger und mehr mit Grünanlagen durchsetzt ist, aber bei Tokio hat man das Gefühl, dass die Stadt unendlich groß ist.

Na ja, wenigstens war das mein persönlich Eindruck.  ;)

Schade, dass es mit den Gärten nicht geklappt hat. Aber manchmal meint man ja, alles so im Kopf zu haben, dass man gar nicht mehr nachschaut, ob es auch tatsächlich so ist.

Andrea:
Ich kann mich Flicka nur anschließen: Es wirkt schier unendlich, das Häusermeer. Und doch gibt es offenbar zwischendrin Gärten. Nur schade, dass du heute damit Pech hattest.

andi7435:
Tag 10 – 11.10.2014 Tokyo – Frankfurt - Dresden

So heute war dann der Tag des Abschieds von Japan gekommen. Als erstes Stand wieder das Frühstück auf den Plan, anschließend war Koffer packen angesagt.
Dann ging es mit der U-Bahn zum World Trade Center. Dort bin ich dann in die Monorail umgestiegen, die mich zum Flughafen Haneda brachte. Ein sehr schöner Flughafen. Check-in war innerhalb von 5 Minuten erledigt. Dann bin ich noch etwas auf die Flughafenterrasse gegangen, um Flugzeuge zu schauen. Entgegen den Terrassen in Deutschland (Berlin, Frankfurt) fand keine Sicherheitskontrolle statt und der Eintritt war auch frei. An meinen Terminal war ANA der Platzhirsch mit ihren  Dreamlinern (Boeing 787).





Rechts steht ein A340-600 der LH nach München. Dazu gab es dann in der Lounge ein nettes Erlebnis. Durchsage „This ist the final call for flight LH 715 to Munich“. Da rollte die Maschine aber bereits zur Startbahn. Man sollte sich also nicht immer auf die Ansagen verlassen.



Bei mir ging es dann mit einer 747-400 mit alter Businessclassbestuhlung zurück. Der Flug zog sich wie Gummi. Ich war dann regelrecht froh, als wir in Frankfurt gelandet sind. Nach ca. 3h ging es dann noch weiter nach Dresden. Gepäck kam auch mit und mein privater Taxidienst wartete schon auf mich. Pünktlich gegen Mitternacht war ich dann in meiner Wohnung.


Fazit

Japan ist ein faszinierendes Reiseland. Auch als westlicher Tourist kommt man sehr gut durch, da viele Sachen in den öffentlichen Verkehrsmitteln auch in Englisch angeschrieben sind. Genauso gibt es viele Durchsagen in Englisch.
Aktuell hat sich der Yen noch weiter verbilligt. Man bekommt jetzt für einen Euro ca. 145 Yen. Ich hätte Japan teurer eingeschätzt.
Man sollte bei der Planung schon die Verbindungen der Busse, U-Bahnen und Züge vorab aufschreiben. Vor Ort die Verbindung zu suchen, halte ich für sehr schwierig.
Eines würde ich aber beim nächsten Mal anders machen. Entweder würde ich einen Gabelflug buchen oder am der Tag der Ankunft gleich noch nach Kyoto weiterfahren. Man spart sich das doppelte Umsetzen.
Mietwagen ist eher kontraproduktiv und man sollte seine Reiseführer auch nach Öffnungszeiten studieren.
Ich werde irgendwann zur Kirschblüte das Land nochmals besuchen.

Danke an alle, dass ihr alle meinen Reisebericht so aufmerksam verfolgt habt.

Andrea:
Huch, schon vorbei? Wieso kommt das immer so unerwartet?  ;)


--- Zitat von: andi7435 am 14. Oktober 2014, 16:53:21 ---So dann fange ich mal mit meinen kurzen RB an. Es wird keine größere Aufschlüsselung nach Tagen geben.Ich werde aber einige Bilder anfügen, wobei ich mich für die Qualität im Vorfeld schon entschuldige. Ich werde etwas zur Planung, Informationen und Kosten schreiben. Vielleicht fliegt ja auch einer mal von Euch dahin.


--- Ende Zitat ---

Lieber Andreas, jetzt ist es doch ein recht ausführlicher Reisebericht geworden. Der Bericht ist auf jeden Fall sehr informativ und rückt neben Paulas Bericht (usa-forum), Flickas und dem von Sylwia (muhtsch) Japan in mein Blickfeld. Hätte ich ja nie gedacht.

Also vielen lieben Dank für die schöne Bereicherung unseres Reiseberichte-Boards. Gerne würde ich bei einer deiner nächsten Reisen auch wieder "mitfahren". Habe da ein Mäuschen belauscht, das was von Yellowstone piepste...

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