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Was passiert denn da gerade in Portland, OR?
serendipity:
--- Zitat von: Rainer am 22. Januar 2017, 17:16:32 ---
--- Zitat von: serendipity am 22. Januar 2017, 15:14:08 ---oder siehst du Rainer, ein Indiz für Nichtanerkennung
--- Ende Zitat ---
Ich sehe gar nichts anderes - die ganzen Aktionen haben doch den ausschließlichen Sinn, Trump nicht als Präsidenten anzuerkennen. Und sonst gar nichts. Auf den Plakaten stehen keine Inhalte, keine Kritiken, keine Verbesserungsvorschläge, da steht schlicht (beispielsweise): "NO to Trump".
Das ist doch Ablehnung in Reinkultur. Ablehnen der Person Trump als Präsident. Die aber nun einmal demokratisch so gewählt wurde. Wo siehst Du überhaupt ein einziges Indiz mit einer anderen Aussage?
--- Ende Zitat ---
Ich sehe die Aktionen als ein öffentliches Nein zum Präsidenten, das hat mit der Anerkennung der Wahl wenig zu tun - schlimm genug, dass ein gewählter Präsident so viel "Gegenwind" erfahren muss! Entweder sollte sich der Präsident nun Gedanken machen oder man sollte das Wahlsystem überdenken. Wahrscheinlich passiert beides nicht.
Ich stelle mir vor in diesem Jahr bekommt die AfD mehr Stimmen, als ich für gut befinde, jegliche Stimme ist zuviel, dann kann ich danach jeden Tag auf die Straße gehen und meinen Unmut kundtun - das ist Demokratie! Nichts anderes sind die No-Trump-Demonstrationen auch.
nordlicht:
--- Zitat von: Rainer am 22. Januar 2017, 19:09:51 ---
--- Zitat von: nordlicht am 22. Januar 2017, 18:36:35 ---Und das hat sie ja auch. Trump hat knapp 3 Millionen weniger Stimmen bekommen als Hillary.
--- Ende Zitat ---
Diesen "Fehler" des amerikanischen Systems tolerieren die Amerikaner ja schon seit eh und je. Aber wenn die Anti-Trump-Wähler in hinreichender Zahl zur Wahl gegangen wären, bräuchten sie auch nicht zu jammern, dass wieder einmal ein systemischer Fehler "das Zünglein" an der Waage war. Keinesfalls hat Amerika "gezeigt", dass sie nicht hinter Trump stehen. Sie haben allenfalls gezeigt, dass sie zu faul zum wählen sind und nachher herumjammern, das wäre das System Schuld.
Das ist einfach nur schwach, sonst gar nichts. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hat noch nicht einmal jeder 2. Amerikaner sein Wahlrecht ausgeübt.
--- Ende Zitat ---
Was das Wahlrecht angeht gab es gestern einige Plakate, die genau das was Du gesagt hast, beklagen (An ein "No to Trump"-Plakat kann ich mich allerdings nicht erinnern ;), das war meist schon ein bisschen kreativer) Das ändert aber nichts an der Tatsache das auch bei der Wahl eine Mehrheit der Wähler gegen Trump gestimmt hat. Und was die Teilnehmer an dieser Demomstration konkret angeht: in Multnomah County in dem Portland liegt haben gerade mal 17% für Trump gestimmt und Oregon hatte eine Wahlbeteiligung von 79%.
Rainer:
--- Zitat von: nordlicht am 22. Januar 2017, 19:33:51 ---(An ein "No to Trump"-Plakat kann ich mich allerdings nicht erinnern ;), das war meist schon ein bisschen kreativer)
--- Ende Zitat ---
Ich habe mir das nicht ausgedacht und habe auch nicht danach gesucht. Ich habe in Google "portland protest trump" eingegeben, und dieses Foto taucht als allererstes(!) in Google auf:
Ohne Worte.
--- Zitat von: nordlicht am 22. Januar 2017, 19:33:51 ---Das ändert aber nichts an der Tatsache das auch bei der Wahl eine Mehrheit der Wähler gegen Trump gestimmt hat.
--- Ende Zitat ---
Leider auch nicht, das ist eine verklärte Sicht. Die statistische Sicht ist eine andere. die ganz große Riesenmehrheit aller Wähler hat NICHT gegen Trump gestimmt, alleine über die Hälfte hat gar nicht abgestimmt, denen war also nicht wichtig, wer Präsident wird. Darüber muss man sich erst einmal im Klaren sein, der Hälfte aller Wähler war es unwichtig, ob Trump gewählt wird oder nicht. Sie hätten es ja aktiv verhindern können, aber es ist nicht geschehen.
Und die andere Hälfte hat sich dann auch jeweils zu ungefähr der Hälfte für Trump / gegen Trump entschieden und da kam dann das amerikanische Wahlrecht Trump zu Hilfe und hat ihm eine Mehrheit bei den Wahlmännern beschert. Aber es ist und bleibt so, es hat belleibe NICHT(!) die Mehrheit der Wähler GEGEN Trump gestimmt. Jede andere Darstellung stimmt einfach nicht. Für mich folgt auch keinesfalls aus so einer singulären Demo, an der ca. 0,03% der amerikanischen Bevölkerung beteiligt ist, dass die Mehrheit gegen Trump ist. Die riesengroße Mehrheit (99,97%) ist bei der Demo gar nicht dabei gewesen.
Andrea:
Ob uns die überraschenden Ergebnisse beim Brexit und den US-Wahlen eine höhere Wahlbeteiligung bei den Bundestagswahlen bescheren? Bei beiden kann man ja ganz gut sehen, was passiert, wenn man nicht wählt. Andererseits: Geht man hier wählen, um Merkel abzuwählen und mittels der AfD zu protestieren oder geht man hin, um genau diese guten Ergebnisse der Rechten zu vermeiden? Oder bleibt die Meinung:" Egal, wen ich wähle, ist doch alles Scheiße. Also schlafe ich lieber aus und mache dann Grillparty?" Und wird man sich bei der nächsten US-Wahl daran erinnern, was bei dieser Wahl passiert ist, weil zu viele sich auf "andere Wähler verlassen" haben?
nordlicht:
--- Zitat von: Rainer am 22. Januar 2017, 19:57:07 ---
--- Zitat von: nordlicht am 22. Januar 2017, 19:33:51 ---(An ein "No to Trump"-Plakat kann ich mich allerdings nicht erinnern ;), das war meist schon ein bisschen kreativer)
--- Ende Zitat ---
Ich habe mir das nicht ausgedacht und habe auch nicht danach gesucht. Ich habe in Google "portland protest trump" eingegeben, und dieses Foto taucht als allererstes(!) in Google auf:
Ohne Worte.
--- Ende Zitat ---
Ich weiß nicht von wann und wo dieses Bild ist, aber allein der blaue Himmel und der Sonnenschein verrät mir das es ganz sicher nicht von gestern ist (meine Klamotten sind immer noch nicht ganz trocken und ich war sicher nicht so sommerlich leicht gekleidet wie die Leute auf Deinem Foto) und die Gebäude kommen mir auch absolut nicht bekannt vor. Das ist ja ein grundsätzliches Problem, man googelt irgendwas und dann weiß man vermeintlich genau Bescheid ohne groß weiter nachzudenken zu müssen. Ich will ja auch nicht ausschliessen, dass es gestern "No to Trump" Plakate gab, aber ich habe keins gesehen, dafür viele andere. Und ich war im Gegensatz zu Dir vor Ort.
--- Zitat ---
--- Zitat von: nordlicht am 22. Januar 2017, 19:33:51 ---Das ändert aber nichts an der Tatsache das auch bei der Wahl eine Mehrheit der Wähler gegen Trump gestimmt hat.
--- Ende Zitat ---
--- Zitat ---Leider auch nicht, das ist eine verklärte Sicht.
Die statistische Sicht ist eine andere. die ganz große Riesenmehrheit aller Wähler hat NICHT gegen Trump gestimmt, alleine über die Hälfte hat gar nicht abgestimmt, denen war also nicht wichtig, wer Präsident wird. Darüber muss man sich erst einmal im Klaren sein, der Hälfte aller Wähler war es unwichtig, ob Trump gewählt wird oder nicht. Sie hätten es ja aktiv verhindern können, aber es ist nicht geschehen.
--- Ende Zitat ---
--- Ende Zitat ---
Ich präzisiere meine Formulierung: eine Mehrheit der Wählenden hat gegen Trump gestimmt. So war es gemeint. Wenn man will hätte man das auch verstehen können.
--- Zitat --- Für mich folgt auch keinesfalls aus so einer singulären Demo, an der ca. 0,03% der amerikanischen Bevölkerung beteiligt ist, dass die Mehrheit gegen Trump ist. Die riesengroße Mehrheit (99,97%) ist bei der Demo gar nicht dabei gewesen.
--- Ende Zitat ---
Landesweit waren geschätzt über 4 Millionen auf der Straße. Das sind natürlich nach Deiner Sichtweise auch nur 1,3% der Bevölkerung, auf der anderen Seite ist das immerhin auch die größte Demonstration in der Geschichte der USA.
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