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Was passiert denn da gerade in Portland, OR?

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Andrea:
Klasse!

Und: Wer denkt schon an Radfahrer, wenn er an die USA denkt? Also in/um Portland gibt es offensichtlich reichlich davon. Wie sieht es denn so im allgemeinen mit Radwegen aus? Als Hannoveranerin bin ich es eigentlich gewöhnt, dass es immer auch einen ausgewiesenen Radweg gibt. Hier in Bad Oeynhausen sind die längst nicht so gut und man muss sich oft den Weg mit Fußgängern und/oder Autos teilen  :(

Rainer:

--- Zitat von: Andrea am 10. August 2015, 07:47:03 ---Und: Wer denkt schon an Radfahrer, wenn er an die USA denkt?

--- Ende Zitat ---

Finde ich eigentlich gar nicht ungewöhnlich, wir haben schon oft ehrgeizige "Lance Armstrongs" herumdüsen sehen. Ich erinnere mich u.a. an einen Tag, wo wir von Blanding nach Torrey durch den Glenn(?) Canyon gefahren sind, da war offensichtlich auch irgendein Rennen oder so, allerdings waren die Fahrer sehr weit auseinandergezogen. Quasi während des ganzen Tags haben wir Radfahrer (in Rennmontur) überholt. Also Radfahrer und USA sind für mich durchaus zwei verträgliche Dinge.

Wobei ich mich an ausgesprochene Radwege nicht erinnern kann, meistens fahren die Radfahrer auf der gleichen Bahn wie die Autos.

nordlicht:

--- Zitat von: Andrea am 10. August 2015, 07:47:03 ---Wie sieht es denn so im allgemeinen mit Radwegen aus? Als Hannoveranerin bin ich es eigentlich gewöhnt, dass es immer auch einen ausgewiesenen Radweg gibt. Hier in Bad Oeynhausen sind die längst nicht so gut und man muss sich oft den Weg mit Fußgängern und/oder Autos teilen  :(

--- Ende Zitat ---
Es gibt Radwege und Fahrradstrassen, wobei die Radwege wie Rainer schon sagte im Gegensatz zu uns nicht Teil des Bürgersteigs, sondern eine separate Spur auf der Strasse sind. Fahrradstrassen sind durchgehende Strassen d.h. Strassen ohne bzw. mit wenigen Stopschildern, die aber für Autos durch Barrieren an einigen Kreuzungen nicht durchgehend befahrbar sind. Dazu gibt es noch mehrere Biketrails, die nur für Fahrräder und Fußgänger nutzbar sind. Die neue Brücke z.B. ist für Strassenbahn, Lightrail, Busse, Fahrräder und Fußgänger, aber nicht für Autos.
Also die Infrastruktur für den Fahrradverkehr kann sich schon sehen lassen, allerdings ist Portland was Fahrräder angeht auch sowas wie das Münster der USA. Das ist der Wikipedia Artikel von Earl Blumenauer, des Kongressabgeordneten der Stadt. Man beachte den Anstecker im Foto  ;D Es gibt wirklich sogar sowas wie eine Fahrradlobby in der Politik, die eine Menge Einfluß hat.

--- Zitat von: Rainer am 10. August 2015, 11:53:44 ---Finde ich eigentlich gar nicht ungewöhnlich, wir haben schon oft ehrgeizige "Lance Armstrongs" herumdüsen sehen.

--- Ende Zitat ---
Man sieht auch eher wenige Leute, die wie in Deutschland einfach so in Alltagsklamotten aufs Rad steigen. Da schmeisst man sich selbst für den kurzen Trip um die Ecke in Schale (bzw. bunte Wurstpelle).

Andrea:
Ich lach mich kaputt, so einen Anstecker hatte ich auch mal!  :happy: Vielleicht habe ich den noch irgendwo und werde auch zur Fahrradlobbyistin. Denn die hat Bad Oeynhausen echt nötig... Aber in eine bunte Pelle zwinge ich mich nicht, es sei denn ich mache doch noch irgendwann einen Tauchkurs, aber die dinger sind ja normalerweise auch nicht bunt.

Auf jeden Fall wird mir Portland immer sympathischer!

Rainer:

--- Zitat von: nordlicht am 11. August 2015, 00:30:38 ---Man sieht auch eher wenige Leute, die wie in Deutschland einfach so in Alltagsklamotten aufs Rad steigen. Da schmeisst man sich selbst für den kurzen Trip um die Ecke in Schale (bzw. bunte Wurstpelle).

--- Ende Zitat ---

Ich denke, das hat in den USA einfach einen anderen Stellenwert. Wenn schon, dann wird das als Sport betrieben. Das Fahrrad als Transportmittel im Berufsverkehr (wobei ich Schule und Uni dazu zähle), dürfte deutlich weniger Bedeutung in den USA haben als hier. Und das erklärt dann auch, in welchen Klamotten man den Fahrradfahrer antrifft.

Die von Dir genannte Fahrradstadt Münster ist da ein charakteristisches Beispiel, da fahren ja zigtausende an Studenten mit dem Fahrrad herum. So etwas kann ich mir in den USA dann nur schlecht vorstellen, dass quasi eine ganze Uni mit dem Fahrrad kommt.

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