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Urlaubskamera gesucht - Hammerangebot auf Amazon

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Andrea:
Danke für dein nettes Angebot, Rainer. Werde ich mal Heiko erzählen.

Also eigentlich brauchen wir die eierlegende Wollmilchsau. Soll in die Hosentasche passen (deswegen nicht eine mit Wechselobjektiven oder so etwas wie die RX10), soll zoomen ohne Ende und auch im Halbdunkel noch passable Aufnahmen machen. Ich hätte wohl gerne einen Sucher eben wegen des Blendens, aber bei der HX90 könnte ich ja das Display etwas anklappen. Ganz geschnallt habe ich noch nicht, wie das mit dem ausklappbaren Sucher funktioniert: Wie ein normaler Sucher? Also Nase ans Display und Auge an den Sucher?  ;) Dann fände ich das eigentlich auch okay.

Die Kamera soll eigentlich schnell startbereit sein, wenn in der Ferne ein interessanter Vogel sitzt oder fliegt. Den möchte ich aber auch bei regnerischem Himmel (Schottland!) noch scharf drauf haben. Und ich glaube spätestens das ist nicht mehr mit so einer kleinen Kamera machbar, oder? Irgendeinen Tod muss man wohl sterben, aber die Hosentasche schlägt dann den Sensor in unserem Fall. Schließlich will ich die Kamera auch zum Walken mitnehmen, um Bilder für meine Webseite zu schießen. Unsere alte Fuji, mit der ich jetzt losziehe, erfordert immer die Mitnahme einer Tasche. In der Hand halten kann ich sie ja auf Dauer nicht wegen der Walkingstöcke.

Rainer:

--- Zitat von: Andrea am 11. Oktober 2016, 14:36:20 ---soll zoomen ohne Ende und auch im Halbdunkel noch passable Aufnahmen machen.
--- Ende Zitat ---

Genau das ist aber die Stelle, wo sich die Katze in den Schwanz beißt, solche allumfassenden eierlegenden Wollmilchsäue gibt es eben leider nicht. Die Problematik habe ich schon angedeutet: ein Sensor ist umso lichtschwächer, je kleiner er ist. Wer im Halbdunkeln (wobei noch zu klären wäre, wie dunkel denn nun sein darf) passable Qualität (und natürlich ohne Blitz - mit Blitz ist das kein Thema, aber ich denke, es soll auch ohne Blitz gut sein) erreichen will, muss eine gewisse Mindestgröße des Sensors einplanen. Von der Sensorgröße wiederum ist aber auch abhängig, wie groß das Objektiv wird, welches davor hängt. Außerdem ist die gewünschte Zoomleistung ("von wo bis wo reicht die Vergrößerung") verantwortlich für die Objektivgröße. In der Summe der Dinge: viel Zoom, viele gute Fotos bei wenig Licht ergibt insgesamt ein sehr großes Objektiv - und das passt dann nicht mehr zu dem Wunsch, den ganzen Krempel in der Hosentasche aufzubewahren.

Irgendeinen Kompromiss muss man immer machen, irgendwo muss man "klein beigeben" und mit weniger zufrieden sein, genau das ist das grundsätzliche Problem für jede Entscheidung dieser Art. Horst hat sich dazu entschieden, dass ihm ein vergleichsweise geringer Zoom ausreicht. Ich habe mich dafür entschieden, dass mir ein lichtschwächerer (kleinerer) Sensor ausreicht, als Entschädigung bekomme ich im Gegenzug mehr Zoom als Horst. Dafür bekommt Horst die besseren Fotos im Halbdunkel. Das ist ein sehr plakatives Beispiel, wo eine Entscheidung her muss.

Es gibt allerdings inzwischen auch eine eine einzige(!) Kamera auf dem Markt, die hat sowohl einen recht guten Sensor (den sog. "1-Zoll Sensor", wie Horsts Kamera ihn auch hat), wie auch einen relativ umfangreichen Zoom (ein sog. 10-fach Zoom, damit wird das Verhältnis aus kürzester und längster Brennweite ausgedrückt und das ist auch gleichzeitig das Größenverhältnis des am stärksten herangezoomten Bildes vs. dem am weitesten herausgezoomten Bild, wobei sich dieses Verhältnis auf eine Kantenlänge bezieht), nämlich ein Zoom vom 25-250mm (im Vergleich: die RX100 III geht von 24-72mm, also ganz erheblich weniger weit, aber meine TZ-81 geht von 24-720mm, also nochmal viel weiter als alles andere) und diese Kamera kommt ebenfalls von Panasonic und nennt sich TZ-101.

Dennoch  gibt es auch hier noch eine Kröte zu schlucken: die sog. "Blende" (= das Loch im Objektiv) ist ebenfalls eine wichtige fotografische Komponente, je größer dieses Loch ist, umso mehr Licht kann das Objektiv einfangen, auch damit wird also das Fotografieren im Halbdunkel beeinflusst. Und diese sog. "maximale Blende" ist bei dieser Panasonic Kamera vergleichsweise schlecht in Relation zu der RX100 III von Horst. Insgesamt ist es aber dennoch diejenige Kamera, die als einzige "Kompakte" auf dem Markt überhaupt einen umfangreichen Zoom besitzt und dennoch einen relativ großen Sensor. Es bleibt aber ein Kompromiss, aber ich würde vermuten, dass deren Leistung im Halbdunkeln in jedem Fall ausreicht. Dann habt Ihr auch einen durchaus guten (aber nicht exorbitanten) Zoom und die Kamera hat auch den gleichen Sucher wie meine und sie passt in die Jackentasche. Aber sie ist (natürlich....) relativ teuer. Ich würde so um die 600,-€ tippen.

Die HX90 von Sony hat einen sehr großen Zoom, aber da ist wieder der Sensor sehr klein. Da ist und bleibt natürlich die unbeantwortete Frage: reicht die Leistung im Halbdunkel dennoch aus? Die Frage stellt sich selbstverständlich auch für meine Panasonic Lumix TZ-81. Diese beiden Kameras haben zwar insgesamt den kleinsten Sensor in dieser Konkurrenz, aber das kann ja dennoch ausreichen. Das müßt Ihr testen, aber das ist die wahrscheinlichste Schwachstelle.

Schwierig, ich weiß. Es wäre einfacher, wenn es eine eierlegende Wollmilchsau gäbe, aber das ist technisch leider unmöglich.

Andrea:
Ja, das ist das, was ich schon bei meinen Forschungen herausgefunden habe. Alles geht nicht. Im Moment neige ich zum kleineren Sensor, denn im absoluten Zweifelsfall haben wir ja noch die 450D für Tage mit bescheidenem Wetter oder Aufnahmen in der Dämmerung (wir sind ungefähr Midsommar  ;) in Schottland)

Mittlerweile ist Heiko wieder zu Hause und er scheint sich wohl auf die Sony eingeschossen zu haben (die "große Panasonic" fällt aus dem Budget heraus). Also brauchst du uns die Kamera nicht zu Testzwecken zu schicken. Aber lieben Dank für die Idee und das Angebot!

Rainer:
Was ist an der 450D "falsch"? Ist sie Euch inzwischen zu groß? Das ist ja im Prinzip auch heute noch eine schöne Kamera, von der Bildqualität wird auch eine neuzeitliche Sony HX90 nicht dagegen anstinken können. Und die 450D ist natürlich eine DSLR mit schönem Sucherbild (ein sog. "optischer" Sucher mit echtem Bild, nicht elektronisch). Bin gespannt, wie Ihr den Sucher der HX90 dagegen empfindet.

Wenn ich es richtig verstehe, wollt Ihr eine kleine Kamera und möglichst mit festem Objektiv??

P.S.: Ich habe mal bei Amazon geschaut und wollte eine Preisvorstellung über die genannten Kameras bekommen. Da fiel mir sofort wieder etwas auf, was ich vor Wochen schon schrieb (und hier speziell bei der Sony HX90V), da sind so unfassbar günstige Lockangebote im Marketplace (beispielsweise die Sony für 241,-€ neu), fallt bitte nicht darauf herein, DAS SIND BETRÜGER! Amazon kommt mit dem Löschen dieser dubiosen Angebote nicht nach, das ist eine Seuche geworden. Da wird man aufgefordert, außerhalb des Amazon Kontexts per Email zu kontaktieren, schließendlich soll man an eine dubiose Adresse Geld einzahlen (meistens mit Western Union, das ist nicht nachverfolgbar). Das Geld ist anschließend weg....

Andrea:
An der 450D ist nichts auszusetzen. Aber man kann sie nicht mal eben mit einem vernünftigem Zoom aus der Hosentasche ziehen.  ;) Im Urlaub hat man immer ein normales Objektiv drauf und nur in speziellen Situationen nimmt man dann das Tele dazu. Man muss aber dafür ausreichend Zeit haben, um das Objektiv zu wechseln und so ein Tier ist schon manchmal verflucht schnell weg... Oder es regnet gerade oder Sand macht den Wechsel schwer. Ja und schwer ist es eben auch.

Ich habe eh nie gelernt mit der Kamera umzugehen und sie ist mir eben auch zu groß für meine Knipserei.

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