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Das Wandern ist des Müllers Lust

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Andrea:
Wer kennt dieses Lied nicht? Früher fand ich wandern doof, solche Ausflüge in der Schule nur bescheuert. Wandern ist was für alte Leute. Ich glaube, das stimmt schon lange nicht mehr. Spätestens seit Hape Kerkeling sein Buch über den Jakobsweg veröffentlicht hat, ist Wandern "in".

Vielleicht bin ich nun auch selber alt, denn schon seit einer Weile interessiert mich das Wandern, allerdings habe ich keinen Wanderpartner oder jemanden greifbar, der sich mit dieser Thematik auskennt. Regelmäßig ist in unserer Tageszeitung von irgendwelchen Unternehmungen von Wandervereinen/-gruppen zu lesen und die Möglichkeit sich einer zumindest probehalber mal anzuschließen besteht natürlich. Aaaaaber: Die Leute sind dann doch noch mal 20 Jahre älter als ich und dafür 20 Jahre fitter als ich  ;) Will ich mir diese Blöße geben? Eigentlich nicht. Aber selbst wenn diese Sorge unbegründet ist, dann steht dem immer noch einiges im Wege. Gewandert wird nämlich meist samstags und das ist für mich ein Arbeitstag. Und selbst, wenn ich frei hätte, dann ist die Vorstellung, anschließend irgendwo zünftig einzukehren ein Graus für mich. Kurz: Wanderverein ist nichts für mich.

Aber allein wandern? Jaaaaa! Hätte ich gar kein Problem mit. Also habe ich mir mal ein paar Wanderwege herausgesucht, die ich an meinem freien Tag oder sonntags mal angehen könnte. Bedingung ist natürlich, dass ich da mit den Öffis hinkomme oder Start/Ziel mit meinem Motorroller erreichbar ist. Müsste dann ein Rundweg sein. Auch so etwas habe ich gefunden.

Aber wie bereite ich mich auf so etwas vor? Hier in der Gegend gibt es - sagen wir: Hügel. Also Steigeisen etc. werde ich nicht brauchen. Ich habe Lederwanderschuhe, Fleecejacken, Regenjacke, Nordic Walkingstöcke (muss erst mal reichen), Rucksack, Nalgeneflasche. Funktionswäsche gibt es in meiner Größe nicht. Das scheitert schon am BH  ;) Dicke Leute machen wohl keinen Sport... Ach ja, ein GPS-Gerät nenne ich auch mein eigen.

Was ist sonst noch unabdingbar? Was total überflüssig? Ich würde Blasenpflaster einstecken, Müsliriegel und natürlich reichlich zu trinken. Ggf. Sonnenschutz. Fotoapperat. Handy. Taschentücher.

Was nehmt ihr alles mit?

Paula:
Hallo Andrea,

wenn du das alles mitnimmst ist dein Rucksack eh schon voll  :))
ich nehme immer eine Kappe mit weil ich Probleme bekomme wenn mir die Sonne auf den Kopf knallt. Außerdem habe ich immmer ein Halstuch dabei falls es kühler wird. Ich weiß nicht wie das bei euch ist aber in den Bergen ist ein kühler Wind am Hals einfach ätzend. Sonst fehlt in deiner Liste nix. Eine zippoff Wanderhose trage ich meistens, die trockenen schnell falls es mal regnet und man kann die Beine abmachen wenn es heiß ist. Und einen Knirps habe ich immer dabei, ohne Schirm wird man bei Regen an den Beinen so naß.
Eine Karte sollte man immer dabei haben falls das GPS ausfällt und Ersatzbatterien/Akkus für das GPS. Ansonsten ist eine Wanderung in heimatlichen Gefilden ja keine Expedition und wahrscheinlich triffst du unterwegs auch ein paar Leute. Ich schau vorher auch immer ob man wo einkehren kann, ich trinke gern mal einen Kaffee...

Ilona:
Wir gehen oft sonntags zu den IVV-Wandertagen, dem sog. Volkswandern und machen dort die 10 km Strecke.

Dafür haben wir nur 2 kleine Flaschen Wasser dabei. Ausser bequemen Wanderschuhen nichts Aussergewöhnliches an. Portemonnaie und ein Handy in der Gurttasche. Viele wandern da auch in Jeans.

Wir sind meist nach 1 h 45 min wieder am Auto, da lohnt ein grosser Aufwand nicht. Anders sieht's  bei mehrstündigen Wanderungen im Urlaub aus. Aber einen Funktionswäsche-BH  ;D habe ich nicht. Ein normaler tut's doch auch.

Ansonsten schwitze ich fürchterlich in Funktionswäsche. Ich bevorzuge Baumwolle.

Gipsy:
Hallo Andrea,

die analoge Landkarte (also aus Papier) ist bei mir auch immer dabei. Ebenso nehme ich immer eine kleine Tube schnell einziehende Allzweckcreme (geht auch bei trockenen Lippen), ein Taschenmesser und ein Paar Ersatzsocken mit.

In meiner Größe gibt es auch keine Funktionswäsche. Deshalb achte ich einfach darauf, dass die Wäsche, die mit der Haut in Kontakt kommt, den Schweiß nach außen lenkt und schnell trocknet. Da hast Du unter den Alltagsshirts bestimmt welche, die Du bei Hitze lieber anziehst als andere. Genau die sind auch zum Wandern geeignet, solange sie nicht zu freizügig sind. Ich trag wegen des Rucksacks beim Wandern immer ein Shirt mit Ärmeln, so dass die Rucksackträger nie auf der Haut scheuern können. Für die Hose gilt eigentlich dasselbe wie für das Shirt: Du musst Dich gut darin bewegen können und sie darf nirgends scheuern. Das gilt auch für die Socken.

Die Sonnenbrille sollte auch mit und auch eine Kappe mit Schirm (wenn vorhanden) und im Sommer auch eine Sonnencreme. Je nach Beschaffenheit ersetzt die Sonnencreme bei mir auch ab und zu die Allzweckcreme.

Auch wenn Du normalerweise Wasser oder Tee trinkst, beim Wandern kann ein Apfelsaftschorle (1/2 l selbst mischen oder fertig kaufen) die Energiespeicher überraschend schnell wieder auffüllen. Mir sind die Müsliriegel meist zu süß; also nehme ich in einer kleinen Dose etwas Vollkornbrot und ein paar Gemüsesticks (Gurke, Kohlrabi, Möhren, Radieschen, Paprika, usw.) mit.

nordlicht:
Also wenn es nur für zwei drei Stunden auf einen Trail geht, den ich kenne, dann nehme ich ausser einer Regenjacke, wenn das Wetter entsprechend ist, eigentlich gar nix weiteres mit. Naja gut ich sehe auch zu, dass ich nicht gerade Flip-Flops oder eine schicke helle Hose anhabe, aber das ist es denn auch.
Wenn es etwas länger dauert, dann habe ich meistens eine leichte Hose an, die schnell trocknet, ein Funktions-T-Shirt, einen Fleece, eine Regenjacke und meine Lederwanderstiefel. Im Sommer noch einen Hut mit Krempe. Stöcke nur wenn es steil bergauf bzw. bergab geht.
Wenn ich vorhabe mich im Dreck zu suhlen, d.h. neben dem Trail mich durchs Gebüsch zu schlagen, dann trage ich meist eine olle Jeans und eventuell eine alte Regenhose. Dann habe ich auch manchmal ein Seil dabei.
Steigeisen nur wenn es steil über grössere Schneefelder geht.
Wenn es durch Asche, Sand oder über Eis und Schnee geht, dann packe ich auch meine Sonnenbrille ein.
Im Rucksack, habe ich Wasser, ein paar Snacks (eine Stulle, Riegel, Jerky, Gorp, einen Apfel etc), ein Extra Hemd oder Fleece, oft ein Taschenmesser und ein Päckchen Pflaster. Wenn es eventuell länger dauern könnte nehme ich eine Stirnlampe mit und ein Feuerzeug.
Dann natürlich eine Kamera, ein Tuch um die Linse abzuwischen und ein Satz Extra-Batterien. Wenn Wasserfälle am Weg sind auch mein leichtes Stativ und Filter.
Auf meinem Handy habe ich zwar eine App, die die wichtigsten Funktionen einen GPS anbietet, aber ich habe es ehrlich gesagt noch gar nicht genutzt. Ich bin meist mit Karte und vor allem einer gutem Trailbeschreibung unterwegs.
Im Auto liegt dann bei Schietwetter meist noch ein Handtuch um sich ein bisschen abzutrocknen und Tecnu, um die Schuhe und Hose abzuwischen, wenn es durch Poison Oak ging.
Ich muss sagen, dass ich mein Wasser und meine Snacks oft am Ende des Trails kaum angerührt habe. Gibt nix schöneres als nach einer anstrengenden Wanderung ausgehungert und durstig in einer Kneipe einzufallen. Bei einer Kneipe in der Gorge weiss ich immer noch nicht, ob die wirklich so gutes Bier haben oder ob es nur daran liegt, dass ich da immer mit ordentlich Durst nach der Wanderung auftauche. ;D

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