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Norwegens Süden und das Fjordland - Sommer 2016?

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serendipity:
Ihr Lieben, mich hat wieder einmal eine Reiseidee "gepackt".

Da wir, Peter und ich, gemeinsam dieses Jahr keinen großen Urlaub machen können (alter Hund, Schwiegermama und ungewisse berufliche Situation meines Mannes) - hat sich in meinem Kopf eine Idee festgesetzt: Ich würde gerne in den hessischen Sommerferien alleine Norwegen besuchen. Natürlich mit Auto und dann auf Grund der extrem hohen Reisekosten in Norwegen mit Zelt bzw. möchte ich teilweise Hütten auf Campingplätzen buchen oder auch mal im Auto (Range Rover Evoque) schlafen.

Nördlichster Punkt wäre Trondheim - ob Oslo reinpassen würde, weiß ich noch nicht.

Die Idee fand ich erst ganz reizvoll und habe mal grob drei Wochen veranschlagt - nun haben die Kinder den Einwand erhoben, ob ich wirklich drei Wochen alleine gut reisen kann und ob nicht erst einmal zwei Wochen reichen?

Die nächste Frage wäre die nach einem passenden Zelt - unser Zelt aus vergangenen Zeiten ist nicht geeignet, da ich es nicht alleine aufbauen könnte, mein 1-Mann-Wurfzelt für Klassen-Zelt-Feiern eignet sich keinesfalls für längere Unternehmungen. Ein neues Zelt, welches im Fall von schlechtem Wetter auch mal das Kochen und essen innerhalb erlaubt, sowie mehr als Kriechhöhe bietet, müsste also angeschafft werden - nur kann ich ein solches gut alleine aufbauen? (Ich bin nur 162 cm groß!)

Derzeit versuche ich eine annähernde Route zu planen - wobei ich denke, man müsste viel nach dem Wetter entscheiden und sich einfach treiben lassen - etwas, was ich so noch nie gemacht habe, wieder ein Punkt, der vollkommen neu für mich wäre!

Über Norwegen habe ich hier noch nicht viel gelesen, außer im Reisebericht von Silvia, aber vielleicht gibt es trotzdem Erfahrungen, Ideen und vor allem natürlich positive, mentale Unterstützung  ;), die meiner Idee zur Umsetzung verhelfen.

DocHoliday:
Verstehe ich das richtig? Das erste mal Norwegen, das erste mal alleine, seit langem das erste mal zelten und das erste mal ohne festen Plan?

Vielleicht "übst" Du erst mal ein paar Tage. Unter anderem, wie Du mit drei Tagen Dauerregen alleine im Zelt klar kommst ;)

Im Ernst: Ich würde auf jeden Fall vorher mal einen Probelauf machen über einige Tage. Wenn das gefällt, kannst DU größere Touren planen.
Mit dem Zelt alleine unterwegs zu sein, kann sehr einsam werden, z.B. wenn man sich mal über mehrere Tage im Zelt verkriechen muss.
Und wenn man aus Kostengründen eine Zelttour plant, ist häufiger mal abends in eine Kneipe gehen, um Menschen zu treffen wahrscheinlich auch keine Alternative.

Andrea:
Hi!

Das klingt toll! 2008 hatten wir dieselbe Idee, aber noch kein Internet. Der ADAC Campingführer führte keine Campingplätze auf, die nach deren Bewertungssystem für Heiko infrage gekommen wären, also beschlossen wir, diese Reise irgendwann mal mit einem Wohnmobil zu machen. Nur ist das so teuer, dass wir bis heute nicht dort waren...

Stattdessen wurde es Schottland, von dem ich mehr als begeistert bin. Aber das ADAC-Bewertungssystem stellte sich auch hier als nicht so eindeutig heraus, wie wir dachten und ein vermeintlich eher schlechter Platz war top! Aber in Internetzeiten lässt sich da sicher besser recherchieren.

Was es aber auf vielen Plätzen in Schottland gibt und scheinbar auch in Norwegen (als wir in Schottland waren war zeitgleich in Freund campen in Norwegen) ist so eine Art Cabin. Oft nicht mehr als ein Holzdach über dem Kopf und festen Boden. Da musst du nur dein Campingequippment hineinpacken - fertig. Bestimmt schützen die auch mehr in kalten Nächten oder bei starkem Wind. Ich würde dir deswegen zu einer Tour raten, wo du solche Hütten für jeweils 1-2 Tage oder auch länger mieten kannst. Dann gibt´s auch kein Chaos beim Zeltaufbau allein bei Wind und Wetter, auch wenn die Skandinavier sehr hilfsbereit sind.

Mit kleinen Zelten haben wir auch so unsere Erfahrungen gemacht. So lange das Wetter gut ist, ist es kein Problem draußen zu kochen oder zu lesen oder oder oder.... Aber wir hatten mal mehrere Tage Regen am Stück und zu zweit in so einer "Dackelhütte" ist es dann schon grenzwertig. Unser Zelt hat einen kleinen Vorraum, wo eigentlich nur die Schuhe hinpassen. Wir haben da dann eben auch gekocht - auf dem Boden sitzend und den Schlafsack um den Körper gelegt. Das ist aber schon so lange her (fast 20 Jahre), dass ich nicht weiß, ob meine alten Knochen das heute noch mitmachen  ;)

Für Schottland haben wir uns deshalb ein riesiges Zelt angeschafft, in dem man auch innen drinnen stehen und sitzen kann. Und Kochen. Das war auch gut so, denn nachts war es teilweise saukalt und die letzten Tage war das Wetter auch nicht mehr soooo toll. Schottisch eben.  ;D

DocHoliday:

--- Zitat von: Andrea am 02. Januar 2016, 17:05:32 ---Mit kleinen Zelten haben wir auch so unsere Erfahrungen gemacht. So lange das Wetter gut ist, ist es kein Problem draußen zu kochen oder zu lesen oder oder oder.... Aber wir hatten mal mehrere Tage Regen am Stück und zu zweit in so einer "Dackelhütte" ist es dann schon grenzwertig. Unser Zelt hat einen kleinen Vorraum, wo eigentlich nur die Schuhe hinpassen. Wir haben da dann eben auch gekocht - auf dem Boden sitzend und den Schlafsack um den Körper gelegt. Das ist aber schon so lange her (fast 20 Jahre), dass ich nicht weiß, ob meine alten Knochen das heute noch mitmachen  ;)

--- Ende Zitat ---

Das meinte ich. Ich bin mal mit dem Zelt gewandert, eine Woche bei Dauerregen. Am Ende war nichts mehr trocken, weder Schlafsack, noch Zelt, noch Klamotten. Muss man mögen ;)

serendipity:

--- Zitat von: DocHoliday am 02. Januar 2016, 16:44:26 ---Verstehe ich das richtig? Das erste mal Norwegen, das erste mal alleine, seit langem das erste mal zelten und das erste mal ohne festen Plan?

Vielleicht "übst" Du erst mal ein paar Tage. Unter anderem, wie Du mit drei Tagen Dauerregen alleine im Zelt klar kommst ;)

Im Ernst: Ich würde auf jeden Fall vorher mal einen Probelauf machen über einige Tage. Wenn das gefällt, kannst DU größere Touren planen.
Mit dem Zelt alleine unterwegs zu sein, kann sehr einsam werden, z.B. wenn man sich mal über mehrere Tage im Zelt verkriechen muss.
Und wenn man aus Kostengründen eine Zelttour plant, ist häufiger mal abends in eine Kneipe gehen, um Menschen zu treffen wahrscheinlich auch keine Alternative.


--- Ende Zitat ---

Das erste Mal Norwegen - checked

Das erste Mal alleine - ich war schon mehrmals eine Woche alleine unterwegs, drei Wochen allerdings noch nicht!

Seit langem wieder mit Zelt - Ja, obwohl wir früher auch acht Wochen mit Zelt unterwegs waren -ich weiß somit, mit den Widrigkeiten des Zeltlebens umzugehen - allerdings nie bei wirklich schlechtem Wetter über einen längeren Zeitraum hinweg!

Ohne festen Plan? -Ich habe natürlich einen Plan und auch eine Routenplanung für mich, die ich auch gerne hier vorstelle, jedoch kann das Wetter halt Kapriolen machen und ich muss flexibel sein, dies ist für mich alleine jedoch wesentlich einfacher.

Ich nehme deine Einwände wahr und sehr ernst und bin jetzt noch mehr verunsichert :(

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