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Was passiert denn da gerade in Portland, OR?
nordlicht:
Das war wohl ein wenig mißverständlich. "Ähnlich" bezog sich in diesem Fall auf die Darstellung der Probleme im Text, die ich ähnlich sehe wie dort beschrieben.
Den Vergleich mit den Schwaben fand ich nur treffend, weil genauso über die Kalifornier gelästert wird wie über die Schwaben in Berlin.
nordlicht:
In Portland war letzte Woche Schneekatastrophe angesagt.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch letzter Woche sind über Nacht ein Fuß Schnee gefallen. Gut 30cm klingt ja vielleicht erstmal nach ordentlich Schnee, aber nichts katastrophales. Allerdings fällt normalerweise ganz selten mal mehr als 30mm und selbst das reicht dann aus die Stadt komplett lahm zu legen, da es so gut wie keine Schneepflüge oder anderes Räumgerät gibt und prinzipiell kein Salz gestreut wird. Wenn überhaupt fällt meist nur fieser Eisregen, aber für Schnee muß man in die Berge. Und nun lag die Stadt auf einmal unter einer dichten Schneedecke und nix ging mehr. Büros dicht, Schulen dicht etc. Gut gehen alle eben Schlittenfahren und Schneemannbauen. Aber der Schnee und das kalte Wetter hielt sich zäh, so dass erst für die Stadt und dann sogar für den gesamten Staat der Notstand ausgerufen wurde. Seit gestern ist es nun wieder etwas wärmer und es gibt den üblichen flüssigen Niederschlag und davon reichlich, der die ganze weiße Pracht schnell abtaut. Nun gibt es allerdings ein bisschen Sorge, dass das etwas viel Wasser werden könnte. Auf jeden Fall gibt es jetzt eine Debatte ob "Abwarten bis es taut" weiterhin eine akzeptierte Vorgehensweise der Stadt zum Schneeräumen ist, falls es in ein paar Jahren mal wieder Schnee geben sollte.
Derzeit ist der Freeway in die Gorge noch völlig vereist und komplett gesperrt (dort ist es immer ein paar Grad kälter), aber ich hoffe dass ich vielleicht am Wochenende mal ein paar eisige Wasserfälle gucken kann.
Andrea:
Hier bei uns soll es ja auch vielerorten ähnlich ausgesehen haben. Aber da die Deutschen das ja alle paar Jahre mal haben und in einigen Gegenden auch regelmäßig, entsteht idR nur kurz Chaos.
Hier in Bad Oeynhausen gab es noch keinen nennenswerten Schnee, schon gar keinen, der liegen blieb. Nur den einen Abend war alles komplett vereist. War auch nicht lustig. Aber ein solches Schneebild wie aus Portland, habe ich seit meiner Kindheit nicht mehr erlebt. Sieht ja eigentlich toll aus...
Rainer:
--- Zitat von: Andrea am 19. Januar 2017, 09:25:41 ---Hier bei uns soll es ja auch vielerorten ähnlich ausgesehen haben.
--- Ende Zitat ---
Der Schnee vom Wochenende ist wieder weg (Tief "Egon" hat hier weniger Chaos angerichtet als befürchtet), aber zur Zeit herrscht eine trockene Kälte. Die beiden letzten Nächte waren es jeweils -8° Celsius, im Moment in der Mittagssonne sind es immer noch -2° Celsius, das ist für das Rheinland durchaus "frisch". Unsere Wetterstation zeigt auch für die nächsten Tage ähnliche Temperaturen an, es bleibt also erst einmal kalt.
P.S.: Just in in diesem Moment kommt die Sonne "um die Ecke" und die direkten Sonnenstrahlen erfassen die etwas unglücklich platzierte Messsonde für die Außentemperatur - in Nullkommanichts springt hier drin die Temperaturanzeige von -2 auf +16 Grad... (das ist natürlich Quatsch, aber da kann man mal sehen, was für eine Kraft die Sonne hat).
Christina:
--- Zitat von: nordlicht am 19. Januar 2017, 08:26:56 ---In Portland war letzte Woche Schneekatastrophe angesagt.
da es so gut wie keine Schneepflüge oder anderes Räumgerät gibt und prinzipiell kein Salz gestreut wird.
--- Ende Zitat ---
das ist das Problem in so Gegenden, in denen es nur sehr selten schneit. Ich habe ja ein paar Jahre in der Schweiz gelebt und da kam die Schneemenge, die du auf deinem Bild zeigst, mehrmals pro Winter vor. Aber dort ist man auch ausgerüstet, die Strassen werden alle geräumt, sogar für die Gehwege ist die Stadt verantwortlich und nicht die Anwohner. Auch die Leute sind den Schnee gewöhnt, jeder hat Winterreifen und Erfahrung beim Fahren auf Schnee.
Hier in Rheinhessen dagegen schneit es fast nie und daher gibt es nur auf den Hauptverkehrsstraßen einen Räumdienst. Wie man von den Nebenstrassen auf die Hauptstrassen kommt, interessiert niemanden, dabei ist es dann doch (auch ohne Schnee) recht häufig glatt und man muss irgendwie im Schneckentempo fahren und hoffen, dass man nicht trotzdem von der Strasse rutscht. Auch wenn ich sehr froh bin, dem Winter in der Schweiz entkommen zu sein, sehne ich mich an solchen Tagen mit Glatteis und/oder dem seltenen Schneefall dann doch dorthin zurück.
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