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Fotos retten von Micro-SD-Karte
Flicka:
Seit gestern bin ich vom Wanderurlaub aus der Bretagne zurück und habe leider ein großes Problem mit einer dort angeschafften Speicherkarte. Es sieht so aus, als wären die Fotos, die ich darauf gespeichert habe, verloren, aber vielleicht hat noch jemand eine Idee.
Ich musste mir leider vor Ort eine neue Karte kaufen, weil ich dämlicherweise nur eine SD-Karte mitgenommen hatte. Ich dachte, für ein paar Beweisfotos mit der älteren Kompaktkamera reicht die Karte locker, aber natürlich habe ich dann doch fröhlich drauflos geknipst. Nach vielem Suchen habe ich schließlich eine Micro-SD-Karte mit entsprechender SD-Adapterkarte gefunden und damit eine Woche lang fotografiert. Am letzten Tag zeigte die Kamera plötzlich einen Speicherkartenfehler an und bot eine Formatierung an, die ich natürlich nicht gemacht habe.
Zuhause am PC wird angezeigt, dass die Karte formatiert werden müsste, um genutzt werden zu können. Habe ich natürlich auch nicht gemacht. Ich habe dann mit einem noch auf dem PC gespeicherten Programm namens "PC Inspector File Discovery" sowie mit Testversionen von "Deep Digger" (oder so) und "Rescue Pro Deluxe" die Karte abgesucht. Gefunden wurde dabei rein gar nichts.
Hat noch jemand eine Idee? Kann es vielleicht sein, dass der Adapter defekt ist? Ich kann heute leider keinen mehr besorgen und das überprüfen. Aber die Größe der eingelegten Micro-SD-Karte wird korrekt am PC angezeigt, von daher fürchte ich, dass wirklich die Karte selbst defekt ist.
Für Vorschläge, was ich noch probieren könnte, wäre ich sehr dankbar. In den ersten Tagen haben wir zwar schon einige Fotos gemacht, so dass ich jedenfalls nicht ganz ohne Erinnerungsfotos da stehe, aber es wäre natürlich schön, Fotos von der kompletten Reise zu haben.
Rainer:
Kannst Du mit Linux umgehen? Ansonsten müßtest Du mir die Karte mal schicken, aber versprechen kann ich nichts.
Flicka:
Mit Linux habe ich bisher nie gearbeitet. Welche Idee hättest du denn für die Karte?
Rainer:
Versuchen, mit speziellen Linux Tools auf Low Level Ebene ein Image zu ziehen (dd bzw. dd_rescue) und dann versuchen, mit speziellen Dateitools ("foremost" beispielsweise) in dem Image irgendwelche Strukturen zu finden.
Wenn die Karte an sich kaputt ist, geht sowieso nichts. Wenn die Karte nicht kaputt ist, aber das Filesystem korrupt ist, dann kann man mit Glück noch etwas finden. Linux ist insgesamt dabei Windows überlegen, weil es eben verschiedene Tools gibt, die auf Low Level Ebene an die Daten herankommen und auch den Anwender bedient. Da weiß ich auch, was da passiert und was ich da mache, bei WIndows Tools sind das immer irgenwelche Blackboxes, da kommt dann etwas heraus oder auch nicht.
Flicka:
Okay, ich verstehe das so, dass man mit Linux mehr Gelegenheit hat, den Suchvorgang zu steuern. Leider habe ich bisher unter Windows mit drei Programmen rein gar nichts gefunden, nicht mal Hinweise auf defekte Partien oder Dateifragmente. Aber ich behalte dein Angebot jedenfalls mal im Hinterkopf, schon einmal vielen Dank! :)
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