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Bildbearbeitung

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Flicka:

--- Zitat von: Rainer am 29. März 2016, 22:45:22 ---
--- Zitat von: Flicka am 29. März 2016, 21:45:40 ---Das Mittel der Wahl ist da aus meiner Sicht, die unterschiedlichen Bereiche gesondert auszuwählen und gesondert zu bearbeiten.

--- Ende Zitat ---

s.o. - das ist mir hoffnungslos zu viel Mühe, da müßte das schon ein ganz tolles Foto sein, welches ich als Poster an die Wand hänge (was extrem selten vorkommt).

--- Ende Zitat ---

Sehe ich eigentlich ähnlich bzw. es kommt einfach auf das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen an. Wenn ich mit viel Aufwand aus einem flauen Bild, das mir eigentlich egal ist, ein halbwegs passables machen könnte, dann lasse ich es. Wenn das Foto mir eigentlich gefällt, aber ein paar Schwachstellen hat, die sich auf die beschriebene Weise leicht beseitigen lassen, dann mache ich es meistens. Wenn das Foto mir wichtig ist, dann setze ich aber auch mehr Zeit ein, ganz egal, warum es mir wichtig ist.

Aber eigentlich fotografiere ich inzwischen fast nur noch im RAW-Format, und da kann man ja schon mit etwas Übung bei der Entwicklung des Bildes mit ein paar Clicks einiges rausholen.

Beim Beispielbild sieht man dagegen, dass man kaum Reserven für eine Bearbeitung hat: Schon im ursprünglichen Bild wirken die Blautöne im Himmel ein wenig wie unterschiedliche Farbflächen, und wenn man versucht, den Himmel zu bearbeiten, kann man Farbstufen erkennen. Auf dem letzten Bild von Rainer ist das wohl am besten zu sehen. Im RAW-Format sind halt noch mehr Bildinformationen gespeichert, deshalb kann man das besser bearbeiten als ein JPG-Bild.

Flicka:
Und weil ich absolut nicht schlafen kann, habe ich gerade mal ein Beispiel gebastelt:

Ausgangsbild im JPG-Format, ohne Bearbeitung:




Ursprünglich im RAW-Format gespeichertes Bild nach 5 Minuten Bearbeitung:



Man sieht vor allem, dass man im Himmel, der im JPG-Bild mehr oder weniger weiß ist, im RAW-Format noch einiges an Wolken herausholen kann. Auch ansonsten lassen sich die Kontraste zwischen sehr hellen und sehr dunklen Bildbereichen gut abmildern. Man muss allerdings dann wieder aufpassen, dass es nicht unnatürlich wirkt. Mir gefällt hier z.B. die rechte obere Ecke nicht.

serendipity:
Vielen Dank erst einmal für eure Bearbeitungsversuche und vor allem auch das letzte Beispiel mit jpg-bzw. raw-Format.

Bisher habe ich nur im jpg. Format fotografiert, hier wird mir aber ganz der Vorteil des raw-Formates deutlich.

Bei meinem Bildbeispiel ist vor allem der graue helle Himmel das Problem, welches ich nicht in den Griff bekomme, hier müsste man wohl mit verschiedenen Ebenen arbeiten, wenn man es im jpg überhaupt hinbekommt  :weissnicht: 

Wenn ich die Häuserzeile so habe, wie ich sie gerne haben möchte, dann ist mein Himmel nur noch weiß :( - da hilft es auch nix mehr, wenn ich Peter aus dem Bild eliminiere  >:D. Übrigens sind Häuser und Schornsteine wirklich krumm und schief, es ist eine Altstadtgasse in Dol de Bretagne.



Grundsätzlich sehe ich es auch wie Rainer, ich habe keine Lust extrem viel Zeit in die Bildbearbeitung zu stecken, so dass einige Bilder von vornherein durchs "Das Foto zeige ich" - Raster fallen. Andererseits gibt es eben Bilder, die die Bearbeitungszeit vielleicht wirklich wert sind und falls ich durch das Fotografieren im raw-Format mehr rausholen kann, dann werde ich mich damit einmal versuchen.

Flicka, mit welchem Programm arbeitest du? Lightroom?

Gibt es bestimmte Grundeinstellungen, die auf alle Konvertierungen angewendet werden oder lasst ihr erst einmal umwandeln und bearbeitet dann?

nordlicht:
Sehr schöne Idee!
Ich habe mich auch mal an dem Bild probiert. Auch wenn die Häuser krumm sind, ein wenig geradebiegen konnte ich mir dann doch nicht verkneifen, da mir einige Linien doch zu gestürzt waren (netter Nebeneffekt, das Schild oder so das rechts oben ins Bild ragt verschwindet.
Dann habe ich die Detailkontraste etwas hochgeregelt, was der Struktur der Steine zu Gute kommen soll.
Die Farbbalance war mir etwas sehr ins Blau/Cyan verschoben was ich korrigiert habe und dann habe ich noch ein wenig am Sättigungsregler gedreht: gelb ordentlich verstärkt, rot ein kleines bisschen, cyan wurde rausgenommen und abgedunkelt
Und am Ende sieht es dann so aus:

serendipity:
Jetzt habe ich doch noch ein paar Fragen zu den RAW-Fotografen:

Wie viel Zeit braucht ihr mindestens für ein Foto - also rein für die Konvertierung und einfache Settings bei Kontrast, Sättigung und Schärfe?

RAW verbraucht ja grundsätzlich wesentlich mehr Datenvolumen als ein JPG, mit welcher Größe der Speicherkarte arbeitet ihr bzw. wie sichert ihre eure Bilder unterwegs?

Macht ihr alle Bilder in RAW oder nutzt ihr auch noch JPG, passt also sozusagen an Lichtverhältnisse usw. an?

Es kommen bestimmt noch mehr  ;)

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